Die Kapelle am See

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    Im Norden des Dorfes gleich am See gelegen steht dieses kleine Gotteshaus. Die Fassade bröckelt schon etwas, genauso wie die Wände im Inneren aber die Verzierungen und Statuen werden von Pater Carter liebevoll gepflegt. Carter ist sowohl für die Gemeinde in Riverport als auch für die im Dorf zuständig und ist für Fragen und Beichten jederzeit verfügbar - wenn er eben nicht gerade in der Großstadt unterwegs ist und seinen Glauben an Gott an die Menschen weiter gibt. Meist trifft man hier nur die älteren Bewohner des Dorfes, da in ihnen der Glauben fest verankert ist und dies der einzig wirklich ruhige Ort ist, an dem sie zur Besinnung kommen können. Ansonsten wird der Ort eher für kirchliche Veranstaltungen genutzt, Hochzeiten, Taufen und dergleichen. Carter ist dafür immer zur Stelle und der richtige Ansprechpartner.


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    NPC's:
    Name: Chester Edwards
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    Altersstufe: Erwachsener
    Größe: 1,91m
    Herkunft: Leaf Valley
    Info: Chester ist ein ernster und strenggläubiger Mann. Der Priester glaubt fest an die Kräfte der Erntegöttin und lässt keinerlei Hinterfragungen zu dieser zu.
    Job: Priester [Die Kirche] / [Die Kapelle am See]

  • Carrie kommt mit Raegar an


    o3nbzead.pngEs war ein langer Spaziergang gewesen, den Carrie ihrer neuen Bekanntschaft zugemutet hatte. Von ihrer Gaststätte weg sind sie beim Eichhorn-Hof vorbei gegangen, haben dort zwei Äpfel von einem der Obstbäume gepflückt und haben dem Besitzer Henry gewunken, der ein bisschen weiter weg damit beschäftigt war seine Felder zu düngen. Dann gingen sie weiter Richtung Norden, vorbei an einer weiteren Farm, die von einer jungen Frau geführt wurde, die ungefähr im selben Alter wie Carrie war. Die Wirtin hatte Holly schon immer bewundert. Alleine so eine große Landwirtschaft zu bewirten war sicher sehr anstrengend! Das konnte man auch auf keinen Fall mit ihrem Beruf vergleichen.

    Die Straße führte sie dann weiter durch das ländliche Gebiet Sternbachs bis Carrie Raegar zu der Kapelle am See gelotst hatte. Es war ihr von Anfang an klar gewesen, dass ihr kleiner Ausflug beim See enden sollte, der wahrlich einer der schönsten Sehenswürdigkeiten des Dorfes war, neben der vielen Bauernhöfen. Dass sie aber letztendlich bei der Kapelle landeten, hatte Carrie wohl unbewusst entschieden. Aber es war eigentlich gar keine schlechte Idee, immerhin war auch das kleine Gebäude sicher eine Besichtigung wert. Kurz vor dem Ufer drehte sie sich zu Raegar um und sah ihn erwartungsvoll an. "Nun? Du hast ja jetzt schon einiges von Sternbach gesehen. Ich hoffe es gefällt dir noch immer hier." Sie wandte sich wieder dem See zu und blickte verträumt auf die glitzernde Oberfläche. "Ich weiß, Sternbach ist sicher nicht so eindrucksvoll, groß und lebhaft wie Riverport, aber ich liebe es hier vor allem wegen dieser Ruhe."

