Der Campus des "St. Ulrich" - Bildungszentrums

  • [Cedric] & Alice


    Die Violine geschultert, stand Cedric nach wie vor unbeweglich am Campushof. Geh, forderte er sich selbst auf. Geh einfach. Doch er bewegte sich nicht. Konnte nicht, wollte nicht. Nicht wirklich jedenfalls. Dabei war es doch das einzige Logische, oder nicht? Es machte keinen Sinn hier stehen zu bleiben und noch weniger Sinn machte es, dass er das zwar begriff, aber dennoch nichts dagegen tat. Zu tun vermochte. Was war nur mit ihm los? Er hörte eine Stimme, jemand der seinen Namen rief. Ausgeschlossen. Wer würde das jetzt noch tun, nach allem...? Er kannte diese Stimme, er wusste das und doch brauchte es bis zu dem Moment, als die Person ihre goldenes Haar nach hinten streifte, bis sich das Bild zusammenfügte. Alice. Alice war hier. Aber... wieso? "Ich freue mich auch dich zu sehen.", entgegnete er, weil es angebracht erschien, noch immer verblüfft über ihre plötzliche Anwesenheit. Dennoch, auch wenn er dies so sagte, das Gefühl 'Freude' vermochte nicht recht zu ihm durch zu dringen. Dabei war ihm Alice ihm doch wichtig, sie war Teil seiner Familie, nicht wahr? Wobei Familie in seinem Leben schon immer ein recht fragiles Konstrukt gewesen war. Simon meldete sich nicht zurück, wo Alessa sich umtrieb vermochte er noch weniger zu sagen. Und alles was über seine Geschwister hinausging, waren sowieso nicht mehr also nur noch lose Kontakte. Moment... schloss das Alice nun mitein? Er schüttelte den Gedanken ab, als wäre er eine lästige Fliege - was für ein Unsinn. "Furchtbar? Ich finde heute ist ein verhältnismäßig guter Tag.", entgegnete er, die leichte Ironie unverkennbar, wenngleich sie so verdeckte, wie viel Wahrheit in diesem Satz steckte. Immerhin. Heute war er hier. Draußen. Offenbar sogar am sozialisieren. Das war definitiv gut und weniger furchtbar als sonst. Oder zumindest wollte er daran glauben und das gelang ihm auch ziemlich gut. Alice umfasste seine Schulter und obwohl er es nicht wollte, ließ ihn die Berührung kurz unmerklich zusammenzucken. Als wäre er derartige Zuneigung nicht mehr gewohnt. Doch was sollte diese Abwehrhaltung? Unsinn. Alles Unsinn, so wie alljenes, was er diese Tage fabrizierte. Alice suchte seinen Blick und er wollte ihn entgegnen, mit einem Lächeln im Gesicht, ganz gleich wie gekünstelt, doch es gelang ihm nicht. Das Rot ihrer Augen erinnerte ihn nur an eines - oder besser gesagt an jemanden. Noita. Wie sie weinte, wie er sie zum Weinen gebracht hatte. Noita, wie sie davonlief, weglief, weg vor ihm. Wie könnte er es ihr verdenken? Was sie in diesem Moment wohl tat? Wie es ihr ging, diese Frage ersparte er sich, daran wollte er nicht denken. Es schlimmer statt besser gemacht zu haben, diese Möglichkeit, die ihre verdammte Cousine ihm in den Kopf gepflanzt hatte, sie wollte nicht weichen. Wann war das überhaupt gewesen? Gestern? Vor einer Woche? Einem Monat? War Noita's weinendes Gesicht nun das einzige Bild seiner Erinnerung, dass sich ihm je wieder zeigen würde? Nun, das wäre nur recht. Was hätte er auch anderes verdient? Er wich Alice' Sicht nun aus, um so vielleicht auch die Geister zu vertreiben, die ihm umtrieben. Sein Blick senkte sich und so fiel ihm erst jetzt auf, was sie trug - und was sie darunter verbarg. Scheiße. Wie um Himmels Willen hatte er das vergessen können? Alice war schwanger. Sie wurde Mutter, sein Zwilling Vater und er selbst zum Onkel. Er hatte keinen Gedanken mehr daran verschwendet. Nicht seitdem er den beiden das letzte mal geschrieben hatte. Er konnte sich nicht einmal entsinnen, eine Antwort erhalten zu haben oder nicht. Sie zu ignorieren, das würde nur allzugut in sein derzeitiges Schema passen. Verdammte scheiße. Wie geht es dir? Die Frage wollte er stellen, doch was stattdessen über seine Lippen kam war etwas völlig anderes: "Dein Haar wird nass." Absolute Vermeidungsstrategie? Er wusste selbst nicht, was das sollte. Wenn er so darüber nachdachte, machte es aber nun wirklich wenig Sinn, dass sie die Kapuze abgestreift hatte, wo doch der Niesel ständig auf sie einprasselte, sanft und umsichtig, fast als wollte er, dass sie nicht vor ihm flohen. Er wollte die eigentliche Frage noch stellen, wirklich. Die Tatsache jedoch noch einen Moment zu übergehen, erschien jedoch so leicht, so einfach, so angenehm im Vergleich. Wie so oft.

  • 1495-alice-pngAlice & Cedric | Eingang der Universität


    Cedric schien von erster Sekunde abgelenkt, ob sie ihn gestört hatte? Wäre nicht das erste Mal, dass sie Menschen störte obwohl sie etwas Besseres zu tun hatten. Simon zum Beispiel, der Yumi verführen wollte oder Alex der.. auch Yumi verführen wollte.. merkwürdig. Aber das junge Mädchen versuchte sich seine scheinbare Abwesenheit zu Herzen zu nehmen. Vielleicht wartete er auch auf jemanden oder hatte einen tiefsinnigen Gedankengang, den er gerade nicht aufgeben wollte. Alice schmunzelte etwas auf seine Worte. „Dann will ich dir lieber nicht begegnen wenn du mal einen wirklich furchtbaren Tag hast..“, erwiderte die Schülerin darauf. Ob er dann mit fleckigem Hemd, ohne Hose und fettigem Haar draußen herum lief, weil sämtliche Gedanken wichtiger waren als das eigene Erscheinungsbild? Diese Vorstellung belustigte sie tatsächlich etwas, auch wenn es wahrscheinlich eher falsch war. Ihre roten Augen wanderten über sein müdes Gesicht und bemerkten dann den dunklen Instrumentenkoffer, den er über seiner Schulter trug. Alice wusste zwar, dass der Onkel ihres ungeborenen Kindes ein begabter Musiker war und auch irgendwas in die Richtung studierte, aber sie hatten sich noch nie gemeinsam darüber unterhalten. Generell waren ihre Unterhaltungen und Gespräche ja eher rar, meistens erzählte nur Simon wieder irgendwelche Geschichten. Als Cedric auf ihre feuchten Haare zu sprechen kam, hob sie nur ihre Augenbrauen, hatte es inzwischen aufgegeben Sichtkontakt mit ihm aufzubauen, da er ganz offensichtlich versuchte ihrem Blick auszuweichen. Aus voller Absicht oder eher ungewollt, wusste sie nicht und es war ihr auch irgendwo egal. Der Kerl hatte sicher einen Grund und sie hob nur ihre Schulter. „Wäre schön wenn das mein einziges Problem auf dieser Welt wäre.“ Ein lautes und eher gespieltes Seufzen glitt ihr über die Lippen und sie stemmte für einen Moment ihre Hände in die Hüfte ehe sie lachte und sich kurz von ihm wegdrehte, um einen Blick vom grauen Himmel erhaschen zu können. Die dunklen Wolken bedeckten sie nun vollkommen, die Sonne hatte sich verabschiedet und Alice fröstelte es im kühlen Wind dieses kalten Wetters. „Hast du Hunger?“, fragte das Mädchen mit einem Lächeln auf den Lippen und wand sich ihm wieder zu. Kritisch betrachtete sie den Zwilling ihres Freundes. „Du siehst so aus als könntest du gutes Essen brauchen.“ Alice legte ihre Finger an ihr schmales Kinn und es spiegelte sich etwas Sorge im Rot ihrer Augen. „Hast du abgenommen..?“ Oder bildete sie sich das nur ein weil sie selbst aus gewissen Gründen zu genommen hatte. Konnte auch gut sein. Aber trotzdem war sie der Überzeugung, dass leckeres Essen schon einige Probleme lösen konnte und so wartete sie mit fragendem Blick auf eine Antwort. „Lass uns irgendwo Essen gehen und du erzählst mir ein bisschen was! Ich hab mich die letzten Tage kaum mit jemanden unterhalten und Simon redet auch immer nur über dasgleiche..“, jammerte die junge Schwangere und schmunzelte.

  • [Cedric] & Alice | gehen~


    Nein, willst du nicht. Die Erwiderung auf ihre Aussage behielt er für sich. Die wirklich furchtbaren Tage, huh...? Die Stunden verwoben so sehr ineinander, dass es manchmal schwierig war die furchtbaren von den furchtbareren Tagen noch zu unterscheiden - und welchen Unterschied machte das schon? Die guten Tage waren selten - wenngleich er sich unweigerlich fragte, ob dieser Tag zu einem der Guten werden könnte. Lag es in seiner Hand? Doch wollte er seine Hoffnungen nicht allzu hoch stecken. Er war noch immer irritiert über Alice' plötzliches Erscheinen. "Alice..." Er nannte ihren Namen ohne wirklich etwas sagen zu wollen. Alice war es, sie war hier, Alice und niemand sonst. Da wagte er endlich einen richtigen Blick in ihr Gesicht - auch sie sah erschöpft aus, wenngleich sie es offenbar nicht zeigen wollte. Oder bildete er sich das nur ein, weil er sich selbst so müde fühlte - müde von allem? Als sie seine unnötige Aussage kommentierte, stutzte Cedric kurz. Der Satz fühlte sich leicht an und versteckte doch nur eine Schwere, die in Wahrheit dahinter steckte. "Ich auch.", stimmte er ihr daraufhin leise zu. Wie recht sie damit doch hatte. Ihre Frage danach warf ihn dann doch endgültig aus der Bahn. Ob er Hunger hatte? Darüber hatte er schon seit Ewigkeiten nicht mehr gedacht. Cedric war generell kein Mensch, der leicht ein Hungergefühl verspürte und aß mehr aus der Gewohnheit heraus. Jetzt wo sie ihn darauf ansprach, musste er überlegen, wann er zuletzt etwas Ordentliches gegessen hatte. Er schloss nicht aus, dass die ein oder andere Mahlzeit irgendwie... unter den Tisch gefallen war. Er war überrascht über ihr forsches, ja, fast schon mütterliches Nachfragen und er musste daraufhin gar ein wenig schmunzeln. Alice! Ja, nun war es wirklich schön sie zu sehen. Wer hätte das gedacht? "Sorgst du dich etwa um mich?", entgegnete er ihr und wollte es neckisch klingen lassen. Es gelang ihm nicht ganz, zu ehrlich kam die Frage über seine Lippen. So ganz schlau wurde er aus dem Mädchen nicht - aber das wurde er nicht einmal aus sich selbst. Er wollte ihre Einladung ablehnen. Essen gehen? Er verspürte doch überhaupt keinen Hunger. Sollte er ihr dann einfach Gesellschaft leisten? Als ob er eine angenehme Gesellschaft wäre. Er öffnete also den Mund um freundlich zu verneinen, als sie sich - nicht ganz ernsthaft, wie ihm schien - über Simon beklagte. Simon. Seit ihrer letzten Auseinandersetzung hatten sie sich nicht mehr gesehen. Simon ging ihm aus dem Weg - oder war es doch viel eher umgekehrt der Fall? "Okay.", hörte er sich also sagen. Er stimmte ihr zu, warum um Himmels Willen tat er das? Vielleicht, weil es wirklich nett war, so, wie Alice auf ihn zuging. Vielleicht, weil er wirklich etwas Essen sollte, Hunger oder nicht. Vielleicht aber, hegte er tatsächlich die Hoffnung, dass dieser Tag ein guter Tag werden könnte. "Worauf hast du Lust?", fragte er sie also - ihm war es herzlich egal, besser man folgte dem Heißhunger der Schwangeren. Falls es sich denn darum handelte. Entscheidungen lagen ihm derzeit sowieso nicht besonders, daher ließ er Alice gerne den Vortritt.


    gehen~

  • 1699-darren-pngDarren | kommt an & verlässt de Universität


    Dieser Tag in der Universität war lang gewesen, doch eigentlich hatte Darren nur die Hälfte wirklich mitbekommen. Eigentlich war er müde, wäre am liebsten zurück ins Wohnheim gefahren oder hätte sich alternativ noch ein paar mehr Cocktails gegönnt aber weder das eine noch das andere war momentan drin sodass er die Zeit einfach damit tot geschlagen hatte sein etwas zerfleddertes Notizbuch weiter mit kleinen Zeichnungen oder Liedtexten zu schmücken. Was ihm gerade einfiel, woran er denken musste und das war in letzter Zeit eigentlich immer dasselbe. Seine Gedanken drehten sich sooft um sie, hörten beinahe gar nicht damit auf. Auch wenn er merkte, dass dabei sein Herz einige Takte schneller schlug, hätte er sich stellenweise dafür verfluchen können. Es war nicht gut so. Das war es doch, was sie ihm immer wieder sagte. Dass es absolut keinen Sinn hatte. Dass er seine Zeit vergeudete. Aber tat er das wirklich? Darren strich sich mit den flachen Händen über das müde Gesicht, rieb sich die Augen und bekam erst verspätet mit, dass die Vorlesung bereits ihr Ende gefunden hatte. Eigentlich wäre er auf direktem Wege nachhause gegangen, hätte man ihn nicht auf dem Weg zum Ausgang aufgehalten und in den Theaterraum geschleift. Hier und Da hörte er seine Kommilitonen über die Halloween-Party reden. Ob er dort Yumi über den Weg laufen könnte, immerhin begegneten sie sich immer irgendwie auf irgendwelchen Feiern. Nicht? War es bis jetzt nicht so gewesen? Darren spürte sein Herz wilder klopfen, legte seine flache Hand auf seine Brust und atmete tief durch. Vielleicht war es eine Chance, vielleicht war es eine wirklich dumme Idee aber da er es Rumi ja auch irgendwie versprochen hatte, zumindest wäre es jetzt sicher etwas unhöflich wenn er doch nicht auftauchen würde, blieb ihm auch gar keine andere Wahl. Vorallem nicht als eine Bekannte ihm anbot ihn mit der Theaterschminke ein bisschen für die Party zu verunstalten. Der junge Kerl schmunzelte, ließ auch alles über sich ergehen und machte sich nach einem Dankeschön und einem kurzen Zwischenstopp im Wohnheim auf den Weg nach Sternbach.

