Goethestraße 13: Kiriku, Dirk


  • Dieser reine Männerhaushalt lebt in einem großen Haus in der Goethestraße. Die insgesamt zwei Etagen teilen sich wie folgt auf:
    Im Erdgeschoss befinden sich sowohl Küche, Wohnzimmer und WC.
    Oben leben Kiriku und Dirk. Außerdem gibt es hier ein weiteres Bad, dieses etwas größer als das andere und mit Badewanne. Hinter dem Haus gibt es eine Terasse und einen kleinen Garten.


    Erdgeschoss

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    Erster Stock

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  • ~Dirk kommt an~


    Dirk nahm seinen Rucksack auf den Rücken und bezahlte den Taxifahrer, nachdem dieser das Fahrzeug durch den nervenaufreibend stockenden Verkehr der Großstadt manövriert hatte. Dirks anfängliche gute Laune, die das Resultat seiner Erschöpfung und gleichzeitigen Erleichterung war, war im Großstadtlärm und den Menschen- und Fahrzeugmassen untergegangen. Also stieg er mit einem langen Gesicht aus dem Taxi. Er seufzte. Langsam trottete der Braunhaarige zum Haus, das nun sein neues neues zu Hause darstellte. Er erinnerte sich wie er im Gasthof in Destiny Valley angekommen war, seine Laune war ebenso schlecht, jedoch hatte er nicht ein derart mulmiges Gefühl und außerdem war es definitiv ruhiger. Er drehte den Schlüssel im schloss und trat in die Eingangshalle ein. Dirk schaute sich um, erblickte die Tür zur Terrasse und schaute dann noch einmal auf den Zettel, den der Busfahrer ihm in die Hand gedrückt hatte. Chihiro, Kiriku, Kamil, Mikhail, Dirk, Ash, Cheryl.... "Hallooooooo?" rief er mit leicht heiserer Stimme. Er hielt einen Moment inne, hörte aber nichts. keiner da. Er zuckte die Schultern warf erneut einen Blick auf den Zettel und machte sich schließlich auf den Weg nach oben in sein Zimmer. Knarrend öffnete sich die Tür zu seinem neuen eigenen Reich. Skeptisch blickte sich der junge Mann um. Der Raum war schlicht und hatte Aussicht auf den kleinen Garten hinter dem Haus - es gefiel ihm. Erleichtert stellte Dirk fest, dass er nicht jeden Morgen und jede Nacht die Geräuschkulisse der befahrenen Straße vor seinem Fenster ertragen musste. Achtlos warf er seinen Rucksack in die Ecke, wanderte, bereits im Halbschlaf, zu seinem Bett und ließ sich auf das Bett fallen. Bruchteile von Sekunden später schlief der junge Mann tief und fest.


    Spät am Nachmittag öffnete er die Augen. Streckte sich und reckte sich und kroch unter die Bettdecke. Noch die in seinem Leben war Dirk sooo froh über ein Bett gewesen. Nachdem er etwa eine weitere halbe Stunde im Bett gelegen hatte erhob der Mann sich aus seinem Bett. Holte sich frische Sachen aus seinem Rucksack und ging ins Bad. Dort wuschelte er sich einmal durch die Haare und betrachtete sein mäßig ausgeruhtes Gesicht. Schließlich stieg er in die Dusche und genoss das warme Wasser auf seiner Haut. Vermutlich stand der Braunhaarige etwa 20 Minuten regungslos unter dem Wasserstrahl. Schließlich wusch er seine Haare und den Rest seines Körpers. Der junge Mann fühlte sich wie aus dem Ei gepellt als er aus der Dusche herausstieg - nach den Strapazen des Abschiednehmens, der Busfahrt nach Moskau, der komplizierten Fahrt zurück, inklusive Fußmarsch, dem erneuten Abschiednehmen und der wenig entspannenden Fahrt nach Riverport, war er nun endlich ausgeruht und sauber. Schnell zog Dirk die neuen Klamotten an föhnte seine Haare und schmiss die alten Sachen einfach auf sein Bett. Nachdem er nun die Grundbedürfnisse Schlaf, Hygiene und Entspannung abgearbeitet hatte fehlte noch etwas. Der junge Mann hatte einen Bärenhunger und sein Körper wollte sich nicht länger mit Schokolade zufrieden geben.
    Schnell machte er sich auf den Weg nach draußen um ein Restaurant aufzusuchen.


    ~Dirk geht~


    ~Dirk kommt an~


    Müde kam der Braunhaarige schließlich zu Hause an. Er machte erst gar keine Anstalten überhaupt noch zu Duschen, er putzte nur seine Zähne zog sich ein anderes T-Shirt zum Schlafen an, entledigte sich seiner Hose und machte sich auf den schnellsten Weg in sein Bett und fiel etwa 5 Sekunden später in einen tiieefeen Schlaf.
    Als er aufwachte war es bereits Morgen. Nachdem er den alltäglichen Waschkram erledigt hatte und sich ein paar neue Sachen angezogen hatte stellte er fest, dass seine WG-Bewohner immer noch nicht da waren. Verschlafen machte er sich Frühstück und verließ sein zu Hause wieder.~

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  • Kamil – vor dem Haus –> sein Zimmer


    ~Kamil kommt an~


    Ein wenig zögerlich betrat Kamil den gepflasterten Weg, der zu der Tür führte, hinter der sein neues Zuhause liegen sollte. Er hielt in seiner Bewegung inne, musterte das zweistöckige Haus für einen Augenblick, ehe seine Augen wieder den kleinen weißen Zettel fanden, den er in der linken Hand hielt. Mit so vielen Leuten sollte er zusammen in einem Haus wohnen? Vermutlich würde das ganze einer WG ähneln, aber ob das gut war? Langsam ließ er die Hand, in der er den Zettel hielt, sinken und setzte seinen Weg zur Haustür fort. Zwar dachte der junge Mann über eine Antwort auf die Frage nach, doch fand er keine. Es musste erst ausgetestet werden. Noch nie hatte er in einer Wohngemeinschaft gelebt. Es würde wiedermal eine neue Erfahrung werden. Wie so häufig in der letzten Zeit. Immerhin war das hier jetzt schon sein zweites Zuhause. Nagut, reden wir vorerst von einer Unterkunft. Ein ‚Zuhause’ war nur das, wo man sich wohl und geborgen fühlte und das musste dieses Gebäude und diese Stadt erst einmal beweisen! Auch wenn das alles bisher einen guten Eindruck auf Kamil gemacht hatte. Doch er war nun mal nicht der Typ voreilige Schlüsse über irgendetwas zu ziehen.
    Nur noch ein Schritt entfernt von der Türschwelle, stoppten seine Füße erneut. Während er die Namen am Klingelschild las, griff er in die rechte Hosentasche und holte den Schlüssel hervor, den man ihm kurz zuvor überlassen hatte. Ein Lächeln umspielte seine Lippen, als er mit Freuden feststellte, dass doch nicht alle Menschen, mit denen er fortan zusammenleben sollte, völlig fremd waren. Ash und seine kleine Schwester Cheryl hatte er bereits getroffen. Gut, blieben nur noch vier unbekannte Mitbewohner.
    Die verschiedenen Schlüssel am Bund schlugen aneinander und gaben einen hohen Ton von sich, den Kamil schnell unterband indem er alle Metallstücke mit der Hand umschloss und den passenden mit dem Daumen heraussuchte. Ein leisen Knacken erklang, als er den Hausschlüssel im Schloss drehte und sich die Tür letztendlich öffnete.
    Kamil stopfte den Zettel mit der Adresse , den er immer noch in der linken Hand hielt, zurück in die Hosentasche, schob die Tür noch ein wenig weiter auf, nahm seinen Koffer wieder in die Hand und trat schließlich über die Schwelle.
    Während sein Blick den Eingangsbereich abtastete, schloss er so leise wie möglich den Eingang wieder.
    Er zog Schuhe und Jacke aus und machte sich anschließend daran die Treppe empor zu steigen. Laut Zettelchen lag sein kleines Reich im obersten Stockwerk.
    Glücklicher Weise stellt sich die Suche nach der gewünschten Zimmertür als nicht sonderlich schwierig heraus. Erleichtert endlich an seinem Ziel angekommen zu sein, öffnete er diese und schloss sie auch sogleich wieder hinter sich.
    Sein einziges Gepäckstück hievte Kamil auf das Bett und machte sich zunächst einmal daran seine Sachen in den Schrank einzusortieren. Er war ein ordnungsliebender Mensch und konnte es gar nicht leiden seinen Koffer als Kleiderschrank zu bezeichnen. Viel befand sich sowieso nicht darin. Selbst wenn er mehr Zeit gehabt hätte, wäre nicht mehr darin gewesen. Immerhin war das meiste was er besessen hatte in Bluebell geblieben und ... verbrannt. Kurz zogen sich seine Augenbrauen ein Stück weit zusammen, doch er blockte die Erinnerung ab, wollte jetzt nicht darüber nachdenken. Schließlich war das hier sein (zweiter) Neuanfang und da musste man jetzt ja nun wirklich nicht in der Vergangenheit versauern! Nichtsdestotrotz entwich dem Kerl ein leiser Seufzer.
    Nachdem er auch den leeren Koffer verstaut hatte, begann er sich erst einmal im Raum umzusehen. Eigentlich sehr hübsch und gemütlich eingerichtet. Er verstand nicht allzu viel von so etwas, aber es gefiel ihm. Und das sollte es schließlich, nicht wahr? Da war bloß eine Sache die fehlte: Blumen.

