Die Korallenbucht und die Strandbar "Lulucoco"

  • [Cedric] & Ran


    Wie schmeckten Küsse? Nach Verrat sicherlich nicht, auch wenn er gerade eben solchen beging. Doch daran dachte er nicht, noch nicht. Alles was gerade zählte, war das Hier und Jetzt, der Hauch von Vergangenheit, der gerade in seine Gegenwart zurückgekehrt war. Eine unmöglich geglaubte Gegenwart. Sie verstand nicht, warum er so erschüttert war sie lebendig anzutreffen und er verstand nicht, wie er sie je tot geglaubt haben können. Ihre Lippen auf den Seinen schmeckten bittersüß, so wie es ihre Begegnung gerade war. In diesem Moment hatte nichts eine Bedeutung. Es war, als würde diese Handlung jegliche Gedanken die möglicherweise hochkrochen, unterdrücken, sodass er sich ganz dem Gefühl hingeben konnte. Als sie sich von ihm löste, kurz nur, spürte er sofort die Kälte, trotz der lauwarmen Sommernacht und dem kaum spürbaren Niesel. Der Hauch von Worten drang an seine Ohren, ehe sie ihn erneut küsste. Er hatte keine Möglichkeit dem zu widerstehen. Nur langsam begriff er, was sie zu ihm gesagt hatte. Schwerfällig begann sein Kopf, die Eindrücke zu verarbeiten, die sich ihm hier darboten. Etwas stimmte nicht. Etwas war ganz und gar falsch, an dem, was soeben vor sich ging. War es sein Kopf oder sein Herz, der dies zum Ausdruck brachte? Cedric löste sich von ihren Lippen, suchte stattdessen ihren Blick, als hoffte er so zu verstehen, was hier passierte. Er schien die junge Frau vor sich - seine einstige Verlobte - erst jetzt richtig zu sehen. Sie war echt. Ran war hier. Sie war weder Halluzination noch Traum noch sonst ein Trugbild seiner (Wahn)Vorstellung. Cedric ergriff mit einer Hand die ihre, um sie langsam von sich wegzuziehen. Währenddessen versuchte er die Einzelteile des Geschehens richtig zusammen zu setzen und ihm dämmerte langsam, was für einen gewaltigen Fehler er gerade begangen hatte. »Ich habe dich vermisst.« Es waren ihre Worte gewesen, die ihn hatten aufhorchen lassen. "Warum hast du mich dann verlassen?", fragte er, ihre linke Hand dabei noch immer fest umklammert. Als hätte er Angst, sie würde sich in Luft auflösen, wenn er sie losließ. Und war diese Angst nicht berechtigt? Obwohl Cedric leise sprach, waren die Worte in der nächtlichen Stille klar zu hören. Es schien fast, als würde selbst das Meer leiser werden, um dem Geschehen hier zu lauschen.

  • [Ran] bei Cedric


    1058-ran-o-shea-pngDie süße Stille ihres Kusses löste etwas unglaublich wohltuendes in ihrem Inneren aus. Etwas, nach dem sie die letzten Jahre immer wieder gesucht, danach verlangt hatte, aber vergebens. Natürlich hatte sie es versucht, über Cedric hinwegzukommen. In vier Jahren lernte man eine menge Menschen kennen, vor allem wenn man wie sie sehr oft betrunken in menschlicher Gesellschaft verbrachte, aber etwas vergleichbares zu der Liebe, die sie für Cedric empfand, und die Liebe, die Cedric damals für sie empfand, hatte sie nie gefunden. Und dieses frustrierende Gefühl war zum Teil einer der Gründe, die sie hierher geführt hatten. All die Jahre hatte sie sich in den Kopf gesetzt, dass es einfach jemand anderen brauchte, um über eine Liebe hinwegzukommen. So, wie die junge Teenagerin damals durch Cedric über Will hinweggekommen war. Doch bei dem diesem Blonden ging das anscheinend nicht so einfach. Vielleicht war es das ja auch einfach, vielleicht war er tatsächlich der eine, für immer? Es wäre nicht das erste Mal, dass sie diese Möglichkeit in Betracht zog. Bevor sie sich jedoch noch mehr in der bittersüßen Vereinigung ihrer beiden Lippen fallen lassen konnte, löste sich der Blondschopf von dem Kuss und hielt ihre Hand fest in seiner. Ein intensives Gefühl, welches ihr Herz höher schlagen ließ, aber gleichzeitig vermutlich auch notwendig, da er nur wenige Sekunden später genau die Frage stellte, vor der sie all die Jahre lang weggelaufen war. Eine Frage, die sich selbst immer wieder gestellt hatte, über deren Antwort sie sich selbst noch nicht einmal hundertprozentig sicher war. Am liebsten hätte sie den Kopf weggedreht, um dem durchbohrenden Blick Cedrics zu umgehen, zu überlegen, nach einer passenden Antwort zu suchen, aber er hielt sie fest. "Das ist nicht so einfach...", murmelte die Braunhaarige. Obwohl sie in ihrem Kopf immer sehr selbstbewusst ihre Entscheidung verteidigt hatte, wollte dieses Selbstbewusstsein gerade nicht an die Oberfläche gelangen. Die Erklärungen, die sie für selbstverständlich entschied, hatten plötzlich Fragezeichen über ihnen. "Das war alles nicht so geplant, wie ich es wollte", begann sie dann, in der Hoffnung Cedric würde wenigstens ihre Gefühle, die zu dieser Entscheidung führten, verstehen. "Ich hab mich damals für so ein Programm angemeldet, bei dem man sein Abitur im Ausland machen kann, einfach aus Jux, ich... hätte nie damit gerechnet, dass daraus was werden würde, deswegen hab ich nichts gesagt..." Irgendwie konnte sie es immer noch nicht verstehen. Klar, das Programm für welches sie sich angemeldet hatte, war keine hoch angesehene Privatschule, aber dass sie mit ihren Noten trotzdem irgendwie angenommen wurde, war definitiv ein Wunder. "Ich hatte es schon vollkommen vergessen, bis ich den Bescheid im Briefkasten gesehen hab. Die ersten Monate hatte ich den Umschlag einfach nur herumliegen. Ich war überzeugt davon, dass es nur 'ne Absage war, aber..." Sie konnte sich noch gut an das Gefühl erinnern, als sie den Umschlag öffnete und eine Bestätigung in der Hand hielt. Schock, Hoffnung, Unsicherheit, Aufregung, Wehmut. Auch, wenn sie sich selbst nicht genug Zeit gelassen hatte, um jedem dieser Gefühle und die Gedankengänge, die eben diese auslösten ausreichend Bedenkzeit zu geben, hatte für sie die Hoffnung gesiegt. Eine zerstörerische Hoffnung, die viel Trauer mit sich zog, aber für sie war es das wert gewesen. "Irgendwie haben sie mich doch angenommen. Vielleicht haben sie gelost, keine Ahnung, aber als ich den Umschlag aufgemacht hab, hatte ich nur noch ein paar Tage, um mich zu entscheiden, und..." Die Tränen kamen wieder in ihr hoch, nachdem sie von dem Kuss verdampft waren. Und ein kleines bisschen war sie über den Nieselregen froh, der ihre Tränen zumindest bis zu einem gewissen Grad verdecken konnten, sollte es zu einem Ausbruch eben jener kommen. "Ced, du weißt doch wie schlecht es mir ging, bei meiner Familie, in diesem Dorf... Ich musste da raus!" Ein Schluchzen entwich aus ihrer Kehle. Ein Zeichen der Schwäche, welches sie lieber in sich behalten wollte. Doch in seiner Präsenz war sie schon immer schwächer gewesen, als sonst. Und auch nach vier Jahren schien diese Tatsache noch immer zu zutreffen. Und so ließ sie die ersten Tränen zu, als sie die wenigen Zentimeter, die ihre Körper noch voneinander trennte überwand, und sich an seine Brust warf, die Hand, die noch immer in Cedrics Griff gefangen war, an seiner Schulter ruhend. "Ich wollte es dir sagen, wirklich! Auch nachdem ich weg war, wollte ich es dir so oft erklären...!" Ihre Stimme versagte, brauchte einige Sekunden, um wieder Kraft für die Worte zu finden, die sie noch aussprechen wollte, aussprechen musste. "Aber ich hatte solche Angst..." Worte, von denen sie wusste, dass sie stimmten. Worte, die sie schon lange realisiert und sich eingestehen musste, aber auch Worte, die sie vermutlich noch nie vor jemand anderem zugegeben hatte. Doch wenn sie sie nicht vor ihm zugeben konnte, wem konnte sie sich denn sonst noch öffnen? Es musste er sein. Es war schon immer er gewesen, so viel war ihr in diesem Moment klar. Und es gab noch mehr, was sie hatte sagen wollen. Noch mehr Dinge, die sie bis jetzt noch keinem anderen hatte sagen können, aber die Angst, die sie damals davon abgehalten hatte, sich bei Cedric zu melden, war noch immer präsent. Sie hatte schon so viel gesagt, so viel Schwäche und Gefühle preis gegeben, die sie am liebsten für immer vergraben hatte lassen wollen. Gerade jetzt wollte sie nur, dass Cedric es ihr gleich tat.

