Pappelbrink 2: Die Wohnheime des "St. Ulrich" - Bildungszentrums

  • [1. OG - Wohnzimmer] Juliet und Chris


    Es war irgendwie angenehm einfach sich mit Chris zu unterhalten. Er zwang sie nicht über Sky und die ganze Situation zu sprechen. Aber warum sollte er auch? Im Grunde kannten sie sich kaum. Es war schon ein "Wunder", dass er sich überhaupt mit ihr abgab in diesem Augenblick. Andere Jungs hätten sofort den Rückzug angetreten. Sie hatte momentan keine Lust sich in das Loch, welches das Ende ihrer Beziehung war, zu stürzen. Vielleicht nahm sie das auch erst in Angriff sobald die Erkenntnis, dass sich das schon lange angekündigt hatte und sie sowieso schon eine ganze Weile nicht mehr wirklich zusammen gewesen waren, sich bei ihr festgesetzt hatte. Während sie an das dachte stieg in ihr das drückende Gefühl der Einsamkeit auf, welches durch die mangelnden Reaktionen ihrer Geschwister noch verstärkt wurde. Mit einem Kopfschütteln stopfte sie die Empfindung wieder in die Box zurück aus der sie kam und steckte den Korken wieder drauf. Bei Chris' Frage kräuselte sie ihre Nase. "Nein, nicht wirklich. Ich hatte nur meinem Bruder und meiner Schwester geschrieben aber keiner antwortet mir. Was im Grunde auch irgendwie nichts neues ist aber... ja keine Ahnung. Passiert halt wohl wenn jeder sein eigenes Leben führt" antwortete sie dann achselzuckend.

    Als sich Chris für ihre Schönheitsgeheimnisse bedankte gluckste die leise und deutete mit ihrem Zeigefinger und Mittelfinger einen Salut an. Das schob ihren Trübsinn endgültig wieder in eine aushaltbarere Entfernung. "Aber immer doch, aber denk dran, ich habe das eine oder andere Einhorn... horn... die sind sehr spitz. Wenn du mich verrätst schrecke ich vor nicht zurück! Ich habe hart dafür gearbeitet!" warnte sie ihn spielerisch und lächelte leicht. Das Lächeln glitt ihr allerdings aus dem Gesicht, als sie seine Reaktion auf ihre Frage bemerkte. Stirnrunzelnd beobachtete sie wie er sich praktisch vor etwas in seiner Erinnerung duckte, als er endlich sprach zog sie die Augenbrauen zusammen. "W... was für bestimmte Erlebnisse? Also, du musst nicht drüber reden wenn du wirklich nicht willst, aber jetzt hast du mich neugierig gemacht!"

    Die Blondine hatte mit ihrer Frage nur dem unbestimmten Nagen in ihrem Inneren nachgegeben, dass es so ernst werden würde war nicht ihr Ziel gewesen. "Ich weiß nicht so recht. Ich hatte jetzt keine offensichtliche Begegnung mit Magie oder so... glaube ich... aber das eine oder andere Mal gab es schon Situationen die sonst keinen Sinn machen würden? Ich hab keinen Beweis oder so, nur so nen Bauchgefühl, verstehst du?" beantwortete sie dann seine Gegenfrage. "Und irgendwie habe ich das Gefühl mir fehlt ein Schnipsel meines Nachmittags" platzte es dann aus ihr raus. "Ich weiß nichtmal wie ich drauf komme, aber irgendwas ist komisch."

    "Come on, little lady, give us a smile"
    No, I ain't got nothin' to smile about
    I got no one to smile for, I waited a while for
    A moment to say I don't owe you a goddamn thing