  • ~Dirk kommt an~


    Schwer bepackt mit 5 dicken Büchern, die er eigentlich etwas wahllos in der Bibliothek ausgesucht hatte, erreichte er die Haustür. Umständlich zog der Braunhaarige den Schlüssel aus seiner Hosentasche, steckte ihn mühselig ins Schloss sodass sich die Tür öffnete. Gerade als er sie wieder geschlossen hatte, verrutschte ein Buch, welches er sich unter den Arm geklemmt hatte und fiel mit einem lauten Knall zu Boden, die anderen folgten diesem - mit eben so lautem Gepolter - sogleich, da Dirk vor Schreck auch sie losgelassen hatte. Na toll. Hastig schlüpfte er aus seinen Schuhen, kickte sie in die Ecke und schälte sich aus seiner Jacke. Daraufhin machte der Mann sich daran die Bücher wieder aufzuheben und zu einem ordentlichen Stapel auf seinen Händen anzurichten. Da fiel ihm plötzlich etwas ins Auge. Schuhe. Schuhe! Schuhe die nicht von mir sind! Sein Herz setzte kurz aus. Das hieß ja, dass einer seiner Mitbewohner es geschafft hatte und auch hier angekommen war. Der Braunhaarige schluckte und wurde nervös. Was das wohl für ein Typ war. Bestimmt hatte er Dirks Ankunft bereits bemerkt beziehungsweise gehört. Er legte seine Bücher auf der Treppe ab und schaute ob jemand in der Küche oder dem Wohnzimmer saß. Fehlanzeige. Vielleicht schläft er ja, oder sowas. Schulterzuckend begab sich der junge Mann in die Küche. Er hatte Hunger, vom ganzen Bücher Schleppen, Fallen lassen und wieder Aufheben. Reichlich gefüllt sah der Kühlschrank allerdings nicht aus. Klar, bisher war ja auch niemand einkaufen gegangen. Lediglich ein wenig Brot, Butter und Wurst gab diese Küche her und wo das herkam war ungewiss. Nicht gerade ein Festmahl... dachte der Hungrige enttäuscht nachdem er sich eine schmucklose Wurststulle zubereitet hatte und sie skeptisch betrachtete. Ich muss unbedingt einkaufen. Mit der Stulle in der Hand begab er sich auf den Weg nach oben, vergaß jedoch bei der Treppe etwas - die Bücher die er dort mitten in den Weg gestellt hatte. Schnell, viel zu schnell machte seine Stirn Bekanntschaft mit der Treppe und die Welt fing an sich von ihm zu verabschieden. Sein Brot von dem der Tollpatsch eben noch abgebissen hatte trennte sein Gesicht zwar von der Treppenstufe, hatte den Sturz jedoch sehr mäßig (mit anderen Worten gar nicht) abgefedert. "Aua." flüsterte er gequält bevor seine Umwelt komplett aus seinem Wahrnehmungsfeld verschwand.

  • Kamil – sein Zimmer -> Treppe/ bei Dirk


    Während Kamil überlegte, wo es in dieser Stadt wohl einen Blumenladen gab, hörte er ein lautes Geräusch. Kam das von unten? Zumindest hatte es sich so angehört. Vielleicht ein Einbrecher? Unwillkürlich lupfte er kurz darauf ungläubig eine Augenbraue. So ein Quatsch! Vermutlich war gerade bloß einer seiner Mitbewohner nach Hause gekommen. An den Gedanken, dass er hier nun mit vielen anderen Leuten zusammen wohnte, musste er sich erst noch gewöhnen.
    Allerdings stellte sich jetzt noch die Frage weshalb dieser jemand dann so geräuschvoll das Haus betrat. Nagut, eigentlich ging ihn das ja gar nicht wirklich etwas an. Oder doch? Schließlich lebte er ja auch hier. Er beschloss jedenfalls vorerst darauf nicht weiter einzugehen, auch wenn es ihm schwer viel das ganze zu ignorieren. Irgendwie kam er sich dumm vor gleich die Treppe hinunter zu stürzen, um nach der Ursache des Geräusches zu sehen, wenn am Ende einer nur etwas fallen gelassen hatte, was besonders schwer war oder dergleichen.
    Seufzend setzte Kamil sich auf den Rand des Bettes. Er nahm seine Mütze ab, strich sich kurz durch die Haare und betrachtete dann für einen Augenblick die Kopfbedeckung in seinen Händen. Dabei dachte er darüber nach, was er jetzt wohl als nächstes tun sollte. Ein wenig verloren fühlte er sich hier schon in der völlig fremden Stadt. Er wusste ja noch nicht einmal wo sich hier der nächste Bäcker befand. Da musste er wohl erst einen kleinen Erkundungsspaziergang tätigen. Allmählich bahnte sich auch der Hunger an, doch Appetit verspürte der junge Mann gerade wenig. Viel mehr war er erschöpft von dem plötzlichen Aufbruch, der Reise und den vielen neuen Eindrücken. Dabei hatte er ja noch nicht einmal alles gesehen! Nicht einmal ansatzweise.
    Erneut seufzend ließ er sich nach hinten in das weiche Bett fallen, legte die Mütze neben sich ab, verschränkte die Arme unter dem Kopf und schloss langsam die Augen. Vielleicht sollte er einfach mal losziehen und einen Blumenladen suchen. Irgendjemand wusste bestimmt wo es einen gab. Doch zuerst würde wohl ein wenig Ruhe ganz gut tun.
    Aber wie das denn immer so war, sollte es ihm dieses Mal nicht vergönnt sein. Erneut erklang ein lautes Poltern. Doch dieses Mal war es deutlich lauter. Und dichter. Kamil richtete den Oberkörper wieder auf, starrte seine Zimmertür mit einem etwas misstrauischen Blick an. Er lauschte ein paar Sekunden lang und entschied sich dann dafür doch einmal nachzusehen wer oder was dort so ein Tara machte. Er erhob sich vom Bett, schritt Richtung Ausgang. Langsam drückte er die Klinke hinunter und öffnete die Tür einen Spalt. Wieder lauschte er, ob irgendetwas zu hören war. Fehlanzeige. Es war mucksmäuschenstill. Seltsam. Unwillkürlich runzelte er die Stirn und trat nun über die Schwelle. Der Blick glitt durch den Flur, doch es war nichts zu sehen. Also doch im Erdgeschoss? Fast von selbst bewegten sich seine Füße zur Treppe, doch kurz darauf hielt er schon wieder in seiner Bewegung inne. Man konnte schon fast sagen, dass ihm für einen Moment das Herz stehen blieb, lag doch dort ein junger Mann auf den Stufen, umringt von einer Anzahl Büchern. Es war nicht schwer sich bei dem Bild zusammenzureimen, was geschehen war. Und wie es aussah, hatte der arme Kerl dort auch noch das Bewusstsein verloren! Na das fing ja mal wieder alles super an.
    Kamil beeilte sich die Treppen hinunter zu steigen. „Hey.“ Er kniete sich neben den Verunglückten und rüttelte vorsichtig an dessen Schulter. Hoffentlich hatte er sich nichts gebrochen. „Hey, kannst du mich hören ... ?“ Besorgt musterte er den Armen. Eine unangenehme Nervosität machte sich in seinen Eingeweiden breit. Was sollte er nur tun, wenn der Kerl hier nicht wieder zu sich kam? Er wusste ja nicht einmal wie er hieß.