  • [Cedric] & Ran | Drama in Rot


    Wie ein Bild, welches in Berührung mit Wasser eine neue Gestalt annahm, erkannte Cedric langsam die Wirklichkeit hinter dem Schein, den er sich selbst vor Augen geführt hatte. Warum hatte sie ihn verlassen? Warum hatte er gefragt? War er überhaupt bereit dazu zu verstehen, welche Gründe seine einstige Verlobte gehabt haben mochte? Mehr als vier Jahre waren vergangen - vier sehr lange Jahre. Jahre, in denen sie offensichtlich ein gutes Leben geführt hatte. Sein Blick verdüsterte sich, auch wenn es in dieser nächtlichen Stunde nur schwer erkennbar war. Sie hatte ihn verlassen. Sie hatte ihn aus freien Stücken verlassen, ihn zurückgelassen, ohne auch nur ein einziges Wort der Erklärung. Jahrelanges Schweigen. Bis jetzt. Jetzt stand sie vor ihm, verändert und doch zugleich so als wäre kein Tag seit ihrem Verschwinden vergangen. Fremd und vertraut. Die Erkenntnis sickerte langsam durch ihn hindurch und er konnte nicht fassen, was sich hier gerade abspielte. Sie war tatsächlich zurück gekommen, nach so langer Zeit. Warum? Warum tat sie ihm das an? Hatte ihr Geist ihn nicht schon lange genug gequält? Ein boshafter Teil in ihm wünschte sich, sie wäre tot geblieben, anstatt ihn nun mit ihrer Präsenz zu foltern. Aber war es nicht das, was er sich immer gewünscht hatte? Was hatte sich geändert? Abgesehen von der Zeit an sich, die stets veränderte? Ah, natürlich. Aber er konnte sich jetzt nicht erlauben, daran zu denken. Das Lächerliche an der ganzen Sache? Ein winziger Teil von ihm konnte ihre Gründe sogar nachvollziehen. Der Teil, der ebenso stets die Schuld bei sich suchte. »Ich war nicht gut genug. Ich habe sie zu sehr eingeengt.« Aber das, was gerade wirklich präsent war, waren Schmerz, Verrat, Enttäuschung. Er hatte gelitten, sich Sorgen und Vorwürfe gemacht, während sie einfach weiter gegangen war. Nur ein Wort. Ein Wort hätte genügt. Und selbst dafür war er nicht gut genug gewesen? Nicht einmal das hatte er verdient? Er sah ihre Reaktionen jetzt, ihre Verzweiflung, hörte ihr Schluchzen und ließ doch nichts davon an sich heran. Ihr Vertrauensbruch saß zu tief, als das er gerade Mitleid oder Verständnis für Ran aufbringen könnte. Sie hatte ihn hintergangen und das auch noch auf eine berechnende Art und Weise. Seine Miene war steinern. Und doch, als sie sich an seine Brust lehnte, konnte er erneut nicht fassen, dass sie wirklich da war. Zurück. Die Erklärungen, die sie stockend von sich gegeben hatte, vermischten sich zu einem Rauschen in seinem Kopf, die das des Meeres noch übertönten. "Ich war deine Familie.", flüsterte er, diesmal so leise, dass es kaum zu hören war. Er zog die Frau, die er so lange geliebt hatte, nicht zu sich. Nein. Obwohl sie sich gerade bereits einmal so Nahe gewesen waren, war diese Nähe nun erdrückend. "Nur ein Wort.", begann er langsam, senkte den Blick nun von der Ferne auf ihr Haupt, während er langsam die Hände an ihre Schultern legte und dann sanft, aber bestimmt, etwas von sich schob. Er hielt sie dabei fest, nicht so sehr, dass es schmerzte, aber spürbar. Die Angst, sie könnte ihm erneut einfach durch die Finger gleiten, war unbewusst noch immer präsent. "Ein Wort hätte genügt. Damit ich weiß, was los ist. Hast du eine Ahnung, welche Sorgen ich mir gemacht habe? Was für Vorwürfe?" Die Verbitterung in seiner Stimme war nun auch in seinem Gesicht abzulesen und unbemerkt war Cedric ein wenig lauter geworden. "Ich habe versucht dich zu finden. Herauszufinden was los ist. Was passiert ist. Ich habe dir unzählige Male geschrieben!" Seine Stimme bebte, als er sich an die Zeit nach ihrem Verschwinden zurückerinnerte. Er war krank gewesen vor Sorge, verloren, verzweifelt, hilflos. Er hatte alles versucht, aber diese Unwissenheit hatte ihn innerlich aufgefressen. Für was? Nichts? Im Hinterstübchen seines Gewissens stellte sich die Frage, was er getan hätte, hätte sie mit ihm gesprochen. Es ihr ausgeredet? Sicherlich. Mit ihr gegangen? Vielleicht. Aber das hätte sie offenbar auch nicht gewollt. War es also Gnade oder Ungnade gewesen, nichts zu sagen? Aber hätte er dann nicht früher einen Schlussstrich zu ihr ziehen können? Der Schmerz wäre trotzdem da gewesen - aber anderer, wohl milderer Natur. Oder glaubte er das jetzt nur, nun, da er wusste, das es eine andere Möglichkeit gegeben hätte und es allein an ihrer Entscheidung gelegen hatte? Cedric ließ von ihr ab, entkräftet, verletzt und von Fassungslosigkeit übermannt. Er konnte nicht glauben, was sich hier gerade abspielte. Das das die Wahrheit war, die er so lange verzweifelt gesucht hatte. "Ich dachte du wärst tot.", wiederholte er ohne sie dabei anzusehen. "Dein Vater hat auf mich geschossen. Hier. Und mir dann diese Lüge ins Gesicht gespuckt." Ein gequälter Ausdruck entstellte sein hübsches Gesicht. Er hatte diesen Unfall stets für sich behalten, Matze war die einzige Person, der er davon erzählt hatte und auch nur, weil er der erste war, der ihn besucht hatte. Ein Zufall. Jetzt davon zu berichten war genauso absurd wie diese ganze Situation. Er blickte zu Ran zurück. "Ich wusste, dass ich ihm nicht glauben konnte und habe es doch getan. Irgendwann machte es auch keinen Unterschied mehr. Und welche Erklärung hätte es sonst geben können?" Sicherlich nicht die, die er gerade gehört hatte. Und doch war das die bittere Wahrheit, die er akzeptieren musste. Aber das konnte er nicht. Noch nicht. Vielleicht niemals.

