Der Dorfplatz

  • [Bierstand - Biertisch] Nadi und Jessy -> Nadi geht


    nadi_by_princesslettuce-d73igwy.pngOffensichtlich war sie von seiner Aktion, dass sie in kompletter Sprachlosigkeit erstarrte. "Ach wie schön. Ich wusste gar nicht, dass du auch einfach mal den Mund halten kannst" stichelte er nach und tat so als würde er erleichtert die Luft genießen. Als er nach einiger Zeit immer noch keine Reaktion von ihr bekam rollte er mit den Augen. "Naja was auch immer" er erhob sich schwerfällig von der Bank und musste aufpassen nicht über seine Krücken zu fallen. Bier hatte er noch nie sonderlich gut vertragen. "Du weiß ja nicht wo du mich findest. Wir sehen uns und dann kannst du mir ja wieder auf den Zeiger gehen. Tschüss" sagte dann noch zu ihr und hinkte langsam von Dannen.~

    "Come on, little lady, give us a smile"
    No, I ain't got nothin' to smile about
    I got no one to smile for, I waited a while for
    A moment to say I don't owe you a goddamn thing

    Nightmare - Halsey

  • [Yahto] / Ankunft


    [IMG:http://fc08.deviantart.net/fs70/f/2014/246/e/e/harvest_moon_boy___yahto_wichahpi_by_princesslettuce-d7bzvuc.png]

    Seine Beine trugen Yahto in irgendeine Richtung innerhalb des kleines Dorfes. Es dauerte daher nicht lange bis er an einem neuen Ort ankam, welcher interessant aussah. Es war ein großer Platz, welcher jeder zu dieser Tageszeit komplett leer war. Es waren einige abgedeckte Tische zu sehen, jedoch kümmerte sich der Dunkelhaarige nicht wirklich darum. Etwas anderes erregte seine Aufmerksamkeit. Ein großes Brett an welchem Papier angebracht war. Bei nährem Herantreten konnte Yahto erkennen, dass sich auf dem Papier irgendwelche Zeichen befanden. Er hatte solche Zeichen schon öfter gesehen, jedoch hatte er keine Ahnung, was sie zu bedeuten hatten. Sicher konnten die Menschen, welche hier aufgewachsen waren, diese Zeichen deuten. Leider war Yahto nicht mit dieser gabe gesegnet, doch er würde es nur zu gern können. Jedoch wusste er nicht, wie er es lernen könnte. Aber bestimmt würde er irgendwann einen Weg finden. Doch .. er wollte es jetzt können! Der Dunkelhaarige schmollte ein wenig vor sich hin, da es mal wieder etwas gab, das er nicht verstand. Jedoch wollte sich Yahto davon nicht die gute Laune nehmen lassen. Dennoch versuchte er irgendwie, die Zeichen zu verstehen und zog dabei unbewusst einige Grimassen.

  • Der Schneeräum 1000 riss die Straße weiter auf, und war gerade auf dem Weg zum Dorfplatz. Dort fuhr die Maschine dann mehrmals quer über die gerade freie Fläche und hinterließ eine Schotterebene.


    Daryl kam ein paar Minuten später auf der Schwebeplatte angeschwebt, die er jetzt, nach mehreren Stürzen und Kollisionen, etwas besser beherrschte.

    "Ach du lieber Schraubenhaufen...Das ist ja verrückt...Hör auf, Schneeräum 1000...Bleib stehen...Anhalten..."


    Doch die widerspenstige Erfindung fuhr nach Norden, Richtung Rathaus.


    Daryl brauchte jetzt eine Pause und setzte sich erst einmal auf die Schwebeplatte, um durchzuatmen. Dabei blickte er auf den Platz, der jetzt aussah, als hätten Bauarbeiter ein Presslufthammer-Rennen veranstaltet.


    Schneeräum 1000 rümpelt zum Rathaus.

  • Daryl saß am Rand der Straße, beziehungsweise dem, was mal die Straße war, und erholte sich von der bisherigen Verfolgungsjagd.

    Doch schon nach kurzer Zeit kam der Schneeräum 1000 von Norden angefahren.


    "Jetzt bleib stehen... Anhalten... Routing aufheben," brüllte der Wissenschaftler zu der Maschine.

    Und überraschenderweise reagierte sie diesmal, wenn auch anders als gewünscht.


    'Verstanden. Deaktiviere Routing. Setze Arbeit fort.'

    Und damit fuhr die Erfindung einfach querfeldein, jetzt, wo sie nicht mehr an Straßen gebunden war.


    "Was? Nein... Stehenbleiben... Anhalten... Ach verdammt."

    Und wieder sprang Daryl auf seine Schwebeplatte und folgte der Maschine, die jetzt durch Wiesen, Wald und Felder Richtung Südwesten fuhr.


    Schneeräum 1000 verlässt den Ort.

    Daryl dieses Mal dicht hinterher.