  • Alles war schwarz und Dirk fing an sich zu fragen ob das jetzt das Ende sei und sich so der Tod anfühlte. Aber mein Leben ist noch gar nicht an mir vorbeigelaufen! dachte der Braunhaaarige verängstigt. Es blieb eine Weile dunkel, bis irgendjemand an seiner Schulter rüttelte. Blinzelnd öffnete der Gefallene die Augenlider und schaute den Fremden perplex an. Wer ist er denn. wunderte er sich verdutzt als es ihm wieder dämmerte. Ach ja. Mein Mitbewohner. Dirk richtete seinen Kopf langsam zur Decke und rekonstruierte in seinen Gedanken was Geschehen war. Die Bücher, das Wurstbrot und dann wieder die Bücher. Du bist ein Vollidiot Dirk. tadelte er sich selbst. Dann widmete er sich wieder dem fremden Mann der ihn eben geweckt hatte. "Hallo." hauchte er beschämt, bevor er sich langsam aufrichtete und sich die Stirn rieb. Das wird 'ne Dicke Beule geben... Das Gesicht des Braunhaarigen war zudem noch fettig und roch nach Wurst. Mit brummendem Kopf schaute er sich um und begutachtete das Chaos, welches er verursacht hatte. Der Boden war mit Büchern ausgekleidet und neben ihm lag eine zerquetschte Scheibe Brot mit Wurst. Dann schaute er wieder seinen Mitbewohner an. Gut gemacht. Damit wäre der erste gute Eindruck wohl auch erledigt. "Sorry..." murmelte der junge Mann und traute sich nicht seinem Gegenüber in die Augen zu schauen. "Ich hoffe ich hab nicht gestört oder so." hängte er noch an während er sich mühselig aufrappelte um die Bücher wieder aufzusammeln, aufeinander zu stapeln und mit den Resten seiner 'Mahlzeit' zur Küche zu taumeln. Na ja der Rest seines Körpers funktionierte wenigstens noch mehr oder weniger schmerzfrei. Dort angekommen, wusch er erst einmal sein Gesicht ab, wickelte ein Kühlakku in ein Küchentuch ein und hielt es sich gegen die pochende Stirn. Der Schmerz milderte sich ein wenig und der Verletzte kehrte zu seinem Mitbewohner zurück, schaffte es sogar ihn verlegen anzulächeln. "Ist nur 'ne Beule." beruhigte er diesen als er dessen besorgte Gesicht bemerkte.

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  • Kamil - Treppe/ bei Dirk


    Unruhig hockte Kamil neben seinem bewusstlosen Mitbewohner, musterte sein Gesicht. Allzu lange musst er jedoch zum Glück nicht mehr bangen, denn es dauerte nicht lange und er rührte sich. Er rückte ein Stück von dem noch Fremden ab während die Erleichterung sein Herz erfüllte.
    Zunächst erntete er nur ein paar verwirrte Blicke, die der Blonde nur mit einem kleinen Lächeln beantwortete, da er nicht wusste, wie man sonst auf so etwas reagieren sollte. Zumal der Ärmste sich dem Anschein nach ein kurz zuvor zubereitetes Wurstbrot bei dem Sturz mitten ins Gesicht geschlagen hatte. Hätte man dieses Missgeschick auf einer Unglücksskala von eins bis fünf bewerten müssen, hätte Kamil sich wohl für eine vier entschieden. Noch mehr Pech wäre wohl nur noch irgendeine folgenschwerere Verletzung wie eine Verstauchung oder gar ein Knochenbruch. Mühsam rappelte der Gestürzte sich auf, murmelte ein Wort der Entschuldigung und verschwand dann auf unsicheren Füßen in der Küche. Ein wenig besorgt sah er ihm hinterher, hatte der Kopf wohl doch etwas mehr abbekommen als vorerst erwartet.
    Das ganze schien ihm auch unsagbar peinlich zu sein. Sogar entschuldigt hatte er sich wegen der Unruhe! Kamil konnte das durchaus verstehen. Ihm wäre es wohl nicht anders ergangen.
    Während sein Mitbewohner in der Küche tätig war, machte er sich daran die verstreuten Bücher wieder zusammen zu sammeln und alle ordentlich zu einem Stapel geformt auf der untersten Treppenstufe so weit am Rand wie möglich zu platzieren. Anschließend setzte er sich direkt daneben um so auf die Rückkehr des jungen Mannes zu warten.
    Es verging wohl nicht einmal eine halbe Minute da tauchte er auch schon wieder mit einem Kühlakku an der Stirn im Flur auf.
    Kamil blickte wohl immer noch etwas besorgt drein, beteuerte sein Gegenüber doch sofort, dass es nur eine einfache Beule sei. Er erwiderte dessen Lächeln und nickte dabei unwillkürlich. Langsam erhob er sich aus der Sitzposition und machte ein paar Schritte auf seinen Mitbewohner zu. „Ich bin Kamil.“, stellte er sich nun seinerseits vor uns streckte ihm die rechte Hand entgegen. Ein ‚Und wie heißt du?’ klemmte er sich jetzt mal, war das doch ziemlich kindisch.
    Auch wenn das gerade nicht die beste Art gewesen war jemanden neues kennen zu lernen, halfen solche Situationen doch sehr, dass man überhaupt miteinander ins Gespräch kam. Es war trotzalldem ein guter Gesprächseinstieg, auch wenn es dem Blonden um die Beule und die damit verbundenen Schmerzen mehr als Leid tat.
    „Soll ich dir helfen die Bücher rauf zu tragen?“, bot er noch an. Nicht, dass er noch ein weiteres Mal stürzte. So mitten auf der Treppe konnte das ganze ja noch einmal deutlich qualvoller enden.

  • Dirk war froh, dass sein blonder Mitbewohner das ganze ziemlich gelassen sah und nicht allzu sehr von Dirks Radau gestört wurde. Außerdem schien er ihn Gott sei dank nicht für einen Pfosten zu halten - zumindest hatte er wohl Verständnis für Dirks ausgeprägte Ungeschicklichkeit. Dirk registrierte wie der andere Mann sich als Kamil vorstellte, nickte jedoch erst nur freundlich. Offensichtlich brauchte sein Hirn etwas länger um sein Sprachzentrum zu erreichen. "Äh, ich bin Dirk." stellte auch er sich nach einer peinlichen Pause -verpeilt wie eh und je- vor. Auf Kamils Angebot ihm beim Bücher tragen zu helfen nickte der Braunhaarige dankbar. Sein Kopf brummte stärker als zuvor angenommen. Die motorischen Schwierigkeiten, welche möglicherweise unerwartet auftreten konnten, waren ein zu großes Risiko um 5 Bücher allein die Treppe hoch zutragen. Er konnte nicht riskieren, dass seine neue Bekanntschaft ihn auch noch ins Krankenhaus bringen musste. Der junge Mann klemmte sich 2 Bücher vom Stapel, den der andere - zugegebenermaßen günstiger als Dirk - am Rand der Treppe platziert hatte, unter den freien Arm. Er wollte schließlich nicht, dass Kamil möglicherweise auch noch stürzte und 2 Schwerverletzte allein zu Hause - ohne Essen - zurecht kommen mussten. Der Braunhaarige stapfte voran und führte seinen Mitbewohner in sein Gemach. Dort legte er die Bücher auf seinen Schreibtisch und wies den Typen, der ihm gefolgt war, an es ihm gleichzutun. "Danke." sagte er lächelnd.
    Dirk war erleichtert, dass er seine Sachen am Abend zuvor doch noch in seinen Schrank geräumt hatte und sein Zimmer immerhin in einem annehmbaren Zustand war. Im Gegensatz zu seinem Kopf. Dieser hatte zwar das hämmernde Pochen ein wenig heruntergefahren, fing jedoch damit an sich eine hässliche Beule anzueignen. Der Verletzte setzte sich auf seine Bettkante und bot seinem Begleiter an sich ebenfalls zu setzen. Dabei machte er eine Handbewegung in Richtung des Stuhls, der an seinem Schreibtisch stand. "Kommst du auch aus Destiny Valley?" durchbrach er dann die Stille die nach einer Weile entstanden war, während er versuchte seinen Gegenüber einigermaßen anzugucken und dabei den Kühlakku nicht von der Stirn zu nehmen.