  • [Ran] bei Cedric


    1058-ran-o-shea-pngAls Cedric bestimmt die Körper der beiden auseinander riss, hätte er wohl genauso gut ihr Herz nehmen und in seinen Händen zerreißen können. Und mit gutem Recht. Auf keinen seiner Vorwürfe könnte sie ein unwiderrufbares Argument bringen, welches ihre Handlungen in einem guten Licht dastehen lassen würde. Doch das registrierte ihr Kopf gerade nicht. Viel zu überschwemmt war er von seinen Worten, die ihr das Atmen erschwerten, als ob er ihr Herz in die Hand nahm, und es gerade so fest quetschte, dass sie noch mit genug Sauerstoff zum Überleben versorgt wurde, aber nicht mehr. Dabei hatte sie sich geöffnet. Eine Seite von sich gezeigt, die sie sonst niemandem gezeigt hätte. War ihm das etwa alles egal?! Verstand er nicht, dass es für sie bestimmt genauso schmerzhaft gewesen war, wie für ihn? Sie konnte sich nicht entscheiden, welches ihrer Gefühle gerade am intensivsten heraus stach. Enttäuschung, Wut, Verzweiflung, Sehnsucht? Während Cedric seine eigenen Probleme auf sie herabregnen ließ, hatte sie mit ihrem eigenen inneren Wirbelsturm zu kämpfen. Doch der Sieger war jemand ganz anderes, jemand unerwartetes war dem Schlachtfeld beigetreten und metzelte seine Gegner erbarmungslos nieder: Entrüstung. "EinWort?!" Stellte er sich das wirklich so einfach vor? Ungläubig schnaufte sie. Das konnte nicht sein Ernst sein. "Denkst du ernsthaft, es wäre so leicht gewesen? Ein Wort zu finden, das alles erklärt hätte? Hätte ich einfach nur 'London' schreiben sollen und dann hättest du Bescheid gewusst?" Verstand er denn nicht, was für eine Überwindung sie die Worte, die sie gerade ausgesprochen hatte, kosteten? Wenn sie sie auch nur irgendwie früher gefunden hätte, dann wäre sie ja wohl definitiv im Stande dazu gewesen, diese ihm auch mitzuteilen! Aber das konnte sie damals nicht. Sie konnte sich einfach nicht dazu durchringen, verstand ihre eigene Entscheidung selbst nicht. "Ich konnte es mir ja nicht mal selbst erklären...", murmelte sie wieder etwas leiser, weniger Trauer und mehr Wut waren in ihre Worte geflossen. Ob diese Gefühle an sie selbst gerichtete waren, oder an ihren Gesprächspartner, wusste sie nicht. Als Cedric seine Gefühle ansprach wusste sie, dass sie ihm eigentlich hätte sagen sollen, dass er sich zu gar nichts Vorwürfe hätte machen müssen. Immerhin hatte ihre Entscheidung nichts mit ihren Gefühlen für Cedric zu tun gehabt. Im Gegenteil, Cedric war zu dem Zeitpunkt wohl der einzige Grund gewesen, in Destiny Valley zu bleiben. Doch das wollte sie ihm nicht sagen. Nicht, nachdem er so auf ihrem Herzen herumgetrampelt hatte. Dafür war sie letztendlich zu stur. "Diese Nachrichten habe ich nie bekommen", sagte sie ehrlich. "Meine Gastfamilie hat mir gleich ein neues Handy gegeben. Mit einer neuen Nummer" Ihre Stimme hatte wieder ihre normale Tonstärke angenommen, aber statt ihre Gefühle mit in sie einfließen zu lassen, klang sie mittlerweile wie versteinert. Trocken. Trotzig. So gut es ging, versuchte sie ihre Gefühle wieder zu versiegeln, und schüttelte mit den Schultern seine Hände von ihr ab, damit sie sich die Tränen wegwischen konnte. Sie flossen zwar immer noch weiter, diesen Hahn konnte sie nicht mehr zudrehen, aber wenigstens wollte sie ihr Schluchzen unterdrücken, so gut es ging. Als Cedric endlich anfing zu erklären, wie er überhaupt darauf kam, dass sie tot war, schaffte selbst sie es nicht mehr, die steinerne Fassade aufrecht zu erhalten. Hatte sie das gerade richtig gehört? Ein paar Mal öffnete sie den Mund, schloss ihn jedoch wieder. Was zum Fick antwortete man auf so eine Aussage? "Ist das ein schlechter Scherz?" Schockiert suchte sie seinen Blick. Irgendetwas an dieser Aussage machte sie so sauer, dass sie gar nicht wusste, wo sie anfangen sollte. "Wieso zur Hölle triffst du dich mit meinem Vater?" Selbst sie hatte ihn nur einmal in ihrem Leben gesehen. Und so richtig viel Worte miteinander gewechselt hatten sie damals auch nicht. Vermutlich war das distanzierte Desinteresse beiderseitig gewesen, womit sie bis eben noch kein Problem gehabt hatte. "Wieso glaubst du ihm so einen Scheiß? Du weißt doch, dass ich keinen Kontakt zu dem Typen hab, und warum-" Genervt atmete sie aus dem innersten ihrer Kehle einmal tief aus. Erst jetzt realisierte sie den ersten Teil seines Satzes vollkommen. Dass es um ihren Vater ging, hatte sie so aus der Bahn geworfen, dass sie den noch unglaublicheren Teil seines Satzes erst jetzt bis zur Gänze in ihrem Kopf verarbeitet hatte. Ohne Kommentar hielt sie eine Hand an ihren Kopf und strich sich einmal durch die Haare, während die Information noch tiefer in sie eindrang. Rick. Ihr leiblicher Vater. Besaß 1. eine Waffe. Hatte 2. auf Cedric geschossen. Und das genau hier?! Es war also nach seinem Umzug passiert und das hieß auch, dass Rick... ebenfalls hierher gezogen war? Scheiße, hatte sich ganz Destiny Valley umgesiedelt? Und noch viel wichtiger, trugen alle auf einmal Waffen bei sich?! Was zur Hölle war denn los?! Und wenn sie noch so lange darüber nachdachte, die Worte, die sie für diese Situation passend sind, fand sie nicht. "What the fuck", flüsterte sie nur, kopfschüttelnd, mehr zu sich selbst, als zu ihrem Gegenüber. In der Hoffnung, dass Ced ihr diesen Umstand noch näher erklären würde, auch wenn sie momentan keine Worte fand, um eine Frage zu nach diesem Ereignis zu bilden, schaute sie ihm in die Augen.