  • [ HALLOWEEN EVENT ]

    Die aufwändige Dekoration war wirklich beeindruckend. Der sonst so farbenprächtige und einladend wirkende Dorfplatz war zu einem regelrechten Halloween Wunderland geworden. Bei der ganzen Dekoration erkannte man den hiesigen Dorfplatz kaum wieder. Neben einer Snackbar, für den kleinen Hunger oder Durst gibt es hier zahlreiche Stände mit den unterschiedlichsten Spielen für kleine und große Besucher. Von Kürbis schnitzen bis hin zu Apfel tauchen ist alles dabei und sorgt für die passende Unterhaltung. Für wen das nichts ist, der stellt seinen Mut vielleicht lieber im Gruselkabinett unter Beweis, welches gewiss nichts für schwache Nerven ist. In einem separat abgetrennten Bereich werden unter freiem Himmel auch den ganzen Abend diverse Horrorfilme auf einer Leinwand abgespielt, die man sich gemeinsam mit Anderen ansehen kann wenn man es sich auf den zahlreichen ausgelegten Kissen gemütlich gemacht hat. Wer ganz mutig ist kann sich auch im kleinen Zelt von Miss Fortuna die Zukunft vorhersagen lassen aber muss auch mit den Folgen umzugehen wissen… Es wird auch gemunkelt, dass Jeder der im Kostüm kommt umsonst isst und trinkt. Es zahlt sich also aus kreativ zu werden und für eine Nacht in eine andere Rolle zu schlüpfen.


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  • [Kommt an und geht zu den Snacks] Chris



    Ob es eine gute Idee war auf ein ein Halloween Fest zu gehen wenn man vor wenigen Tagen den Horror am eigenen Leibe erfahren hatte? Vermutlich nicht. Aber hie es nicht immer man sollte seine Angst bekämpfen - sich ihr stellen? Es war keineswegs dieser Gedanke, der dazu geführt hatte das sich der Zwilling letztendlich in dem kleinen Dorf abseits der Stadt eingeführt hatte. Achtlos war er an einem Flyer vorbei gelaufen und konnte dem Angebot von kostenlosem Essen und Trinken als Student natürlich nicht widerstehen. Glücklicherweise war es in seinem Studium nicht schwer de nötigen Materialien für ein Kostüm zu finden. Beim besten Willen wollte er nicht unnötig Geld für etwas ausgeben, dass er ohnehin nur höchstens einmal im Jahr trug. Er hatte den Bus genommen und schon an der Haltestelle fielen ihm die Schilder auf, die das Fest ankündigten. Zahlreiche verkleidete Menschen folgten einer Straße Richtung Dorfmitte. Unbeeindruckt folgte der junge Mann ihnen, richtete noch einmal seine Kopfbedeckung und fand sich wenige Minuten später schon am liebevoll dekorierten Dorfplatz wieder. Die Augen des Studenten wanderten über die zahlreichen Dekorationen und unterschiedlichen Angebote zur Unterhaltung. Auf den ersten Blick sah er keine bekannten Gesichter weshalb er nicht lange zögerte und sich in Richtung Snackbar bewegte. Bisher war alles gut. Das Wissen darum, dass hinter jeder grässlichen Fratze ein normaler Mensch war, war beruhigend und doch war es irgendwie befremdlich, weckte Erinnerungen an das Erlebte - warf Fragen auf, die er sich eigentlich nicht mehr stellen wollte. Ob es Cylie gut ging? Sie hatte sich seit ihrem besuch im Krankenhaus nicht mehr gemeldet. Chris warf einen Blick auf sein Handy. Keine Nachrichten. Es war nicht nötig sich Sorgen um sie zu machen - er hatte es davor doch auch nicht gemacht. Kopfschüttelnd lies er das Handy wieder in seiner Hosentasche verschwinden und schaufelte sich die unterschiedlichsten ekelerregend aussehenden Sachen auf ein Tellerchen und schob sie sich gleich daraufhin in den Mund. Er musste ein Stück weit Normalität in sein Leben bringen - vielleicht konnte er dann wieder schlafen. Die Augenringe musste er sich für das Kostüm also nicht einmal schminken - hatte auch seine Vorteile.

  • Benjamin kommt an | bei Chris an der Snackbar


    Ein paar Tage waren nun schon vergangen, seitdem Benjamin in der Bibliothek Riverports gewesen war. In der Zeitung, die seine Großeltern immer eifrig lasen und welche deshalb immer auf dem Küchentisch oder im Wohnzimmer lag, hatte er von dem bevorstehenden Fest auf dem Marktplatz erfahren. Allzu häufig kam es nicht vor, dass in dem kleinen Ort, in dem er lebte, mal etwas spannendes passierte, weshalb er es sich nicht nehmen lassen wollte sich das ganze mal selbst anzusehen. Er hatte gehofft, dass seine Zwillingsschwester ihn begleiten würde, aber auf seine Nachfrage hin hatte sie nur missmutig das Gesicht verzogen. Eigentlich hatte er sogar fest damit gerechnet, dass er sie begleiten würde, war Charlie doch bei sowas eigentlich immer sofort ganz vorne mit dabei. Umso enttäuschter war er daher von ihrer Absage gewesen. Ohne sie fehlte irgendwie immer etwas von ihm. Doch er hatte sich bemüht es sich nicht anmerken zu lassen, um die Entscheidung seiner Schwester zu respektieren.

    Auch wenn Charlie ihn nun nicht begleitete, war Ben durchaus gespannt auf das Fest und ließ erst einmal alle Eindrücke auf sich wirken, als er den Dorfplatz betrat. Hier hatte man sich auf jeden Fall mächtig Mühe gegeben! Ein Lächeln zauberte sich in sein Gesicht. Der ganze Dorfplatz wirkte so schön herbstlich! Und das nicht auf Grund der langsam bunt werdenden Baumkronen ringsherum.