  • [sry für die recht späte Antwort D: ]

    Kamil – Treppe -> Dirks Zimmer


    Sein Mitbewohner hieß also Dirk. Sehr gut, jetzt kannte er immerhin schon drei Leute aus der neuen Wohngemeinschaft. Dann blieben jetzt nur noch drei unbekannte Nachbarn und damit hatte er jetzt auch genauso viele getroffen, wie ihm nicht bekannt waren. Eine Tatsache, die Kamil gefiel. Es war merkwürdig zu wissen, dass man hier mit Leuten lebte, die man noch nie zuvor gesehen hatte. Je weniger das also auf die Bewohner dieses Hauses zutraf, desto besser war es.
    Dirk hatte sein Angebot ihm bei seinen Büchern behilflich zu sein glücklicher Weise angenommen. Dieser schnappte sich zwei Bücher, während Kamil die restlichen drei auf seine Arme lud und seiner neuen Bekanntschaft vorsichtig die Treppenstufen hinauf in den ersten Stock folgte. Er achtete sorgsam darauf wohin er trat. Nicht, dass er am Ende auch noch stolperte.
    Oben angekommen, schritt er weiterhin hinter dem jungen Mann hinterher, hinein in sein Zimmer. Zunächst fragte Kamil sich, ob das okay war, wenn er ihm jetzt einfach mal so in sein eigenes Reich folgte, doch eine bessere Idee hatte er auch nicht. Die drei Bücher jetzt einfach vor der Türschwelle ablegen und sich dann wieder verkrümeln wirkte mehr als dämlich. Als wäre er ein Vampir, der erst vom Eigentümer hereingebeten werden musste oder wie das in den Ammenmärchen immer so schön hieß. Fast hätte er bei dieser Vorstellung lachen müssen, doch er unterband den Drang.
    Vorerst stand Kamil etwas unschlüssig im Raum herum. Tat es Dirk kurz darauf jedoch gleich indem er die Schriftstücke auf die legte, die der andere bereits auf dem Schreibtisch gestapelt hatte. Während sein Gastgeber sich anschließend auf die Bettkante setzte, kam der Blonde dessen Aufforderung auf dem Stuhl platz zu nehmen, neben dem er sowieso gerade stand, nach.
    Sofort entstand eine dieser unangenehmen Stillen, die er absolut nicht leiden konnte. Da er selber nicht sonderlich redselig war, fiel ihm kein einziges Wort ein. Doch glücklicher Weise wurde dieses bedrückende Schweigen recht schnell durch Dirks Stimme beendet. Ob er ebenfalls aus Destiny Valley kam, wollte er wissen. Kamil zögerte einen Moment bevor er mit einem knappen „Ja.“ antwortete. Eigentlich war dieser Ort ja gar nicht seine Heimat, weshalb er eigentlich mit Nein hätte antworten sollen, doch es war sein letzter Wohnort gewesen, also ja. Außerdem konnte er so unangenehme Fragen seines Gegenübers umgehen.
    Nach einer kurzen Denkpause fiel ihm die extreme kürze seiner Reaktion erst auf. Da er es selber nicht mochte nur solche ein-Wort-Sätze zu hören zu bekommen, fügte Kamil noch schnell ein paar Silben hinzu. „Ja, ich komm aus Destiny Valley. Mit dem Bus. Du vermutlich auch?“ Ja, es war schon sehr wahrscheinlich, dass sein Gegenüber auch aus dem nahegelegenem Dorf kam. Immerhin wohnten Ash und Cheryl auch hier und da diese Unterkunft gestellt wurde, war es nicht abwegig zu vermuten, dass alle Bewohner dieses Hauses aus der selben Gegend mit dem selben Bus in diese Stadt gekommen waren. Nicht zu vergessen, dass das 'auch' in seiner Frage ein weiteres verräterisches Anzeichen dafür war.

  • (Kein Problem:D)


    Ein wenig perplex über die ziemlich kurze Reaktion Kamils rückte Dirk seinen Kühlbeutel zurecht und schaute den Blonden an und hoffte, dass noch etwas kommen würde. Hab ich was falsches gesagt? Vielleicht hat er schlechte Erinnerungen an seine Heimat. Doch sein Mitbewohner schien die Stumpfheit seiner Reaktion zu bemerken und hängte noch einen ganzen Satz mit Gegenfrage an. "Ja, vorher hab ich eine Zeit in Destiny Valley gelebt." Dass er eigentlich aus Bluebell kam, hielt Dirk für unnötig zu sagen, warum sollte Kamil das interessieren? Der Braunhaarige dachte über den weiteren Teil der Frage des Blonden nach, ob er auch mit dem Bus hergekommen sei. "Hah.Schön wär's." stieß er mit einem Anflug eines Lächelns hervor. "Ich bin in Destiny Valley in den falschen Bus gestiegen und befand mich auf der Route nach Moskau. Welcher Bus hält überhaupt in Destiny Valley? Und dann auch noch nach Moskau!" sprudelte es förmlich aus dem Verletzten raus. Diese Geschichte, würde ihm noch lange im Gedächtnis bleiben.
    Plötzlich spürte Dirk wie es in seinem Bauch zu knurren begann. Klar, er hatte sein Wurstbrot ja kaum genießen können. "Weißt du, ich denke, dass unser Kühlschrank bald mal aufgefüllt werden müsste. Was meinst du...", behutsam nahm er den Kühlbeutel von seiner Stirn "kann ich mich damit auf der Straße blicken lassen?" mit einem unsicheren Gesichtsausdruck ließ Dirk seinen Mitbewohner das hässliche Ding an seiner Stirn begutachten. Hoffentlich stand es nicht allzu schlimm um seine Verfassung. Schließlich müsste er morgen noch die Post austragen, der angehende Briefträger wollte nun wirklich nicht am ersten Tag seinen Arbeitgeber anrufen müssen und sagen 'Ich bin über meine Bücher gestolpert und in ein Wurstbrot gefallen, kann heute nicht kommen.'