  • Alessa kommt an

    Mit einem entschuldigenden, süßen Lächeln war ihre kleine Verspätung wie weggeblasen. Jedoch fiel dem Blondchen schon beim Betreten ihrer Klasse auf, dass Hina nicht hier war. Automatisch war der Blick ihrer roten Augen auf ihren Platz gehuscht. Er war unberührt. Und offensichtlich hatte sie sich auch nicht entschuldigen lassen, denn der Professor fragte Alessa schon im nächsten Moment nach dem Verbleib ihrer Freundin. Es war immerhin allgemein bekannt, dass die beiden Mädchen ständig aufeinander klebten - nahezu unzertrennlich waren. Und doch hatte sie keine Ahnung wo Hina war - ob es ihr gut ging oder ob ihr etwas passiert war. Das Blondchen hatte sich zwar auf ihren Platz gesetzt und ihren Blick nach vorne gerichtet, doch sie war viel zu sehr mit ihren eigenen Gedanken beschäftigt, dass sie auch nur einen Hauch davon mitbekommen hätte was die vortragenden da vorne an der Tafel von ihr wollten. Immer wieder sah sie auf ihr Handy falls Hina sich meldete aber vergebens. Wenn sie böse war - nicht mehr mit ihr befreundet sein wollte - dann war das eine Sache aber das Blondchen machte sich wirklich Sorgen um das hübsche Mädchen. Normalerweise antwortete sie ihr immer gleich. Immerhin hatte Hina, wie auch sie selbst ihr Handy ständig bei der Hand. Es klingelte zur Pause aber Alessa blieb an ihrem Platz sitzen und stützte ihren Kopf auf ihrer Hand ab, während ihr Blick aus dem Fenster glitt. Vielleicht machte sie sich ja unbegründet Sorgen und ihre Freundin hatte heute einfach keinen Bock auf Schule. Wär könnte es ihr verdenken. Selbst Alessa hatte mit sich gehadert. Sie würde später bei ihr Zuhause vorbeischauen und wahrscheinlich ein verschlafenes Mädchen antreffen, welches ihr Handy im Rausch vielleicht verloren hatte. Wahrscheinlich gab es für alles eine Erklärung. Und vielleicht sogar eine Version in der sie auch weiterhin die besten Freundinnen sein konnten auch wenn sie in den letzten Tagen Vieles falsch gemacht hatte, die Reaktionen der Anderen wohl nicht richtig gedeutet hatte. Ein Seufzen kam über die Lippen des Mädchens als sie sich schließlich erhob und eine Gruppe Mädchen sie zum Eis essen überreden wollten. Tatsächlich hatte sie aber keine Lust auf das Geschnatter dieser Speichellecker. Heute nicht. Die nächste Stunde fiel anscheinend aus. Eine Freistunde. Noch mehr Zeit um über die ganze Situation nachzudenken auch wenn der Unterricht ohnehin nicht wirklich eine gute Ablenkung gewesen war. Alessa schulterte ihre Tasche und ging nach draußen, versuchte sich auf dem Weg mit Instagram ein wenig abzulenken aber auch das half nur bedingt. Schließlich lies sie sich neben dem Brunnen nieder, welcher die Mitte des Campusgeländes zierte. Das Blondchen zückte ihren Handspiegel, in dem sie folgend ihr Make up checkte. Auch wenn sie sich heute morgen beeilt hatte - war sie doch zufrieden mit dem Ergebnis. Kurz huschten ihre Mundwinkel nach oben bevor sie eine Haarsträhne hinter ihr Ohr strich. Hier saß sie oft mit Hina. Gemeinsam hielten sie Ausschau nach süßen Studenten. Unweigerlich fragte sich die Schülerin ob es jemals wieder so unbeschwert zwischen ihnen sein konnte nachdem was passiert war...

  • 3892-pasted-from-clipboard-pngDarren | bei Alessa am Brunnen


    Der junge Student stöberte auf dem Weg zum Campus etwas in seiner Playlist, fügte ein paar neue Lieder dazu und begrüßte hier und da ein paar Kommilitonen, die sich teilweise etwas mehr beeilten als er selbst. Eigentlich war er schon ziemlich spät dran, hatte die alte Dame doch länger gebraucht als erwartet. Hatte ihm nochmal eine Standpauke gehalten und erzählt, wie enttäuscht sie doch war, was sich diese Jugend denn so dachte und während sie geredet und geredet hatte, war Darren mit seinen Gedanken ganz woanders gewesen. Wie hätte er sich auch auf etwas anderes konzentrieren können, wenn er in dem Büro stand, in dem es noch einige Stunden zuvor heiß her gegangen war. Wirklich heiß.. Der Schauspielstudent grinste breit und unterdrückte es schließlich als er sich der Universität näherte, sich mit einem Freund unterhielt und schließlich im Vorlesungssaal Platz nahm. Während er seinem Professor eher halbherzig zuhörte, sich nicht einmal Notizen machte, sah er immer wieder auf sein Handy. Aber natürlich erwartete ihn keine Nachricht. Zumindest nicht von Yumi. Wahrscheinlich hatte sie seine Nachricht eh nicht gelesen, vielleicht wusste sie auch gar nicht wem die Nummer gehörte. Es würde ihn nicht wirklich wundern, wenn sie diese uninteressante Handynummer nicht einmal eingespeichert hatte. Ein leises Seufzen verließ seine Lippen und wollte sein Handy gerade weglegen, es zumindest versuchen sich auf die Vorlesung zu konzentrieren als eine neue Nachricht eintrudelte, sein Herz kurz einen Sprung machte, er fast schon hoffnungsvoll auf den Bildschirm starrte. Und auch, wenn er sich wirklich freute als er den Namen der jungen Blonden dort entdeckte.. war er auch ein bisschen enttäuscht. Obwohl es wirklich unfair war, weshalb er sich auch gleich schlecht fühlte, auch keine Sekunde zögerte um Alessa zu antworten. Der Musiker begann etwas auf seinem Notizblock zu kritzeln, lauschte den Worten des alten Mannes da ganz vorne an der Tafel und packte seine Sachen zusammen als die Vorlesung für beendet erklärt wurde, endlich. Auf dem Weg nach draußen holte sich der Kerl noch einen Kaffee und hatte vor sich bis zur nächsten Stunde etwas zu entspannen, Musik zu hören und vielleicht noch ein bisschen in der warmen Frühlingssonne zu schlummern. Doch der Plan sollte nicht aufgehen als er draußen am Brunnen einen Blondschopf entdeckte, gerade als er sich wieder seine Kopfhörer ins Ohr drücken wollte. Ein Lächeln malte sich auf seine Lippen und er näherte sich dem jungen Mädchen, die sich wohl gerade im Spiegel betrachtete. Vielleicht auch die dunklen Augenringe überschminkte, weil der gestrige Abend doch länger geworden war? Leise schmunzelte Darren als die beiden nicht mehr als ein Schritt trennte. Mit dem Finger tippte er gegen ihren Taschenspiegel. So, dass er wieder zusammen klappte. „Du bist schon perfekt so, keine Sorge.“

  • [Am Brunnen] Darren & Alessa


    Alessa entglitt beinahe ein genervter Laut als ihr auffiel, dass ihr Jemand in der Sonne stand als dieser besagte Jemand sie auch noch daran hinderte sich weiter im Spiegel zu betrachten. Als sie die vertraute Stimme des Schauspielstudenten hörte entspannten sich die Gesichtszüge des Blondchens allerdings ganz schnell wieder und auf ihren geschminkten Lippen zeichnete sich ein Lächeln ab als sie den Taschenspiegel wieder in ihrer Handtasche verschwinden lies und in die dunkelbraunen Augen ihres Gegenübers sah. Augen die sie immer schon faszinierend gefunden hatte. Ihr Blick wanderte über das Gesicht des Lockenkopfs und ein amüsierter Laut verließ ihre Lippen als sie die dunklen Augenringe des Anderen entdeckte, die aber doch nichts an seinem guten Aussehen änderten. "Oh... da hatte wohl auch jemand eine lange Nacht?" mutmaßte die Schülerin und hob eine Augenbraue ohne ihren Blick abzuwenden als könne sie dadurch erkennen ob es daran lag das er die ganze Nacht gelernt hatte oder sich stattdessen fürs feiern entschieden hatte. Wenn Alessa raten müsste, würde sie wohl zu Zweiterem tendieren. Ihr Handy, welches sie gerade eben noch neben sich liegen hatte verschwand augenblicklich in ihrer Handtasche. Vielleicht tat es gut sich ein wenig abzulenken - auf andere Gedanken zu kommen. Selbstverständlich hatte sie es auf laut gelassen für den Fall, dass Hina ihr doch noch zurückschrieb oder anrief. Das Blondchen widerstand dem Verlangen erneut ihre Nachrichten zu checken. Sie hatte es doch gerade erst vor wenigen Sekunden getan als Darren ihr zurückgeschrieben hatte. Ungewöhnlich schnell für seine Verhältnisse wenn man bedachte das sonst oft Tage lang nichts kam. Vielleicht plagte den Guten ja ein schlechtes Gewissen vermutete das Mädchen. Immerhin war er ein Gutmensch und auch wenn ein Teil von ihr immer noch irgendwie verletzt war - sich mehr erhofft hatte - so wusste die Schülerin doch irgendwie das er keines von diesem typischen Arschlöchern war, die Menschen mit purer Absicht verletzten. Außerdem hatte er ihr doch nie die Hoffnung auf mehr gemacht, richtig? Sie war ganz automatisch gewachsen und dafür konnte der Student eigentlich nichts. Dennoch war es kein gutes Gefühl nicht auszureichen. Nicht genug zu sein. Vielleicht wohnte ihr dieses Gefühl jedoch auch viel mehr wegen der Sache mit Hina inne. "Bist du gekommen um deine Liste abzuarbeiten?" Alessa sah den Anderen herausfordernd an und schmunzelte dabei während sie ihre Beine übereinander schlug und eine ihrer Haarsträhnen ganz nebenbei zwirbelte. "Woher wusstest du das Kaffee auf der Liste steht?" Ihr Blick huschte kurz zu dem Becher in seinen Händen bevor ein Lachen über ihre Lippen kam als sie von ihren Haaren wieder abließ und sich folgend von ihrem Brunnen erhob, direkt vor dem Anderen stand und dabei den Kopf ein wenig in den Nacken legte um ihn ansehen zu können, da das Mädchen doch ein gutes Stück kleiner als der Dunkelhaarige war. "Oder bist du hier um dich zu entschuldigen, dass du meine Nachricht solange ignoriert hast?" Sie schob ihre Unterlippe nach vorne und verschränkte ihre Arme vor der Brust als wäre sie deshalb noch immer beleidigt und würde im nächsten Moment Widergutmachung verlangen.

  • 3892-pasted-from-clipboard-pngDarren & Alessa | am Brunnen


    Das Lächeln auf seinen Lippen wurde mit jeder Sekunde breiter als er auch ihr Lächeln entdeckte, als sein Blick vielleicht ein bisschen länger als nötig auf ihren geschminkten Lippen hängen blieb, er sich aber schließlich auf ihre rot funkelnden Augen konzentrierte. Die ihn anschauten und folgend wohl auch beurteilten. Der Student schmunzelte und verstaute zeitgleich seine Kopfhörer in seinem Rucksack, den er wieder schulterte und sogleich seine Schultern kurz hob. „Ich habe fleißig gelernt.“, log der angehende Schauspieler, nicht sehr gut aber das musste er auch gar nicht. War es doch irgendwie klar, dass er das nicht getan hatte und selbst wenn er mehr Mühe in seine Worte gesteckt hätte, wahrscheinlich hätte Alessa es ihm selbst dann nicht abgekauft. Er beobachtete kurz wie sie ihr Handy in ihrer Tasche verschwinden ließ und warf selbst noch einmal ein Blick auf seines, das er in seiner anderen Hand festhielt. Keine Nachricht, gar nichts. Zumindest keine Nachricht von ihr. Eine Nachricht, die ihn vielleicht ernsthaft interessieren würde. Darren hielt ein Seufzen zurück und führte den warmen Becher an seinen Mund, hielt aber in seiner Bewegung inne als die Schülerin weiter sprach. „Ah.. naja, ich.. ich kenne die Liste eben.“ Sein Blick wanderte von seinem gekauften Kaffee zu Alessa und wieder zurück ehe er ihr den noch vollen und unberührten Becher hin hielt. „Lass ihn dir schmecken.“, kommentierte er mit einem leisen Lachen. Eigentlich schuldete er dem Mädchen viel mehr. Schuldete ihr vielleicht eine Erklärung oder irgendwas, womit er die verganenen Wochen wieder gut machen konnte. Bestimmt hatte er sie verletzt ohne das je beabsichtigt zu haben. Aber es war passiert u nd eigentlich hätte er es auch wissen müssen. Nicht etwa weil er immer davon ausging dass sich die Menschen, mit denen er engeren Kontakt hatte, sich in ihn verliebten aber mit Alessa hatte er doch eine andere Beziehung gehabt. Es war ein Stück weit doch besonders aber eben nicht auf.. diese Art und Weise. „Ich war schwer beschäftigt.“ Der Musiker legte kurz seinen Handrücken auf seine Stirn als stünde ihn bei den vielen Verpflichtungen und Aufgaben, die er zu erfüllen hatte, schon der Schweiß auf der Stirn. Jedoch lachte er wieder und senkte seinen Blick weiter nach unten, hob ihn schließlich wieder etwas an und suchte ihren Blick. Grinste dabei etwas weil ihr Gesichtsausdruck gerade wirklich niedlich war. „Eine einfache Entschuldigung wird dir sowieso nicht reichen, hab ich Recht?“, vermutete der Student und seufzte anschließend laut. „Aber verlang bitte nicht zu viel, noch bin ich nicht erfolgreich und schwimme nicht in Geld.“

