Beiträge von Seaice

    [Cedric] & Tara | Unter der Brücke vorm Bahnhof's Zoo... oder so


    Cedric wusste nicht wie viel Zeit vergangen war. Es war auch nicht wichtig. Tatsächlich war der Musikstudent so in seinem Spiel versunken, dass er nicht einmal bemerkte, wie ihm einige wenige Spaziergänger ein paar Münzen in den Geigenkoffer warfen. Er spielte hier nicht um andere zu erfreuen, sondern um sich abzulenken. Von dieser Seite aus betrachtet war Egoismus jedoch stets sein Grund zu Musizieren. Er spielte fast nie für andere, meistens sowieso an Orten, an denen er nicht gehört wurde oder an denen es niemanden interessierte. Eigentlich, so fand er, spielte er auch besser, wenn ihm niemand zu hörte. Er gab es zwar nur ungern zu, aber vor Publikum zu spielen machte auch ihn ein wenig nervös, auch wenn er sich sonst keine Gedanken darüber machte, was andere von ihm hielten. Lag wohl daran, das er nur zu wenigen Leuten engeren Kontakt pflegte. Dabei spielte es auch keine Rolle ob das Publikum aus einer einzelnen Person oder einem ganzen Saal bestand. Doch unter dieser Brücke vor einem Zoo, ein beliebiger Ort der beliebig häufig aufgesucht wurde, scherte es ihn gerade nicht, wie weit die Töne seines Instruments reichen mochten. Er bemerkte nur am Rande, wie seine Finger bei der winterlichen Luft kalt wurden, während er Stück um Stück aus der Erinnerung wiedergab. Es gab seinen Gedanken eine Richtung und eine Aufgabe, perfekt um nicht erneut die Abwärtsspirale zu nehmen und an erdrückenden Gefühlen zu erstricken. Ein Heilmittel, dass jedoch nur der Dauer der Klänge nach wirkte und im Inneren flüsterte bereits ein Keim, was sein möge, wenn seine Finger zu steif vor Kälte wurden und er gezwungen war aufzuhören. An dem Moment, in dem ihm keine Melodie mehr einfallen mochte, wenn er leer war an Ideen und arm an Noten? Dann, wenn ihm auch die Arme schwer wurden und er die Haltung nicht mehr aufrecht erhalten mochte? Was würde er dann tun? Was konnte er tun, alles, um sich nur nicht mit den quälenden Fragen zu beschäftigen, auf die er keine Antwort wusste? Tatsächlich jedoch kam es anders als vermutet wurde und keines der genannten Faktoren war es, der ihn schließlich dazu veranlasste den Bogen zu senken. Den Ast der brach, hörte er nicht, denn viele ähnliche Geräusche waren im Laufe des Tages bereits an sein Ohr gedrungen und ohne dem Relevanz beizumessen wieder verklungen. Vielmehr war es ein hoher Laut, der eines Mädchens, das so unnatürlich in die Stille seines nicht vorhandenen Publikums hinein erschallte, dass Cedric nicht anders konnte als kurz irritiert aufzusehen. Denn warum mochte man an einem Ort wie diesen einen solchen Laut von sich geben...? Tatsächlich hätte auch nicht viel gefehlt und er hätte das Mädchen, das in sein Blickfeld geraten war, nur einem Blick geschenkt und weitergespielt, denn noch konnte er, musste er... Aber nein. Er war herausgerissen worden aus seiner Konzentration, die ihn umklammert hatte wie in Trance und noch viel mehr kannte er das Mädchen, welches peinlich berührt nur wenige Meter von ihm wegstand. "Tara...?", brachte er schließlich ihren Namen hervor, verwirrt wie verblüfft und doch waren die beiden unterschiedlichen Augen des Mädchens einzigartig die ihren. Er hatte sie schon eine ganze Ewigkeit nicht gesehen, wie so viele und hatte dies stets mit Bedauern festgestellt, sich jedoch nie die Zeit gegeben um auch ernsthaft nach Kontakt zu suchen. Lebte er tatsächlich ein derart verblasstes, vorbeiziehendes Leben? Ein Leben, in dem Sommer in Winter nur im Bruchteil eines Augenblickes zu verschwinden schien. Cedric ließ sein Instrument sinken. "Alles in Ordnung?", fragte er mit einem Stirnrunzeln, da er die Quelle ihres Quietschers nicht Recht ausfindig machen konnte. Wovor hatte sie sich so erschreckt? Er wusste nicht Recht, wie er ein Gespräch anfangen sollte, hatte es sich bei seiner letzten ausgiebigen Konversation um ein Streitgespräch mit seiner tot geglaubten Ex-Verlobten gehandelt und war danach nicht in der Lage gewesen die Gesellschaft von Nick und Cylie samt ihrer Fröhlichkeit zu erdulden. Er hatte das Gefühl jeden mit dem er sprach sofort herunterzuziehen, solange er das noch nicht selbst verarbeitet hatte. Allerdings fühlte er sich durch das lange Violinenspiel seltsam bereinigt und als wäre alles andere gerade ganz, ganz weit weg von ihm. Wie lange das wohl anhalten würde? Doch wie sollte er auch anfangen. 'Lange nicht gesehen?' - Offensichtlich. 'Schön, dich zu sehen.' - Sicher, sofern gerade überhaupt etwas für ihn schön sein konnte. 'Was machst du so?' - Wirklich, mit Banalitäten beginnen? Bestimmt nicht. Er entschloss sich also abzuwarten was Tara entgegnen würde und ging so lediglich zu ihr, um ihr die Hand zu reichen und ihr aufzuhelfen. Wer weiß, vielleicht strahlte er ja längst eine schwarze Wolke um ihn herum aus, die alle Leute abschreckte und wegtrieb? Wundern würde es ihn jedenfalls nicht.

