Die Starling Ranch

  • [Wayne] ~ kommt zurück -> geht


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    Der Weg zurück zur Ranch lag in Stille. Einzig und allein das scharen der Hufen auf dem Boden war zu hören, als Wayne auf dem Rücken der schneeweißen Stute die Ranch erreichte. Er ritt Rosalya bis in den Stall und nahm ihr Decke und Zaumzeug ab. All dies verstaute er in der dazugehörigen Kammer und strigelte das Pferd noch einmal in völliger Stille. Er brauchte die einsame Stille gerade einfach. Nachdem er mit der Stute fertig war, brachte Wayne sie in ihre Box und verließ den Stall in Richtung des Hauses. Glücklicherweise schliefen alle, sodass er sich mit niemanden auseinandersetze musste. Er wollte gerade einfach mit niemandem sprechen. In seinem Zimmer angekommen zog er sich um, ging sich waschen und fiel dann in sein Bett. Vollkommen zerstört schloss Wayne die Augen, jedoch konnte er nicht schlafen. Antoinettes rote Augen suchten ihn fast schon heim. Immer wieder fragte er sich, wie es so weit kommen konnte. Doch er fand keine Antwort und das machte ihn nur noch unruhiger. Doch irgendwann schlief er dann ein.

    Es verging einige Zeit. Bis auf Weiteres hörte der Blonde nichts von seiner Bekanntschaft im späten Sommer. Seine Familie bemerkte, dass etwas nicht stimmte, jedoch weigerte er sich, mit ihnen darüber zu sprechen. Er wollte einfach nicht. Um sich abzulenken half er besonders auf der Ranch mit und verließ diese auch immer seltener. Der Sommer wich dem Herbst, der Herbst dem Winter und eines Tages begriff Wayne, dass es so nicht weiter gehen konnte. Wieso ließ er sich so hängen nur wegen einer... beinahe Fremden. Das klang so harsch und Wayne wusste ganz genau, dass Antoinette mehr als nur eine Fremde oder eine Bekannte war. Er hätte sie fast schon eine Freundin genannt, wenn da nicht diese Funkstille wäre. Jedoch nahm der Cowboy sich vor, etwas an seiner Situation zu ändern. Er musste. Deshalb entschloss er sich, erstmals wieder einen langen Spaziergang zu machen. Und er wusste auch schon, wo er hingehen würde.