  • [Am Brunnen] Darren & Alessa


    Mit einem Lächeln auf den Lippen sah er sie an. Fast so als würde er sich wirklich freuen sie zu sehen. War dabei von dieser Ausstrahlung umgeben, die er schon immer gehabt hatte - die das Herz des Mädchens ein kleines bisschen schneller schlagen hatte lassen. Selbst mit den Augenringen sah er immer noch gut aus aber dessen war sich der angehende Schauspieler wohl auch bewusst. Eine gesunde Portion Selbstvertrauen gehörte bei diesem Berufswunsch doch auch irgendwie dazu, oder nicht? Die Lüge kam ihm glatt über die Lippen. Er gab sich jedoch keine Mühe sie glaubhaft klingen zu lassen und doch fragte sich die Schülerin ob es ihm schon immer so leicht gefallen war. Wahrscheinlich gehörte auch das dazu. Als Schauspieler musste man seine Rolle glaubhaft spielen - die fiktive Geschichte gut rüberbringen. Sie beobachtete ihn als er seine Kopfhörer in seinem Rucksack verschwinden lies, noch einmal sein Handy checkte bevor er sich wieder ihr widmete. "Bei jeder Lüge wird deine Liste länger..." prophezeite das Mädchen dem Anderen mit einem triumphalen Grinsen als freue sie sich schon darauf diese imaginäre Liste abzuarbeiten weil es sie ein wenig auf andere Gedanken brachte und sie die Anwesenheit des Studenten irgendwie genoss. Etwas was schon immer so gewesen war. Unabhängig von ihren Begegnungen der besonderen Art, die spätestens durch die Halloweennacht ihr Ende gefunden hatten als er ihr bestätigt hatte für diese Blondine Gefühle zu haben. Sie wollte kein billiger Ersatz sein - wollte nicht die sein mit der er sich von ihr ablenkte auch wenn sie es doch im Grunde gewesen war - es damals schon irgendwie gespürt aber bewusst ignoriert hatte - nicht wahrhaben wollte. Er willigte schließlich ein ihr den Kaffee zu überlassen obwohl Alessa es wohl viel mehr scherzhaft gemeint hatte. Koffein würde ihr im Moment allerdings sehr gut tun. Sonderlich viel Schlaf hatte sie diese Nacht immerhin nicht bekommen weswegen sie ihrem gegenüber ein zuckersüßes Lächeln schenkte und das Heißgetränk annahm und folgend an ihre Lippen führte. Sie nahm einen vorsichtigen Schluck aus Angst sich zu verbrennen aber er war gar nicht so heiß wie erwartet weswegen sie gleich einen weiteren Schluck nahm. Zumindest schien Darren ihr diese dreiste Forderung nicht übel zu nehmen. Vielleicht wurde er aber auch wirklich von einem schlechten Gewissen geplagt. Was zumindest für ihn als Menschen sprach und das Blondchen nur in ihrer Vermutung bestätigte, dass er nicht das klassische Arschloch war. "Wenn du brav bist gebe ich dir die Hälfte ab..." zeigte sich Alessa gnädig und lächelte den Dunkelhaarigen an als wäre sie die Güte in Person obwohl doch eigentlich er das Heißgetränk bezahlt hatte. Das Blondchen hob eine Augenbraue als er wieder ganz in seine Rolle als Schauspieler verfiel - ihr glaubhaft machen wollte das er sehr beschäftigt gewesen war. "Da bin ich mir sicher..." kam es über die geschminkten Lippen der Schülerin als sie ihn fast schon wissend durch ihre roten Augen musterte. Immerhin war er doch sicher schwer damit beschäftigt gewesen sich um dieses blonde Mädchen zu bemühen. "Wie hast du überhaupt aus dem Labyrinth geschafft.... in deinem Zustand?" hinterfragte Alessa schließlich und dachte unweigerlich wieder über diese Nacht nach. Bevor sie sich wieder verstrickte schüttelte sie leicht und kaum merklich den Kopf und lachte leise als Darren bereits vermutete, dass sie sich nicht mit einer einfachen Entschuldigung zufrieden geben würde. Sie wurde ihrem Ruf als Prinzessin wohl mehr als gerecht. Tat auch nicht wirklich etwas dafür um ihn los zu werden - sie genoss ihn sogar, fühlte sich in dieser Rolle doch sehr wohl. "Allein das du mich mit diesem anderen Mädchen im Labyrinth allein gelassen hast..." Theatralisch schüttelte Alessa den Kopf als könne sie dieses Vergehen unmöglich verzeihen. Als wäre das sein schlimmstes Vergehen. Als wiege alles Andere gar nicht so schlimm. "Ich glaube auf der Liste steht auch 'Auf Knien um Entschuldigung flehen'..." Alessa strich sich nachdenklich über das Kinn als würde sie gedanklich wirklich gerade diese Liste durchgehen und sich nach und nach daran erinnern welche Punkte dort noch aufgelistet waren.

  • 3892-pasted-from-clipboard-pngDarren & Alessa | am Brunnen


    „Vielleicht ist das ja genau meine Absicht.“, erwiderte der junge Student mit einem vielsagendem Grinsen auf den Lippen. Vielleicht wollte er ja, dass diese imaginäre Liste immer länger wurde. Dass sie viel zu lang wurde, gar unendlich. Dass sie immer einen Grund hatten dass sie einander trafen? Brauchte es das wirklich? Ja, vielleicht hatte der Musiker ganz kurz sogar Angst gehabt, dass er irgendwie alles zwischen ihnen zerstört hatte. Also, er hatte es ja auch irgendwo, zumindest das was in eine ganz bestimmte Richtung ging, auch wenn das von seiner Seite aus nie so gewünscht war. Nie so gewollt, dass da mehr aus ihnen wurde. Was es auch nicht wirklich besser machte aber dennoch war er besorgt gewesen. Dass Alessa ihn ja gar nicht mehr sehen wollte, kein Interesse mehr hatte. Ihn abgeschrieben hatte aber so war es nicht. Zumindest noch nicht. Was Darren glücklich stimmte, was ihn erleichterte. Sein Gefühl hatte ihn nicht getäuscht. Das Gefühl, dass sie vielleicht so etwas wie Freunde werden konnten. Die Freundschaft hatte vielleicht anders als normal begonnen aber was war heutzutage schon normal? Ein leises Schmunzeln kam über seine Lippen. „Dann bekommst du mich nie wieder los.“, äußerte er und legte seine Finger an sein Kinn. „Das klingt doch gut oder nicht?“ Seine Augen funkelten, er sah Alessa an und seine Lippen formten ein Grinsen. Seine Hand führte er dann an den Kaffeebecher, den er der jungen Schülerin gerade überreicht hatte, und er beugte sich ein Stückchen nach unten während er einen Schluck von seinem ehemaligen Kaffee nahm. Dabei hatte er seine Hand auf ihre gelegt und bekam auch etwas von ihrem Lippenstift ab, der am Deckel des Bechers klebte, da auch sie gerade einen Schluck davon genommen hatte. Aber das etwas von ihrem Make-Up nun an seinen Lippen klebte, das bemerkte er natürlich nicht, hatte er ja doch gerade keinen Spiegel bei sich. „Oh.. hätte ich auf dein Urteil warten sollen?“, fragte er überflüssigerweise, hatte damit selbst beschlossen dass er als braver Junge galt aber wer konnte ihm da schon widersprechen? Darren richtete sich wieder etwas auf. „Ich hatte Hilfe..“ Und mehr musste er dazu wahrscheinlich auch gar nichts mehr sagen oder? Es war doch ohnehin irgendwie klar, wer ihm zur Hilfe geeilt war. Oder eher wer sich dazu herabgelassen hatte. Das traf es wahrscheinlich besser und bei der Erinnerung daran, schmunzelte er leise und wandt seinen Blick dabei kurz ab, warf ihn auf sein Handy, das er folgend auch gleich entsperrte weil ihm bei den Gedanken an Yumi noch etwas einfiel, was er ihr sagen musste. Jedoch wartete er noch kurz damit, da Alessa sich im nächsten Moment dramatisch beschwerte. Darüber, dass er sie so einfach alleine gelassen hatte. „Oh nein..“ Schnell stieg er mit in ihr Schauspiel mit ein, ließ sein Handy entsperrt in der Hosentasche verschwinden, kam dabei anscheinend und blöderweise auf den Anrufen-Knopf im Chat in dem er sich gerade noch befunden hatte und griff schließlich mit beiden Händen nach ihren. Hielt sie fest umschlossen und tat tatsächlich das, was das Mädchen sagte. Er fiel vor ihr auf beide Knie und schaute hinauf, schaute in ihre roten Augen während nicht nur sein Blick eine Entschuldigung sprach. „Was für ein Vergehen meinerseits..“, sprach er aus und seine Augen wurden größer, sahen sie flehend an. „In Zukunft werde ich dich mit ins Innere eines Maislabyrinths ziehen damit wir uns dort gemeinsam verlaufen können. Damit wir dann auch gemeinsam betrunken hinfallen und am Boden liegen können und am Ende verletzen wir uns gemeinsam den Fuß, okay? Klingt das besser?“ Damit wiederholte er dann auch flüchtig die Geschichte an jenem Abend und bevor noch Applaus von den herumlaufenden Schülern und Studenten kam, bevor noch jemand dachte dass das hier ein Heiratsantrag war, kam der Kerl wieder auf seine Beine, hielt aber weiterhin ihre Hände fest. „Ich kann dich dann allerdings nicht auf Händen nachhause tragen, Prinzessin.“

  • [Am Brunnen] Darren & Alessa

    Kurz hob das Blondchen überrascht ihre Augenbrauen als ihr Gegenüber ihr versicherte, dass alles genau nach Plan lief. Ihre roten Augen wanderten über sein Gesicht als sie das Grinsen auf seinen Lippen entdeckte als stecke wirklich ein durchdachter Plan dahinter auch wenn sich die Schülerin ziemlich sicher war, dass der Student nur wieder seine Schauspielkünste zum Besten gab. Das Mädchen verschränkte die Arme vor der Brust als er schließlich die Folgen einer endlosen Liste aussprach. Ihre Augen formten sich zu Schlitzen. "Ach das war von Anfang an der Plan..." Alessa nickte als würde sie nun endlich verstehen - als würde alles plötzlich Sinn machen - angefangen von ihrer Begegnung bis schließlich zu diesem Treffen hier am Campus. "... wie konnte ich das bloß nicht erkennen?" Ihre roten Augen fokussierten die seinen und ein Hauch von Tadel schwang ihrer Stimme mit. Es hatte sie zwar verletzt oder viel mehr ihren Stolz das sie gegen dieses Mädchen verloren hatte aber er hatte ihr doch auch in Wirklichkeit nie eine Chance gegeben, richtig? Es war von Anfang an sie gewesen und sie war nur eine willkommene Ablenkung. Sie hatte die Ablenkung genossen. Die Zeit mit ihm. Weil es so leicht war mit ihm zu reden. Über unwichtige Dinge - über wichtige Dinge. Egal über was eigentlich. Und auch andere Dinge waren alles andere als schlecht gewesen. Hatte sie sich verliebt? Schwer zu sagen. Wahrscheinlich eher ein wenig verguckt. Wie könnte sie auch nicht? Er war doch wirklich perfekt. So wie sie sich ihren Prinzen immer vorgestellt hatte. Ihre Gesichtszüge wurden wieder etwas weicher. Sie konnte gar nicht anders als ebenfalls zu Grinsen als er sie so anstrahlte. "Solange ich immer wieder ein Abendessen oder einen Kaffee oder was sonst noch so auf der Liste steht bekomme...." dachte Alessa laut und stimmte dem Studenten schließlich zu als dieser ungefragt nach dem Kaffee oder viel mehr dem Becher in ihrer Hand griff und ungefragt einen Schluck davon nahm. Seine Hand, die für die Dauer auf der ihren ruhte war warm. "Hey..." protestierte das Blondchen aber war doch zu spät denn Darren hatte sich bereits einen ordentlichen Schluck von dem Heißgetränk gegönnt. Das Mädchen runzelte die Stirn und warf dem Lockenkopf einen bösen Blick zu als er sich wieder aufgerichtet hatte "Natürlich! Das war außerdem nur so daher gesagt damit du mich für ein nettes Mädchen haltest...." Ein theatralisches Seufzen verließ ihre geschminkten Lippen ehe sie fortfuhr. "Dabei habe ich den Koffein heute so notwendig..." murmelte sie folgend und sah in die dunkelbraunen Augen ihres Gegenübers damit dieser auch ja ein schlechtes Gewissen bekam. Ein noch schlechteres Gewissen als ihn ohnehin schon plagen dürfte. Als er sich schließlich recht bedeckt hielt mit seiner Antwort ahnte die Schülerin bereits wer ihm wohl zu Hilfe gekommen war in diesem Labyrinth. Spätestens das folgende Schmunzeln und die zahlreichen Blicke auf sein Handy verrieten den Dunkelhaarigen. Er musste sich wirklich in dieses Mädchen verguckt haben. So benahm er sich doch irgendwie wie ein verliebter Teenager. Vielleicht war das aber auch so wenn man verliebt war. Hals über Kopf. Alessa erinnerte sich nicht daran das es ihr jemals so ergangen war. Obwohl sie schon mehrere Beziehungen hinter sich hatte. Flüchtig. Unwichtig. "Dann hatte ich also Recht..." gab das Blondchen zu bedenken. Dachte an die Situation in dieser modrigen Gaststätte in der sie einander begegnet waren. Die Blicke dieser Blondine. Sie war wirklich eifersüchtig gewesen als sie den Kuss gesehen hatte? Irgendwie war Alessa schon fast ein kleines bisschen von sich selbst begeistert. Wobei es wohl auch nicht zu übersehen gewesen war. Obwohl ihre Erinnerung an diesen Abend doch ein wenig verschwommen war. An Alkohol hatte sie nicht wirklich gespart. Es war auch bitter nötig gewesen auch wenn sich dadurch nicht wirklich etwas geändert hatte. Zumindest nicht zum Besseren. das Blondchen hing gerade noch ihren eigenen Gedanken nach als Darren ihre Hände mit den seinen umfasste und vor ihr auf die Knie sank. Ganz der Schauspieler der er war und doch musste sie über diese Geste lachen und auch wenn sie damit abgeschlossen hatte - irgendwie. So machte diese Szene ihr Herzklopfen. Was letztendlich vielleicht auch daran lag, dass es einem Heiratsantrag doch recht nahe kam wenn man es als Außenstehender betrachtete. Mit großen Augen sah er sie an - gab durch sein Versprechen auch irgendwie eine Kurzfassung seines Abends zum Besten, was Alessa ein Lächeln auf die Lippen zauberte. Sie schüttelte den Kopf über seine Worte ehe erneut ein Lachen ihrer Kehle entglitt. "Es wäre alles besser gewesen als mich mit der allein zu lassen, okay?" Die Schülerin rollte mit den Augen auch wenn sie gewiss nicht so eine gute Schauspielerin war wie der Mann, der hier vor ihr kniete. "Außer vielleicht die Sache mit dem Fuß. Darauf würde ich verzichten. Wie soll ich sonst High Heels tragen...?" Für ihn war es sicherlich keine große Sache hier so eine Show abzuziehen. Im Grunde auch nicht für Alessa. Auch sie stand irgendwie immer im Mittelpunkt und doch imponierte es ihr irgendwie, dass er seine Liste so fleißig abarbeitet ohne sich vor seinen Aufgaben zu drücken. "Hmmh das klingt echt romantisch muss ich sagen..." schwärmte das Blondchen als Darren sich schließlich wieder erhoben hatte und dann leider den negativen Aspekt der ganzen Geschichte schilderte. Sofort wich das Lächeln von ihren Lippen und ein enttäuschter Gesichtsausdruck kam an die gleiche Stelle. "Wie?" Ein Seufzen entglitt ihrer Kehle. "Das ist aber enttäuschend..." Natürlich blieb ihr nicht verborgen das er sie wieder mit jenen Kosenamen angesprochen hatte, der ihm noch vor ihrem wirklichen Namen bekannt war. Es war auch jenes kleine Wörtchen, welches ihr wieder ein Lächeln entlockte. Wie könnte sie diesem Mann eigentlich wirklich böse sein?