  • Kamil – Dirks Zimmer


    Oh, Dirk hatte nur eine Zeit in Destiny Valley gelebt? Diese Wortwahl in der Antwort seines Gegenübers ließ Kamil interessiert den gesenkten Blick heben. Das hieße, dass das Dorf auch nicht seine Heimat oder zumindest sein Geburtsort war. Eine gehörig große Neugier machte sich in ihm breit. Wo kam er dann her? So viele Orte gab es rund um des alten Wohnortes ja nicht. Dirk machte auch nicht den Eindruck, als käme er aus einem völlig fremden Land. Kein Akzent, keine dunkle Hautfarbe oder sonstige Dinge, die auf dergleiches hinweisen würden. War es etwa möglich das…? Nein. Auf keinen Fall. Das wäre ein wirklich viel zu großer Zufall. Es war einfach völlig unmöglich, dass dieser jemand, der nur ein paar Fußlängen gegenüber saß, den gleichen schrecklichen Lebensabschnitt wie er selber hatte und nun saßen sie sich hier gegenüber und hatten sich zuvor nie gesehen?! Nie und nimmer!Trotzdem interessierte es den Blondschopf blenden, woher seine neue Bekanntschaft denn nun ursprünglich kam. Aber diese Frage stellte er zunächst hinten an.
    Ein fragender Ausdruck schlich sich auf Kamils Gesichtszüge, als Dirk ein wenig frustriert reagierte. Also war er nicht mit dem selben Bus in die Stadt gekommen? Gerade wollte er die Worte aussprechen, die auf seiner Zunge lagen, doch da erübrigte sich dieser Schritt auch schon. Sein Mitbewohner schilderte von ganz allein was vorgefallen war. Es machte fast den Anschein, als würde der er sich dadurch erst einmal seinem Ärger darüber Luft machen, so euphorisch wie es aus ihm heraussprudelte. Zugegeben, das hörte sich alles ziemlich merkwürdig an und vermutlich wäre Kamil an seiner Stelle ebenso verärgert gewesen, doch der junge Mann kam nicht umhin über diese absurde Geschichte zu lachen. „Entschuldige, aber … das ist echt verrückt!“, rechtfertigte Kamil schnell sein Gelächter mit einem zurückgeblieben Grinsen auf den Lippen. „Ich hoffe du bist nicht allzu lang in die falsche Richtung gefahren?“, wollte er noch wissen, doch dem vorherigen Frust seines Gegenüber nach zu urteilen, würde er die Frage wohl mit einem beherzten ‚Oh doch!‘ beantworten.
    Statt einer verbalen Antwort, meldete sich jedoch dessen Magen zu Wort und lenkte das Gesprächsthema somit in eine völlig andere Richtung. War der Kühlschrank wirklich leer? Kamil wusste es nicht, hatte er schließlich noch keinen einzigen Blick hineingeworfen. Eine schlechte Idee war es deshalb nicht da ein wenig nachzuhelfen.
    Vorsichtig nahm sein Gastgeber nun das Kühlakku von seiner Stirn. Ob er ok aussah? Hm. Mit einem etwas besorgten Gesichtsausdruck musterte der junge Mann dessen Beule, die nicht gerade gesund aussah. Es würde wohl ewig dauern, bis davon nichts mehr zu sehen war. Aber das war auch kein Wunder. Vermutlich musste er eigentlich gar nichts mehr sagen, sprachen Mimiken doch tausend Worte. Nichtsdestotrotz verzog Kamil seine Mundwinkel zu einem tröstenden leichten Lächeln. „ Es wird schon gehen.“ Klar würde er mit dem Ding an der Stirn sofort auffallen und zahlreiche Blicke auf sich ziehen, aber was sollte er machen? Jeder hatte schließlich schon einmal eine Beule gehabt. Wenn auch vermutlich nicht solch eine große, aber was sollte es.
    „Ich kann auch allein einkaufen gehen, wenn du möchtest.“, bot er entgegenkommend an. Auch wenn er keinen blassen Schimmer hatte, wo sich hier die nächste Gelegenheit dazu bot, aber das würde Kamil schon herrausfinden.

  • (vor dem Event)


    Dirk nickte bedauerlich als Kamil danach fragte ob er wenigstens nicht allzu lange in die falsche Richtung gefahren war. Sein Lachen konnte er durchaus nachvollziehen, war es doch eine ziemlich witzige Geschichte. "Mir ist es schließlich irgendwo im nirgendwo aufgefallen und es gab keinen direkten Bus zurück.." seufzte der Braunhaarige "Also musste ich über ewig lange Umwege in eine Stadt in der Nähe von Destiny Valley fahren um von dort aus zu Fuß, 5km, zurückzukommen. Na ja nach einer Nacht auf der Bank, kam dann endlich auch der Bus nach Riverport - Rückblickend eine ziemlich lustige Geschichte. Noch einmal brauche ich das aber nicht!" erklärte er seinem neuen Mitbewohner, schließlich unterbrach sein Magen jedoch das Gespräch.
    Dem Gesichtsausdruck seines Gegenübers zufolge, stand es nicht gut um Dirks Beule. "So schlimm?" fragte er, ohne eine Antwort zu erwarten. Dirk lächelte dankbar, als Kamil anbot allein einkaufen zu gehen. "Ja, das wäre wohl besser." nahm er den Vorschlag an. Als der Braunhaarige den Blick umher schweifen ließ und an seinem Kalender hängen blieb sprang er plötzlich auf. "Oh Fuck! Ich muss heute noch zum Flughafen." Er erklärte, dass er heute in den Urlaub müsse während er seine bereits gepackte Tasche aus dem Schrank zauberte. Nachdem er Kamil herausgeführt hatte verabschiedete Dirk sich von diesem und machte sich auf den Weg zu den Galapagos-Inseln.~

  • Kamil - Dirks Zimmer ->verlässt Haus und Hof


    Fast hätte Kamil erschrocken zusammengezuckt, als Dirk urplötzlich fluchend aufsprang und meinte jetzt sofort zum Flughafen zu müssen. Statt dieser Reaktion, sah er seinen Gastgeber völlig irritiert entgegen, als dieser noch eine Erklärung für sein Verhalten abgab. Konnte man wirklich vergessen, wann man in den Urlaub wollte? Für den Blondschopf schien das ziemlich unmöglich zu sein. Schließlich hegt man doch für gewöhnlich eine gewisse Vorfreude für geplante Reisen, oder nicht?
    Immer noch verwirrt nickte Kamil also nur auf dessen Erläuterung hin, sah Dirk noch dabei zu, wie er seine gut gefüllte Tasche aus dem Schrank zerrte, ehe er sich langsam erhob und schon fast aus dem Zimmer geschoben wurde. Sein Mitbewohner schien es offenbar ziemlich eilig zu haben. Völlig überrumpelt von der Tatsache gerade noch in dem ihm bis vor kurzem fremden Zimmer gesessen und erzählt zu haben, stand er jetzt ratlos im Flur herum, sah dem Kerl dabei zu, wie er sprunghaft dem Lauf der Treppe ins Erdgeschoss folgte. Erst als das laute Geräusch einer zufallenden Tür ertönte, bewegte er sich wieder, schritt auf seine Zimmertür zu und betrat sein eigenes kleines Reich.
    Seufzend setzte Kamill sich auf das Ende seines Bettes. Und nun? Ein langanhaltendes grummelndes Geräusch und das Gefühl sein Magen wäre so leer wie ein bodenloses Fass, ließen unwillkürlich unsagbar leckere Mahlzeiten durch seinen Kopf schweben und verdrängten alles andere. Wie lang war es her, dass er einen Bissen zu sich genommen hatte? Er wusste es nicht genau, doch laut der Geräuschkulisse von eben schon deutlich länger. Ob das jetzt wirklich eine gute Idee war einkaufen zu gehen? Das war es, was er nun eigentlich vorgehabt hatte, aber mit leerem Magen einen Supermarkt betreten war wohl mit das Dümmste was man überhaupt tun konnte. Da geriet man in einen regelrechten Kaufrausch, schmiss einfach alles in den Wagen was ging, alles was lecker aussah und es sa nunmal im wahrsten Sinne des Wortes alles lecker aus in solchen Momenten. Gar nicht gut für den Geldbeutel.
    Also musste ein Plan B her. Plan B war natürlich das naheliegendste überhaupt: Sich irgendwo was zu Essen besorgen, sei es auch nur eine Packung Pommes auf die Hand oder eine nüchterne Bratwurst verpackt in einem nach Pappe schmeckendem Brötchen. Egal was. Hauptsache irgendwas.
    Kamil erhob sich wieder, verließ sein Zimmer und schlenderte die Treppenstufen hinunter. Keines Wegs gehetzt zog er sich Schuhe und Jacke an um anschließend festzustellen, dass er gar kein Portmonnaie dabei hatte. Ohne die Schuhe nocheinmal auszuziehen, holte er noch schnell das besagte Stück aus der Reisetasche, die im oberen Stockwerk unter seinem Bett stand, ehe die Haustür hinter ihm ins Schloss fiel.


    ~Kamil verlässt das Grundstück~

  • Im Keller in Kirikus Zimmer


    ~Kiriku wacht auf


    Als Kiriku den ersten Tag Probearbeiten machte, er fertig ins Bett gegangen war und jetzt erst wach wurde. Er steht auf und streckte sich ausgiebig ehe er zu seinen Kleiderschrank geht und sich neue Sachen raus suchte. Seinen Schlafanzug zog Kiriku sich gleich aus und band sich ein Handtuch um und nahm noch ein weiteres für die Haare später. Er geht dann in das Bad sich duschen. Fertig angezogen, Kiriku aus sein Zimmer noch seine Jacke und seine Tasche holte, dann das Zimmer abschließt. Er läuft dann die Treppe rauf zu der Küche und macht sich ein Hongigbrot und eine Tasse Kaffee und beschließt dann irgendwo hin zu gehen, nachdem er aufgegessen und aus getrunken hatte und auch abgewaschen. Er zieht sich noch seine Jacke über und richtete noch seinen Zopf und schließt dann die Haustür.