    Sogar ein Kostüm hatte der Teenager sich besorgt, um auch ins Bild des Trubels zu passen - so halb zumindest. Besonders kreativ war er nicht, was sich dadurch auch in seinem Outfit niederschlug. Ben hatte versucht einem Vampir ähnlich zu sehen, ohne dabei unnötig viel von seinem Taschengeld auf den Kopf hauen zu müssen. Ein wenig Halloweenschminke hatte er sich von Charlie geliehen, die noch welche aus dem letzten Jahr besessen hatte, um seine karamellfarbende Haut zumindest im Gesicht weißer zu gestalten. Ein weißes Hemd zierte seinen schmalen Oberkörper und ein einfacher schwarz-roter Vampirumhang, der noch die akkuraten rechteckigen Falten der Verpackung aufwies, umspielte seine Schultern. Eine schwarze Jeans sowie dunkle Schuhe vollendeten sein Outfit. Die Brille auf seiner Nase ruinierte das ganze vermutlich, aber er brauchte sie nunmal. Half ja nichts. Auf die falschen Spitzen Zähne hatte er auch verzichtet, störte das Ding doch eh nur beim reden. Und essen. Apropos Essen: Hieß es nicht in einem Absatz des Zeitungsartikels, dass Speis und Trank kostenlos waren, wenn man im Kostüm auftauchte? Ben beschloss einmal nachzusehen, ob sich das ganze überhaupt lohnte. Vielleicht gab es ja auch nur Zeugs, was sowieso nicht schmeckte? Vorsichtig schob er sich zwischen den anderen Gästen hindurch, entschuldigte sich einige Mal, wenn er doch jemandem zu nahe kam und stand schließlich vor den ganzen Leckereien. Er staunte nicht schlecht angesichts der Auswahl. Bei einem Fest in Sternbach hatte er weniger erwartet, freute sich aber durchaus und begann sogleich alles genauer unter die Lupe zu nehmen.

    Unweit von ihm entdeckte er einen jungen Kerl, der sich zunächst alles mögliche auf einen Teller lud und direkt an Ort und Stelle begann zu essen. Verwundert musterte er ihn. Das Kostüm des Jungen, der ein paar Jahre älter zu sein schien, war auf jeden Fall nicht schlecht, auch wenn er wohl auch nicht so extrem viel Arbeit darin investiert hatte. Sollte er einfach mal ein Gespräch anfangen? Nicht das er am Ende störte. Konnte man jemanden beim Essen stören? Ben gab sich einen Ruck und trat etwas näher an ihn heran. Das Fest die ganze Zeit allein zu verbringen war genauso unangenehm, wenn nicht sogar unangenehmer als Unbekannte von der Seite anzuquatschen, da man sich nach einer Weile immer begann überflüssig zu fühlen. Jedenfalls traf das auf ihn zu.

    “Hallo.” Der Teenager machte einer kurze Pause und ein freundliches Lächeln erschien auf seinen Lippen. “Wie sind die Snacks so? Lohnt es sich etwas zu probieren?” ein wenig Nervosität schwappte doch in seinem Magen umher. Er sprach nie oft mit Fremden. Seine Hände versteckte er daher in den Hosentaschen, damit er am Ende nicht auch noch nervös wirkte. Wie so oft vermied er es ein 'du' oder 'sie' in seinen Satz einzubauen, wenn er sich nicht sicher war, was davon für den anderen in Ordnung ging.

  • [An der Snackbar] Benjamin & Chris



    Nach und nach schob der Student sich einen Snack nach dem nächsten hinein, füllte seinen Magen mit dem nicht gerade gesunden Zeug - was ihm auch sonst relativ egal war - Hauptsache er wurde satt. Der Nebeneffekt, dass es absolut kostenlos war, war natürlich noch ein Bonus, der den Geschmack der Snacks wesentlich steigerte. Es war ihm erst nicht aufgefallen, dass eine weitere Person sich an der Bar eingefunden hatte. Erst als besagte Person das Wort ergriff hob Chris den Kopf und bemerkte, dass er nicht mehr alleine an der Snackbar stand. Ein Junge hatte sich zu ihm gesellt. Er war wahrscheinlich ein paar Jährchen jünger als er selbst, hatte sich offenbar entschieden als Vampir aufzutauchen - hatte aber auf übertriebene Kostümierung verzichtet. Vielleicht weil er nicht viel Geld investieren wollte oder aber weil er vom Verkleiden wenig hielt. Chris schluckte erst ein Mal hinunter, da er noch den Mund voller Süßkram hatte und erwiderte schließlich den Blick des Anderen. Seine Mundwinkel hoben sich zu einem sozialen Lächeln. "Hey." Er zuckte mit den Schultern. "Sie sind kostenlos und das spricht auf jeden Fall für sie..." Sein Lächeln wurde ehrlicher. "Als Student ist man da nicht so wählerisch." erklärte sich der junge Mann und schob sich schon im nächsten Moment das nächste Stück in den Mund ehe er auch das vernichtete. "Ich bin Chris." stellte er sich schließlich dem Brillenträger vor, den er glaubte tatsächlich noch nie über den Weg gelaufen zu sein. Wenig verwunderlich. Immerhin war Riverport voll von Menschen, die man nicht kannte, mit denen man nie im Leben ein Wort wechselte aber dennoch lief man letztendlich nur den gleichen Gesichtern über den Weg, oder? Vielleicht hatte er nur das Gefühl, dass es so war weil einem diese Begegnungen eher in Erinnerung blieben als all die fremden Gesichter, mit denen man nie ein Wort wechselte. Der Student war niemand der als Social Butterfly bezeichnet wurde. Irgendwie wurde es gefühlt mit jedem verstrichenen Lebensjahr schwerer mit Menschen ins Gespräch zu kommen - Gespräche die über den normalen Smalltalk hinweg gingen. Nicht das er mit Fremden über persönliche Dinge sprechen wollte aber das war ja auch egal. "Kommst du von hier oder bist du auch nur hier um gratis Essen abzustauben?" Eigentlich kam er persönlich immer nur in diese Gegend wenn es etwas zu feiern gab, da sich Sternbach offensichtlich mehr bemühte als die Stadt. Chris war sich ziemlich sicher, dass er da nicht der Einzige war. Oder?