    Nightmare - Halsey

  • Nick in seinem Zimmer


    Wie lange war es jetzt eigentlich her, dass Nick Leila wieder gesehen hatte? Er konnte es in Tage fassen und trotzdem erschien es ihm nicht lange genug, um die Begegnung verarbeitet zu haben. Ob er es seitdem vermied nach draußen zu gehen? Auf jeden Fall. Sogar den Kontakt zu Cylie mied er mit schlechten Ausreden. Er hatte ein schlechtes Gewissen. Zurecht? Vermutlich. Sogar Alice und Cedric schienen Nick mittlerweile zu meiden. Er hatte einfach alles falsch gemacht. Betrübt rollte er sich auf die andere Seite seines Betts und starrte jetzt wieder die Decke an. Was war nur mit ihm los? Sonst war er immer der Sunnyboy. Die Person, die andere aufmuntert und sich nicht unterkriegen lässt. Doch jetzt fühlte er sich leer. Schwach. Ausgelaugt. Alles wegen einer Begegnung? Hätte es ihn nicht eigentlich aufbauen müssen Leila wieder zu sehen? So lange hatte er darauf gehofft, dass sie zurück kam. Jetzt war sie es und es passte einfach nicht mehr. Er passte nicht mehr. Zumindest war das sein Gefühl. Alles änderte sich viel zu schnell. Zu schnell für ihn.

  • Sakura & Leila (in Sakuras Zimmer)


    Passierte das gerade wirklich? Alles fühlte sich so unreal an. Wie ein Traum. Sie drückte ihre lang vermisste, beste Freundin fest an sich, schnupperte den Duft ihrer Haare und plötzlich fühlte sie sich, als wäre sie nie weg gewesen. Als hätten sie sich nicht wochen-, monatelang nicht gesehen. Als wäre sie immer hier gewesen, ihre beste Freundin, in ihren Armen. Sake wusste nicht, was sie sagen, geschweige denn, was sie denken sollte, bzw grenzte es an ein Wunder, dass sie überhaupt noch denken konnte. Ihre Gefühle sprudelten in ihrem Inneren und schäumten über, wie ein Bier, das man zu schnell in ein Glas gekippt hatte. Komisch, normalerweise trank Sake doch direkt aus der Flasche. Sie genoss sogar das kurze Kneifen auf ihrer Haut, auch wenn sie schmerzhaft aufquiekte, aber sie war, und das ließ sie den Schmerz locker ertragen (nein, sie genoss ihn sogar richtig) nicht 'aufgewacht'. Leila stand immer noch in Fleisch und Blut vor ihr und das war das beste Gefühl seit langem. Seit sie dem Dschungel und ihre geliebten Affen hinter sich gelassen hatte. "Das wollte ich dich gerade fragen ...!", erwiderte sie, nachdem sie sich aus der langen Umarmung gelöst hatte. "Ich bin schon eine Weile wieder zurück ... Aber frag' mich nicht, ich habe kein Zeitgefühl mehr." Sie zuckte mit dem Schultern und lud Leila mit einer weiteren Geste in ihr chaotisches Zimmer ein und plötzlich fragte sie sich, während sie die andere so beobachtete, ob sie vielleicht ein Fenster öffnen sollte. Wann wurde hier eigentlich das letzte Mal gesaugt? War das noch vor ... ihrer Abreise? "Das liegt wahrscheinlich da irgendwo unter den Fachbüchern ..." Sie deutete auf den unsortierten Stapel neben den Bett auf dem Fußboden, welcher hübsch mit Chipskrümmeln, verschiedenen Verpackungsmaterialien und leeren Energydosen verziert war. "Seitdem ich wieder hier bin, funktioniere ich