  • [Cedric] & Ran


    Ihre Reaktion, ihre Rechtfertigungen und Gründe, lösten gerade nur ein Gefühl in ihm aus: Wut. Er spürte nach wie vor die Enttäuschung, die Verwirrung und die Fassungslosigkeit, aber gerade wurde er einfach wütend. Ein Gefühl, dass sich eiskalt in seinem Inneren anfühlte und ihm so fremd war, dass es einen Moment brauchte, um es korrekt zu definieren. Es gab nicht viel, was Cedric aus seiner kühlen Ruhe bringen konnte, aber von einer wiedergekehrten, tot geglaubten Verlobten die Wahrheit über ihr Verschwinden zu erfahren gehörte definitiv dazu. "London also.", wiederholte er kühl, was er soeben herausgehört hatte. Cedric rang mit sich. Zum einen hätte er ihr am liebsten Kontra zu ihrer Erklärung der Dinge gegeben. Zum anderen versuchte er inständig ihre Beweggründe zu verstehen - warum sie so gehandelt, warum sie keine andere Möglichkeit gesehen hatte. Oder wollte sie irgendwann einfach keine Optionen mehr in Betracht ziehen? Lieber vergessen - ihn vergessen - als sich ihren Fehlern zu stellen? Und warum nur hatte er das Gefühl das auf eine groteske Art und Weise verstehen zu können? Es war dieser Hauch von einem ähnlichen Gefühl, einem geteilten Leid womöglich, dass ihn wissen ließ, irgendwann könnte er ihr gegebenfalls verzeihen. Ein hysterisches Lachen klang in seinem Inneren wider. War er wirklich so dumm und würde das zulassen? Er würgte sie ab, fokussierte sich stattdessen auf Ran, neu davon angestachelt. "Nun, wenn es so leicht war plötzlich nach London abzuhauen, was war dann so schwer, Bescheid zu geben und Schluss zu machen? Warum kommst du jetzt?!" Ah, es war nicht fair. Er war nicht fair, aber es war ihm egal. Er war verletzt, mehr als je zuvor und alles was er wollte war, sie diesen Schmerz auch spüren zu lassen. Sie hatte zwar gesagt, dass sie sich alles selbst nicht ganz erklären konnte, aber wenn sie es schon für sich nicht wusste, wie könnte er es dann verstehen? War ein Lebenszeichen wirklich zu viel verlangt gewesen? Sie verlangte sein Verständnis, aber hatte sie für einen Moment lang überlegt, in welchem Loch, mit welcher Unsicherheit sie ihn bewusst zurück gelassen hatte? Er konnte es nicht glauben. Er hatte stets alles für sie gegeben und sie hatte nicht einmal den Mut aufbringen können, ihm ehrlich zu sagen was los war und was sie vorhatte. Mangelndes Vertrauen? Und immer wieder die Frage, was er falsch gemacht hatte, dass sie das Gefühl hatte ohne ein Wort verschwinden zu müssen. Als sich ihre Tonlage änderte, sah er erneut zu ihr. Er kannte diese Reaktion von ihr, diesen Schutzmechanismus aus Trotz und einer kontrollierten Fassade. Doch ganz unter Kontrolle hatte sie sich heute nicht, sah er doch deutlich die Tränen unter dem sanften Regen hervorstechen. Ein irrationaler Teil in ihm konnte es noch immer nicht ertragen, sie weinen zu sehen, wollte die nassen Tropfen aus ihrem Gesicht wischen und von ihr nehmen. Wie kam es, dass er trotz seines Zorns, seiner Enttäuschung, so von ihr dachte? Aber das war nach wie vor seine Ran. Was war es, was in ihm vergraben lag und das er nie gänzlich loswerden konnte? War es Liebe? Nein. Nein, das konnte nicht sein. Nicht mehr. War es der Rückblick in die Vergangenheit, dass ihn zu seinem alten Selbst zurückzog - oder das gar aus ihm machte? War es die Möglichkeit, die sie gehabt hätten und der Versuch diese Möglichkeit aufrecht zu erhalten? Er wusste es nicht. Aber war es dieser Impuls gewesen, der ihn dazu verleitet hatte, sie zu küssen - sie zu küssen wie damals, als wäre kein Tag der Abwesenheit zwischen ihnen gestanden? Wie konnte er das verantworten? Sich selbst gegenüber, Ran - und Noita? Himmel, was hatte er getan? Noch bevor er sich weiter darüber Gedanken machen konnte, schien Ran seine letzte Information verarbeitet zu haben. "Warum ich mich mit-- Das ist deine Frage?", sagte er fassungslos und fuhr sich aufgebracht durch die Haare. Als ob das noch wichtig wäre! "Wir haben uns zu einem romantischen Rendezvous verabredet, was denn sonst?", feuerte er zynisch hinterher. Als ob er sich mit diesem Mann freiwillig treffen würde! Allein bei dem Gedanken daran, dass Rick noch freien Fußes in Riverport sein Unwesen trieb, drehte sich ihm der Magen um. "Warum ich ihm geglaubt habe? Was hätte ich sonst glauben sollen? Es war zumindest eine Antwort! Du hast mir ja keine gegeben." In dem Moment, als er blutend im Sand lag, war auch der Gedanke nicht abwegig gewesen Rick hätte sie umgebracht. Ein Mann, der einen anschoss konnte man immerhin einiges zutrauen. Natürlich war es verrückt. Aber verrückter als all die anderen Dinge, die zu diesem Zeitpunkt geschehen oder bereits passiert waren? Er konnte nicht fassen, dass sie diese Auseinandersetzung gerade hatten. Außerdem sollte ihr wohl klar sein, dass die Konversation an dieser