  • [Julius] kommt an und geht zur Snackbar
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    Ah, Halloween! Das Fest des Schreckens, welches die Nacht des Grauens einläutet, oh, du schaurig schönes Halloween! Ein Jahr lang mussten sie warten, die Geister, mussten ihr Verlangen nach Süßem und Saurem unterdrücken, doch jetzt - endlich - ist es wieder soweit und die üblen Gestalten konnten wieder auf den Straßen Sternbachs ihr Unwesen treiben. Julius Smithereens war einer von ihnen. Lange war es ruhig um das selbsternannte Supermodel, hatte er sich eine Auszeit genommen oder blieben die Aufträge aus? Man weiß es nicht. Aber auch ein Julius Smithereens erwacht aus dem tiefsten Winterschlaf, wenn es wieder heißt: Freunde, versteckt Frau und Kinder, es ist Halloween! Leidergottes erfuhr er erst am gleichen Tag, dass in Sternbach ein Fest stattfinden sollte, was bedeutet: wenig Zeit, um ein orginelles Kostüm zu organisieren. Viel. Zu. Wenig. Zeit. Und bitte, was konnte man schon von einem Kuh-Kaff wie Riverport erwarten? Er ging von einem Laden zum anderem, nichts war gut genug für den Hobbykünstler. Im letzten Moment, kurz bevor der Laden schloss, musste er sich schließlich für irgendwas entscheiden, und naja ... "Tadaa!", stand er schließlich freudestrahlend vor dem Spiegel, er hatte eine 180 Grad Drehung vollzogen, damit die gestylten Haare über seine rechte Schulter flogen. "Meine eigene Version einer Ikone! Miss Piggy! Perfekt!" Nein, er war wirklich zufrieden mit seinem Kostüm, obwohl es nicht das war, was er sich anfangs vorgestellt hatte. Aber in Anbetracht der Zeit, die er hatte, war das, was letztendlich rauskam - bei voller Bescheidenheit - mit nur einem Wort zu beschreiben: UNGLAUBLICH!
    Julius näherte sich dem Buffet, er hatte gehört, dass Kostümierte sich umsonst bedienen durften. Dort standen schon zwei weitere, ein Arzt, so wie der aussah, nach einer 24-Stunden Schicht und ein Vampir, die sich am Buffet bedienten. Julius jedoch ging direkt am Essen vorbei, er musste schließlich auf seine Linie achten, nein, er steuerte direkt auf die Drinks zu. "Einen Zombie!", flötete er, er liebte solche Feste, das Verkleiden, die Speisen, die gruselige Deko! Das machte ja alles so viel Spaß!

  • Mia | an der Snackbar


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    Eigentlich hatte sie nur spazieren gehen wollen, aber dann hatte sie den Flyer gesehen und beschlossen, das kostenfreier Alkohol eine gute Lösung war. Vielleicht nicht für ihren Magen (der seit Stunden keine feste Nahrung mehr gesehen hatte), aber für den Schmerz in ihrer Brust und das Wirrwarr in ihrem Kopf. Mit den letzten 15€ in ihrem Geldbeutel hatte sie sich das günstigste und stoffärmste Kostüm gekauft, das sie hatte finden können und war sogar auf die Party gekommen, obwohl man ohne die Ohren niemals hätte erkennen können, was sie darstellen sollte. Ihr war außerdem ziemlich kalt, aber wenn sie heute Nacht sterben sollte, dann war das eben Schicksal. Schulterzuckend goss sich Mia etwas von der pappsüß riechenden roten Bowle mit den Haribo-Augäpfeln in einen roten Plastikbecher, wobei sie genau darauf achtete, keinen von den Augäpfeln zu erwischen. "Und.. vielleicht doch noch so ein Kürbissandwich, bevor ich wieder kotzen muss."