nur noch ... Ich geh zur Vorlesung, esse, lerne und gehe zur Arbeit." Anstatt das Fenster zu öffnen, warf sich die Blonde ungebremst aufs Bett. Der einzig einigermaßen aufgeräumte Fleck in ihrem kleinen Zimmer. Mit einer Handbewegung deutete sie der anderen es ihr gleich zu tun. "Im Dschungel war es fantastisch!", sagte sie freudestrahlend. "Vermutlich ein Kulturschock für dich und jeden anderen normalen Menschen in diesem Land! Unser Forscherteam baute eine Basis mitten im Dschungel, um Zeit und Benzinkosten zu sparen. Und die Affen ...!", grinste sie weiter. "Waren um einiges interessantes und intelligenter als so manch männliches Individuum in dieser Gegend ... By the way, bist du eigentlich schon Nick begegnet? Ich habe ihn schon lange nicht mehr gesehen, komisch oder? Dabei wohnt er doch auch hier!" Sake quasselte weiter und weiter, über die unterschiedlichen Tagesrhythmen der Studenten und dass einige Verhaltensweise, den der Primaten sehr ähnlich waren, was sie bei einigen aber auch nicht verwunderte, dazu hätte sie nicht studieren brauchen, sodass sie Leilas Reaktion als sie Nicks Namen erwähnte nicht bemerkte. Doch plötzlich endete Sakes überschwänglicher Redefluss. "Oh!", sagte sie und fasste sich an die Stirn. "Jetzt hab ich so viel geredet, tut mir leid. Erzähl von dir, wie geht es dir? Wie war es in ...?" In ... in ...? Oh Gott, Sake! Sie riss die Augen auf. Unwillkürlich. Sie konnte ihre Mimik auf ihre eigene Dummheit, manche würde es auch als Ignoranz bezeichnen, nicht verbergen. Wohin war Leila nochmals verreist? London? Oder? Es war doch London ...? Oder etwa nicht? Sie hatten doch telefoniert, sich über das schlechte Wetter unterhalten und sich Postkarten geschickt, die kamen doch aus London, oder nicht? Sollte sie es sagen ... Es wagen? Aber wenn sie falsch lag, dass würde das Ganze noch peinlicher machen. Ehrlich mal! Du willst eine beste Freundin sein und weißt nicht mal wo genau sie nochmals hin gefahren ist ...? Verdammt! Vielleicht lag es am Alkohol? Oder am Studium? Der Stress, ja, der Stress war für alles eine willkommende Ursache. Darum konnte sie sich nicht mehr so genau erinnern. "Oh!", sagte sie wieder, um dieser unangenehmen Situation irgendwie aus dem Weg zu gehen. "Ich hab dir noch gar nichts zu trinken angeboten, ich bin so eine schlechte Gastgeberin!" Und ehe die Rosahaarige etwas darauf reagieren konnte, sprang die andere auch schon auf und stolperte zum Schrank. Verdammt. Die letzte Wasserflasche hatte sie gerade ebend getrunken. Im Getränkefach, wenn man es den so bezeichnen konnte, herrschte gähnende Leere. "Oh, ich habe leider gar nichts da ... Oder? Vielleicht dahinten ...?" Sie kroch tiefer in den Schrank, den man auch symbolisch als das Loch bezeichnen könnte in das Sakura kriechen wollte, nachdem sie vergessen hatte in welches fucking Land nochmal ihre beste Freundin gefahren war ...?! Oh God! Hoffentlich bemerkte Leila das nicht und hielt das seltsame Verhalten für 'normales Sakura'-Verhalten. Immer ein bisschen wirr. Und überdreht.