    Liebe User,


    Hach ich hatte gehofft, wir könnten einmal schneller sein als das HMRS! Aber alas, wollte ich erst noch eine Runde zocken (jaja, ihr habt schon richtig gehört)



    Die Mindestpostanzahl wird bei uns im Regelwerk zum Richtwert.

    Ein Post im Monat ist der Standardpost, mehr Posts sind Richtwert.

    Wenn ihr für 3+ Rollen also dauerhaft nicht sooo viel postet, würden wir das Fall zu Fall hinterfragen, aber so wie es derzeit aussieht, wird es dazu so schnell nicht kommen. Oder man passt ansonsten die Regeln halt nochmal an.


    Wie dem auch sei, werden wir in dem Zuge auch die Reservier-Regel rausschmeißen, denn ganz im Ernst, diese ist einfach nicht mehr notwendig und derzeit nur Mehrarbeit xD

    (Oder ein, ich trage die Reservierung eh nicht ein weil in 3 Stunden kommt der Steckbrief sowieso. Tatsache.)


    Bei Beschwerden,

    Nervt wen anders.


    LG

    Eure Mods


    Nachtrag:

    Achja, die Regel mit der halben Abwesenheit kicken wir entsprechend auch raus!

    [Cinnamon] bei Leon & Seriza | im Wald


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    Cinnamon sah interessiert zwischen den beiden Halbwesen hin und her. "Ja, der heutige Tag ist wirklich außerordentlich.", stimmte sie Leon zu. Vielleicht hatte sie gestern tatsächlich einen Schritt in eine neue Richtung gewagt, mit etwas abgeschlossen... und nun begann etwas Neues? Philosophisch! Erst der erlernte Zauber, jetzt diese zauberhaften Wesen - einfach magisch. Na ob ihr das so gefiel? Sie war tatsächlich... interessiert! Und amüsiert, so wie Leon das kleine Mädchen hinterfragte. Man könnte fast schon sagen ein guter-Cop-böser-Cop Spiel (gab's damals bestimmt auch schon!), allerdings war Leon sicher nicht böse - aber ganz einwandfrei nun auch nicht. Achja! Wie dem auch sei. "Sie ist doch keine Taube.", meinte Cinnamon stirnrunzelnd, als sie sich das Mädchen genauer besah. Anderseits - Ahnung von Halbwesen hatte die Anglerin nicht wirklich, allerdings wünschte sie jetzt von tiefstem Herzen mal einem Fisch-Halbwesen zu begegnen. Das wäre einmal interessant! Ob Leon sie vielleicht mit jemanden bekannt machen konnte? Aber dies war eine andere Frage für eine andere Zeit. "Selphia...", wiederholte Cinnamon, während sie überlegte wo sich der Ort befand. Oder war es nicht eine Insel gewesen? "Das ist ganz schön weit weg... wie kommt es, dass du nach Trampoli gekommen bist?" Der Magie wegen vielleicht? Ob es solche in Selphia auch gab? Oder ein anderer Grund? Die weiteren Worte des Mädchens stimmten Cinna nachdenklich. Wenn sie nichts wusste, ob sie dann wohl auch ihre Eltern verloren hatte?

    [Max] & Bianca