    Starling Ranch >> Getreidefelder

  • [Hoch zu Ross] Majo & Ludeus


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    Der blonde Lockenkopf kommentierte den eher schwachen und nur halb ernst gemeinten Flirtversuch des Surfers mit einem Schnauben. Wie nicht anders zu erwarten. Dennoch schien das Mädchen es irgendwo zu genießen. Warum auch nicht? Sie stand im Mittelpunkt seiner Aufmerksamkeit und irgendwo tat diese Art der Zuwendung doch jedem Menschen gut. Der Langhaarige wandte sich ihr zu und grinste sie spitzbübisch an. "Natürlich. Nur ein Narr würde ein derartiges Angebot ausschlagen." Das blonde Wirbelwind und seine Begleitung ritten eine Weile nebeneinander her, als sie seine Vertrauensseligkeit einfach so in das fremde Haus einer doch sehr hexenähnlichen Frau mit ihrer Zaubertasche einzudringen, hinterfragte. Ludeus konnte ein Lachen diesbezüglich nicht unterdrücken und so platzte es einfach so aus ihn heraus. Seine Augen leuchteten und er lachte über das ganze Gesicht als hätte die Blonde gerade einen besonders lustigen Witz erzählt. "Ach weißt du man sollte viel mehr Risiken eingehen. Ich kann immerhin eines Tages aus dem Haus gehen und von einem Bus überrollt werden. Soll ich mich deswegen etwa Tag und Nacht in einem Glaskasten einsperren?" Der Tod. Irgendwo doch ein heikles Thema für den jungen Mann. So hatte er doch in seiner Kindheit bereits seinen Vater verloren und übernahm wohl oder übel mal mehr und mal weniger die Vaterrolle im Hause Pelekai. Er versuchte diesen bitteren Beigeschmack des Gespräches hinunter zu schlucken aber es gelang ihm nur zum Teil. Das Lachen auf seinem Gesicht war verschwunden und als Ludeus den Blick seiner wunderschönen Begleitung vernahm bemühte er sich dennoch ein freundliches Gesicht zu machen und es gelang ihm auch sehr gut. Es brachte nichts Trübsal zu blasen. Sein Vater hätte dies genau so wenig gewollt. "Es wäre irgendwie eine Ehre von dir aufgegessen zu werden. Du bist bestimmt sehr wählerisch!" Erneut erschien wieder dieses Grinsen auf dem Gesicht des Langhaarigen und als diese kleine Wortgefecht vorbei war konzentrierte sich Ludeus wieder ganz auf das Rennen. Für einen Moment sah es so aus als würde der Blondschopf gewinnen aber in letzter Sekunde geschah etwas unerwartetes. Ein morscher Baum entschied sich wohl das Rennen zum Gunsten des Sportlers zu entscheiden und fiel mitten auf den Weg. Das Pferd der Schönheit schaffte es nicht mehr dem Hindernis auszuweichen und bäumte sich davor auf während das Pferd des jungen Mannes einfach graziös darüber hinweg sprang. Sofort drosselte Ludeus das Tempo seines Reittieres und sprang aus seinem Sattel um der am Boden liegenden Maid zur Hilfe zu eilen. Einen Moment lang war sein Gesicht voller Sorge bis er schließlich neben ihr zum Stillstand kam und die Drohung des Blondchens vernahm. Tatsächlich bewirkte das Mädchen mit dieser Drohung genau das Gegenteil. Wie sie da so am Rücken lag mit ihrem finsteren Blick und drohend den Zeigefinger hob, gleichzeitig versuchte sich selbst wieder in eine aufrechte Position zu bringen. Es sah einfach zu lustig aus. Der Surfer wandte sich etwas ab um zu Schmunzeln und hinter vorgehaltener Hand zu Grinsen ehe er sich wieder der Blonden widmete, die wie eine Käfer am Rücken lag und nicht mehr hochkam. Eine fast schon zu verführerische Situation und so zögerte Ludeus nicht lange und bugsierte das giftige Blondchen in seine Arme - von ihrem Fluchen begleitet. Ein Grinsen lag auf seinen Lippen während er die Situation mehr genoss als er es erwartet hatte. "Sollen wir zur Sicherheit in ein Krankenhaus, Mylady? Nicht das etwas gebrochen ist...?" Warum fragte er überhaupt? Ihre Antwort würde sowieso ein 'nein' sein weil sie stur und eigensinnig war. Ohne noch länger zu zögern oder die Antwort der Blondine abzuwarten beförderte der Sportler sie auf sein Pferd und nahm anschließend selbst darauf Platz. Ihre Beine hingen locker auf einer Seite des Pferdes hinab, während Ludeus ihren Oberkörper sanft mit den seinen umschloss um an die Zügel seines Reittieres zu gelangen. Er drehte das Tier und mit einem Schnalzen der Zunge gab er dem anderen Tier zu verstehen, dass es ihnen folgen sollte.

  • [Hoch zu Ross] Majo & Ludeus


    Majorotestop4.pngBei dem Thema Risiken kam die Fassade des anderen kurz ins Schwanken. Er gab sich wirklich alle Mühe sich nichts anmerken zu lassen und bei einem weniger feinfühligeren Menschen wäre er mit Sicherheit damit durchgekommen, aber bei jemanden, der viele Jahre um die Minenfelder Sherrys Launen hatte tänzeln müssen, war dieses Unternehmen zum Scheitern verurteilt. Sie hielt aber die Klappe. Zumindest bei dem Thema was sie vermutete was ihn so herunter zog. Tod. Ihr persönlich war der Tod lieber. Besser als eine Person gehen zu sehen und zu wissen, dass sie nicht wiederkommen WOLLTE.

    "Wenn ich ehrlich bin, bin ich bei Essen nicht allzu wählerisch... naja... zumindest alles ohne Curry, grünen Bohnen und Paprika. Wobei Curry mehr kombiniert mit zu viel Ingwer... und Paprika vertrage ich warm einfach nicht" gab sie achselzuckend zu und warf ihm einen entschuldigenden Blick zu.