Bucht damals kein netter Sonntagnachmittagsplausch gewesen war und er sicher nicht ein Leichtes an den Worten jenes Mannes hing, der ihn verfluchte Scheiße nochmal angeschossen hatte. Er hatte die Option auch zuvor schon in Betracht gezogen. Entweder das oder sie hatte ihn ohne eines Wortes verlassen. Es ging also nicht darum, ob er Rick geglaubt hatte - sondern vielmehr, welche von beiden Möglichkeiten er hatte glauben wollen. Welche einfacher zu glauben war. Welche schöner. Wenn sie das nicht begriff - oder nicht begreifen wollte - gut. Vielleicht beruhte das dann auf Gegenseitigkeit und sie hatten sich nichts mehr zu sagen. Tatsächlich legte sich eine Welle des Schweigens über sie, unterbrochen nur von dem kurzen »what the fuck«, dem Cedric in Gedanken nur zustimmen konnte.

  • [Ran] bei Cedric


    1058-ran-o-shea-pngBei jedem neuen Wort, das Cedric ihr ins Gesicht spuckte, hätte sie am liebsten losgekotzt. Konnte er es wirklich nicht verstehen, oder wollte er es einfach nur nicht? Das Gefühl, mit einer Wand zu reden, wurde immer prominenter in ihrem Kopf. "Hörst du mir überhaupt zu? Es war ganz und gar nicht leicht!" Wie hatte er sich das denn vorgestellt, dass sie einfach den Bescheid geöffnet hatte und dann gleich dachte 'Juhu, raus aus diesem Kaff in den nächsten Flieger!'? Nein, so war das mit Sicherheit nicht gewesen. Sie hatte jede Stunde, bis sie in diesen Flieger gestiegen war, Zweifel gehabt. Konnte kaum schlafen, kaum etwas essen, und hatte das bedrückende Gefühl, mit niemandem darüber reden zu können. "Weil ich das einfach ein für alle Mal geklärt haben muss", antwortete sie trocken darauf, warum sie gerade jetzt aufkreuzte, obwohl sie innerlich vor Wut kochte. "Wärst du etwa so glücklich gewesen? Wenn du gedacht hättest, dass ich tot wäre?! Hätte so etwa dein best case scenario für die Zukunft ausgesehen?" Unglaublich, dass sie ihm überhaupt so eine Frage stellen musste. Klar, die Wut hatte sie irgendwo auch vorhergesehen, hatte damit gerechnet, aber jetzt mit ihr konfrontiert und gleichzeitig von ihren eigenen Gefühlen so überrumpelt zu werden, dafür hatte die Braunhaarige keinen back up plan. Am besten wäre es gewesen, wenn sie sich gar nicht erst geküsst hätten. Wenn sie gleich von Anfang an miteinander gestritten hätten, dann würde sie sich wenigstens nicht so plötzlich zurückgestoßen fühlen. Dann hätte sie schon von Anfang an ihre schützende Haltung angenommen, wäre vielleicht bei der ganzen Sache cooler - Ach, wem machte sie etwas vor. Sie hätte genauso vor Wut geschäumt, wie jetzt. Wer würde sich denn nicht so fühlen, wenn ihm solche Dinge nicht an den Kopf geworfen wurden? Und eine kleine Stimme in ihr rief ebenfalls auf, meinte behaupten zu müssen, dass der Kuss mit ihm ganz und gar kein Fehler war, dass irgendetwas in ihr genau eine solche Berührung schon lange gebraucht hatte. Doch die ignorierte sie gekonnt. Sie hatte gerade nichts zu sagen. Wenn wir bei der Schlachtfeldmetapher blieben, lag diese Stimme jetzt gerade halb blutend am Boden und röchelte ihre letzten Worte, während die Entrüstung dabei war, mit der Wut und Enttäuschung eine Allianz zu bilden, als Cedric dann auch noch den Nerv besaß, ihr mit Sarkasmus zu kommen. Du blöder...- Oh, was für Beleidigungen sie ihm gerade gerne an den Kopf geworfen hätte! Wie konnte es sein, dass die Person, die ihr mal das sicherste und vertrauteste Gefühl gegeben hatte, zu einem solchen Arschloch mutieren konnte? "Und da hast du die erstbeste Antwort von jemandem genommen, der auf dich geschossen hat?? Und warum zum Teufel hat er überhaupt auf dich geschossen?" Wollte er sie jetzt ernsthaft mit dieser Info 'Übrigens dein Vater auf mich geschossen' einfach so im Regen lol stehen lassen, ohne weitere Details? Die nächsten Sekunden verbrachten sie zur Abwechslung schweigend. Hatten sie sich abgekühlt? Wohl kaum. Aber vielleicht war der erste wütende Schwall vorüber und es war gerade Halbzeit? Es dauerte nämlich nicht lange, bis die Braunhaarige wieder Worte fand, auf die sie eine Antwort verlangte. "Weißt du", begann sie. Mittlerweile hatte sie ihre Wut zumindest so gut unter Kontrolle, dass sie ihre Worte wieder gezielter wählen konnte. "Genau das war der Grund, warum ich dieses Gespräch nicht führen wollte. Denkst du ernsthaft, es wäre vor vier Jahren anders abgelaufen? Als wir praktisch noch Kinder waren?" Warum genau sie diesen Satz so gesagt hatte, wusste sie nicht einmal, nachdem sie ihn ausgesprochen hatte. Wollte sie ihn nur noch mehr auf die Palme bringen? Dachte sich ihre sture Seite 'Jetzt erst recht'? Es stimmte, dass sie sich zumindest bei diesem Satz bewusst war, dass sie ihn damit vermutlich verletzen würde, aber gerade sah sie die Konsequenzen, die sich aus diesem Satz ziehen würden, nicht. Gerade sah sie nichts, außer rot.