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    Max beobachtete ihre Person, ihre Mimik und Gestik nach seinem Auftreten. Bianca gab durch und durch eine edle Dame ab, zu jedem Moment eine perfekte Fassade. Doch ob auch Bianca Seiten hatte, die sie niemanden sehen lassen wollte? Sicherlich. Er erinnerte sich an das Gespräch mit Sophia auf dem Ball - auf eine leichte Vermutung hin - doch auch Max hatte, auch wenn er es sich selbst kaum eingestehen wollte, Seiten, die er für sich behielt - Gedanken, die ihm seit seinem Tod beschäftigten, die zuvor nie zur Debatte standen. Erstaunt hob Max jedoch die Augenbrauen und sah interessiert aus, als Bianca den tatsächlichen Grund für ihren Besuch am Platz erwähnte. "Oh? Was ist es diesmal? Eine weitere Spendengala oder doch etwas Neues?", erkundigte er sich bei ihr, während er sich neben sie setzte, nachdem sie ihm Platz gemacht hatte. Wie stand Bianca nun wirklich zu ihm? Was dachte sie? Ekelte es sie vor seiner wiedergekehrten Existenz, dachte sie nun schlechter von ihm? Max gehörte nunmal zu den Personen, die viel auf die Meinung anderer gab - insbesondere von Menschen, die er selbst respektierte (was nicht viele waren). Und nach einem kurzen Moment der Stille, formulierte sie tatsächlich eine Frage - nicht ganz zu Ende, nein, aber das musste sie auch nicht. Max schwieg. Er hatte befürchtet hin und wieder Rede und Antwort stehen zu müssen, hatte es direkt danach sogar im Sturm erwartet, nur - der Sturm, er war ausgeblieben. Kaum einer wagte es nach den Geschehnissen zu fragen, zu sehr fürchteten sie sich, fürchteten sich vor dem Tod, der so viel reeller, so viel näher erschien, wenn die Toten plötzlich unter den Lebenden weilten. Er machte sich Gedanken darum, mehr als er zugeben würde. Nach außen hin wollte er das Leben weiter führen, das er zuvor gelebt hatte, denn er hatte es verdient, warum sonst sollte ihn eine höhere Macht zurückgeholt haben? Nur konnte er wirklich so tun als wäre nichts gewesen, wenn es doch eine Lüge war, die selbst ihm zusetzte und wenn doch alle ihn mit diesen Blicken bedachten, diesen skeptischen, angsterfüllten, herabwürdigenden Blicken. Er war noch immer der Erbe der Saint-Coquilles und man hatte ihn gefälligst mit Respekt zu behandeln. "Du hast bisher nicht gefragt.", stellte er nach einer Weile fest, den Blick auf den weiten Platz gerichtet. Ein Teil von ihm wollte es sich tatsächlich von der Seele reden, auch er war von derlei Gefühlen nicht gefeit, dennoch zögerte er. War es nun die eigene Sorge, Skepsis, mangelndes Vertrauen, das ihn nicht sofort antworten ließ?

    iiiiich hab keine Ahnung, noch nie einen RF gespielt :'DD (#bestRFMod)


    daher bin ich nur gespannt auf die Charakter Designs - weil die sind in RF einfach mega gut!