    Natürlich fand er ihren Sturz nur allzu lustig und sie konnte seinen verzweifelten Versuch sein Schmunzeln zu verstecken durchaus wahrnehmen. Gerade als sie ihm einen Fluch aufhetzen wollte, nahm er sie auch schon hoch. "Hey!" rief sie entrüstet aus und versuchte ihn, zwischen seine Brust und Arme gequetscht, mit ihren eingeklemmten Armen abwehren. Es musste ihm ja ungeahnte Freuden bereiten ihre Situation so ausnutzen zu können. Schnell fand sie sich auf seinem Pferd wieder, bevor sie ihn mit ihrem Fuß allerdings davon abhalten konnte, saß er schon hinter ihr. Seinem Körper nur zu sehr bewusst verschränkte sie die Arme vor ihrer Brust und schmollte. Wie sie es hasste in so Situationen zu stecken, erniedrigt bis aufs Blut, mit rasenden Rücken- und Kopfschmerzen und leuchtend roten Wangen ohne sie verbergen zu können. Innerlich ihr dummes Reittier verfluchend sah sie auf ebenjenes herunter und überlegte in was sie es verwandeln sollte. Eine Schildkröte vielleicht? Oder lieber gleich einen Frosch? Aber Frosch war irgendwie so 0815 für sie. Eine Ratte! Dann könnte Karma wenigstens etwas Spaß mit ihm haben. Bei seinem Vorschlag funkelte sie den jungen Mann hinter sich an. "Es ist nichts gebrochen! Ich bekomme wahrscheinlich eh nur den blauen Fleck des Jahrtausends. Eine Ibu und dann hat sich die Sache erledigt. Aber es ist ja nicht so als würdest du dich über den Widerspruch nur beömmeln weil du genau das erwartet hast!" Motzend brummelte sie noch undeutliches Zeug vor sich hin. Konnte sich aber gerade noch davon abhalten etwas wirklich unberechenbares zu tun. Seine Ärmel anzuzünden zum Beispiel. Mit den aufgebrachten Gedanken versuchte sie sich von der Tatsache abzulenken, dass er sich gut an ihrem Rücken anfühlte und gar nicht mal so schlecht roch. "Verfluchter Mist!"

  • [ Verlassen die Ranch in Richtung Hexenhaus] Majo & Ludeus


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    Sie protestierte mit Händen und Füßen. Stemmte ihre Hände gegen seinen Oberkörper als er sie vom Boden hob und auf das Pferd setzte. Sie zappelte als würde ihr Leben davon abhängen. Unglaublich, dass sie sich trotz der Schmerzen so bewegen konnte. Was für ein sturer Bock. Dennoch amüsierte es den Langhaarigen irgendwo. Sie war so hilflos und dennoch versuchte sie es mit letzter Kraft. Was für eine starke Frau. Ganz nach seinem Geschmack. Jedoch fiele dem Surfer gerade kein Frauentyp ein, der nicht nach seinem Geschmack war und so genoss er einfach den Augenblick, umso mehr als sie sich weiterhin große Mühe gab aus seinen Fängen zu entkommen. Wahrscheinlich würde das Blondchen es ihm wenn es ihr wieder besser ginge alles heimzahlen. Ihn verprügeln und verteufeln aber gerade jetzt genoss Ludeus es regelrecht, dass er am längeren Ast saß und sich ein klein wenig um das schöne Mädchen kümmern konnte. Bockig wie ein kleines Kind hatte der Wuschelkopf seine Arme vor der Brust verschränkt und schmollte vor sich hin. Wahrscheinlich war ihr gerade ein Zacken aus ihrer imaginären Krone gebrochen als sie die Hilfe des Anderen annehmen hatte müssen - ob sie wollte oder nicht. Auch war ihr die Röte ins Gesicht geschossen und sie schaffte es nicht diese mit ihrer Mähne zu verbergen. "Etwas Farbe steht dir besser als die noble Blässe, meine Schöne." Der Sportler grinste in sich hinein während er das Pferd weiter antrieb um möglichst rasch zur Ranch zurück zu kehren auch wenn er liebend gerne noch in dieser Position verweilt wäre. Ihren wohlgeformten Körper an seinem. Ihr betörender Duft. Ihre sanfte Haut wenn seine Hand die ihre berührte. Es fühlte sich ungewohnt erfrischend an, als würde er etwas Verbotenes tun.