  • Cheryl kommt an | bei Julius 

    Halloween! Endlich war es soweit! Zwar hatte die kleine Cheryl erst kurz vorher von der Party hier in ihrem Dorf erfahren, aber dennoch hatte sich die verbleibende Zeit wie Kaugummi in die Länge gezogen. Es stimmte sie traurig, dass Ash keine Zeit hatte, um sie zu begleiten und eigentlich hatte er sie gar nicht allein im Dunkeln gehen lassen wollen. Nur ihrem Dackelblick sowie der Tatsache, dass der Dorfplatz nicht allzu weit entfernt war, ließen ihren Bruder schließlich doch ja sagen - wenn auch widerwillig. Wo käme sie denn da hin, wenn sie sich die Gelegenheit einer solch tollen Sache durch die Finger gehen ließ, nur, weil ihre eigentliche Begleitung nicht hingehen konnte!

    Aufgeregt machte Cheryl sich also auf den Weg zum Dorfplatz, als die letzten Sonnenstrahlen langsam hinter dem Horizont verschwanden. Ein bisschen mulmig war ihr schon so ganz allein durch die Gegend zu laufen. Aber, hey! Sie war heute eine Hexe und die ließen sich von nichts und niemandem Angst einjagen!

    Am Dorfplatz angekommen, begannen ihre Augen zu leuchten. Alles war so hübsch dekoriert! Staunend ließ sie den Blick schweifen und machte sich anschließend sogleich daran sich einen Überblick über alles zu verschaffen.

    Die meisten Menschen schienen sich bei den Snacks aufzuhalten. Hunger hatte sie keinen, aber Durst, wie sie im selben Augenblick feststellte. Flinke Füße trugen sie hinüber zu den Getränken, wo sie sich ein Glas Kinderbowle geben ließ. Plötzlich fiel ihr ein junger Mann auf, der sich nicht weit von ihr entfernt ebenfalls etwas zu Trinken organisiert hatte. Er war so herrlich bunt und wollte gar nicht in die Halloweenatmosphäre passen; aber genau deshalb entschied sich Cheryl das Gespräch mit diesem lustigen Kerl zu suchen. “Hallo Herr … ähm - ” Sie musterte ihn noch einmal, während ein nachdenklicher Blick und eine sich kräuselnde Stirn in ihrem Gesicht Platz fanden. “Bist du ein Zirkusschweinchen?” Neugierig betrachtete sie ihn. Ihr eigenes Kostüm war leicht zu erraten, aber seines war schwierig.





    Benjamin & Chris an der Snackbar


    Schneller als gedacht stellte sich der junge Kerl sich ihm von allein vor, was Ben durchaus freute. Er hatte dann immer das Gefühl, dass es okay gewesen war die Person anzusprechen und er nicht unerwünscht war. Er schmunzelte, grinste fast, auf Grund des Kommentars zu den Snacks. “Ein guter Punkt.”, entgegnete er kopfnickend. Zwar war Ben noch kein Student, falls er das überhaupt mal sein würde?, aber das ewige knapp bei Kasse sein dieser Leute war sowieso allgemein bekannt. Also war es nun an ihm sich ebenfalls vorzustellen. “Ich bin Benjamin. Oder Ben - ist mir lieber.” Zwar fand er seinen Vornamen nicht schrecklich, aber viel zu lang war er allemal. Außerdem nannte ihn sowieso jeder bei seinem Spitznamen, außer seine Oma, wenn sie sauer ihn und Charlie war. Erleichtert darüber, dass Chris den Gesprächsball sogleich zurück spielte, nickte er zunächst, bevor seine verbale Antwort folgte: ”Ja, ich wohne hier mit meinen Großeltern und meiner Schwester und wollte mir das Fest gerne mal ansehen. Besonders viel Trubel gibt es hier ja nicht so.” Was der Teenager meistens gar nicht so schlecht fand, aber das behielt er lieber vorerst für sich. Waren das jetzt trotzdem zu viele private Infos? Nunja, jetzt hatte er es schon ausgesprochen.

    Kurz warf er einen erneuten Blick auf den Teller voller Snacks in Chris’ Händen. “Schätze die Werbung mit kostenlosem Essen hat gut funktioniert.” Ben lächelte verschmitzt und hoffte einfach mal, dass es der Student nicht als Beleidigung auffassen würde. “Du kommst also aus Riverport?” Eigentlich war die Antwort, die ihm Chris gleich geben würde, total offensichtlich, aber er wollte vermeiden, dass die Konversation ein jähes Ende fand. In Sternbach konnte man schließlich schlecht studieren und andere Orte waren wohl doch zu weit entfernt, um extra wegen eines kleinen Halloweenfestes in so ein unbedeutendes Dorf zu fahren. So umwerfend waren die kostenlosen Snacks dann auch wieder nicht.