  • 3892-pasted-from-clipboard-pngDarren & Alessa | am Brunnen


    „Du musst wohl noch an deiner Menschenkenntnis feilen.“, riet er dem jüngeren Mädchen mit einem Nicken. Beobachtete sie dabei wie sich ihre Gesichtszüge änderten, konnte die gespielte Erleuchtung und Erkenntnis, die sie gerade eben bekommen hatte, darin spiegeln sehen und war schon kurz beeindruckt von ihrer Schauspielkunst. Was ihm ein Schmunzeln entlockte nachdem er Alessa diesen Hinweis gegeben hatte. Immerhin gehörte eine gute Menschenkenntnis und Verständnis auch dazu. So konnte man besser auf den anderen eingehen und vielleicht auch besser in seine eigene Rolle eintauchten. „Stört dich das..?“ Seine Stimme klang plötzlich gar nicht mehr so stark wie sonst. Sie war auch leiser geworden. Eigentlich wollte er das auch eher so klingen lassen als wäre es ein weiterer Spaß. Weil es so auch manchmal einfacher war aber es war auch ein Gedanke, den er im Kopf hatte, der sich nicht so einfach ausgrenzen ließ. Dass Alessa auch eigentlich gar keine große Lust mehr auf den Schauspielstudenten hatte. Was man ihr auch nicht verübeln könnte. Nach dem was passiert war. Da war es doch aber auch irgendwo eine berechtigte Frage oder? Und der Musiker könnte es auch verstehen, wenn die Blonde einfach Abstand wollte, ihn aus ihrem Leben streichen oder so etwas. Er könnte es verstehen, wollte es aber dennoch nicht. War es falsch? Wahrscheinlich schon, vielleicht auch ein bisschen egoistisch von ihm aber er genoss ihre Anwesenheit, mochte ihre Gespräche und ihre Art. Aber eben nicht auf diese eine bestimmte Art und Weise. „Ist der Zug des netten Mädchens nicht schon abgefahren?“ Der Student hob eine Augenbraue nachdem er sich einen Schluck von seinem oder jetzt eher ihrem Kaffee gegönnt hatte, grinste sie danach an. Alessa mochte vielleicht nach außen immer das zuckersüße Püppchen miemen aber sie hatte nicht nur einmal gezeigt, dass auch mehr in ihr steckte. Alleine schon dass sie sich darüber beschwerte dass sie alleine mit Rumi zurück geblieben war, über sie herzog und dass sie Yumi absichtlich hatte eifersüchtig machen wollten, was natürlich laut ihr gar nicht geklappt hatte, zeigte doch, dass das Blondchen weitaus mehr sein konnte als nur süß, lieb und brav. Die eher leisen Worte der Anderen ließen ihn aufhorchen. „Ist etwas passiert?“, fragte der Kerl dann und es spiegelte sich doch schon fast etwas Sorge in seinen dunklen Augen während er die junge Dame anschaute. Ob etwas vorgefallen war oder hatte sie einfach schlecht geschlafen? Oder wollte sie einfach den ganzen Kaffee für sich alleine weil die nächsten Schulstunden anstrengend werden würden? Schnell war das Handy in seiner Hosentasche verschwunden und die Hände der Anderen an seinen. Ihr Lachen erheiterte ihn. Es war so schön. „Nettes Mädchen, hm?“, sagte er daraufhin, spielte auf das an was sie noch vor wenigen Augenblicken gesagt hatte und schmunzelte, seufzte aber auch gleich wieder. „Ja.. auf den Schmerz hätte ich auch gerne verzichtet.“ Der einzig gute oder positive Aspekt an diesem Vorfall war wahrscheinlich gewesen, dass er so noch mehr Zeit mit Yumi gewonnen hatte. Dass sie ihm geholfen und ihn noch ins Krankenhaus begleitet hatte. Ein kleines Lächeln oder eher Grinsen umspielte seine Lippen. Als er sich zurück erinnerte, beinahe nochmal den bösen Blick spürte, den er von ihr bekommen hatte. Als dieses bestimmte Wörtchen gefallen war. Als er sie als seine Freundin bezeichnet hatte. Aber das Wort war in ihrer Sprache eben auch einfach zweideutig. Aber eigentlich war Darren auch froh, dass nichts Schlimmeres passiert war. Dass es seinem Fuß jetzt auch wieder gut ging, dass er keine Folgen von seiner Verletzung mehr spürte. Wenn man bedachte, dass ihn diese Verletzung auch in seinem Studium etwas zurück geworfen hatte. Zumindest konnte er aufgrund dessen so manche größere Rollen nicht annehmen und musste auch ein paar Theaterstücke sausen lassen. Was ihn wirklich gestört hatte, weshalb er auch nicht die abgemachte Zeit gewartet hatte bis er das Bein wieder vollends belasten durfte laut seinem Arzt aber wofür gab es denn auch Schmerztabletten? Der Student richtete sich also wieder auf und entdeckte das süße Lächeln auf ihren Lippen. „Sicher wird jemand anderes einmal diesen Part übernehmen.“, versicherte er Alessa und klang dabei auch überzeugt von seinen Worten. Darren selbst hatte ja deutlich gemacht, dass er es nicht sein würde. „Außer ich finde dich mal betrunken irgendwo an der Bar, dann kann ich das schon machen. Ausnahmsweise.“ Er legte seine Finger an sein Kinn als müsste er dann doch noch einmal darüber nachdenken. Nicht, dass so eine Aktion dann falsch ankam aber der angehende Schauspieler schmunzelte auch gleich. Der Kerl öffnete seine Lippen, setzte zu einem neuen Wort an als ihm aber Jemand zuvor kam. „Na hallo mein Lieber!“ Eine helle Stimme ertönte und die Person, die dazu gehörte, näherte sich auch gleich. Winkend und breit lächelnd. Es war seine Kommilitonin, die er am gestrigen Abend sturzbetrunken nachhause gebracht hatte. Oder zumindest zum Taxi, das hatte ja schon gereicht. „Oh entschuldige, dass ich einfach so reinplatze. Hoffe ich störe euch zwei Süßen nicht.“, plauderte die junge Studentin und kicherte bevor sie Darren um den Hals fiel und sich für den gestrigen Abend bedankte. Gleichzeitig noch sagte, dass sie ein bisschen enttäuscht war, dass er nicht mitgekommen war. „Führst du die hübsche Maus herum? Das ist ja nett von dir, Darren..“ Alessa bekam einen auffälligen Blick. Prüfend. Als wollte sie der Schülerin gewisse Signale geben. Dass sie unerwünscht war und sich fern halten sollte. „Ihr solltet nicht so viel herum turteln, sonst vergesst ihr noch die Zeit. Die nächste Vorlesung geht doch gleich los oder? Verpass sie nicht! Ich freue mich schon auf die nächste Theaterübung mit dir.“ Die Art wie seine Kommilitonin sprach war eindeutig und auch der Blick, den der Student bekam. Den erwiderte er aber nur mit einem netten Lächeln, schenkte Alessa nur einen entschuldigenden Blick und trat wieder näher an sie heran als die Dritte im Bunde sich wieder verabschiedet hatte. „Manchmal.. frage ich mich, ob ich nicht den Kurs wechseln sollte.“, sagte er seufzend darauf, schmunzelte aber dann doch und holte sein Handy wieder hervor. Wollte nach der Uhrzeit sehen, entdeckte dabei aber etwas ganz anderes.. „Oh..“ Er starrte kurz auf den Bildschirm seines Handys, seine Augen waren auch etwas größer geworden und mehr aus Reflex tippte er auf den roten Hörer, beendete den Anruf, den er wohl ausversehen getätigt hatte. Hätte er vielleicht.. noch hingehen sollen? Etwas sagen, das aufklären, sich entschuldigen? Aber wofür auch, so etwas konnte ja mal passieren.. viel eher freute er sich darüber, dass sie anscheinend überhaupt dran gegangen war. Dass sie seinen Anruf angenommen hatte. Weil es eine für sie unbekannte Nummer war? Oder aber ganz bewusst weil sie wusste, dass er sie angerufen hatte? Darren presste die Lippen aufeinander und ließ seufzend aber mit einem Herzklopfen sein Handy wieder in der Hosentasche verschwinden. Diesesmal auch gesperrt.

  • [Am Brunnen] Darren & Alessa

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    "Anscheinend..." bestätigte das Blondchen die Vermutung des Anderen hinsichtlich ihrer offenbar mangelnden Menschenkenntnis obwohl sich die Schülerin doch sicher war, dass sie sich in dem Lockenkopf nicht getäuscht hatte. Nur weil sie sich mehr erhofft hatte bedeutete das doch lange nicht das er ein schlechter Mensch war. Zugleich hörte sie aber schon wie Hina sich über ihn beschweren würde. So wie sie es damals schon getan hatte als Alessa das erste Mal die Vermutung ausgesprochen hatte, dass Darren gedanklich nicht immer ganz bei ihr zu sein schien wenn sie zusammen waren. Es hatte an ihrem Ego gekratzt nicht der Mittelpunkt seiner Aufmerksamkeit zu sein. Es hatte auch weh getan aber sie hatte es im Grunde doch gewusst. Schon bevor sie ihn direkt darauf angesprochen hatte. Das Blondchen hob ihren Kopf etwas an um ihn anzusehen als sie bemerkte das seine Stimme vielleicht nicht mehr ganz so selbstbewusst klang - einen bitteren Beigeschmack hatte. Für einen Moment schien es so als wäre der Schauspieler verschwunden und mit ihm auch das makellose Selbstbewusstsein des Studenten. Für einen Moment wirkte er so als meinte er seine Frage tatsächlich ernst. Der Blick ihrer roten Augen wanderte forschend über das kantige Gesicht des Dunkelhaarigen. "Du bist doch Derjenige, der mich immer stehen lässt, du Idiot..." Alessa stellte sich auf die Zehenspitzen und schnippte gegen die Stirn des Anderen als sich ihre Blicke trafen. Selbst auf den Zehenspitzen war sie nicht so groß wie der Andere aber es fiel ihr so doch um einiges leichter ihm nahe zu sein. Auf ihren Lippen erschien ein Lächeln als sie sich schließlich wieder ein wenig von ihm entfernt hatte, sich wieder normal hinstellte. Als er schließlich meinte, dass der Zug des netten Mädchens wohl schon abgefahren war atmete das Blondchen erleichtert auf. "Okay zum Glück... das ist echt anstrengend weißt du..." Sie wischte sich die nicht vorhandenen Schweißperlen von der Stirn und strich sich im selben Zug eine Haarsträhne hinter ihr Ohr. In Wirklichkeit war Alessa es doch gewohnt diese Rolle zu spielen. Solange sie Menschen hatte bei denen sie auch sie selbst sein konnte reichte ihr das vollkommen. Hina war immer so ein Mensch für sie gewesen - war sie immer noch - oder? Die Beiden konnten über alles reden - zumindest hatte Alessa das bis vor Kurzem geglaubt. Als Darren sie mit beinahe besorgtem Blick musterte überlegte sie einen Moment ob sie wirklich darüber sprechen wollte aber dazu kannten sie einander zu wenig. Dazu waren die Umstände die zu dieser Situation geführt hatten zu merkwürdig - zumindest noch. Vielleicht würde es irgendwann anders sein. Aber noch war dieser Zeitpunkt nicht gekommen. "Naja nein... die Nacht war einfach zu lange..." Die Mundwinkel des Mädchens zuckten kurz nach oben. Das konnte sie definitiv besser aber sie wollte sich auch keine Mühe geben bei diesem Thema glaubhaft eine gute Miene zu machen. "Und Hina hat sich seit dem nicht gemeldet... aber wahrscheinlich schläft sie nur ihren Rausch aus..." Das Lächeln auf ihren Lippen wurde etwas breiter. Das klang doch plausibel oder nicht? Nach einer durchzechten Nacht hatte man eine gute Portion Schlaf mehr als nötig. Sie kam wieder auf andere Gedanken als ihr Gegenüber sein theatralisches Schauspiel zum Besten gab - ihr dadurch ein Lachen entlockte. Es blieb ihr nicht verborgen das er wenn dieser Abend Thema war immer wieder grinsen musste. Anscheinend war er dann wohl doch erfolgreich, oder nicht? Obwohl sich Alessa schwer vorstellen konnte, dass er bei seinem Betrunkenheitsgrad überhaupt etwas sinnvolles herausgebracht hatte. Aber vielleicht täuschte sich die Schülerin auch. Immerhin war sie selbst nicht gerade nüchtern. Mittlerweile hatte Darren sich wieder aufgerichtet. "Oh wow... danke das du mich nicht einfach so liegen lassen würdest. Das ist echt gütig von dir..." Alessa schüttelte den Kopf, musste aber doch Grinsen als sich ihre Blicke trafen. Schon im nächsten Moment wurden die Beiden jedoch von einer weiteren Person unterbrochen. Ein Mädchen - wahrscheinlich ebenfalls eine Studentin. Mit einem breiten Lächeln lief sie in ihre Richtung. Ganz offensichtlich war ihr Ziel der Schauspielstudent neben ihr, dem sie folgend auch um den Hals fiel. Die Worte der Anderen waren kaum zu überhören aber ganz offensichtlich wollte sie auch nicht das sie überhört wurden. Die Lippen des Blondchens kräuselten sich ein kleines bisschen als ihr auffiel wie sie ihr einen prüfenden Blick zuwarf um einzuschätzen in welcher Beziehung sie zueinander standen. Gleichzeitig hieß dieser Blick auch das Alessa sich fernhalten sollte weil sie ganz offensichtlich ein Auge auf Darren geworfen hatte. Sie machte auch kein Geheimnis daraus. Die Studentin, die anscheinend im selben Kurs wie Darren war verabschiedete sich aber auch gleich wieder und lies die Beiden wieder allein. "Okaaaay..." kam es nur über die Lippen der Schülerin und sie war für einen Moment sprachlos ehe ihr ein leises Lachen entfuhr ehe sie in die Richtung des Lockenkopfs schielte, der anscheinend mit dem Gedanken spielte den Kurs zu wechseln. "Ich finde es gut wie subtil sie mit dir flirtet..." Alessa war auch kein Mensch der ein Geheimnis daraus machte wenn sie von Jemanden mehr wollte - im Normalfall zumindest aber diese Studentin schien doch ein Stückchen weiter zu gehen. "Sag bloß du genießt diese Aufmerksamkeit nicht?" Die Schülerin hob eine Augenbraue und musterte den angehenden Schauspieler, der doch ein wenig entrüstet auf sein Handy blickte. Das Grinsen auf ihren Lippen verschwand im selben Moment. "Was ist los...?" erkundigte sich Alessa zögernd. Da Darren das Handy gleich im nächsten Moment jedoch wieder verschwinden lies schien es zumindest nichts Ernsthaftes zu sein. "Sag bloß du musst jetzt wirklich zu einer Vorlesung..." Ein Seufzen entwich der Kehle des Mädchens. Sie lies die Schultern ein wenig hängen als sie einen Schmollmund zog und Darren einen 'Das kann jetzt aber nicht dein Ernst sein' Blick zuwarf.