    [Max] kommt an -> geht zu Bianca



    Ein neuer Tag, ein neues Glück. Rosalind ging es wieder besser, er lebte immer noch (hooray), nur von seiner Cousine Electra wusste er noch nicht Recht was er halten sollte. Aber das würde sich auch noch zeigen, sicherlich. Max hatte sich für heute vorgenommen, einmal die edlen Hallen seines zu Hauses zu verlassen und regte einen Spaziergang an. Man musste sich schon so manches mal unter den Bürgerlichen zeigen, damit sie nicht vergaßen, wer es besser hatte als sie. Und wer war er denn, dass er diesen Leuten ein so perfektes Abbild wie er selbst vorenthalten wollte? Max fand es also durchaus großzügig von ihm, sich durch Trampoli zu bewegen und tatsächlich lud der Tag auch sehr dazu ein. Es war friedlich... noch immer. Der junge Erbe traute dem Frieden noch immer nicht, geschuldet seinem, nun, einstigen Aufenthalts im Jenseits. Ob das ein Grund war, warum er eher selten die Villa verließ? Nicht, das Max so etwas zugeben würde nein. Nicht einmal sich selbst gegenüber. Heute jedoch, da hatte er sich einen Ruck gegeben, denn der Himmel strahlte in einem hellen blau und der Schnee glitzerte im Sonnenlicht. Und wer strahlte ihm da noch entgegen? Nun, strahlen wäre vielleicht übertrieben gesagt, doch Max erblickte am Rand des Brunnens seine werte Cousine Bianca sitzen, die ihre Umgebung zu betrachten schien. Bianca hatte eine scharfe Zunge, doch sie teilten sich viele Ansichten, daher war er ihr, wie seinen anderen Verwandten im Hause, sehr zugetan (bis auf, wie gesagt, Electra, die er noch nicht recht einzuordnen wusste.) "Werte Cousine.", grüßte Max die blauhaarige Adelige, als er zu ihr herantrat, "Wie ich sehe, hat dich das heutige Wetter auch nach draußen geführt? Ist dir meine Gesellschaft genehm?" Die zweite Frage war tatsächlich ernst gemeint und man sah ihm das auch an. Nicht das Max je glauben würde, wahrhaftig zu stören, doch respektierte er es, wenn seine Cousinen oder seine Schwester ein wenig Freiraum benötigten. Es gebat der Etikette sich einer Dame niemals aufzudrängen.

    [Cinnamon] mit Leon & Seriza | im Wald


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    Leon stimmte zu sie zu begleiten, auch wenn die Antwort auf ihre Frage wo er überhaupt wohnte unterbrochen wurde, als der Mann mirnichtsdirnichts jemanden aus den Busch fischte. (Eigentlich eine interessante Wortwahl - etwas herausfischen, obwohl es sich doch gar nicht auf Fische oder das Angeln bezog!) So schnell hatte Cinnamon gar nicht folgen können. Die Instinkte eines Halbwesens? Hm, ob sie diese Fragestellung nun immer im Hinterkopf behalten würde? Tatsächlich handelte es sich bei Leon's Fang um ein weiteres Halbwesen - und etwas wie dieses Mädchen hatte Cinnamon noch nicht gesehen. Auch nicht in Trampoli, wo sich doch sonst alles tummelte. Sie trat an die beiden heran. Bei der Antwort des Kindes hob Cinnamon eine Augenbraue - es klang ganz so wie Candy stets geklungen hatte, wenn sie etwas ausgefressen hatte. Aber man wollte ja niemanden etwas unterstellen. "Sooo...? Jemanden wie dich oder dich habe ich hier auch noch nicht gesehen. Woher kommst du denn?" Ein wenig neugierig war die Fischerin ja schon, sie schien so gar nicht hierher zu passen. Wenn sie hier leben würde, wäre sie ihr sicherlich schon längst einmal aufgefallen, oder? Cinnamon verschränkte die Arme vor der Brust und legte den Kopf leicht schief. "Verlaufen hast du dich aber nicht, oder?"