  • [Raegar] mit Carrie


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    Raegar genoß den Spaziergang, den er mit Carrie zurücklegte. Es war sehr erfrischend, den Nachmittag so zu beginnen und er war nicht böse darüber, dass sie den Bus nicht genommen haben. Dadurch kamen sie an einem Hof vorbei, mit einem sehr freundlich aussehendem Bauern und einem köstlichen Apfel, der Raegar wieder daran erinnerte, wie wichtig gute Qualität beim Essen ist. Die Farm, die sie danach auch aus der Ferne betrachtet hatten, sah auch sehr einladend und beeindruckend aus. Dort schien enorm viel Platz für die verschiedensten Arten von Tieren zu sein und somit muss das eine tolle Basis für frische Lebensmittel wie Milch oder Eier sein. Raegar nahm sich fest vor, mal im Internet zu schauen ob er die Farm dort wiederfinden würde, um das eventuell Sortiment zu betrachten. Raegar konzentrierte sich wieder auf die Gespräche mit Carrie und ehe er sich versah, kamen sie an einem kleinen See an, wo eine hübsche Kapelle stand. Carrie lotste ihn direkt ans Ufer und blickte dann veträumt zum Wasser hin, Raegar tat es ihr gleich. "Ja, wirklich sehr schön hier. Mir gefällt vor allem, dass alles noch so schön naturbelassen zu sein scheint und gerade in der Ruhe findet man ja immer die Erholung, die man nach einem langen Arbeitstag so dringend nötig hat." Raegar dreht sich einmal im Kreis und betrachtet die Umgebung genauer, bleibt dann an der Kapelle hängen. Die Kapelle selbst ist schon etwas in die Jahre gekommen und dennoch strahlt sie aus, dass man in ihr Ruhe und Besinnlichkeit finden kann, wenn man sie suchen sollte. "Ich bin nicht gläubig, aber ich möchte wirklich gern wissen wie die Kapelle von Innen aussieht. Wollen wir es wagen?" So wartet Raegar einen Moment und Carrie schließt sich ihm an, beide laufen ein kleines Stück des Weges wieder zurück und halten vor der Kapelle an. Die Tür ist groß und sieht massiv aus, steht aber offen, sodass sie nicht extra anklopfen müssen. Ruhig betreten sie die Kapelle und Raegar lässt die Atmosphäre voll auf sich wirken. Er blickt zu Carrie rüber und sieht, dass ihre Augen leicht geweitet sind. Raegar atmet tief durch die Nase ein und grinst Carrie an. "Der Duft von Holz und Putzmittel, hier ist wohl jemand gerade dabei, sauber zu machen. Schau doch nur, wie wundervoll die Figuren aussehen."

  • Carrie mit Raegar


    o3nbzead.pngEs war schön zu wissen, dass Raegar diesen Ort ähnlich schön fand wie sie selbst. Carrie hatte in ihrer Zeit als Wirtin leider schon so einige Menschen kennen gelernt, die das Landleben nicht zu schätzen gewusst hatten. Es waren zwar unterschiedliche Gründe gewesen, doch Carrie hatte bis jetzt noch keinen so wirklich verstehen wollen. Zum Beispiel, wieso gingen Großstädter immer davon aus, dass es in so einem kleinen Ort wie Sternbach es langweilig sein musste? Dem war nämlich nicht so! Schon allein der heutige Tag mit Raegar bewies Carrie das Gegenteil."Oh ja, vor allem wenn man in der Gastronomie arbeitet, wo es doch fast immer hektisch ist, weiß man doch ein bisschen Stille in der Freizeit zu schätzen.", sagte sie und lachte dann leise auf."Aber, wieso sage ich dir das? Du kennst dieses Gefühl wahrscheinlich genauso gut wie ich." Carrie's Blick war noch immer auf den See gerichtet, dessen Ausstrahlung sie irgendwie in den Bann gezogen hat. Dabei bemerkte sie auch gar nicht, dass Raegar währenddessen die Kapelle für sich entdeckt hat. So wurde sie auch erst wieder aus ihren Gedanken gerissen als ihre Begleitung sie ansprach sie ansprach. Wirklich überrascht war sie nicht, als ihre neue Bekanntschaft anmerkte, dass sie nicht gläubig sei. Sie hatte bis jetzt kaum Leute aus der Großstadt getroffen, die noch gläubig waren. (Man merke, auch Carrie konnte sich nicht gegen Vorurteile wehren) Für sie selber war Religion schon ein wichtiger Punkt in ihrem Leben, aber sie war jetzt auch keine dieser Gläubigen, die andere bekehren musste. Sie folgte still Raegar bis zur Kapelle, wo sie kurz andächtig vor dem Gebäude stehen blieb. Innerlich schalt sie sich, dass sie schon lange nicht mehr hier war. Aber wenn man ein Gasthaus führte, hatte man selten Sonntags frei. Staunend sah Carrie sich also in der Kapelle um, als sie merkte, wie schön alles aussah. Fast schon wie neu."Da könntest du Recht haben. Wahrscheinlich macht der Pater gerade alles sauber für die bevorstehende Weihnachtszeit", mutmaßte sie und ging ein paar Schritte weiter, um sich die Figuren näher anzusehen."Wirklich schön..."