  • [1. OG - Wohnzimmer] Juliet & Chris


    Der Student konnte sich nicht helfen aber irgendwie wirkte die Blonde einsam. Er behielt diesen Gedanken jedoch ganz allein für sich. Er hatte das Gefühl, dass er ihr zu nahe treten würde wenn er seinen Gedankengang aussprechen würde. Es stand ihm nicht zu sie damit zu konfrontieren. Wenn sie reden wollte dann würde sie das vermutlich auch tun. Wenn sie lieber schweigen würde, war das ebenfalls in Ordnung. Die Augenbrauen des jungen Mannes huschten nach oben und er zuckte fast schon beiläufig mit den Schultern als er sich noch ein paar Popcorn stibitzte. "Familie, hmmh?" Seine Lippen wurden von einem leichten Schmunzeln umspielt. "Man kann nicht immer mit ihnen aber ganz ohne sie geht es auch irgendwie nicht..." Unweigerlich dachte er an seinen Zwilling. Gott wie oft hätte er sie am allerliebsten zum Mond befördert weil sie wieder einmal nicht ihr vorlautes Mundwerk halten konnte oder sich in Dinge einmischte, die sie absolut gar nichts angingen. Zugleich war Chris aber auch unheimlich froh das es Cylie in seinem Leben gab. Sie musste ja nicht wissen das er so dachte. Zur Sicherheit sah er aber doch noch einmal in Richtung Türe. Nicht das dieses neugierige Biest ihm hinterher spionierte. Zuzutrauen wäre es ihr ja. Der Pharmaziestudent lies sich die Worte seines Gesprächspartners durch den Kopf gehen und nickte schließlich beiläufig. "Ja.. jeder ist mit seinem eigenen Leben beschäftigt - da übersieht man gerne einmal wenn es den Liebsten nicht gut geht..." Aus dem Augen aus dem Sinn, richtig? Aber wenn man nicht um Hilfe bat, konnte man dann erwarten, dass der Andere über kilometerweite Entfernung spürte das es einem nicht gut geht? Aber Chris wusste nicht was in den Nachrichten an ihre Geschwister gestanden hatte. Hatte sie einfach Smalltalk betrieben und sich erhofft, dass ihr Bruder oder ihre Schwester merkten das es ihr nicht gut ging oder hatte sie von den jüngsten Geschehnissen erzählt, die ihr auf der Seele lasteten? "Versteht ihr euch gut?" fragte Chris daher und meinte damit die Beziehung zu ihren Geschwistern. Der Blick seiner grünen Augen wanderte über das Gesicht der Studentin. Mit einem Mal wirkte sie sehr viel ausgelassener als noch zuvor. War es so leicht für sie ihre wahren Gefühle beiseite zu schieben oder machte sie nur gute Miene zum bösen Spiel? Was es auch war. Manchmal war es doch auch gut so sich von den Dingen abzulenken, die einem nicht gut taten, oder? Ein Lachen drang aus der Kehle des Studenten ehe er die Hände hob und ein wenig zurückwich. Juliet drohte ihm doch tatsächlich. "Meine Lippen sind versiegelt!" versprach er schließlich und ein schelmisches Grinsen umspielte eben jene. "Allerdings bin ich enttäuscht, dass du Bernd gegen mich ausspielst - dachte wir teilen uns das Sorgerecht..." Das Grinsen war aus seinem Gesicht verschwunden als jene Worte über seine Lippen kamen. Er gab sich große Mühe wirklich enttäuscht zu klingen. Beinahe machte er jenen jungen Mann, den er unlängst in einer Bar getroffen hatte, Konkurrenz. Und dieser schimpfte sich schließlich Schauspielstudent. Einen Moment lang bewunderte er das Lächeln, welches auf ihren Lippen erschienen war während sie hier herumblödelten. Irgendwie tat es gut ein Stück weit dafür verantwortlich zu sein. Die ausgelassene Stimmung dauerte allerdings nicht lange an aber es war sie die das Übernatürliche zum Thema gemacht hatte. Vielleicht hätte er lieber nicht darüber reden sollen. Vielleicht hätte es ein Geheimnis zwischen seiner Schwester und ihm bleiben sollen. Am Ende hielt Juliet ihn noch für verrückt. Aber nun hatte er schon damit angefangen. Ein Zurück gab es da kaum noch also begann er wage von dem Erlebten zu erzählen. "Meine Schwester und ich waren vor Kurzem draußen beim Kloster. Sie hielt es für ne spaßige Idee da ein bisschen herumzuschnüffeln immerhin gibt es da einige gruselige Geschichten die man darüber hört..." Wären sie doch nur lieber ins Kino gegangen. Im Nachhinein war man wohl immer klüger aber das half ihnen jetzt weniger. "Sagen wir so... wir haben da Dinge gesehen, die man nicht so einfach erklären kann..." Chris hatte den Kopf gesenkt. Ein Schauer lief ihm über den Rücken wenn er daran zurückdachte. Bisher hatte er noch niemanden davon erzählt. Bisher hatte er nicht einmal mit Cylie wieder darüber geredet. sie hatten es für besser gehalten das alles stillzuschweigen. Stattdessen ein Stück Normalität in ihr Leben zurückgebracht. Ob es das besser machte? Wer wusste das schon so genau. Chris hörte sich die Worte der Blonden an und nickte. Vielleicht hätte er sie vor der Klostergeschichte für verrückt gehalten. Zumindest hatte all das seinen Blickwinkel auf dieses Thema etwas geändert. "Das kenne ich..." Chris machte eine eindeutige Geste mit seiner Hand und deutete an, dass er wenn er zu tief ins Glas geschaut hatte auch ab und an ein paar Fetzen vom Vorabend vergessen hatte. Im nächsten Moment warf er seiner Gesprächspartnerin aber ein entschuldigendes Lächeln zu. Er hatte es sich einfach nicht verkneifen können. "Was ist davor passiert?" harkte er schließlich nach um vielleicht einen Grund für den Verlust ihrer Erinnerungsschnipsel zu finden. Ihr Exfreund hatte ihr doch wohl hoffentlich nichts ins Getränk gemischt? Oder?

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