  • 3892-pasted-from-clipboard-pngDarren & Alessa | am Brunnen


    Der kurze Anflug von Zweifel, Zweifel an sich und diesem Augenblick und generell dem Kontakt zu Alessa, war im nächsten Moment schon wieder verpufft, spätestens aber als die junge Frau mit ihren Fingern an seine Stirn schnippte. Als wollte sie ihm diesen Gedanken aus dem Kopf schlagen. „Hm ja, da hast du wohl nicht ganz Unrecht..“, erwiderte der Musiker darauf und schmunzelte auch leise, warf ihr dennoch einen entschuldigenden Blick zu. Darren fragte sich trotzdem ob die beiden irgendwie, trotz ihrer gemeinsamen wenn auch recht kurzen Vorgeschichte, den Vorkomnissen und all dem, ob sie vielleicht dennoch so etwas wie eine Freundschaft aufbauen konnten. Obwohl sie das doch eigentlich gerade auch machten oder? Daran arbeiteten und wahrscheinlich musste sowieso er viel mehr da rein stecken und vorallem wieder gut machen. Wobei es doch auch nach hinten los gehen konnte. Vielleicht aber sollte der Kerl sich gar nicht so viele Gedanken darüber machen, es einfach geschehen lassen. Wo ihm wieder auffiel, dass er in letzter Zeit viel zu viel über bestimmte Dinge nachdachte, sich Sorgen machte. „Vor mir brauchst du dich wirklich nicht verstellen. Es reicht ein Schauspieler.“ Der Student richtete kurz seine chaotischen Haare, mimte damit auch den eitlen Schauspieler und schenkte der Blonden schließlich ein Grinsen. Lieber zeigte sie alle ihre Seiten, ihre Ecken und Kanten und fühlte sich wohl als dass sie sich hinter irgendwas versteckte. Das sollte man nicht, niemals. War es auf Dauer doch auch einfach zu anstrengend. Die Sorge in seinem Blick wie auch in seiner Stimme als er nach dem Grund für ihre Koffeeinsucht fragte verschwand nicht, blieb vorhanden obwohl Alessa alles beschwichtigte, keinen wirklichen Grund nannte. „Und der Schlaf zu kurz?“ Ein Lächeln umspielte seine Lippen. „Vielleicht hättest du dir ja ein Beispiel an deiner Freundin nehmen sollen und genauso einfach weiterschlafen.“ Aber wer wusste schon, vielleicht hatte Alessa ja auch schon genug Fehltage angesammelt und konnte sich so etwas auch nicht mehr leisten. „Besuch sie später doch, überrasche sie mit einer Flasche Wasser und Schmerztabletten.“, schlug der Musiker vor und schmunzelte. Schließlich konnte man diese Dinge doch nach einer langen Partynacht immer gebrauchen. Darren sagte nicht wirklich viel während seine Kommilitonen sich zu ihnen gesellt hatte, redete die ja schon immer selbst viel genug. War auch irgendwie eine Art von Schauspiel, sich selbst so gut unterhalten zu können und waren die Blicke, die Alessa der für sie Fremden zu warf, auch einfach amüsierend genug. „Was? Sie flirtet mit mir? Wirklich?!“, erwiderte der Schauspielstudent überrascht und wirkte dabei auch beinahe schon überfordert, was jedoch nicht ernst gemeint war, immerhin war es ihm doch schon das ein oder andere Mal aufgefallen. Und es wurde ihm von Freunden auch immer mal wieder gesagt, überlüssigerweise. Aber er schüttelte dazu nur den Kopf, hob auch seine Schultern. „Sie sollte sich nur jemand anderen dafür suchen, der da vielleicht auch drauf eingeht.“ Aber diesen gut gemeinten Rat würde die Studentin auch nicht annehmen oder? Da fiel ihm auf, dass auch er so stur war und schmunzelte. Über sich selbst, je länger er über seine eigenen Worte nachdachte. Er warf ihr noch einmal kurz einen Blick nach bevor er sein Handy aus der Hosentasche holte, diesen kleinen Fehler seinerseits bemerkte obwohhl es ja auch nicht unbedingt ein Fehler war. Ein kleines Missgeschick. Obwohl es ja auch nicht wirklich schlimm war oder? Schließlich gab es nichts was er verheimlichte. Nichts, was Yumi nicht mitbekommen sollte weil er nichts vor ihr versteckte. Aber mittlerweile kannte er die blonde Studentin auch, mehr als sie das wahrscheinlich wollte, weswegen ihm das Seufzen auch über die Lippen kam. Er hörte ihre vorwurfsvollen Worte schon, die sie im nächsten Satz wieder als nichtig erklärten. Als unwichtig weil sie ja eh nichts interessierte was in seinem Leben vor sich ging. Natürlich nicht, ganz und gar nicht. „Jemand hat uns belauscht.“, flüsterte er als Antwort auf ihre Frage und legte dabei seinen Zeigefinger an seine Lippen. Darren schaute kurz nach links und rechts als wäre es immer noch der Fall, dass jemand ganz große Ohren hatte. Aber er grinste daraufhin auch gleich wieder. „Ich bin wohl ausversehen auf den falschen Knopf gekommen.“ Und damit stieg auch das Bedürfnis in ihm Yumi wieder zu sehen. Was sowieso immer da war aber manchmal auch einfach mehr als sonst. „Wird wohl Zeit dich wieder stehen zu lassen oder?“ Der junge Student ließ seine Schultern sinken, erwiderte ihren Blick ebenso mit einem Schmollmund und neigte dazu auch noch den Kopf zur Seite. „Hmm ich glaube ich muss die Vorlesung wohl sausen lassen..“, sagte er schließlich und ein Lächeln malte sich auf seine Lippen während er das Mädchen nicht aus den Augen ließ und blieb länger stumm als es eigentlich nötig war. Dann jedoch stemme er seine Hände in die Hüfte und seufzte übertrieben. „Ich muss die Strafarbeit noch erledigen, die mir die Leitung des Wohnheims auferlegt hat..“

  • [Am Brunnen] Darren & Alessa

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    Der entschuldigende Blick, den er ihr folgend zuwarf war schon wirklich süß. Spätestens jetzt könnte sie dem Studenten wohl nicht mehr böse sein. Also nicht ernsthaft. Die Sache hätte vielleicht auch ganz anders ausgesehen wenn zwischen Hina und ihr nichts passiert wäre. Aber es war passiert. Es hatte alles verändert. Nicht nur die Beziehung zwischen den beiden Mädchen sondern auch ihre Verbindung zu Darren. Es schien nicht mehr ganz so schlimm, dass er sich für dieses andere Mädchen entschieden hatte was vielleicht auch daran lag das ihre Gedanken ohnehin anderweitig beschäftigt waren um sich wirklich ernsthaft darüber zu ärgern. Alessa zwirbelte eine ihrer Haarsträhnen und schenkte ihrem Gegenüber ein breites Grinsen. "Erzähl mir etwas Neues..." Sie klimperte etwas mit den Wimpern ehe sie von ihren Haaren wieder abließ. Als Darren die Schülerin folgend dazu aufforderte sich vor ihm nicht zu verstellen musste das Mädchen schmunzeln. Ja im Grunde hatte er Recht. Früher wollte sie ihn wahrscheinlich von sich überzeugen - sich nur von ihren besten Seiten zeigen damit er sie gerne mochte. Eine normale Prozedur die man zwangsläufig durchlebte wenn man seinem Gegenüber imponieren möchte. Richtig? Dieses Kapitel hatten sie ja hinter sich gelassen also konnte sie auch gerne mal das weniger freundliche Mädchen durchblitzen lassen. "Oh heißt das, dass du dich in Wirklichkeit die ganze Zeit verstellst...?" Forschend sah sie den Anderen an, studierte seine Gesichtszüge als könne sie so erkennen ob er ehrlich war oder nur ein Spielchen spielte. Dabei war es gerade bei dem Dunkelhaarigen doch schwieriger als bei anderen Menschen. Er war immerhin gut in dem was er studierte. Wenn er nicht wollte das sein Gegenüber wusste was in seinem Inneren vorging dann lies er das auch nicht durchblitzen. Oder war es wenn es um richtige Gefühle ging doch anders? Als ihre doch eher schwache Ausrede über ihre geschminkten Lippen kam bemerkte sie keine Veränderung in seinem besorgten Blick. Wirklich beruhigend war ihre Aussage ja auch nicht. "Guck doch nicht so besorgt..." Kurz sah Alessa zur Seite - flüchtete vor dem Blick seiner dunkelbraunen Augen ein kleines bisschen. "Jetzt habe ich ja meinen Kaffee und alles wird gut." Als sie ihren Blick wieder auf ihn richtete zeichnete sich ein Lächeln auf ihren Lippen ab um ihre Aussage ein kleines bisschen zu unterstreichen. Das Blondchen nahm noch einen Schluck ihres spendierten Kaffees und genoss es wie das Heißgetränk ihre Kehle hinunter floss. "Jaaa ich kann es kaum erwarten mich wieder ins Bett zu kuscheln..." murmelte Alessa und dachte sehnsüchtig an ihr gemütliches Bett, wobei sie natürlich den Fakt ausließ, dass sie dabei auch an ganz andere Dinge denken musste - Dinge die zuletzt darin passiert waren und alles verändert hatten. Den Vorschlag des Studenten nachher bei Hina vorbei zu schauen nahm das Blondchen mit einem Nicken hin. Das hatte sie ohnehin vorgehabt. Was Darren nicht wissen konnte waren die gemischten Gefühle mit denen sie ihr diesen Besuch abstatten würde. Die Beiden kamen nicht dazu das Thema näher auszuführen, da sie auch im nächsten Moment schon von dieser Studentin unterbrochen wurden, die viel mehr Selbstgespräche als alles andere führte. Dennoch hinterlies sie einen bleibenden Eindruck - soviel war sicher. Als Alessa das Offensichtliche aussprach mimte der Lockenkopf wieder den Schauspieler, was ihr ein Schmunzeln entlockte. "Ja es war sehr dezent. Deshalb wollte ich es nochmal erwähnen. Falls es dir entgangen ist." Die Schülerin sah der Studentin hinterher, die folgend in Richtung Uni verschwand. "Ich weiß gar nicht was du hast..." meinte sie schließlich zu Darren. "Sie ist doch hübsch. Ein wenig nervig aber..." Es war ihm sicher nicht entgangen das dieses Mädchen nicht gerade hässlich war. Wahrscheinlich war sie bei den anderen Studenten sogar relativ beliebt. Vielleicht war für sie auch der Fakt reizvoll, dass sich Darren nicht so leicht von ihr um den Finger wickeln lies. Manche Menschen fanden das am Anderen ja besonders interessant. Das Seufzen welches dem Schauspielstudenten folgend über die Lippen kam war kaum zu überhören doch das Blondchen verabsäumte es näher darauf einzugehen. Stattdessen riss sie erschrocken ihre Augen auf als Darren meinte das sie belauscht wurden. Ganz automatisch drehte sich das Mädchen in alle Richtungen aber konnte keinen Spion entdecken. Mit einem Lächeln auf den Lippen löste er schließlich das Geheimnis um den ungewollten Zuhörer auf. Irritiert hob Alessa eine Augenbraue. "Wie kann denn so etwas passieren...?" Fast schon verurteilend sah sie ihren Gegenüber an und fragte sich tatsächlich ob so etwas sonst nicht eigentlich nur in Filmen passierte - schlechten Komödien meistens. "Wen hast du angerufen?" fragte das Mädchen und wusste schon im nächsten Moment das diese Frage wohl überflüssig war. Sie konnte es sich schon denken. Nicht umsonst kam dieses Seufzen über seine Lippen - nicht umsonst hatte er so entgeistert auf sein Handy geschaut. Als Darren folgend verkündete das er sie wohl wieder stehen lassen musste runzelte Alessa die Stirn und schenkte ihm einen bösen Blick, welcher gleich daraufhin wieder verschwand als der Lockenkopf verkündete das er seine Vorlesung wohl ausfallen lassen würde. Überrascht sah sie in die dunkelbraunen Augen als dieser jedoch folgend verkündete das er noch eine Strafarbeit zu erledigen hatte. Das Blondchen schmunzelte. "Das hätte ich ja gar nicht von dir erwartet. Was hast du angestellt?" Neugierig schweifte ihr Blick über den Studenten. Abwartend und ein kleines bisschen gespannt welche Geschichte dahinter steckte.