  • [Raegar] mit Carrie


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    Raegar ließ das Innere der Kapelle auf sich wirken, die durch die Sonnenstrahlen ein tolles Schattenspiel erlebt. Der Ort strahlt unglaublich angenehme Ruhe aus und so setzt er sich auf die letzte Bank und signalisiert Carrie, dass sie sich zu ihm setzen kann. Die Ellenbogen auf die Knie gestützt lässt er seinen Blick durch die Kapelle gleiten, betrachtet den Altar und die Decke, mit ihren Verzierungen. Raegar fragt sich, wie viele einzigartige Erinnerungen dieser Ort den Menschen schon geschenkt haben mag, hoffentlich mehr positive als negative. "Jetzt noch eine Krippe und etwas Schnee und schon sind wir Weihnachtsfertig." Weihnachten mag Raegar sehr gern, er liebt die ganzen Gewürze die ihren Geruch verbreiten und die Wärme von Glühwein, während man auf dem Markt steht und von einem Fuß auf den anderen wechselt, damit sie auch warm bleiben. Die letzten Jahre hatte er immer freiwillig auf der Arbeit verbracht, einfach weil daheim keiner auf ihn gewartet hat und so wird es wohl auch dieses Jahr wieder sein. "Es ist bewundernswert, dass allein der Glaube an etwas so viel bewegen und bewirken kann, oder?" Vor seinem geistigen Auge sieht Raegar am Altar den Pfarrer stehen, wie er Baby tauft, daneben die stolzen Eltern. Dann, wie der Pfarrer zwei Menschen in den Bund der Ehe führt und sie somit ewig aneinander bindet. Ein Ort der Freude, des Neubeginns und der Emotionen. Leicht lächelt er in sich hinein und ist sehr positiv überrascht, was dieser Ort in ihm auslöst. "Danke, dass du mich heute hierher gebracht hast." So strahlt er Carrie an und lehnt sich bequem zurück, um diese Erinnerung für sich abzuspeichern.

  • Carrie mit Raegar


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    Carrie wusste gar nicht, wohin sie eher schauen sollte. Auf die Gemälde, die an der Wand der Kapelle hingen und die sie schon seit jeher faszinierten oder auf Raegar, der gerade selbst aus dem Staunen nicht wirklich herauskam. Fast schon hätte Carrie laut losgelacht, aber sie wusste wie man sich an so einem besinnlichen Ort zu verhalten hatte. Aber es war irgendwie belustigend für sie Raegar zu sehen, der gerade versuchte die ganze Kapelle in sich aufzunehmen. ALs hätte er noch nie ein Gebäude Gottes von innen gesehen. Wie von ihm geheißen, ließ sie sich auf der Bank neben ihm nieder und faltete ihre Hände auf ihrem Schoß."Der Pater stellt die Krippe immer erst zu Weihnachten auf. Aber gegen ein bisschen Schnee hab ich jetzt schon nichts einzuwenden", erwiderte sie lächelnd. Tatsächlich gab es nur wenig Anblicke, die ein verschneites Sternbach toppen konnten. Bei Reagar's nächsten Bekundung, drehte sich Carrie leicht zu ihm um ihn besser anschauen zu können. Ganz war ihr jetzt nicht klar, was er damit meinen konnte. Meinte er den Bau dieser Kapelle? Oder waren seine Gedanken vielleicht doch ein wenig tiefsinniger als sie ihm zubilligte? "Bewundernswert? Ja, da magst du wohl Recht haben...Ich hab es wohl immer als selbstverständlich gesehen, dass der Glaube vieles bewegen kann." Für einen kurzen Moment schloss sie die Augen, um ganz kurz die Stille zu genießen. Als sich Raegar bei ihr bedankte, sie hierher gebracht zu haben, öffnete sie die Augen und lächelte ihn nur an. Was sollte sie jetzt auch großartig sagen?