    ~verlässt das Haus

    "Warum verlangen die Menschen nur immer nach Kräften, die das Ende der Welt bedeuten könnten?"
    Ist aus Tales of Xillia.

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    "Genug ist genug!" Das kleine Mädchen versuchte mit aller Kraft auf dem Boden zu stampfen. Hoffentlich erzeugte sie dabei genauso viel Lärm wie ihre Mitbewohner. Cheryl hatte sich noch immer nicht daran gewöhnt das einzige Mädchen in einem Haushalt von sieben Personen zu sein. Niemand spielte mit ihr "Teeparty" oder mit ihren Puppen. Dafür waren sie alle zu männlich. Nur Chihiro ließ sich manchmal überreden, doch dabei spielte er so lustlos, dass Cheryl schnell der Spaß verging. Selbst Ash zierte sich mit ihr zu spielen, dabei war das früher gar nicht so. Jetzt will er scheinbar vor seinen neuen Mitbewohnern als harter Kerl dastehen.
    Frustriert von dieser Situation hatte Cheryl sich schnell damit abgefunden außerhalb ihres Zuhause, Spielkameraden zu suchen. Das war auch gar nicht mal so schwer gewesen, gab es doch sehr viele Kinder in Riverport. Doch vor ein paar Wochen war sie krank geworden und da schien auf einmal der Beschützerinstinkt in ihrem Bruder wieder wachgeworden zu sein. Ausgehverbot bis der kleinste Schnupfen vorbei ist. Cheryl konnte gar nicht sagen wie langweilig diese Zeit als Krankheitsfall war. Selbst, dass jeder sie verhätschelte konnte ihr nicht helfen. Sie wollte raus!
    Und heute war es endlich so weit. Nun, sie war vielleicht noch nicht topfit, aber sie würde es sich trotzdem nicht nehmen lassen. Niemand war zu Hause, es konnte sie also auch keiner aufhalten. "Mal schauen, ob ich jemanden zum Spielen finde.", dachte sie so als sie die Straße runterhopste.


    ~geht zum Spielplatz~

  • Kamil's Zimmer 
     [IMG:http://i61.tinypic.com/kezx4l.png]







    Kamil saß auf seinem Bett und seufzte. Er hatte versucht zu lesen aber seine Kopfschmerzen hinderten ihn daran, sich richtig zu konzentrieren. "So ein Mist.." murmelte er und fuhr mit einer Hand durch seine Haare. Er schloss das Buch und stand auf. Vielleicht sollte er mal wieder einen Spaziergang machen? Etwas frische Luft könnte dem jungen Mann sicher nicht schaden. Es war zwar schon spät aber das bedeutete nur, dass Kamil den Sternenhimmel sehen würde. Ein Lächeln umspielte seine Lippen und er zog schnell eine Jacke über, bevor er schnellen Schrittes sein Zimmer verließ.


    > Der Park an der Apah

  • ~Dirk kommt an~


    "VERDAMMTE SCHEISSE NOCHMAL!", brüllte der Postbote aufgebracht und knallte die Tür zu. Dann zuckte er zusammen. "Ist jemand zu Hause?" Dirk hatte komplett vergessen, dass er nicht allein wohnte, er hoffte nur, dass die kleine Cheryl nicht zu Hause war, oder es zumindest nicht gehört hatte. Seufzend ging der Braunhaarige die Treppe hoch und ließ sich geschafft auf seinen Zimmerboden fallen. Mit leerem Blick starrte er an die Decke und lag etwa 20 Minuten regungslos da. Kann irgendjemand mein leeres Herz auffüllen? und mein verkacktes Leben besser machen? Dirk biss sich auf die Lippe und kniff gequält die Augen zusammen. Eine heiße Träne lief über seine Schläfe. Ruckartig richtete der Mann sich auf und wischte sie weg. Ein Heulkrampf hätte Dirk möglicherweise wirklich geholfen, doch mehr als eine Träne konnte er nicht zulassen, er konnte es einfach nicht, psychisch gesehen. Es war als wären seine Tränendrüsen vertrocknet, genauso wie der Rest seiner Organe. Mit Ausnahme seines verdammten Gehirns, welches laufend Erinnerungen abspielte und traurige Ereignisse hervorkramte. Benommen kroch der Postbote in sein Bett. "Tut mir leid...," flüsterte er, "Ich hab schon wieder nicht gegessen...aber...niemanden interessiert es, weißt du?" mit diesen Worten zog der Braunhaarige die Decke über den Kopf und drehte sich auf die Seite.
    Dann drehte er sich auf die andere Seite. Auf den Bauch. Den Rücken. Und wieder auf die Seite. Etwa zwei Stunden lang, bis er etwa für eine Stunde zur Ruhe kam...mehr oder weniger.


    Sie halten mich fest. sie schlagen auf mich ein. Jasper. Nein hört auf. Lasst mich los. Lasst mich hier raus. Fasst mich nicht an. Jasper. Seid still. Seid alle still! Haltet die verdammte Fresse! Jasper! Lasst mich in Ruhe. Gebt mir meine Sachen wieder! Ein Tritt in den Bauch. Ich muss hier weg. Ich muss hier weg. Wir sind jetzt Freunde, ja Dirk? Geht weg. Verschwindet! Jas...ich hab' Angst. Bindet mich los! Lasst ihn verdammt nochmal in Ruhe! Wir sind für immer Freunde, oder Jas? Was habe ich euch getan? Pisser. Komm zurück...Wo bist du? Feuer. Feuer! Überall Flammen. Es brennt. Es hört nicht auf. Macht dass es aufhört!!
    Schweißgebadet schlägt Dirk die Augen auf und lässt einen Schwall an Flüchen ab. Er atmet tief durch und geht zu seinem Schreibtisch. Dort holt er ein Stück Briefpapier heraus und beginnt zu schreiben...



    Seufzend legte er den Füller nieder, steckte das Blatt in einen Briefumschlag und steckte diesen in eine Kiste unter seinem Tisch, in der dutzende weitere Briefe lagen. Wie soll ich etwas loslassen, wenn es das einzige ist an dem ich mich festhalten kann?


    ~Dirk wacht auf~


    Mit zerknautschtem Gesicht rieb sich der Postbote die Stirn, klar wäre ja auch viel zu bequem gewesen im Bett zu schlafen... Mechanisch erhob er sich von seinem Stuhl und schaute auf die Uhr. 4:26
    Es grauste ihm als Dirk wieder an sein Bett dachte. Er würde sich sicherlich noch einen Albtraum holen. Verloren raufte der Mann sich die Haare. Schloss die Augen für einen Moment und holte die Kiste unter seinem Schreibtisch hervor. Verloren starrte er darauf. Schließlich wandte Dirk sich zu seinem Schrank um, zog das alte Hemd, welches er von seinem besten Freund noch hatte an und streifte sich dessen Jacke über, welche ihm mittlerweile, nach seinem verspäteten Wachstumsschub auch wie angegossen passte. Die Jacke fühlte sich schwer an, doch gleichzeitig auch warm und schützend. Mit einem angespannten Gesicht schnappte der Braunhaarige sich die verdammte scheiß Kiste und verließ das Haus~

    오늘밤만 나를 위해 친구가 되어줄래요 - Will you be my friend tonight?