  • 3892-pasted-from-clipboard-pngDarren & Alessa | am Brunnen


    Der Blick des Studenten folgte ihrer Handbewegung, er beobachtete wie sie mit ihren blonden Haaren spielte. Sie waren auch länger geworden oder? Darren neigte seinen Kopf ein bisschen zur Seite ehe ein Schmunzeln über seine Lippen glitt. „Finde es heraus.“, antwortete der junge Schauspielstudent und funkelte das Mädchen beinahe schon herausfordernd an. „Eigentlich bin ich gar nicht so freundlich und hilfsbereit, eigentlich will ich nur meine Ruhe haben und beleidige meine Mitmenschen die ganze Zeit in meinem Kopf aber sag es bitte niemanden..“ Der Musiker seufzte laut und stemmte seine Arme in die Hüfte während er erst den Kopf schüttelte und dann seinen Finger an seine Lippen legte. Als wäre es ihr kleines Geheimnis. Doch es dauerte nicht lange bis ihm ein Lachen entkam und er seine Schultern hob. „Wir sind doch alle ab und an kleine Schauspieler. Je nachdem welchem Menschen wir gegenüber stehen. Aber ich werde immer ehrlich zu dir sein.“ Und ihr nichts mehr vormachen, sie nicht mehr für seine Zwecke benutzen, ihr sagen was in seinem Kopf vorging. „Außer du kannst nicht mit der Wahrheit umgehen.“, fügte er leise schmunzelnd hinzu, hob dabei auch ein bisschen fragend seine Augenbrauen, war sich jedoch auch sicher dass Alessa ehrliche Worte abhaben konnte. Sicher hätte sie die passende Antwort darauf parat. Sein Blick wanderte kurz auf den Kaffeebecher in ihrer Hand. „Kaffee also.. Lösung aller Probleme, wie es scheint.“ Manchmal schien es doch wirklich so, vorallem nach langen Nächten. Die man mit Lernen verbrachte. Mit Freunden, Fremden, Liebhabern oder dem Mädchen, das man mehr mochte als man es sollte. Eigentlich hätt er selbst eine gute Portion Koffeein vertragen können aber die Unterhaltung mit dem Blondchen brachte ihm auch so genug Energie. War es doch immer schön Menschen zu begegnen, mit denen man gerne seine Zeit verbrachte, denen man gern Aufmerksamkeit schenkte. „Sollte ich dann einschlafen weil mir der Kaffee fehlt.. weck mich bitte nicht auf. Und mal mich bitte nicht an.“, bat der Student und faltete sogar seine Hände während er Alessa einen Hundeblick schenkte. Darum bettelte nicht von ihr verziert zu werden, sollte die Müdigkeit ihn doch noch übermannen. Was mit Sicherheit nicht passieren würde. Konnte er sich ja gleich immer noch einen neuen Kaffee holen, was vielleicht auch gar keine so schlechte Idee war. Hinsichtlich dessen was ihm heute noch bevor stand. Der Musiker schüttelte den Kopf. „Oh, jetzt wenn ich so darüber nachdenke.. könntest du recht haben.“ Darren klatschte sich selbst mit der flachen Hand an die Stirn, natürlich nicht allzu fest aber so als hätte man ihm gerade die Augen geöffnet. Als würde ihm bewusst werden was er die letzten Monate seit er seine Kommilitonen kannte, alles verpasst hatte. Derweil war es ihm natürlich aufgefallen, jedes einzelne Wort und auch alles was sie machte, jede unabsichtlich absichtliche Berührung aber es gab von seiner Seite aus einfach kein Interesse aber vielleicht war ihr das noch gar nicht so wirklich aufgefallen. „Das ist mir aber egal.“, antwortete der Student und hob seine Schultern. Sie konnte noch so hübsch sein, noch so toll, noch so beliebt.. Spätestens seit er Yumi kannte, seit er mehr von ihr kennen gelernt hatte wusste er, dass es da draußen sonst niemanden gab, der ihn so sehr interessierte. Der sein Herz so schnell zum Klopfen bringen konnte und der ihn derart um den Verstand brachte. Weshalb er auch ein kleines bisschen lächelte als er an die blonde Studentin dachte und vielleicht auch ganz kurz abwesend wirkte. Jedoch auch nicht für lange. „Wahrscheinlich bin ich ausversehen drauf gekommen.. ich weiß es nicht.“ Darren erwiderte den Blick der anderen und schüttelte seinen Kopf ganz leicht, überlegte im nächsten Moment ob er Alessa überhaupt sagen sollte wen er angerufen hatte. War es fair? Vor ihr über Yumi zu sprechen? Wahrscheinlich sollte er lügen, irgendeinen anderen Namen nennen aber gleichzeitig sträubte etwas in ihm sich dagegen und irgendwie wusste er auch, dass sie ihm eine Lüge nicht abkaufen würde. „Ich.. hab sie angerufen.“ Er betonte das kleine Wörtchen mehr als alles andere, erklärte aber auch nicht mehr. Das reichte sicher aus. „Und sie.. ist sogar dran gegangen..?“ Selbst jetzt ließ er es wie eine Frage klingen weil er es doch noch nicht so recht glauben konnte, weshalb er folgend auch gleich schmunzelte. „Sicher war es auch bei ihr nur ein Ausversehen.“ Damit tat er es ab, es war doch auch die einzig logische Erklärung, wenn man Yumi kannte. Warum überhaupt etwas anderes denken? Da konnte er ja nur über sich selbst lachen. Beinahe, denn folgend bekam er auch schon einen bösen Blick zugeworfen als er verkündete dass er dieses Treffen schon beenden musste. Ein Schmunzeln kam über seine Lippen. „Ich war ein böser Junge.“, gab er als Antwort und wartete kurz bevor er Alessa noch mehr verriet. „Ich hab im Büro der Heimleitung ein kleines Chaos angerichtet und wurde dann auch noch von ihr entdeckt und naja, sie fand das eher nicht so lustig. Daher darf ich jetzt einen der Abstellräume in der Uni aufräumen.“ Der junge Kerl seufzte und dachte daran, dass er Yumi immer noch Bescheid geben musste. Damit sie das Büro der Wohnheimleitung mied und nicht bei ihr aufschlug. Dass er die ganze Schuld auf sich genommen und es auch geklappt hatte. „Vielleicht will mir ja jemand Gesellschaft leisten..?“

  • [Am Brunnen] Darren & Alessa - gehen in Richtung Uni


    Der herausfordernde Blick des Schauspielstudenten zauberte ihr ein Schmunzeln auf die Lippen. "Oh das wird aber schwer. Wo wir gerade eben noch festgestellt haben, dass meine Menschenkenntnis verbesserungswürdig ist..." gab Alessa folgend zu bedenken während sie sich mit ihrem Zeigefinger an die Unterlippe tippte als würde sie sich gerade ernsthaft darüber Gedanken machen wie sie diese Sache am Besten angehen sollte. Als ihr Gegenüber ihr schließlich seine 'Wahrheit' offenbarte glitt ein Lachen über ihre Lippen. Tatsächlich ein Szenario, welches sich das Blondchen nicht vorstellen konnte. Natürlich war Niemand immer nur freundlich und gut drauf. Jeder hatte ab und an den einen oder anderen bösen Gedanken. Das war doch auch normal. Alessa wagte es jedoch zu behaupten das die Schilderung ihres Gegenübers dann doch nicht so zu ihm passte wie er es sie vielleicht glauben lassen wollte. "Hey das ist schon meine Rolle, ja? Such dir eine Eigene..." Ihre roten Augen funkelten den Studenten an als hätte er ihr gerade die Charakterrolle streitig gemacht auch wenn auch das nicht so ganz der Wahrheit entsprach. Aber wahrscheinlich ein kleines bisschen mehr als bei dem Lockenkopf. Ein Lachen kam ihm über die Lippen als er das Schauspiel wieder aufgab und folgend mit den Schultern zuckte. Wahrscheinlich hatte Darren nicht Unrecht. Jeder spiele eine Rolle in der Öffentlichkeit - eine Rolle um zu verhindern das Menschen die einem nicht nahestanden auch weiterhin auf Abstand blieben damit sie nicht zu nahe an einen rankommen. Als er im selben Atemzug fast schon versprach immer ehrlich zu sein hob Alessa eine Augenbraue und sah den Dunkelhaarigen prüfend an. Fast so als wollte sie ihn fragen wann er sich denn dafür entschieden hatte. Aber es war nicht unwahr. Er hatte sie im Grunde nie belogen. Kein einziges Mal hatte er ihr mehr versprochen als er bereit war zu geben. Niemals. Es war letztendlich sie gewesen, die still mehr erwartet - sich mehr erhofft hatte - irgendwie. "Ich kann damit umgehen. Kannst du es auch?" Ihr Blick durchbohrte ihn regelrecht und ein amüsiertes Schmunzeln schlich sich auf ihre Lippen ohne ihren Gegenüber aus den Augen zu lassen. Schonungslose Ehrlichkeit. Nicht jeder konnte damit umgehen. Nicht jeder war ihr gewachsen. "Und wenn wir gerade bei Ehrlichkeit sind..." Eine theatralische Pause als sie ihren Blick schließlich über seine Haare gleiten lies. "Du solltest mal wieder zum Friseur." Der ernste Blick verschwand und ihre Gesichtszüge entspannten sich wieder ein kleines bisschen als sie Darren ein Lächeln schenkte, was nicht bedeuten sollte, dass ihre Worte nicht ernst gemeint waren. Offenbar bereute es der Student bereits ihr ihr bereitwillig den Kaffee überlassen zu haben denn es dauerte nicht lange und er bettelte sie mit aufgesetztem Hundeblick an es nicht auszunutzen sofern er hier im Stehen einschlief. Mit einem zuckersüßen Lächeln auf den Lippen schüttelte das Blondchen jedoch ihren Kopf. "Entweder oder. Du musst dich entscheiden. Beides kann ich dir leider nicht erfüllen..." Alessa zuckte mit den Schultern und schien bereits zu überlegen wie sie das sonst so hübsche Gesicht ihres Gegenübers am Besten verunstalten könnte. Der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt. Bestimmt befand sich irgendwo in ihrer Tasche auch ein wasserfester Stift damit das noch nicht geschaffene Kunstwerk dem Studenten auch lang genug erhalten bleibt. Als die Beiden folgend über die Studentinnen sprachen, die glücklicherweise wieder weitergezogen war, nahm Alessa wieder einen Schluck des Kaffees in ihrer Hand während wie den Worten des Anderen lauschte. Erst mimte er wieder den Schauspieler - wollte sie glauben lassen das die dezenten Avancen des hübschen Mädchens bisher an ihm vorüber gegangen waren nur um ihr schließlich klipp und klar zu versichern, dass er kein Interesse an ihr hatte. Ob sie sich dessen ebenfalls bewusst war? Vielleicht wollte sie Darren trotzdem für sich gewinnen - wollte es so lange versuchen bis er sich schließlich in sie verliebte. Aber seine Gedanken waren schon längst bei ihr - richtig? Das kleine gedankenverlorene Lächeln auf seinen Lippen verriet ihn. Seine Antwort kam zögernd. Vielleicht überlegte er ob es in Ordnung war das Offensichtliche auszusprechen. Vielleicht wollte er Rücksicht nehmen und doch hatte er doch vorhin versprochen ehrlich zu ihr zu sein. Die Schülerin war überrascht als er zu seinem Wort stand - über sie sprach als hätte es zwischen ihnen nie etwas Anderes gegeben. Als wäre es völlig normal auch diese Themen anzusprechen. Und vielleicht war es das. Vielleicht war es gut diese Dinge nicht einfach still zu schweigen. Es hätte ohnehin nichts geändert. Sie kannte die Antwort noch bevor er sie ausgesprochen hatte. Er fuhr fort. Zögerlich. Irgendwann zog Alessa die Augenbrauen irritiert zusammen. "Warum sollte es ein Versehen sein...?" Irgendwie kam sie bei der ganzen Sache nicht wirklich mit. Vielleicht weil sie nicht die ganze Geschichte kannte? "Es wird ja nicht das erste Mal sein, dass ihr telefoniert oder schreibt..." Ein Lachen kam über die geschminkten Lippen des Mädchens. Darren hatte damals schon gemeint das die Sache ein kleines bisschen kompliziert sei aber genauer hatte er es dann doch nicht ausgeführt. Ohnehin war das Blondchen zu dem Zeitpunkt ohnehin ganz woanders mit den Gedanken gewesen. Heute war das nicht anders. Aber zumindest war der angehende Schauspieler eine ziemlich gute Ablenkung. Darren erklärte die Hintergrundgeschichte zu der Strafarbeit, die er anscheinend aufgebrummt bekommen hatte und ein belustigter Laut verließ die Lippen des Blondchens dabei. "Hattest du vorhin nicht gemeint, dass du ganz brav bist?" Alessa hob eine Augenbraue. Sonst hätte er doch niemals einen Schluck von ihrem Kaffee abbekommen den er sich ohnehin selbst genommen hatte ohne auf ihr hartes aber faires Urteil zu warten. Als er sie schließlich dazu einlud ihm bei seiner Strafarbeit Gesellschaft zu leisten drang ein Seufzen aus der Kehle des Mädchens. "Ich hoffe deine Ideen für richtige Dates sind etwas kreativer..." Dennoch rückte sie die Tasche auf ihrer Schulter zurecht und lies den Lockenkopf am Brunnen stehen während sie die ersten Schritte in Richtung Uni tat - auf dem Weg den leeren Kaffeebecher entsorgte und schließlich über ihre Schulter sah um zu sehen wo Darren blieb.