  • [Marlin] kommt aufm Traktor (8D) (I'm so sorry)



    Hooray. Er hatte den verf*ckten Dorfplatz endlich gefunden. Okay, so schwer war es am Ende wirklich nicht gewesen, aber Marlin hatte trotzdem dreimal überlegt, ob er die Kürbisse nicht einfach über Board werfen sollte. Das Mantra des 'Ich brauch Geld' hatte ihn schlussendlich davon abgehalten. Der Traktor erstarb schließlich unter einem elendigen Stottern des Motors, ehe der Mann vom Gefährt sprang und sich die Hände an den Hosen abwischte. An wen sollte er das Gemüse überhaupt übergeben? Der Bauer hatte dazu nichts gesagt, oder? Sollte er hier etwa ausharren? Für wie viel überhaupt? Das ist doch bescheuert. Marlin fuhr sich durch die langen Haare. Schließlich lehnte er sich ganz einfach gegen den Karren, die Arme vor der Brust verschränkt. Wer weiß, vielleicht würde ja jemand auftauchen und die Kürbisse direkt für sich beanspruchen - wirklich zu übersehen war die Ladung ja nicht. Außerdem hatte er gerade auch nichts Besseres zu tun. Nein, am Rande des Geschehens zu stehen und die treibende Meute zu beobachten, wie sie sich in ihren billigen Kostümen um gratis Essen scherten, oblag ihm da viel eher. Moment. Gratis Essen. Marlin war pleite, aber nicht verzweifelt - nicht mehr als sonst schon zumindest - aber hey, einem geschenkten Maul schaute man nicht ins Maul. Oder so. Er stieß einen Schwall Luft aus, ehe er den Blick weiter über die Snackbar schweifen ließ. Vielleicht blieb am Ende ja noch etwas übrig. Scheiße. Oder aber vielleicht würde er das Ende gar nicht abwarten. Sie war hier. Natürlich war sie hier. Was machte sie hier? Verfolgte sie ihn nun auch schon in das letzte Kuhkaff? Das war unmöglich. Marlin beobachtete Mia von der Ferne - Mia in ihrem extra knappen Kostüm wohlgemerkt. Kein Anblick dem er abgeneigt war. Nicht per se zumindest. Nein, so wie es aussah, war er tatsächlich nicht der Grund warum sie hier war. Zur Abwechslung mal. Oder bildete er sich nun doch zu viel auf sich selbst ein? Hatte er dazu etwa keinen Grund? Auf jeden Fall musste er sich etwas einfallen lassen und zwar schnell. Marlin schlich sich hinter den Traktor. Wieder abhauen, du Feigling? Nein, seine innere Stimme konnte ihn längst nicht mehr verhöhnen - er pfiff einfach drauf. Tatsächlich hatte er noch nicht vor zu flüchten - immerhin hatte er heute wirklich noch nichts gegessen. Nein, genau genommen war ihm das Abwarten schon immer die liebste - da energieärmste und doch häufig interessanteste - Option gewesen. Interessanter nämlich als Flucht und definitiv energieärmer als Konfrontation. Er hasste Konfrontationen. But what else is new, huh? Doch eine kleine Tarnung konnte ja nicht schaden und Marlin entdeckte hinten am Traktor befestigt, tatsächlich die ideale Waffe dagegen - im wahrsten Sinne des Wortes. Der Mann löste die Axt vom Gefährt - ein Hoch auf den gut ausgestatteten Bauern - hakte damit einen der Kürbisse kurz und klein - ging bestimmt niemanden ab - und zog sich die Kapuze tief ins Gesicht. Damit konnte er als Axtmörder durchgehen oder? Ob nun rot wie Blut oder orange wie Kürbis würde in der Dunkelheit doch niemanden der Banausen hier auffallen. Und Mia rechnete bestimmt nicht damit, dass er sich einen derartigen Aufwand machen würde. Er war ja selbst überrascht - naja, ein wenig zumindest. In der Menge untertauchen war die Devise und vielleicht auch ein bisschen provozieren - einfach nur mit seiner Anwesenheit - denn ansonsten hätte er ja wirklich gleich die Flucht ergreifen können. Allerdings, wer passte dann auf die wertvolle Ladung des armen Bauern Henrys auf? Nicht, dass Verantwortungsbewusstsein sonst zu Marlin's Stärken gehörte.