  • [Cedric] & Ran | Drama in Rot


    Eine Welle der Stille legte sich über sie beide, begleitet nur vom sanften, nahezu geräuschlosen Regen, der mittlerweile ein ruhiges, beständiges Potenzial entfaltet hatte. Sie hatten sich gegenseitig einiges an den Kopf geworfen, oh ja, und vielleicht war allein das der Grund, warum dieser kurze Augenblick des Schweigens sich doch in die Länge zog. Ihre Annahmen machten ihn noch immer wütend und er hasste dieses Gefühl, dieses heiße Brodeln in seinem Inneren, welches jegliche Klarheit unterdrückte. Es war zwecklos. So, wie sie sich jetzt benahmen, war es ganz einfach zwecklos. Ihr Unverständnis löste in ihm ein hilfloses Gefühl aus, weil er nicht wusste, wie er ihr seine Lage die letzten Jahre über begreiflich machen konnte. Wollte sie überhaupt verstehen oder war sie nur hier um ihren Fehler auszubügeln, um sich künftig im jeglichen Recht zu sehen? Es hatte keinen Sinn dem anderen seine Sichtweise weiterhin stur in den Kopf hämmern zu wollen, wenn niemand bereit war ernsthaft zuzuhören. Cedric atmete die frische Nachtluft ein und versuchte so seinen kühlen Kopf wieder zu erlangen. Schwierig. Er hatte immer gedacht, Ran zurück zu bekommen, würde eine Welle des Glücks und der Erleichterung hervorrufen. Und jetzt? Das mochte vielleicht einmal so gewesen sein - aber es war lange her. Das Schweigen dauerte an und Cedric erkannte, das er an der Reihe war eine Antwort zu geben. Und wie gerne hätte er weiter gemacht, sie angeschrien, seinen Zorn herausgebrüllt bis sie endlich kapierte, auch wenn er im Gegenzug kein Stück dazu bereit war Verständnis zu zeigen. Aber er konnte nicht. Er ließ es sein, weil ihm all das plötzlich so sinnlos vorkam, dieser ganze Streit. Cedric fühlte sich erschöpft. Fehler waren längst begangen und nicht mehr rückgängig zu machen - irgendwann mussten sie lernen, das zu akzeptieren, warum also nicht gleich jetzt? Feigling, höhnte eine innere Stimme. Warum, weil er nicht Mutes genug war, das Wortgefecht weiter zu verschärfen? Schwächling. Weil er nicht die Kraft aufbrachte, sich ihr weiterhin auf diese Weise entgegenzusetzen? Aber war das wirklich der Weg? Cedric öffnete den Mund, wusste trotzdem nicht recht wo er anfangen sollte. "Wer sagt, dass ich nicht glücklich gewesen war...?", meinte er langsam, gar bedächtig. Die Aussage war in keinster Weise provokant gemeint, sondern lediglich eine reine Feststellung. Sie wusste nicht, wer er in den vier Jahren geworden war - war ihre Annahme daher nicht sogar dreist? Glaubte sie, sein Glück wäre abhängig von ihr gewesen - glaubte er es? Auch wenn Cedric, kaum das er gefragt hatte, selbst erkannte, wie verdammt ironisch das gerade war. Dennoch fuhr er fort: "Irgendwann war es egal. Da bist du für mich gestorben. Ich habe nicht geglaubt, dich jemals wieder zu sehen." Cedric fixierte seinen Blick auf die Frau vor ihm, als könnte er das auch jetzt noch nicht. Auch diese Worte waren nicht in der Intension gesprochen, sie zu kränken, sondern erneut eine reine, sachliche Feststellung. Er hatte einen Schlussstrich gezogen - ziehen müssen - ansonsten hätte er nie den Schritt geschafft, sie hinter sich zu lassen. Warum er sich nun so um eine nüchterne Betrachtungsweise bemühte? Entweder das oder seine Gefühle hätten ihn erneut übermannt. Ob er vor Wut explodiert oder vor Schmerz gestorben wäre sei dahingestellt. Er musste seine Emotionen daher klein halten - und konnte es. Man könnte fast schon sagen, es wäre typisch für ihn, auch wenn dieser Gedanke ein wenig bitter schmeckte. Aber sprach man nicht daher auch von einer »bitteren Wahrheit«? Und wie passend es schien, das Ran gerade nun nach eben den Hintergründen des schicksalhaften Malheurs fragte. Aber Cedric wusste darauf keine Antwort. Er wusste es nicht und daran erinnert zu werden, dass ihm immer noch ein Teil des Puzzles fehlte, vergrämte ihn noch mehr. Ced steckte seine Hände in die Hosentaschen und zuckte daher nur kurz mit den Achseln. "Ich weiß es nicht.", sagte er leise, "Vielleicht stimmt das alles nicht und ich bin damals auch gestorben?" Er dachte nicht über die Worte nach, die er gerade ausgesprochen hatte, zu sehr war sein Kopf nun in der Hypothese gefangen - und in der Erinnerung. Er hatte nicht klar denken können. Er hatte überhaupt nichts tun können. Während jener Mann über ihn thronte und seine Welt durchtränkt wurde von rot, rot, rot. Ein wahr gewordener Albtraum. Warum nur wollte da niemand verstehen, dass er fürchtete auch andere Irrealitäten könnten sich als Wirklichkeit entpuppen? Hölle. Seine ganz persönliche Hölle. Wie ironisch, dass ausgerechnet Ran es war, die ihn nun aus diesen Gedanken riss. Auch sie klang nun ruhiger, aber Cedric verließ sich nicht darauf, dass sie es auch wirklich war. Ein Hauch von Überraschung war in seinen Augen zu sehen, als sie ihrer Meinung einen Klang gab. Eine merkwürdige Ruhe überkam ihn. Nicht die kontrollierte Nüchternheit von vorhin, in der seine Anspannung immer noch präsent gewesen war. Mehr ein Gefühl von Klarheit. Er war nicht sauer. Er war nur müde. "Wir werden das wohl nie erfahren.", erwiderte er, da er ehrlich keine Antwort auf ihre Hypothese wusste. Im Nachhinein konnte man sich nie zu hundert Prozent sicher sein, was wirklich gewesen wäre - man konnte nur darüber spekulieren. Und das half ihnen beiden nichts. "Es kommt mir fast länger vor als vier Jahre.", sagte er, auch wenn diese Meinung im Grunde bedeutungslos war. Unbemerkt wollte sich sein inneres Feuer wieder anfachen, die Flammen die spuckten: Es wäre anders gelaufen, weil du mich nicht hintergangen hättest. Es wäre anders gelaufen, weil ich dich nicht tot geglaubt hätte. Es wäre anders gelaufen, weil ich nicht um dich getrauert hätte. Es wäre anders gelaufen, weil du mich nicht so hättest brechen können, wie du es stattdessen getan hast. Sich zusammen zu reißen und ihr nicht wieder Vorwürfe zu machen, für etwas das sich nicht mehr ändern ließ, stellte ein heikles Stück Arbeit dar. Cedric suchte den Blick von Ran und als er sie ansah, war jedoch nicht die Wut in seinen Augen zu erkennen, sondern lediglich ein Ozean der Trauer. "Ich kann verstehen, dass du weg wolltest.", begann er und ihr allein dieses Zugeständnis zu machen, kostete einen Gewaltakt der Überwindung. Mit bemühter Stimme fuhr er fort: "Beantworte mir nur eines: Wolltest du damals auch weg von mir?"