    [Max] geht


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    Dem Lumpenmädchen hatte es wohl tatsächlich die Sprache verschlagen! Die Freundin des Tollpatsches wiederholte den Namen - offenbar Elettra - und Max warf noch einen zweiten, kurzen Blick auf die Magd, konnte jedoch keinen Bezug zum blauen Geblüt feststellen. Und offenbar fiel den beiden Bäuerinnen auch nichts besseres mehr ein - erst Recht nicht, wie sie ihren Fehler wieder gutmachen konnten. Selbst mit Demut und Scham konnte man heute nicht mehr rechnen - was war nur aus dem Klassenbild geworden? Max schnaubte und stand auf. "Ich merke mir das.", meinte er drohend zu den beiden, ehe er erhobenen Hauptes diese heruntergekommene Taverne verließ~


    Geht »

    [Cinnamon] & Leon (& Seriza) im Wald


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    Cinnamon hob skeptisch eine Augenbraue, als Leon andeutete, dass er womöglich tatsächlich in die Jägermeisterin verliebt wäre. In ihrem Gesicht war für einen Augenblick kurz der Ekel abzulesen, als sie im Kopf unfreiwillig folgendes Szenario durchspielte: Wenn ihre Schwester Candy tatsächlich - bei allen Runeys bewahre! - Gefühle für diesen Rotzbengel von Marco hatte und ihn irgendwann heiraten sollte (ausgeschlossen, das ihre süße kleine Schwester einmal heiraten sollte, aber gut!) und gleichzeitig Marco's Mutter mit Leon zusammenkommen würde, dann... dann... wäre Leon ihr Schwiegerpapa?! Die Vorstellung des Halbwesens als neuen Vater war so grotesk, dass man den leicht angewiderten Gesichtsausdruck wohl nachvollziehen konnte - na, hoffentlich bemerkte Leon ihre Mimik nicht. Oder konnte Gedanken lesen. Sie schüttelte die Vorstellung von sich und schmunzelte viel mehr bei dem Gedanken, dass er die menschliche Form tatsächlich aus dem Grund bevorzugte, weil er in dieser mehr quasseln konnte. Er war wirklich unverbesserlich! Das Lächeln verging ihr jedoch bei der viel zu schnell getroffenen, dennoch ernsten Aussage über Kanno. Ob er Recht hatte? Vielleicht. Sehr wahrscheinlich sogar. Irgendwie war ihr der Gedanke unangenehm. Was würde Trampoli tun, wenn er einmal nicht mehr da war? Was würde sie tun? Sie wusste es nicht so genau. Trotz allem hatte sie noch immer gemischte Gefühle ihrem Großvater gegenüber. "Ich lebe ganz gerne.", meinte sie gedankenlos, nicht direkt an Leon gerichtet. Sie seufzte und stand schließlich auf. "Ich glaube ich gehe zurück nach Hause. Kommst du mit nach Trampoli oder bleibst du hier im Wald?" Sie runzelte die Stirn, während sie ihn fragte, "Warte, ich weiß tatsächlich nicht mal wo du wohnst. Und ich glaubte dich zu kennen!", fügte sie theatralisch hinzu. Ganz genau wusste sie es nicht - was war wohl der übliche Lebensraum für Schakale? In dem Moment hörte sie ein lautes Rascheln nicht unweit entfernt. Sie blickte instinktiv in die Richtung aus der das Geräusch kam, konnte aber nichts genaueres ausmachen. Naja, Cinnamon hatte ja auch die Aura eines Steines. Sie blickte zurück zu Leon. Zum einen wartete sie noch auf eine Antwort, zum anderen würde er mit seinen tierischen Instinkten schon aufhorchen, sollte es gefährlich werden - oder?