    Es dauerte nicht lange und die Beiden waren wieder in der Ranch eingekehrt. Die Pferde wurden sogleich von einem Angestellten auf der Farm übernommen während der Dunkelhaarige der blonden Schönheit dabei behilflich ist sich von dem Tier zu begeben. Auch wenn sie sich große Mühe gab den Schmerz zu unterdrücken so sprach ihr Gesichtsausdruck doch Bände. Sie hatte große Mühe sich aufrecht zu halten. Das würde wirklich ein gewaltiger blauer Fleck werden soviel war sicher. Erneut bot Ludeus dem Mädchen an, dass er sie ins Krankenhaus bringen würde, wenn sie es denn wollte aber es wurde natürlich vehement abgelehnt. Nach langem Bearbeiten konnte der Sportler aber ihre Adresse aus ihr herauslocken und so dauerte es nicht lange bis ein Taxi bestellt war, dass die Beiden zu Majo nach Hause fuhr. Immer wieder murmelte das Mädchen unverständliche Worte in ihren nicht vorhandenen Bart hinein. Wahrscheinlich verfluchte sie den Anderen aber das störte ihn recht wenig.

  • [IMG:http://fc05.deviantart.net/fs70/f/2014/317/2/2/tony_by_princesslettuce-d86azhw.png]

    Die beiden Früchtchen strampelten fröhlich um die Wette. Tony war beidruckt von der schönen Natur die sie auf dem Weg sahen. Riverport war zwar keine graue Stadt aber das Land war schon ein Unterschied zu der großen Stadt. Die Jungs legten zwischendurch immer wieder Pausen ein und verschnauften etwas. An den Straßen ohne Radweg hatte Tony schon ein bisschen bammel (auch wenn er das nie zugeben würde) weil in der Stadt es fast immer welche gab. Nach langer Zeit kamen die beiden an Colins Ranch an. "Wie super mega affengeil!" Tony war bisher noch nie auf einer Ranch gewesen und sie sah genauso schön aus wie die in den Filmen. Er schmiss das Fahrrad hin und rannte an den Zaun. "Ihr habt sogar Pferde!" Dabei fiel ihm ein schöner schwarzer Hengst auf. Sein Fell glänzte in der gleichen Farbe wie Tonys Haare. Das konnte kein Zufall sein! Tony wollte auf das Pferd steigen und es reiten, ob Collin ihm das beibringen konnte? "Kannst du eigentlich reiten?" fragte er ihn.

    "Wo Freundlichkeit herrscht, gibt es Güte und wo es Güte gibt, da ist auch Magie."

    -Cinderella




  • [IMG:http://fs1.directupload.net/images/171109/7f4lqsb6.png]Colin und Tony


    Colin hätte es niemals gedacht, dass die beiden es tatsächlich nach Sternbach schaffen würden. Und das mit dem Fahrrad! Aber durch die Pausen, die sie immer wieder gemacht hatten, war es den beiden gar nicht so anstrengend vorgekommen. Auch hatten die Pausen noch etwas weiteres Gutes, abgesehen von dem Kräfte stärken: Sie waren nun so lange unterwegs, dass man glauben könnte sie wären nach der Schule zur Ranch gefahren. Jetzt musste Colin seiner Oma oder seinem Onkel nur noch das rosa Fahrrad erklären auf dem er saß. Aber nachdem es ja Tony's Schwester gehörte sollte ja alles in Ordnung deswegen sein. Colin's Brust schwellte sich ein wenig vor Stolz als er bemerkte, dass er die Reaktion seines Mitschülers zur Ranch komplett falsch eingeschätzt hatte."Ja, es ist wirklich ziemlich cool hier." , meinte er mit einem kleinen Lächeln auf dem Lippen. Dieses erlosch jedoch als Tony zielstrebig auf die Pferde hinlief. Langsam trottete Colin ihm nach und versuchte festzustellen, was der Junge denn als nächste vorhatte. Das erübrigte sich als Tony ihm eine Frage stellte."Also ähm..." , murmelte er und starrte verlegen auf seine Füße. "Ein paar Mal saß ich schon auf den Pferden wenn Onkel Frank dabei war." Er musste ja nicht sagen, dass er dabei immer Riesenangst hatte.