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von ~>*Cutie.Viety*<~ ()


  • ~ Wie wahrscheinlich jeder gleich hätte erkennen müssen, so was das Auftauchen des Weinrothaarigen in dieser Gegend kein gutes Omen und kein Anlass zu feiern, nein - das war es sicher nicht. Zumindest nicht für die Person, die dem Teenager vor nicht alzu langer Zeit ins Auge gestochen war. Das hieß, fast schon wortwörtlich! Nachdem der Junge nämlich die Bar verlassen und sich unterwegs noch, nur um es zu erwähnen, eine halbe Flasche Vodka Energy gegönnt hatte, hatte das Schicksal tatsächlich seine gierigen Finger ins Spiel bringen müssen und ihn, ja fast schon lächerlicherweise, von Weitem einen nicht ganz so unbekannten Braunschopf erblicken lassen. Und mit Braunschopf meinten wie das Häufchen Elend namens Dirk, welches, warum auch immer, mit einem gigantischen Stein oder Karton oder whatever durch die Nacht geschlichen und in der Ferne verschwunden war. Und den definitiv nicht mehr ganz so nüchternen - okay, wann war der Halbrusse schon mal nüchtern? - Kyle wieder allein gelassen hatte. Allerdings nicht ohne ihm eine Richtung zu deuten, in welche der Heranwachsende gleich abgebogen war, nachdem er sich die nächste Kippe zwischen die Lippen gelegt und angezündet hatte. Hatte er nicht sowieso vorgehabt, dem Postboten noch eine kleine Lektion zu erteilen? Oh, wie wahnsinnig nett es von dem Mann doch gewesen war, gerade dann aus seinem Haus zu huschen, als er in der Nähe war und seiner zurückgelegten Route folgen konnte!
    Kein Wunder also, dass Kyle verdammt breit grinste, als er letzendlich vor dem Haus mit der Nummer 13 stand und den Nachnamen von seinem neusten Bekannten von der Türklingel ablas, der ihm nur dank der beschissenen Wichtelaktion so wunderbar bekannt war, dass er nicht anders konnte, als kurzerhand ein vergnügtes Kichern von sich zu geben. Schnell machte Kyle auf dem Absatz kehrt, - seine eigene Wohnung lag nicht besonders weit von hier und er hatte einen relativ guten Orientierungsinn, selbst betrunken - stolperte einen Augenblick lang fast über seinen eigenen Fuß, da er ehrlich gesagt etwas wackelig auf den Beinen war, wo er dann aus seinem Zimmer ein, zwei Dinge mitnahm und nach einer gefühlten Stunde wieder zurückkehrte, sich zu allen Seiten her umsahm und zufrieden festellte, dass noch immer keine Spur von seiner derzeitigen Nemesis aufzufinden war. Noch ein kurzer Blick auf die Beschriftung über der Tür, dann zog er die erste Dose unter seiner Jacke hervor, legte seine leicht zittrigen Finger auf den Verschluß und zog ihn mit einer einzigen Bewegung ruckartig ab, nur, damit der Deckel dann mit einem lauten, für hohle Plastikbehältnisse, typischen Laut zu Boden fallen und die Ruhe der Nacht für ein paar Millisekunden unterbrechen konnte. Wie ironisch es doch war, dass Dirk ausgerechnet in der Hausnummer 13 wohnte. Nicht, wegen diesem sinnlosen Aberglauben von wegen Unglückszahl und so, nein, noch viel simpler und gleichzeitig um einiges komplizierter - ganz einfach, weil man meinen könnte, das versteckte, tättowierte, in römischen Symbolen geschriebene Ebenbild auf Kyles Brust würde diesen Umstand genauso komisch finden, wie er selbst und sollte der Grauäugige gleich zu Lachen beginnen, so hätte es ihn nicht gewundert, wenn die Zahl selbst ebenfalls wegen Dirks beschissenem Glück losgebrüllt hätte.
    Noch bevor die Baraushilfe mit ihrem Werk begonnen hatte, entflammte sie einen weiteren Haufen von Tabak und als auch dieser verschwunden war, konnte der Kurzhaarige zufrieden seine leere Sprühflasche zu Boden fallen lassen und das Ergebnis seiner Launen bewundern. Er machte ein paar Schritte nach hinten, um die Hauswand zusammen mit der Eingangstür in ihrer vollständigen Pracht begutachten zu können und als er das fette, durch seine lilane Farbe extrem herausstechende Graffiti noch einmal zur Sicherheit - immerhin waren wir immer noch auf einigen Promillen am sitzen - laut vorlas, brach er in schallendes Gelächter aus.
    "There is no place for you to belong to, Dirko ;o)"
    Noch immer unmenschlich breit grinsend kickte er die verbrauchte Dose lieblos durch die Gegend, wo sie ein paar Meter von dem Haus entfernt auf dem Gehweg liegen blieb und demjenigen, der als erster diesen Weg wieder beschreiten würde, wohl einen ersten Tip darauf geben würde, was für ein Chaos ihn auf der Hauptwand des Gebäudes wohl erwarten könnte und letzendlich auch würde - sollte diese Peson zumindest genug Interesse dafür zeigen, um ein paar kleine Schritte weiterzulaufen. Kyle legte den Kopf in den Nacken, streckte die mit nicht gerade leicht auswaschbarer Farbe bedeckten Hände zur Seite und atmete einige Male die frische, kalte Nachtluft ein, dann, wiederum vollkommen plötzlich und mit einem lauten Seufzen ließ er sowohl seinen Schädel, als auch die Schultern nach Vorne über hängen, bevor er sich, mit vollkommener Ausdruckslosigkeit im Gesicht dazu entschied, sich wieder gescheit aufzurichten und zur Eingangstür zu schreiten. Er kramte in seiner Tasche, nach einer Karte, die er benutzen konnte, um die nervige Grenze aufzubrechen - welche er natürlich auch fand, doch noch bevor er sie herausziehen konnte, hielt er einen Moment lang inne, als er noch etwas anderes ertastete. Achja. Genau. Er drückte sich die Karte in die rechte Hand und holte die Dose mit den Pillen heraus, die er pausenlos mit sich trug, egal wohin er ging. Es konnte sicher nicht schaden, noch die ein oder andere zu sich zu nehmen. Und mit ein oder andere meinte der Lilahaarige letzendlich drei, denn genau das war die Anzahl, die er sich in den Mund legte, nur um sie mit einem weiteren Schluck Vodka herunter zu schlucken. Gott, sie schmeckten jedes verdammte mal gleich beschissen, egal wie oft er schon Gelegenheit gehabt hatte, sich an diesen wiederlich bitteren Geschmack zu gewöhnen.
    Kyle steckte die Karte zwischen den Türspalt und nach ein paar Minuten machte es Klick und schon schlich der Teenager ins Gebäude hinein, allerdings ließ er - immerhin wollte er Dirk, sollte er rechzeitig ankommen, einen kleinen Hinweis geben oder so - die Eingangstür einen Spalt breit offen, was im ersten Augenblick nicht besonders schlau war, denn die Aufmerksamkeit, welcher er dieser Aktion schenkte, sorgte dafür, dass er mit einem lauten Geräusch zu Boden knallte, als er über einen unnötig herumstehenden Tisch stolperte. Leise fluchend richtete er sich wieder auf - er brauchte ein paar Ansätze mehr, als darauf stolz zu sein - und sah sich dann durch die Hilfe des Lichtes in seinem Handy in der Gegend rum. Erste Etage - kein Anzeichen von Dirkschätzchens Eigentum. Hieß also, auf ins Obergeschoß. Warum gab es hier bloß keinen Aufzug?
    Die Treppe schien ihn auch runterwerfen zu wollen, zumindest kam für den Rothaarigen hin und wieder jenes Gefühl auf und als er endlich oben angekommen war, atmete er erst einmal erleichtert auf, bevor er seinen Weg durch die verschiedensten Zimmer bahnte, bis - ja, endlich! Er in einem Raum kam, der so aussah, als könnte er der gesuchten Person gehören. Ein boshaftes Grinsen und schon wühlte der Amerikaner bereits in den Sachen des Postboten rum, von denen die meisten - vollkommen gleich ob zerbrechlich oder sonst was - natürlich durch die Gegend flogen. Ob er etwas interessantes entdecken würde?