  • [An der Snackbar] Ben & Chris



    Seine neue Bekanntschaft begegnete Chris mit einem Grinsen während sich der Student immer wieder ein Häppchen nach dem nächsten in den Mund schob. Vielleicht war es unhöflich aber der Dunkelhaarige konnte gerade nicht anders. Immerhin hatte er eine Zeit lang nur Krankenhausfraß zur Verfügung gestellt bekommen und auch wenn er essentechnisch nicht sonderlich anspruchsvoll war musste sich der Zwilling wohl trotzdem eingestehen, dass diese kleinen Snacks gerade einer Delikatesse glichen. Hunger war der beste Koch, richtig? Und seit dieser absurden Geschichte im Kloster war es vielleicht das erste Mal, dass Chris wieder so etwas wie Appetit verspürte. Nicht das er es vergessen hatte - wie könnte er. So schnell würde das sicher nicht passieren aber sich zu Hause einzusperren war auch keine gute Alternative. Tatsächlich war es leichter unter Menschen zu sein - sich abzulenken und nicht mit den eigenen Gedanken alleine zu sein. Vielleicht war er kein guter Gesprächspartner aber das war er auch vorher nicht gewesen, oder doch? Chris nickte während er den Worten des Jüngeren lauschte - folgte ihnen. "Ich bin auch in einem kleinen Dorf aufgewachsen..." erzählte Chris schließlich und dachte dabei an eine Zeit zurück mit der er schöne und gleichzeitig jedoch auch alles andere als schöne Erinnerungen verband und jedes Mal war Cylie an seiner Seite gewesen. Wie auch letztens. Einen Moment überlegte der Student ob er sich bei ihr melden sollte aber vielleicht brauchte sie auch etwas Abstand weil die Erinnerung an das Kloster zugleich auch an den jeweils Anderen geknüpft war. "Da ergreift man jede Chance wenn einmal etwas los ist." Selbst wenn es noch so ein kleines und unbedeutendes Volksfest war sah man zumindest einmal kurz vorbei um dem Alltagstrott zu entkommen- Zumindest erging es Chris immer so aber vielleicht gehörte Ben je eher zu der Kategorie Menschen, die das Landleben genossen - die es mochten das man die Nachbarn kannte und für ein Päckchen Zucker eben mal nach nebenan gehen konnte um sich dort etwas zu borgen. Der Student selbst genoss es das er wenn er das Wohnheim verließ nicht zwangsläufig immer jemanden begegnete den er kannte auch wenn es für seine Verhältnisse immer noch zu oft passierte. "Ja ich wohne seit circa einem Jahr in Riverport - unter Anderem wegen dem Studium aber ich denke ich habe Gefallen daran gefunden..." Gut möglich das hier zwei Welten aufeinander prallten aber er war froh immer wieder neue und unbedeutende Gesichter zu sehen und nicht ständig von irgendwem angequatscht zu werden wie es ihm denn ginge und was er machte und was eigentlich mit seiner Schwester war und und und. Meistens waren das Gespräche die man am Land ständig führte weil die Bewohner sich nach Klatsch und Tratsch verzehrten. In der Stadt gab man sich mit den Neuigkeiten rund um irgendwelche Promis oder so zufrieden oder zumindest hatte es den Anschein. Chris sah auf und in das Gesicht des Anderen. "Wagst du es auch einen blutigen Augapfel zu probieren oder wartest du lieber ab ob nicht vielleicht doch tot davon umfalle...?" Seine Lippen kräuselten sich bevor er sich wieder eins dieser Dinger in den Mund schob. Nach und nach füllte sich der Dorfplatz mit bekannten und weniger bekannten Gesichtern. Die Verkleidungen der Einzelnen machten es nicht immer leicht hinter die Fassade zu blicken. Ein weiterer Vorteil von Halloween. Man musste nicht zwangsläufig erkannt werden und als Jemand der Anonymität doch sehr schätzte brachte das der Festlichkeit wieder einige Pluspunkte. "Und deine Schwester lässt sich einfach so kostenloses Essen und Getränke entgehen?" fragte Chris schließlich und konnte sich irgendwie doch schwer vorstellen, dass es solche Menschen wirklich gab. Aber bekanntlich gab es ja nichts was es nicht gab, richtig?

  • Chase kommt an | erst bei den kostenlosen Getränken, dann in der Nähe des Gruselkabinetts


    Chase mochte zwar Partys, war aber nicht unbedingt der Typ für Kostüme. Es hatte daher etwas simples her gemusst. Also hatte er sich einen Hoodie mit einem Skelettaufdruck besorgt und dazu etwas Make Up von einer der Bewohnerinnen des Jugendwohnheimes. Ein gutes Aussehen gekoppelt mit einem Lächeln und charmanten Worten wirkten eben immer Wunder. Der Teenager lächelte zufrieden in sich hinein, als er daran zurück dachte und gerade aus dem Bus ausstieg, der ihn nach Sternbach gebracht hatte. Vorhin hatte er sich also ein paar großzügige schwarze Kreise, eine dreieckähnliche Form auf die Nase sowie zwei dünne Striche, die jeweils seine Mundwinkel erweiterten und von einigen kleinen senkrechten Strichen gekreuzt wurde, aufgemalt. Seine Haut war sowieso recht hell, insbesondere zu dieser Jahreszeit. Da brauchte es keine extra weiße Pampe im Gesicht. Eine schwarze Jeans sowie ein Paar Markenturnschuhe in der selben Farbe rundeten sein eher nicht allzu kreativen Outfit ab. Aber schließlich wollte er hier ja keinen Kostümwettbewerb gewinnen sondern ein wenig kostenlosen Alkohol und ein wenig … Spaß mitnehmen.

    Hatte er überhaupt schon einmal einen Fuß in dieses Nest gesetzt? Es erinnerte ihn alles viel zu sehr an das stinklangweilige Dorf aus dem er stammte, was seine Laune um einiges drückte. Für die liebevolle Halloweendeko hatte er nicht wirklich viel übrig, suchten seine Augen doch gezielt nach dem Teil, wo es den Alkohol gab - natürlich da, wo die meisten Leute herumlungerten. Ein seichtes Schmunzeln zierte seine bemalten Lippen. Offenbar wussten die Gäste hier worauf es ankam.

    Nachdem Chase einen Drink in der Hand hielt, begann er sich nun doch etwas genauer umzusehen. Er musterte nicht nur die Bespaßungsmöglichkeiten, sondern auch die anwesenden Personen. Eventuell war jemand hier, den er kannte? Als sein Blick auf den Eingang des Gruselkabinetts fiel, blieb er stehen und musterte es genauer. Hm, warum nicht? Vielleicht war es ja gar nicht mal so schlecht. Vielleicht war es auch so beschissen, dass man sich darüber köstlich amüsieren konnte. Beide Optionen versprachen Unterhaltung. Allerdings war es so ganz allein auch irgendwie dämlich. Kurz nippte er ein weiteres Mal an seinem Getränk. Eventuell fand sich ja doch noch jemanden, der ihn begleiten würde. Also ließ er seinen Blick noch einmal über die verkleideten Leute schweifen, die es ihm gepaart mit dem spärlichen Licht teilweise gar nicht so leicht machten deren Gesichter als bekannt oder unbekannt zu identifizieren.