    na klar

    davon ausgehend das du am Steckbrief nichts geändert haben willst, trage ich dich gleich ein, damit ich hier nicht 2x reinklicken muss 8D

    [Cedric] | vor dem Zoo unter einer Brücke


    « Milchstraße 12


    Cedric lief eine Weile mitsamt seines Geigenkoffers gemächlichen Schrittes durch die Stadt. Den Bus vermied er. Gehen tat gut. Er hatte kein Ziel, keine Perspektive. Vermutlich sah er immer noch furchtbar aus, aber auch das kümmerte ihn nicht. Er sah nicht, wie bewölkt der Himmel war und wie sehr sich die Leute gegen das kalte Wetter wärmten. Januar. Es war Januar. Wie lange war es schon Winter? War es nicht ein sanfter Frühlingstag gewesen, als er die Beziehung mit Noita eingegangen war? Das Herz wurde ihm schwer dabei. Zeit war stets relativ in seiner Welt und ob er sich nun täuschte oder ob es gestern oder vor drei Monaten gewesen war, wer mochte das schon mit Genauigkeit zu sagen? Wann spielte keine Rolle - das tat es. Das die Dinge so gelaufen waren, unvermeidlich, wie auf einem Weg vorgezeichnet. Als hätte jemand seine Finger im Spiel, jemand Größeres, Mächtigeres. Jemand, der es genoss ihn leiden zu sehen. (Grüße an mich gehen raus). Aber glaubte er das wirklich? Nein. Cedric glaubte nicht, doch die Gewissheit selbst für seine Taten verantwortlich zu sein, wog noch um ein Vielfaches Schwerer. Was hatte er getan? Cedric blinzelte. Vereinzelte Schneeflocken fielen vom Himmel. Schnee. Kein Regen. Nicht die typischen, nassen Tränen des Himmels, die doch sonst so sehr die Gefühle untermauerten, die er empfand. Schnee. Schöner, reiner, weißer Schnee. Schnee, den er mit Noita verband. Cedric wurde langsamer. Er wollte nicht länger ziellos weiter umherwandern, konnte doch die Zeit nicht benennen, die er damit schon verbracht hatte, nachdem er Nick und Cylie nahezu kommentarlos hatte stehen lassen. Es tat ihm nicht leid. Cylie kannte er kaum und Nick? Nick war einiges von ihm gewohnt und würde ihm wohl auch einiges verzeihen. Nur bei einigen Punkten, da war er sich nicht länger sicher, wie Nick reagieren würde. Und es bereitete ihn Sorge, das irgendwann herauszufinden. Aber beide, alle, jene Personen die gerade in seinem Kopf umhergeisterten, sie waren nicht hier, hatten sie dann eine Bedeutung für diese Gegenwart? Er könnte sie ausblenden, musste es vielleicht sogar, um wieder einen klaren Kopf zu bekommen. Musste er selbst sein. Cedric bemerkte, das er nicht weit vom Zoo entfernt war. Er erkannte es an der großen Autoüberbrückung, unter derer ein breiter Weg für Fußgänger entlangging und direkt zum Eingang des Zoo's mündete. Wenn es wärmer war, herrschte hier oft ein reges Treiben an Besuchern die ein- und ausgingen, viele Familien mit Kindern. Aber an einem kalten Januartag hatten die Menschen nur wenig Lust sich draußen aufzuhalten. Für ihn war es gerade perfekt. Also stellte Cedric sich unter die Brücke, öffnete den Geigenkoffer und begann langsam auf seiner Guarneri zu spielen.