  • "Ein paar Mal schon? Das ist perfekt, dann kannst du mein Lehrer sein und wir reiten um die wette!" Ohne Colin antworten zu lassen, schnappte sich der Junge eine Karotte, die in einem Eimer voller Snacks für die Tiere lag und kroch Tony zwischen den 3 Holzbalken, die als Zaun dienten durch. Dabei stellte er fest dass der obere etwas locker war und rief es seinem Freund zu, damit seine Familie den Balken reparieren kann. Vorsichtig und mit einem breiten Grinsen, wagte er sich immer näher an das Pferd heran. Die schwarzen Augen des Rappen wirkte hypnotisierend auf ihn. Als der schwarzhaarige nah genug war, zog er seine Karotte und versuchten den Rappen anzulocken, dabei ging er vorsichtig immer ein paar Schritte rückwärts um das Pferd zum Zaun zu locken. Colins Sorgen ignorierte er dabei. Wenn Tony etwas wollte, dann wollte er es auch. Der kleine Junge hatte wenig Angst und einen großen Dickschädel. Am Zaun angekommen, kletterte er die Blaken hoch , gab dem Hengst die Karotte und versuchte, solang er abgelenkt war, auf den Pferderücken zu klettern. Mit einem gewaltigen Sprung kam er hinauf und hielt sich an der Mähne fest. Er saß tatsächlich stabil! Er hatte es geschafft! Mit einem Siegerlächeln rief er zu Colin: "Das ist total abgefahren! Komm schnapp dir auch eins!" Doch seine Worte hatten eine erschreckende Wirkung auf das Pferd. Der Hengst bemerkte nun das Fliegengewicht auf ihm und begann los zu stürmen.

    "Wo Freundlichkeit herrscht, gibt es Güte und wo es Güte gibt, da ist auch Magie."

    -Cinderella




  • [IMG:http://fs1.directupload.net/images/171109/7f4lqsb6.png]Colin und Tony


    "Tony, ich glaube nicht...", zaghaft versuchte Colin seinen neugewonnen Freund irgendwie von seinem Plan abhalten zu können. Ihm war von seinen Verwandten mehrmals gesagt worden, dass er nicht alleine zu den Pferden gehen sollte, was er bis jetzt auch wirklich immer beherzigt hatte. Der kleine Rotschopf war gewiss kein Bub, der gerne die Regeln brach und so ein Tag wie heute war wirklich eine einzige große Ausnahme. Tony schien da ein wenig anders zu sein und so griff er nach ein Lockmittel, bevor Colin auch nur einen geraden Satz herausbrachte."Oh, bitte nicht...", murmelte Colin leise vor sich hin und beobachtete sorgenvoll das Geschehen. Es war zwar nett von Tony, ihn auf das lockere Brett hinzuweisen, aber das gehörte gerade nicht zu Colin's Prioritäten. Er schluckte einmal schwer, bevor er sich ebenfalls durch den Zaun zwängte. Er konnte ja nicht einfach stehen bleiben und nichts tun, oder? "Tony, Mystery kann manchmal wirklich zickig sein. Gib ihm die Karotte und lass es gut sein.", versuchte er ein letztes Mal den anderen Jungen zur einer Umkehr zu bewegen. Doch wenige Minuten später saß Tony tatsächlich auf dem Rappen. Für einen kurzen Augenblick war Colin ganz erstaunt, dass der Plan seines Freundes wirklich funktionieren schien. Ja, eine Sekunde lang schien sich Erleichterung bei ihm breit zu machen. Doch dann fing Mystery an los zu galoppieren und Colin's Herz setzte Aus. Ihm wurde schlecht als er hilflos beim Zaun stand."Versuch dich festzuhalten, aber zieh nicht zu dolle an der Mähne!", rief er Tony zu während er überlegte, wie er Mystery denn nun beruhigen konnte. Onkel Frank würde ihn wahrscheinlich den Hintern versohlen, wenn er das gerade mitbekommen würde.

  • Der Wind blies ihm durch die Haare, seine Frisur wurde ganz zerzaust und ähnelte schon der Mähne von Mystery, unter anderen Umständen könnte er dass ja genießen aber so nicht. Das Pferd wurde immer schneller und Tony hörte leiste Collins Stimme in seinem Kopf dröhnen. Nicht an der Mähne! dachte er sich und versuchte den Corpus des Hengsts so weit mit seinen Armen zu umschließen wie er nur konnte. Sein Gesicht vergrub er im Fell. Eine kleine Träne entwich seinem rechten Auge. Hoffentlich hatte Collin dass nicht gesehen, dass wäre mega peinlich. Tony versuchte sich zu beruhigen und flüsterte dem Rappen leise zu um ihn zu beruhigen. Doch er reagierte nicht drauf. Kurze zeit später legte sich das Pferd hin. Erst die vorder und dann die hinter Beine. Tony nutzte den Moment und sprang schnell ab bevor sich dass Pferd im Schmutz wälzte um seinen Passagier ab zu reiben. Tony lief an den Zaun auf Collin zu. Atemlos kam er an und lehnte sich lässig an den Zaun. "Puh, das war ganz schön knapp oder?" Grinste er hohl über sein Glück.