  • 3892-pasted-from-clipboard-pngDarren & Alessa | irgendwo in der Universität


    „Na, dann ist das doch die perfekte Möglichkeit es zu lernen und an deiner eher schwachen Menschenkenntnis zu feilen.“, schlug der junge Student vor und mimte ihre Körperhaltung, legte ebenso einen Zeigefinger an seine Unterlippe. „Ich bin gespannt zu welcher Lösung du kommst.“ Der Musiker grinste das blonde Mädchen an und hob seine Augenbrauen als sie lachte, verkündete dass diese Rolle, die er gerade erklärt hatte, leider schon vergeben war. Was ihn laut seufzen ließ und er seinen Handrücken an seine Stirn legte. „Oh verdammt, jetzt muss ich mir ja wieder etwas Neues suchen. Weißt du, wie anstrengend es war, sich das gerade auszudenken?“ Er blieb noch etwas in dieser Position bevor er das Funkeln ihrer roten Augen erwiderte und schmunzelte. So genoss er dieses Miteinander, die Witze, die Albernheit und die Tatsache, dass auch Alessa immer wusste was sie erwidern sollte. Das Mädchen war weiß Gott nicht auf den Mund gefallen und das war etwas, was er sowieso an seinen Mitmenschen mochte. Vielleicht lehnten manch andere das ab, weil sie mit so einer direkten und vorlauten Art nicht immer umgehen konnten aber es war ihm lieber so. Auch wenn man dadurch manchmal auch Dinge hörte, die man vielleicht nicht hören wollte. Aber das Risiko war sowieso immer gegeben. „Ja.“, antwortete knapp und neigte den Kopf zur Seite während er seinen Blick nicht von Alessa abwandt. Was sowieso schwer war, da ihre Augen einnehmend waren, wahrlich fantastisch und ihr Blick wirkte in diesem Moment so, als wollte sie mehr wissen. Als wollte sie hinter eine Fassade blicken. Er durchbohrte ihn und dennoch lächelte der Kerl. „Auch wenn sie weh tut.“ Und davon konnte er mittlerweile ja fast schon ein Lied singen. Darren fuhr sich einmal durch die dunklen Haare und hob seine Augenbrauen. „Oh was? Und ich dachte du magst meinen neuen Style..“, erwiderte der Schauspielstudent seufzend. „Ich erlebe heute nur Enttäuschungen.. erst mein Kaffee, jetzt wird meine wilde Haarpracht auch noch beleidigt..“ Der Kerl schob seine Unterlippe nach vorne als hätte ihn der ehrliche Kommentar des Mädchens wirklich getroffen. Was lange nicht so war, denn er wusste bereits selbst, dass er vielleicht mal wieder beim Frisör vorbei schauen sollte und auch sein Bart wuchs etwas durcheinander und war länger als er ihn sonst trug aber irgendwie hatte er sich die letzten Wochen nicht dazu bringen könnten. Weil er meist für die Uni unterwegs war und in seiner freien Zeit zu viel nachgedacht hatte. Oder jemanden traf. Manchmal Freunde, manchmal auch jemand Bestimmtes und das war dann doch weitaus wichtiger als alles andere. „Und dann willst du mich auch noch anmalen? Dann geb dir aber wenigstens Mühe.“, fügte er hinzu und hob mahnend seine Augenbrauen als wäre es ein Szenario, das demnächst wirklich passieren würde. Jedoch schmunzelte der angehende Schauspieler im nächsten Augenblick als er den irritierten Gesichtsausdruck der Anderen entdeckte. Darren hob seine Schultern. „Naja ich.. meinte ja schon, dass es nicht so einfach ist.“, sagte er schließlich und seine Stimme war leiser als noch zu vor. Und irgendwie klang er auch etwas anders. „Ich habe ihr vorhin das erste Mal überhaupt geschrieben, nachdem ich ihre Nummer lange Zeit sowieso nicht hatte und.. ich erwarte auch gar keine Reaktion von ihr.“ Es war gleichzeitig ein gutes aber auch merkwürdiges Gefühl so etwas auszusprechen. Sich dem bewusst zu werden dass er im Grunde gar nichts von Yumi erwarten sollte. Immerhin hatte sie ihm ja schon mehrmals deutlich gemacht, dass da nichts war, worauf er hoffen sollte also warum dann auf eine Nachricht oder einen Anruf warten? „Daher war es wohl einfach ein Versehen.“ Darren ließ es so klingen als wäre es ihm egal, er hob seine Schultern und doch konnte man an seinem Blick erkennen dass es ihn störte und er das lange nicht so auf die leichte Schulter nahm wie manch andere ihm das vielleicht abkaufen würden. Aber sicher nicht Alessa, der man dann doch nichts so leicht vorspielen konnte. Weil er es auch gar nicht wollte. Er ließ es offen. Auf einer Seite wollte er das Blondchen nicht mit seinen Problemen und Gedanken belästigen, wollte sie nicht verletzen nachdem er doch wusste, dass sie sich mehr erhofft hatte. Da hörte sie sich so etwas wahrscheinlich eher ungern an aber auf der anderen Seite fühlten sich seine Worte sicher bei ihr an und dennoch sagte er nichts weiter, überließ es dem Mädchen ob sie darüber sprechen wollte oder nicht. Zunächst schien sie eh mehr daran interessiert zu sein, was der Student denn angestellt hatte. Denn eine Strafarbeit war ja jetzt doch etwas, was man nicht jeden Tag bekam. Oder vielleicht doch. Je nachdem was für ein Mensch man war. Schmunzelnd hob er seine Schultern und dazu auch noch seine Hände. „Schuldig..“ Aber das war auch schon in Ordnung so. Darren hatte es so gewollt, er wollte die ganze Schuld auf sich nehmen und war immer noch erleichtert und froh, dass die unheimlich nette Heimleitung sich hatte umstimmen lassen. Es war nicht unbedingt so dass er Yumi damit hatte beeindrucken wollen, als wollte er der große Held in dieser Geschichte sein. Der Musiker hatte ihr einfach den Ärger ersparen wollen. Die Konsequenzen, die daraus hätten folgen können. Wo er ja das ein oder andere Mal mitbekommen hatte wie es um ihr Studium stand. Vorallem war es ja auch irgendwo seine Idee gewesen, also war es für ihn auch selbstverständlich dass er diese Strafarbeit machte und das alleine erledigte. Naja, fast alleine, denn wie es schien wollte Alessa ihn begleiten. Was ihn lächeln ließ. „Ich werde mir in Zukunft mehr Mühe geben.“, versprach der junge Kerl und nickte zuversichtlich, auch wenn es für sie gemeinsam keine wirklichen Dates mehr geben würde. Aber dennoch konnten sie sich ja weiter treffen, dagegen sprach ja nichts.. oder? Darren holte erneut sein Handy aus seiner Hosentasche und blieb noch stehen während er auf den Bildschirm starrte, sogar noch überlegte ob er sich entschuldigen sollte. Sich erklären oder sonst irgendwas. War das nötig? Schnell glitt sein Finger über das Smartphone, er entsperrte es und öffnete seine Nachrichten. Es dauerte nur kurz bis er die Nachricht verfasst hatte, abschickte, sein Smartphone wieder wegsteckte und Alessa folgte, die schon etwas voraus gegangen war. „Danke.“, sagte er, nicht nur dass sie gewartet hatte sondern auch, dass sie ihn begleitete. „Bekommst du keinen Ärger?“ Schließlich hatte sie doch auch noch Unterricht oder nicht? „Drückst du dich damit jetzt vor deiner nächsten Stunde?“ Der Bartträger grinste das Blondchen an während sie die Universität betraten, hier und da ein paar der Studenten tuschelten und sie ohne sich daran zu stören die Treppen nach oben stiegen. Die besagte Abstellkammer lieg irgendwo im hintersten Eck der Uni und Darren fragte sich sowieso, was er darin aufräumen sollte, was sie damit überhaupt anfangen wollten aber ihm konte es ja auch egal sein. Hauptsache das Innere des Raumes ähnelte keiner Müllhalde.

  • [Irgendwo in der Uni] Darren & Alessa


    Mit einem breiten Grinsen auf den Lippen verkündete der Dunkelhaarige folgend das er doch die ideale, fleischgewordene Chance war um ihre Menschenkenntnis zu verbessern. Argwöhnisch beäugte Alessa ihren Gegenüber, der sich offenbar schon auf das Ergebnis freute. "Soll ich mich jetzt dafür bedanken...?" hinterfragte das Blondchen das Schauspiel vor ihren Augen und musste dann doch schmunzeln. Es war doch irgendwie fast schon absurd das sie nun hier standen und miteinander herumalberten wenn man bedachte, dass sie vor nicht allzu langer Zeit noch in einer völlig anderen Beziehung zueinander standen. Unweigerlich dachte die Schülerin an die Nacht in der sie sich kennengelernt hatten - vielleicht ein bisschen besser als es üblich war. Irgendwie sonderbar wenn man genauer darüber nachdachte. Unweigerlich studierte sie die Gesichtszüge des Studenten, als eine doch recht knappe Antwort über seine Lippen kam. Sie war überrascht. Im positiven Sinne. Nicht jeder konnte so gut mit der Wahrheit umgehen. Nicht jeder vertrug es wenn man die Meinung ins Gesicht geklatscht bekam. Er wich ihren Blick nicht aus - hielt ihn stand und schien wohl darauf vorbereitet, dass die Wahrheit auch ab und an schmerzte. Für einen Moment fragte sich die Jüngere was ihn zu dem Menschen werden hatte lassen, der er heute war. Ein Mensch, der die Wahrheit schätzte obwohl sie nicht immer gut tat. Aber sie hinterfragte es nicht sondern beobachtete schließlich den von sich überzeugten Schauspieler, welchen er gerade mimte. Ein leises Lachen kam über die geschminkten Lippen des Mädchens als seine folgenden Worte an ihr Ohr drangen. "Oh wie nennt sich dieser Style denn?" Für einen Moment wirkte es fast so als hätte sie ernsthaftes Interesse daran diesen Look näher kennenzulernen. "Verwahrloster Student?" Sie grinste und funkelte Darren durch ihre roten Augen frech an. Kurz hätte man denken können, dass der Lockenkopf ernsthaft verletzt schien aber es gehörte wohl zu seinem Schauspiel dazu. Alessa musste allerdings gestehen, dass er den Dackelblick mindestens genauso gut drauf hatte wie sie selbst. Wer hier wohl seinen Meister getroffen hatte? Das Blondchen legte ihren Kopf schief und schenkte dem Studenten einen mitleidigen Blick als sie ihre Hand kurz auf seiner Schulter ablegte. "Awww armes Baby. Zum Glück kann ich durch das Verzieren deines Gesichts so alles nur besser machen..." munterte die Schülerin den Anderen halbherzig auf und musste dann doch schmunzeln weil sie im Schauspielen längst nicht so geübt war wie der Darren. Zumindest wenn man von professioneller Schauspielerei sprach. Die Beiden ließen die Albernheiten hinter sich als es folgend um jenes Mädchen ging, welches wohl das Herz des Studenten erobert hatte. Er schmunzelte zwar und doch schien es kein leichtes Thema für ihn zu sein. Ob es an dem Thema an sich lag oder an der Tatsache dass es Alessa war die hier vor ihm stand vermochte das Blondchen nicht zu sagen. Stück für Stück rückte Darren aber doch noch mit der Sprache heraus, ging dabei aber nicht näher darauf ein was genau an der ganzen Sache so kompliziert war. Seine Stimme war leise - fast schon sanft als er über dieses Mädchen sprach. Überrascht hob Alessa sie Augenbrauen als er mit der Sprache herausrückte, dass es wohl doch nicht Gang und Gebe war, dass sie einander schrieben. Kompliziert war anscheinend noch gar kein Ausdruck für das was die beiden Studenten hier am Laufen hatten. "Aber sie hat dir ja anscheinend ihre Nummer gegeben und normalerweise gibt man seine Nummer doch nur Jemanden mit dem man auch beabsichtigt zu schreiben..." Vielleicht hatte sie also gerade einfach keine Zeit um ihm zu schreiben. Alessa war immer noch verwirrt. Schien nicht wirklich durchzublicken was genau denn das Problem war oder warum der sonst eigentlich sehr selbstbewusste Student wenn es um sie ging solche Selbstzweifel hatte. Er lies es so klingen als wäre ihm die ganze Sache egal - als würde es ihm überhaupt nichts ausmachen - als würde er von diesem Mädchen nichts erwarten. Aber dem war wohl nicht so. "Und ich hielt dich für einen guten Schauspieler hmmh..." Der Blick der Schülerin wanderte wissend über das Gesicht ihres Gegenübers als sie an ihm vorüber ging um sich des leeren Kaffeebechers zu entledigen. Er schien sich zu freuen, dass sie ihm begleiten wollte. Was schon einmal ein wesentlicher Fortschritt zu der Miene war, die er vorhin aufgesetzt hatte als es um diese mysteriöse Blondine ging. Nachdem sich Alessa über seine Vorstellung einer Verabredung beschwerte gelobte der Lockenkopf Besserung was automatisch dazu führte, dass sich ein Lächeln auf die Lippen des Mädchens schlich. "Die Glückliche. Ich erwarte dann mindestens eine Dankeskarte..." Als Darren endlich zu ihr aufgeschlossen hatte gingen sie nebeneinander in Richtung Uni. Anscheinend vermutete der Student, dass sie gerade schwänzte, was ihm einen Blick von der Seite beschwerte. "Von Jemanden der gerade auf dem Weg ist seine Strafarbeit zu erledigen lasse ich mich nicht belehren..." stellte Alessa ganz schnell klar aber musste dann doch schmunzeln bevor die dem angehenden Schauspieler erklärte, dass sie gerade eine Freistunde hatte und sich ohnehin die Zeit vertreiben musste bis der nächste Unterricht losging. Unweigerlich schweifte ihr Blick durch das Gebäude, welches sie folgend betraten. Aus dem ein oder anderen Grund war das Blondchen schon einmal hier gewesen aber dennoch war es irgendwie beeindruckend. Sie konnte kaum erwarten zu studieren. Auch wenn man es sich wahrscheinlich immer wesentlich aufregender vorstellte als es in Wirklichkeit war. Sie bemerkte die Blicke der Anderen. War sich aber nicht sicher ob sie ihr oder ihm galten. Vielleicht lag es an der Kombination. Wer wusste das schon genau. Außenstehend betrachtet gaben sie sicher ein hübsches Paar ab. Aber daran dachte die Schülerin gar nicht erst. Sie gingen einen langen Flur entlang als sie schließlich vor einer Tür zum Stehen kamen. "Ist es hier?" fragte Alessa schließlich und griff nach der Türklinke als Darren ihr mit einem Nicken antwortete. Schwungvoll öffnete das Mädchen die Tür. Als nur sie in das Innere sehen konnte sah sie über ihre Schulter zu dem Studenten, welcher etwas abseits von ihr stand. "Oh Mann... du musst echt etwas Schlimmes verbrochen haben..." kam es seufzend über die Lippen des Blondchens. Relativ glaubhaft wie sie fand denn auch Darren schien ihr zu glauben und erwartete wohl bereits das Schlimmste als er ebenfalls einen Blick in den Raum warf in dem alte Möbel herumstanden und sonstiges altes Unizeug, welches Irgendjemand wohl mal hier abgestellt hatte um es an einer anderen Stelle aus dem Weg zu haben. Alessa betrat zögerlich dem Raum und warf einen Blick auf das Putzzeug, welches auch in der einen Ecke stand und vielleicht ja sogar extra für ihn hier platziert worden war. "Was genau sollst du denn machen?" fragte Alessa schließlich und wischte mit dem Finger einmal über den verstaubten Tisch auf den sie sich gerade setzen wollte. Schnell entschied sie sich aber dagegen und mit einem angeekelten Gesichtsausdruck sah sie in die Richtung des Lockenkopfs. "Alte Kaugummis von den Tischen kratzen?"