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    Hina | bei Chase am Eingang des Gruselkabinetts


    Wahrscheinlich wirkte das Mädchen jetzt schon wie eine besoffene Jugendliche, die sich vorne und hinten nicht mehr auskannte und ohne Plan durch die Gegend irrte. Irgendwie war dem ja auch so. Nur war der Unterschied, dass sie nicht betrunken war obwohl sie es jetzt am liebsten wäre. Damit sie nicht daran denken musste, was da gerade in dieser dämlichen Gaststätte passierte. Vielleicht plante Alessa ja schon eine gemeinsame Nacht mit diesem blöden Studenten, hatte ihre Freundin schon vergessen und all das, was gestern passiert war. Vielleicht dachte sich ihre Freundin aber auch nichts dabei. Für sie war das nichts Neues gewesen. Hina wollte nicht mehr daran denken, wollte ihren Kopf ausschalten und war daher froh, dass sie den Dorfplatz gefunden hatte. Dort steuerte sie auch gleich die Bar an, bestellte zwei Shots, die sie auch gleich leerte. Hinzu kam noch ein Longdrink in dem ein Auge schwamm aber das kümmerte sie jetzt gerade wenig. Mit dem Glas in der Hand spazierte der verkleidete Teufel langsam umher, hielt Ausschau nach etwas oder jemanden, mit dem sie sich ein bisschen ablenken konnte. Das war jetzt alles was sie neben dem Alkohol brauchte. Keine Gedanken an ihre Freundin, keine Gedanken an das, was sich da entwickelte. Weil es sicher nur in ihrem Kopf so war. Das Mädchen stellte das zügig geleerte Glas irgendwo ab, wurde dann auf das Gruselkabinett aufmerksam und eher noch auf einen gewissen Jemand, der unmittelbar davor stand. „Wow, da hat sich ja jemand richtig viel Mühe gegeben.“, sagte die Schülerin als sie an Chase heran trat und ihn ganz offensichtlich und übertrieben von oben bis unten begutachtete. „Was tut man nicht alles für kostenlose Getränke, hm?“ Zwar hatte Hina am Verkleiden selbst auch Spaß, jedoch lockte das Angebot doch schon sehr. Sie ließ ihre schlanken Finger über seine Brust und dem mit einem Skelett bedruckten Hoodie wandern. War dabei ein bisschen näher an ihn heran getreten. „Ausflug heile überstanden, ja?“, fragte sie schließlich, spielte damit auf diesen überaus tollen Schulausflug in dieses noch schönere Kloster an. An sich war das ja alles scheiße gewesen. Bis auf diese durchaus interessante Begegnung im Keller. Hina biss sich auf die Unterlippe bei dem Gedanken daran und vielleicht wurde ihr auch ein bisschen warm, was aber sicher nur an dem Alkohol lag, den sie sich doch recht schnell in den Mund gekippt hatte. „Na, hast du Angst alleine rein zu gehen? Oder worauf wartest du?“ Die Oberstufenschülerin wand sich etwas von ihm ab und sah sich den schaurig verzierten Eingang des Kabinetts an während seine Hand in ihre Hüfte gestemmt hatte. „Ich gehe gerne mit dir rein. Du darfst dich auch an mich kuscheln, wenn du Angst hast..“, sagte sie, warf Chase einen Blick zu und grinste etwas.

  • [Julius] & Cherly beim Buffet
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    Während Julius auf seinen Drink wartete, seine fein-säuberlich lackierten Fingernägel bewundert, drang plötzlich ein zartes Stimmchen an seine genauso zarten Ohren. "Hm?" Er drehte sich um, konnte aber niemanden entdeckten. Er blickte nach rechts, er blickte nach links und er erkannte ... nichts. Hm. Eigenartig. Er wollte sich ebend abwenden, als das zarte Stimmchen erneut erklang und er einen Blick nach unten wagte. "Oh", flötete er, "eine kleine Hexe, hallo!" Beinahe hätte er sie übersehen, und das in ihren unglaublich süßen Hexen-Kostüm. Zum Glück!, hatte er sie ebend nicht übersehen. "Hä?", sagte er schließlich auf ihre Frage hin. "Die Reichweite des Zirkus reicht mir gewiss nicht, meine Kleine. Ich - eine Ikone - brauche schon größere Bühnen, die die Massen begeistert!" Ein Funkeln in seinen Augen. Wie lange war es schon her, dass er bei begeisterten Rufen auf der Bühne stand. Wochen, Monate ... Jahre?! Er wandte sich von diesen schrecklichen Gedanken ab, wandte sich der kleinen Hexe zu und sagte: "Sag bloß, dass du alleine hier bist? Wo sind denn deine Eltern?!" Bei Gott, dieses niedliche Geschöpf konnte man doch nicht ohne Aufpasser auf so ein schaurig-schönes Fest wie Halloween schicken?