    "Wo Freundlichkeit herrscht, gibt es Güte und wo es Güte gibt, da ist auch Magie."

    -Cinderella




  • 1098-colin-mackenzie-pngColin und Tony


    Colin war nach wie vor nicht wohl bei dem Anblick, der sich da vor seinem Auge bot. Tony hatte scheinbar keine Ahnung von Pferden und konnte mit Mystery nicht umgehen. Doch auch der rothaarige Junge, der vom Zaun aus alles mitansehen musste, wusste leider nicht, wie er nun helfen sollte. Doch glücklicherweise schien der Rappe schon seine ganz eigene Idee entwickelt zu haben, wie er dem Quälgeist auf seinem Rücken loswerden konnte. Das Pferd legte sich ganz langsam nieder und Tony schien die Gunst der Stunde zu nutzen und schwang sich schnell von dem Reittier. Colin atmete erleichtert aus. Wie gut, dass sie wohl doch keine Hilfe brauchten. Er hatte aber auch jetzt gar keine Ahnung gehabt, wie er die Situation lösen sollte. Tony schien die Situation wohl nicht so schlimm wie Colin gefunden zu haben, obwohl der nicht einmal auf dem Pferd gesessen hatte. Stattdessen grinste er auch noch dümmlich vor sich hin. Das war genug, um Colin's Ventil zu öffnen, das alle Emotionen des heutigen Tages in ihm gestaut hatte. "Knapp? Das war mehr als knapp! Du hättest dich verletzen können! Mystery hätte sich verletzen können." Allein bei dem Gedanken kamen dem kleinen Jungen Tränen hoch, die er nicht mehr zurück halten konnte. "Ich will nicht mehr weiter mit dir spielen.", schluchzte er nur noch bevor er sich umwandte und schnell Richtung Haus lief. Er wollte sich nur mehr unter der Decke verkriechen und den heutigen Tag vergessen.

  • Nach Colins Wutausbruch, stand Tony sprachlos da. Eigentlich wollte er zu lässig sein, um sich darüber Gedanken zu machen. Doch irgendwo in seinem Kopf meldete sich der kleine Grashüpfer namens Gewissen. Er hatte Colin verletzt, unabsichtlich, aber er hat es getan und dass hatte sein neuer Freund? Bekannter? ...Feind? nicht verdient. Hoffentlich würden sie wieder Freunde werden, trauerte Tony. Nach langem in die leere starren, kam ihm eine Idee. Er nahm seinen Schulrucksack und kramte darin herum. Dabei zog er seinen Block und einen Buntstift raus. In Großbuchstaben und ziemlich schief, kritzelte er "Tut mir Leid - Tony" auf den Zettel, faltete ihn einmal und ging zum Haus, in dem der Rothaarige verschwunden war. Den Zettel schob er unter der Tür durch, da er sich trotz seines eigentlich so großen Mutes nicht traute ihm gegenüberzustehen. Dann fuhr er mit dem geklauten Rad zurück zur Schule.

    "Wo Freundlichkeit herrscht, gibt es Güte und wo es Güte gibt, da ist auch Magie."

    -Cinderella




  • [Wayne] ~ Zwischenstopp


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    Es war später Nachmittag als der junge Cowboy die Ranch wieder betrat, die Arme behängt mit Tüten vom Markt. Er betrat das Haus und kündigte seine Rückkehr an, ehe er seinem Vater die Einkäufe brachte, welche er für ihn erledigen sollte. Danach aß er einen Happen und verließ das Haus dann wieder, um Engelbert zu besuchen. Der Zesel fraß gemütlich auf der Weide und Wayne streichelte ihm liebevoll über den Rücken. Er verweilte dort für einige Stunden und brachte Engelbert zusammen mit den Pferden erst wieder in den Stall, als der Mond schon hoch am Himmel stand. Danach kletterte wieder zu seinem Lieblingsplatz und beobachtete die Sterne. Und wie so oft schlief er ein.

    Am nächsten Morgen startete er ausgeschlafen und ohne Verpflichtungen in den Tag und verließ die Ranch zu einem Spaziergang.


    Starling Ranch >> See an der Mondlichtung