    AU


  • [Ran] bei Cedric


    1058-ran-o-shea-pngSeine Aussage verpasste ihr einen Stich ins Herz. Wie konnte es auch anders sein? Sie hatte schon oft darüber nachgedacht, ob sie die einzige war, die immer wieder an den anderen gedacht hatte, an den unaufgeräumten Scherbenhaufen, den sie zurückgelassen hatte, aber konnte sich letztendlich doch immer wieder davon überzeugen, dass beide diese Art von Closure brauchen würden. Sie konnte sich einfach nicht vorstellen, dass sie mit ihren Gefühlen komplett alleine war und das war momentan auch einer der wenigen Gründe, warum sie sich trotz Cedric's provokantem Kommentar nicht wieder in die hitzige Rage von vorhin versetzen ließ. "Ach ja? Muss kein besonders tiefliegendes Glück gewesen sein, wenn du dich von meinem Anblick so aus der Bahn werfen lässt" Je mehr sie darüber nachdachte, des do weniger war sie bereit, ihm zu glauben. So aufgebracht wie eben verhielt man sich doch nicht gegenüber einer Person, die für jemanden gestorben war. Zumindest würde sie sich nicht so verhalten. "Das kauf ich dir nicht ab" Vielleicht tat sie das nicht, weil sie nicht wahrhaben wollte, dass Cedric glücklich sein konnte. Einfach nur, weil sie es nicht war. Weil sie die ganze Zeit verzweifelt nach diesem erfüllenden Glück gesucht hatte, welches Cedric ihr gegeben hatte, und es nicht gefunden hatte. Doch diesen Gedanken, diesen erbärmlichen Gedanken, wollte sie nicht an sich heranlassen. Lieber widmete sie sich ihrer eigenen Version des Geschehens, ihrem Wunschgedanken, als ihre mögliche Unwichtigkeit auch nur in Erwägung zu ziehen. Doch während sie ihre Wut gegenüber dem Blonden noch im Zaum halten konnte, so kam ihr immer wieder die Galle hoch, wenn sie an Rick dachte. Der Schock war dem Zorn gewichen, und in ihrem Kopf konnte sie nur noch darüber nachdenken, wie sehr sie ihren Erzeuger jetzt aufsuchen und zusammenstauchen wollte. Was fiel ihm ein, so eine Scheiße zu labern?? "Oh, wir werden es erfahren. Zumindest einer von uns, so viel ist klar", murmelte sie aggressiv, ihr Blick nach unten gerichtet, mehr zu sich selbst, als zu ihrem Gegenüber. Ihr wurde klar, dass Cedric genauso wenig über die Situation wusste, wie sie. Es brachte also nichts, ihn mit Fragen zu bombardieren, die er sowieso nicht beantworten konnte. Sie würde mit diesen Fragen lieber an die Wurzel allen Übels gehen, und Antworten verlangen. Fuck. Noch ein Grund mehr, um nicht einfach wieder nach London abhauen zu können. Warum häuften sich die Gründe dafür nur so? Dass es vielleicht keine besonders gute Idee war einen Mann aufzusuchen, der nachweislich jemanden angeschossen hatte und vermutlich immer noch eine Waffe bei sich trug, so weit dachte sie gerade nicht. Gerade war sie einfach nur entschlossen, ihm die Meinung zu geigen. Wer weiß, vielleicht wäre dieses Gespräch ja sogar anders gelaufen, wenn dieser Hundesohn von Vater ihm nicht diesen bullshit über ihren angeblichen Tod erzählt hätte? Der Kommentar des Blonden riss sie dann doch wieder aus ihrer blinden Wut und sie musste sich wieder mit der Realität, mit dem Hier und Jetzt auseinandersetzen. Nicht mit dem was war, oder noch werden würde. "Vier Jahre waren lange genug", kommentierte sie diesen. Und auch, wenn das Gespräch mit ihm bis dato ziemlich turbulent verlaufen war, so war sie doch froh, hier zu stehen, und die Angelegenheit zu klären, die sie für besagte vier Jahre verfolgt hatte. Was auch immer heute passieren würde, bis sie auf einen gemeinsamen Nenner kamen, würde sie sicher nicht verschwinden. Und wenn sich das Nieseln in einen strömenden Platzregen verwandelte, diesmal würde sie nicht wegrennen. Das war sie nicht nur Cedric, sondern auch sich selbst schuldig. Seine nächste Aussage kam jedoch unerwarteter, als ein eventueller Platzregen. Hatte er gerade wirklich die Worte ausgesprochen, die sie die ganze Zeit schon hören wollte? Er konnte sie verstehen? Sie unterdrückte den leichten Schwung von Freude, der in ihr aufkeimen wollte. Bestimmt kam jetzt noch so etwas wie ein 'aber'. Doch sein nächster Satz war nichts dergleichen. Eine vollkommen legitime Frage kam über seine Lippen. Eine Frage, zu der sie