  • [Raegar] mit Carrie


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    Raegar schaut Carrie an und es scheint so, als würde es ihr auch so gehen, wie ihm - einfach zufrieden mit dem Moment und dem Ort, den sie gemeinsam entdeckt haben. Wieder bemerkt er ihre tollen grünen Augen, die auf so wundervolle Art und Weise voll zu der Umgebung passen. "Hast du durch deine Familie den Glauben erhalten, oder hast du dich selbst bewusst dafür entschieden?" Raegar begann sich zu fragen, ob er selbst vielleicht ganz anders wäre, wenn seine Eltern den Glauben vermittelt hätten. Er wuchs ohne diesen auf und auch sein Freundeskreis hat sich damit nicht beschäftigt. Ob er anders wäre, wenn? Vielleicht ja schon, durch andere Blickwinkel und andere Denkweisen geprägt, stellt Raegar sich das sehr spannend vor. Er streift behutsam eine Haarsträhne hinter sein Ohr und lauscht ihrer Antwort, erfreut darüber sich so unbefangen mit ihr unterhalten zu können, fast so als würde man sich schon ewig kennen.

  • Carrie mit Raegar


    o3nbzead.pngFür andere mochte es vielleicht ein bisschen seltsam anmuten, würden sie Carrie in der Kapelle sehen mit Raegar und wie sie sich gegenseitig persönliche Details offenbarten. Aber Carrie war ein offener Mensch, schon immer gewesen. Und als Wirtin lernte man sowieso, dass die zufriedensten Gäste diejenigen waren, die neben einem guten Essen auch das Gefühl hatten von einer aufrichtigen Person bedient zu werden und nicht von irgendeiner austauschbaren Kellnerin. So war die junge Frau auch gar nicht überrascht über Reagars doch sehr persönliche Frage. Ganz im Gegenteil, sie lehnte sich zurück und dachte ausführlich über die Antwort nach."Hier in Sternbach ist fast jeder gläubig. Meine Eltern sind mit mir so oft es ging in die Messe gegangen. Das ist natürlich nicht so leicht, wenn man einen Gasthof führt. Also ja, ich hab durch meine Erziehung den Glauben erhalten." Sie drehte sich zu Raegar um und lächelte ihn an."Aber es ist nicht nur Erziehung, weswegen ich an meinem Glauben festhalte. Ich glaube wirklich an den Herrn da oben."

  • [Raegar] mit Carrie


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    Aus irgendeinem Grund war es Raegar nicht möglich sich vorzustellen, einfach so an einen Herren da oben zu glauben. War er überzeugt, dass man eine Art Erlebnis oder Offenbarung haben müsste, um daran so festhalten zu können, jedoch scheint es bei Carrie ja doch anders zu sein. Kann man denn wirklich aus tiefstem Herzen glauben, nur weil die Eltern einen das vorleben? Raegar traute sich nicht die Frage laut zu stellen, lag es ihm fern ihr damit vor den Kopf zu stoßen. Scheinbar reicht meine Vorstellungskraft nicht mal dafür aus, wie also sollte ich an den Mann da oben glauben können? Ob es anders wäre, wenn meine Eltern mir das vorgelebt hätten? War das für ihn gerade unvorstellbar und wie er das in Worte fassen könnte, war ihm ein Rätsel. Carrie jedoch glaubt nicht nur der Erziehung wegen daran, ob sie doch eine Art Erlebnis gehabt hat? Neugierig war Raegar schon und gern würde er das Gespräch nun nicht abrupt in eine andere Richtung lenken wollen, würde es zu respektlos wirken und er würde es so gern verstehen, ihren Glauben nachvollziehen können. "Wenn es nicht allein die Erziehung war Carrie... Was war es dann? Gibt es da noch mehr?" Fragend erwidert er ihren Blick, der sehr offen und neugierig zugleich scheint. "Du musst darauf nicht antworten, wenn du es nicht möchtest - aber irgendwie würde ich gern verstehen können, was dich dazu bewegt."