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    Well you look like yourself - But you're somebody else, only it ain't on the surface

     Well you talk like yourself - No, I hear someone else though - Now you're making me nervous..~

  • Völlig durch den Wind erreichte der Braunhaarige die Goethestraße. Die Augen auf den Gehweg gerichtet, mit dem Blick jedoch in seinen Gedanken versunken hastete er mit der Briefkiste immer noch unter dem Arm, auf die Nummer 13 zu. Trat auf dem Weg dorthin auf eine leere Graffitidose, welche ihn beinahe zu Fall brachte und ihm damit einen erneuten Krankenhausbesuch beschert hätte. Dirk grummelte ein paar Flüche und hob die Dose auf, da er den Müll nicht einfach so auf der Straße liegen lassen wollte. Seufzend schaute er sich nach einer Mülltonne um, fand allerdings etwas ganz anderes. Verkrampft schielte er auf die Dose in seiner Hand, dann wieder nach oben, auf die Dose, nach oben. Sog die kalte Luft scharf durch die Nase ein. Was soll der Scheiß. Er machte sich nicht wirklich Gedanken darüber wer das getan hatte, in Frage kam eigentlich zu allererst Luke. Doch wie sollte der so schnell vom Wald zu seinem Haus kommen und vor allem wie? Das war das wichtigste. Wie? Nicht wer, sondern wie kam dieser jemand dazu sein Haus zu finden und es mit einem so unnötigen und vor allem einem so offensichtlichen Satz zu beschmieren. Dirk spannte seinen Kiefer an. Was würden seine WG-Mitbewohner zu dem Scheiß nur sagen? Gott, konnte er nicht einmal sein trauriges Leben führen ohne, dass es noch schlimmer wurde?
    Dirk wandte sich überfordert ab. Er hatte genug für heute und die Sonne war noch nicht einmal ganz aufgegangen. Benommen taumelte er zur Haustür. Bemerkte nicht einmal, dass sie geöffnet war. Er machte sie einfach auf, als sei es normal, dass die Haustür um halb 6 offen stand. Er schmiss die Dose welche er immer noch umklammert hielt in den Mülleimer. Dann stürmte er die Treppe hinauf. Der Braunhaarige riss die Tür auf, knallte sie wieder zu, schmiss die Kiste ohne sich vorher umzuschauen auf den Boden und - Nun zumindest sollte sie auf dem Boden landen, stattdessen traf sie jemanden, der in seinen Sachen herumzuschnüffeln schien. Der Postbote brauchte eine Weile um zu realisieren was gerade los war. Schleierhaft meldete sich schließlich sein überarbeitetes Hirn mit der Meldung Einbrecher, welche jedoch ebenfalls nicht viel bei dem Braunhaarigen bewirkte, da immer noch nahezu reglos an der Tür stand. Nein. Das war kein Einbrecher. dummes Hirn. Es war "Kyle." Der dunkelhaarige Junge hatte gute Arbeit geleistet. Bei den wenigen Sachen, die Dirk besaß war es eigentlich schwer ein Chaos anzurichten, doch er hatte es wohl geschafft. Das Zimmer des Postboten erinnerte vom Inhalt mehr an eine Gefängniszelle. Er bewahrte nicht viele persönliche Dinge auf. Lediglich Jaspers Hemd, dessen Lederjacke und die Kiste, welche nun die Unordnung ergänzte, hatten einen emotionalen Wert für den Mann, von wertvollen Dingen musste man gar nicht erst anfangen. Dirk hatte schlichtweg nichts. Alles was der Einbrecher im Zimmer des Braunhaarigen finden würde, beschränkte sich auf leere Briefpapiere, einen Beutel voll mit Klamotten, einige Stapel an Büchern und uralten Platten sowie ein wenig Papierkram. Allenfalls der Schokoladenbunker unter seinem Bett und das ziemlich schlampig geführte Traumtagebuch unter seinem Kopfkissen konnten irgendetwas über Dirk aussagen. Doch mit seiner nüchternen Farbgebung, da Dirk vollkommen auf jegliche Art von Dekoration verzichtet hatte und selbst die Bettwäsche einfarbig weiß war, wirkte der Raum einfach nur langweilig. Wie ein Hotelzimmer oder das Zimmer in einer psychatrischen Anstalt. Wobei zweiteres wohl gar nicht so verkehrt gewesen wäre.
    Er war viel zu fertig um auf irgendeine Weise panisch oder wütend auf den Anderen zu reagieren, nicht einmal die Energie um perplex zu sein konnte er aufbringen. Als wäre es das normalste auf der Welt, dass der Eindringling in seinen Sachen wühlte, trat der Mann mit großen Schritten in die Lücken des Chaos', welche noch einen Teil seines Bodens freigaben, bis er bei seinem Bett angelangt war. Mit hinter dem Kopf verschränkten Armen ließ der Braunhaarige sich in sein Kissen fallen und starrte an die Decke. "Was machst du hier?", fragte er, als sei Kyle nur ein Freund, der auf einen Überraschungsbesuch vorbeigekommen war.
    Vermutlich war im Kopf des Postboten gerade eine Sicherung durchgebrannt, doch erfühlte sich angenehm entspannt. In seinem Kopf stieß Jas ein kurzes Lachen aus 'Du bist sowas von abgefuckt.'


  • Endlich, nach einer gefühlten Ewigkeit - da ertönte ein Geräusch, das Licht ging an und Kyle blickte kurz auf, nur um dann fast von einer Kiste im Gesicht getroffen zu werden, die er, nachdem sie von ihm abgeprallt und fast zu Boden gefallen war, happelig nach ein paar uneleganten Versuchen tatsächlich noch rechzeitig aufgefangen hatte, bevor ihr Inhalt sich ebenfalls über den Boden verstreut hätte und er viel zu dicht gewesen wäre, um diesen noch irgendwie vom Chaos unterscheiden zu können, das er veranstaltet hatte. "'What's up, Honey?", trällerte der Betrunkene mit einem breiten Grinsen als Begrüßung, bevor er sich die Kiste unter den Arm steckte und sich zunächst einmal mit seiner, inzwischen nur noch zu einem Viertel gefüllten, Vodkaflasche auseinander setzte, die er mit einem Zug leerte und dann ohne groß nachzudenken Richtung Fenster warf, es allerdings gekonnt um ein paar Meter verfehlte, ein lautes: "Whooops!", von sich gab und dann kurz auflachte, als er beobachten konnte, wie sich die Splitter mit dem restlichen Wirrwarr vermischten. Ein wenig verwirrt, aber nicht wirklich davon gestört, beobachtete er den Postboten dabei, wie dieser sich entspannt auf sein Bett schmiss und sich so benahm, als wäre die Anwesenheit des Barkeepers hier selbstverständlich - etwas, was vom Verhalten her zu Kyle gepasst hätte, aber doch nicht zum Braunhaarigen. Oder?
    Der Weinrothaarige torkelte ein Stück weit nach vorne, stolperte kurz über Dirks dummes Traumtagebuch, welches sicher schon bessere Tage gesehen hatte - die meisten Seiten waren erwähnenswerter Weise bereits rausgerissen worden, konnte sich jeder doch wohl denken, von wem - und hielt dann ein Stück weit vom Bett entfernt inne, während er sich kurz im Raum umsah und teilweise fast schon enttäuscht wirkte. "Wollt mir nur holen, was motherfucking mir gehört, Bitch. Immerhin schuldest du Arsch mir knapp 1000€, schon vergessen? Haha, Bro, wenn du mein scheiß Geschenk einfach so liegen lässt, dann muss ich mich ja wohl ein wenig entschädigen hier, nicht, Dirko?!" Der Jüngere machte eine ausschweifende Armbewegung, die auf den gesamten Raum deutete und gab dann ein genervtes Stöhnen von sich: "Aber man, du Wixer hast weniger, als 'n Bastard der unter der Brücke lebt, what the hell? Bist du irgendwie der ärmste fucking Schlucker der Stadt, Bro?" Er zog, inzwischen wieder hämisch grinsend, eine Augenbraue in die Höhe und bemerkte dann wieder, dass er ja noch etwas in seinen Händen hielt - Dirks Kiste! Ohja, mit der war er doch in die Nacht verschwunden! Der Russe hielt sie vor sich und begutachete die vielen Briefe, die durch seinen Alkoholkonsum verschwommen wirkten. "Was das? Ist es wichtig, Fucker?? Oh, hey - hey Bro! Brooo! Darf ich es anzünden? Please, sag mir ich darf den Shit anzünden, ahaha!" Lachend zog Kyle bereits sein Feuerzeug - und natürlich auch die passende Zigarette, wenn wir schon mal dabei waren - aus seiner Hosentasche und begann mit der Flamme rumzuspielen, wobei ihm das Werkzeug hin und wieder beinahe aus der Hand fiel, was ihn selbst jedoch nicht wahnsinnig störte. Vielleicht war er ein wenig zu betrunken, wenn man bedachte, dass der komplette Boden mit Papier und der ein oder anderen Pfütze Vodka bedeckt war.

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    Well you look like yourself - But you're somebody else, only it ain't on the surface

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