  • 1677-cylie-png

    Cylie & Yumi | irgendwo in der Universität


    Nach einem kurzen Zwischenstopp in ihrem Zimmer, in dem sie noch schnell ein paar Kleinigkeiten zusammen gesammelt hatte, all das was man für einen viel zu langen Tag in der Uni halt brauchte, verließen die jungen Studentinnen das Wohnheim. Nachdem Cylie einen Schluck aus ihrer Wasserflasche genommen hatte, damit wollte sie den bitteren und unangenehmen Nachgeschmack, den Kaffee manchmal hinterließ, hinunter spülen aber das klappe eher nicht so wie geplant, sah sie zur Seite und hatte einen eher skeptischen Ausdruck in ihrem Gesicht. „Will er sich damit jetzt bei dir einschleimen?“ Die angehende Medizinerin faltete die Hände vor ihrem Körper, kreuzte ihre Finger und zwinkerte ein paar Mal während sie nach vorne sah. Damit sie nicht doch noch irgendwo drüber stolperte, was in der Vergangenheit eh schon oft genug passiert war und nachdem sich die Verletzung an ihrem Fuß jetzt endlich beruhigt hatte, war sie auch nicht scharf auf eine Neue. „Wow, was für ein Held!“, schwärmte sie, konnte aber nicht lange ernst bleiben und fing dann auch gleich an zu lachen, wedelte mit ihren Händen um sich wieder zu beruhigen. Es war ja eigentlich wirklich nett von dem ihr unbekannten Typen aber wirklich, was erwartete er sich denn? Dass Yumi ihm vielleicht doch überaus dankbar in die Arme fiel? „Aber bedanken musst du dich dann schon.“ Kurz blinzelte sie in die Richtung der anderen während sie den Campus betraten, sich dem beeindruckendem Gebäude näherten, das hier so etwas wie den Mittelpunkt bildete. Neben dem super schönen Brunnen natürlich, der gerne mal Treffpunkt für alle möglichen Studenten, Schüler oder sonst was war. Aber im Gegensatz zur Schule und den Einrichtungen für die Kleinen, war die Universität eben viel ansehnlicher und teilweise auch wirklich hübsch. Zumindest manche Ecken davon. „Da fällt dir ja sicher was ein.“ Der Zwilling hob eine Augenbraue und grinste. Und das Grinsen sagte sehr viel mehr aus als ihre Worte, von denen man aber bestimmt auch mehr raushören konnte. Im Hinblick darauf, was für einen Kommentar die Blonde vorhin noch gebracht hatte. Aber ob und wie sich Yumi dann überhaupt bedankte, war dann sowieso nicht mehr ihre Sache und konnte ihr auch eigentlich egal sein. Wobei Cylie doch irgendwie tief in sich den Wunsch spürte es doch irgendwann in Erfahrung zu bringen. Nicht unbedingt weil sie absolut neugierig war, viel mehr eigentlich weil sie das Gefühl hatte dass sie in der Anderen vielleicht eine gute Freundin finden konnte und unter Freunden teilte man doch auch alles oder? Zumindest fast alles.. „Warum machst du dann weiter?“, fragte sie schließlich, lenkte das Gespräch damit wieder auf das Thema, das sie vorhin noch im Zimmer der Blondine behandelt hatten und sah zu ihr. „Ich meine, es bringt ja nichts sich da durch zu quälen und mit so ner Einstellung sind die Prüfungen ja auch nicht wirklich einfach. Sind sie ja generell nicht..“ Ein Seufzen verließ ihre Lippen und als sie die große Eingangshalle betraten, zog das Mädchen ihren Cardigan etwas näher an ihren Körper. Irgendwie fröstelte es sie. Vielleicht war es aber auch einfach der Gedanke an die bevorstehenden Prüfungen und dem Wissen, dass sie lange noch nicht ausreichend dafür gelernt hatte. Und daher viel zu weit hinten lag. Ob sie die Lücke überhaupt noch schließen konnte? „Aber wenn es dich beruhigt, ich glaube diese Gedanken hat jeder Student mal.“ Cylie schmunzelte. „Manchmal frage ich mich sogar ob ich überhaupt eine gute Ärztin werde oder ob ich nicht einfach anfangen sollte Pfandfaschen zu sammeln und das Studium hinschmeißen.“, fügte sie hinzu und hob auch noch ihre Schultern. Aber solche Gedanken hatten wahrscheinlich nicht nur Studenten oder Schüler. Oder Lehrlinge, Auszubildende.. solche Zweifel hatte bestimmt jeder Mensch das ein oder andere Mal in seinem Leben. Ob man sich für den richtigen Weg entschieden hatte. Schließlich zählte der Beruf doch schon ziemlich viel. Damit beschäftigte man sich gezwungenermaßen ja auch beinahe jeden Tag und vorallem wenn man in diesen Momenten nicht wirklich glücklich war, sich nicht wohl fühlte, dann gehörten solche zweifelnden Gedanken schon mal dazu. Jedoch gab es da auch natürlich auch Unterschiede.




    3892-pasted-from-clipboard-pngDarren & Alessa | irgendwo in der Universität


    „Bedanken..?“ Der Musiker schmunzelte während er den Blick ihrer roten und funkelnden Augen erwiderte. Es folgte eine kurze Pause bis Darren seinen Kopf schüttelte und sich schließlich von ihr abwand, zumindest den Kopf zur Seite drehte und seine Schultern noch hob. „Bin nicht sowieso ich derjenige, der sich bei dir bedanken sollte?“, widerfragte der Student bevor er sich wieder Alessa widmete, ihr schönes Gesicht anschaute, das zunächst ein bisschen irritiert wirkte weil sie wohl nicht ganz verstand, was er damit meinte. Was ihn aber auch nicht wunderte, da sie bis gerade noch miteinander gescherzt hatten bis seine Stimme ein bisschen ruhiger geworden war und auch sein Blick etwas anderes sprach. Er lächelte als er seinen Kopf etwas zur Seite neigte. „Immerhin.. naja, du nimmst mir all das nicht wirklich übel. Auch wenn ich nicht gerade nett war, eigentlich war es ziemlich scheiße von mir und trotzdem bist du jetzt hier und sprichst normal mit mir. Okay, fast ganz normal.“ Darren stoppte kurz in seinem Redefluss, seiner Erklärung, und sah das Mädchen mit gehobenen Augenbrauen an. Ganz normal war das, was sie hier taten, ja sowieso nicht. Unterhielten sich wie Freunde nachdem was passiert war, was sie miteinander erlebt hatten. Auch, wenn es nur ganz kurz war, beinahe einmalig, war es doch geschehen und war wohl immer Teil ihrer Geschichte. „Du bist immerhin ganz schön böse zu mir.“, fügte er schmollend hinzu und schob seine Unterlippe nach vorne, verschränkte seine Arme und zupfte dann kurz an einer seiner langen Locken bevor er seinen Arm wieder vor seiner Brust platzierte. „Aber wenigstens ignorierst du mich nicht oder.. noch Schlimmeres und dafür sollte ich dir wirklich dankbar sein. Wer weiß, du hättest mir ja auch sonst was oder wen an den Hals wünschen können.“ Nochmals warf er der Schülerin einen bestimmten Blick zu, beinahe schon fragend ob sie dazu in der Lage war, ihm ernsthaft etwas wirklich Böes zu wünschen. Sein Blick wanderte forschend über ihr Gesicht bis er schmunzelte und dann drohend den Zeigefinger hob. „Oder ist die Bemalung jetzt die Strafe?“ Ein Seufzen kam über die Lippen, gefolgt von einem Grinsen als sie sich langsam auf den Weg in die Uni machten. Die Stimme des Mädchens alleine verriet schon, dass sie die Sache zwischen Darren und seiner Auserwählten wahrscheinlich etwas kompliziert empfand, was ihn wiederrum schmunzeln ließ. „Direkt gegeben hat sie mir ihre Nummer nicht. Ihr fehlte wahrscheinlich eher die Lust daran das ganze Maisfeld nach meinem Handy abzusuchen. Da war es schon einfacher anzurufen und dem Klingeln zu folgen.“, erklärte der Schauspielstudent und ging neben Alessa her. „Daher weiß ich auch gar nicht ob es okay ist ihr einfach zu schreiben.. bis jetzt bekam ich auch nie eine Antwort und ich zweifle fast daran, dass es sich jemals ändert.“ Darren lächelte obwohl ihm nicht wirklich danach war und die Blonde erkannte das auch recht schnell anhand ihres Kommentars. Worauf er nur mit seinen Schultern hob. Wahrscheinlich, wenn er sich mehr Mühe gegeben hätte, wäre es ihr nicht einmal aufgefallen dass es ihn mehr störte als er zugeben wollte. Zumindest gegenüber Alessa. Aber warum sich da auch die Mühe machen? Vielleicht weil es immer noch unfair gegenüber ihr war? Wobei sie dann bestimmt auch schon aufgehört hätte zu fragen, wenn sie es nicht hören wollte oder konnte. Trotzdem beließ er es zunächst dabei und warf ihr nur einen Blick mit gehobenen Augenbrauen zu als sie sich nicht von ihm belehren lassen wollte. Was sowieso nicht sein Plan gewesen war, weshalb es ja schon etwas amüsierend war wie sie sich verteidigen wollte. Der Student führte die Jüngere durch die riesige Universität, hatte einmal schon fast die Vermutung dass er sich verlaufen hatte, aber schließlich fanden sie gesuchten Raum, in den Alessa nach einem Nicken seinerseits auch gleich eintrat und ihm wenig Hoffnung auf einen entspannten Nachmittag machte. Darren seufzte obwohl er sich das Chaos noch nicht einmal angeschaut hatte und folgte der Blondine dann um sich seine heutige Strafarbeit anzusehen. Es warteten staubige Tische und vollgekritzelte Stühle auf die beiden und neben der kaputten Tafel lagen auch noch ein paar andere Unterrichtsmaterialien auf dem Boden. „Als schlimm würde ich es jetzt nicht betiteln aber naja..“, erwiderte der angehende Schauspieler und biss sich auf die Unterlippe, drehte sich danach wieder zu Alessa und ging an ihr vorbei um sich einen der Eimer zu schnappen, die in der Ecke standen, um ihn gleich mit Wasser aufzufüllen und auf einen der vielen Tische zu stellen. „Also du darfst die Tische abwischen und ich schiebe sie danach alle etwas in eine Ecke.“ Der Kerl sagte das so als wäre es schon lange abgemacht dass Alessa ihm half. Daher drückte er ihr auch wortlos den Lappen in die Hand und holte sich noch einen zweiten. Vielleicht auch um in Deckung zu gehen, damit er nicht gleich das nasse Tuch ins Gesicht bekam nachdem er eine solche Forderung gestellt hatte. Grinsend blieb er also ein paar Meter entfernt stehen. „Es hieß nur putzen und aufräumen.“, erklärte er seine Aufgabe nochmal knapp während er hinüber zur Tür spazierte und dieser einen Schubs gab, damit sie nicht länger sperrangelweit offen stand. Immerhin wollte er jetzt auch niemanden stören wenn er hier die Tische durch die Gegend rückte. Sein Blick wanderte weiter durch den Raum und er war doch etwas überrascht als er das weitere Inventar entdeckte, das hier herum stand. „Scheint wohl ein alter Musiksaal gewesen zu sein.“, vermutete der Dunkelhaarige und deutete auf das Klavier, das hinter ein paar gestapelten Tischen hervor schaute. Am Boden lagen verteilt auch noch ein paar Einzelteile einer Gitarre sowie ein paar vollgemalte Notenblätter. „Oder das Teil ist einfach kaputt und keiner hatte Lust sich darum zu kümmern.“