sogar eine klare Antwort wusste, zu der sie stehen könnte. "Nein", antwortete sie bestimmt. War das nicht offensichtlich? Was für einen Grund hätte es denn gegeben, von ihm wegzuwollen? Er war der einzige Grund, warum sie überhaupt hier geblieben wäre. Wehmütig dachte sie an ihr Ich von vier Jahren zurück, die Panik, die sie verspürt hatte, als ihr klar wurde, dass ihr Verlobter auf der Pro und Kontra Liste ganz alleine stand, während die Gründe Destiny Valley zu verlassen, immer mehr wurden. Immer schwerer. Und so gut sich Cedric auch auf der Waage gegen die Scheiße in ihrer Gegenwart machte, so hatte sie Angst, dass es nicht genug für die Zukunft war. Dass sie irgendwann bereuen würde, nicht gegangen zu sein. Wer weiß, vielleicht hätte Cedric sie sogar verlassen, und dann stand sie da, ganz alleine, mit einer versauten Gelegenheit, die sich vermutlich nie wieder ergeben würde. Ob das aber wirklich damals eine ihrer Sorgen war, oder sie sich diesen Grund nicht im Nachhinein dazugedichtet hatte, um ihre Entscheidung zu entschuldigen, war ihr nicht bewusst. Schließlich war sie sich vorher doch immer so sicher gewesen, dass Cedric sie als einzige Person nie verlassen würde, oder nicht? "Du warst der einzige Grund, warum ich überhaupt dageblieben wäre, aber..." Sie dachte noch einen Moment lang nach, wie sie ihre Worte formulieren sollte. Mittlerweile wollte sie nämlich kein provokantes Minenfeld für den Blonden auslegen, in Erwartung, dass er auf sie treten und wütend werden würde. "Ich hab einfach keine Zukunft mehr für mich gesehen. In dieser Stadt. Mit meiner scheiß Familie. Ich wollte einfach nichts bereuen..." Ironisch, wenn man bedachte, dass sie durch ihren Abgang eine ganze Menge an Dingen bereut hatte. Und am liebsten hätte sie es ausgesprochen. 'Leider hat letzteres nicht ganz geklappt'. Doch gerade fühlte sie sich geschlossen. Sie hatte ihm vorhin schon eröffnet, was für eine Angst sie gehabt hatte, und er hatte es ignoriert und ihr nur Vorwürfe gemacht. Gerade war sie für das erneute Risiko, Schwäche zu zeigen und Ablehnung zu erfahren, nicht bereit.

  • 1942-signatuuur-jpg

    Funny how you think I'm bothered, Know I'm nothing like the others.
    You shouldn't have messed with me, 'cuz I heard... That you're afraid of monsters, monsters.. ~

  • [Cedric] & Ran


    Auch wenn Cedric an seine Besonnenheit appellierte, nach der Klarheit griff und die Emotionen klein zu halten versuchte, trafen ihre Worte ihn mitten ins Herz. »Muss ja kein besonders tieflegendes Glück gewesen sein.« Cedric biss sich auf die Unterlippe, um ihr nicht versehentlich eine weitere Provokation ins Gesicht zu pfeffern. Nein. Über diesen Punkt war er hinaus, er wollte seine Kraft nicht mit weiteren Sinnlosigkeiten verschwenden. Aber - verdammt nochmal - den Anblick einer Person, mit der man nie wieder in seinem Leben gerechnet hatte, hätte wohl jeden aus der Bahn geworfen, egal an welchem Punkt er sich gerade befand. Dafür musste man die Person ja nicht einmal für tot halten, oder? Das hatte nichts mit seinem Glück zu tun. Seinem kleinen, zerbrechlichen Glück, das er doch gerade erst gewonnen hatte. Das er sich seit kurzem erst überhaupt zugestand. Wie lange war er ihrem Schatten hinterhergelaufen, wie lange, hatte er geglaubt, es nicht verdient zu haben glücklich zu sein? Kaum, da er seiner eigenen Einstellung zu ändern bereit war, kehrte sie zurück und wollte ihm das bisschen wieder nehmen, das er besaß. Es lag an ihm dies zuzulassen oder zu verweigern, aber ob er dazu auch die notwendige Stärke besaß? Es war lächerlich, einfach nur lächerlich. Nichts davon sagte er ihr, denn ebenso wie sie, hatte er sein Vertrauen verloren. Sie hatte ihn mit den offensichtlichen Werten schon nicht verstanden, wie könnte sie ihn in dieser Hinsicht verstehen wollen? Daher seufzte er nur und alles was er sagte war: "Ich bin noch nie ein guter Lügner gewesen." Sollte sie glauben was sie wollte - aber zumindest daran musste sie sich doch erinnern. Aber ob das noch stimmte? Am Ende war auch das nichts als eine weitere Lüge. Er machte einen Schritt rückwärts, brachte noch ein wenig mehr Abstand zwischen sie. Sie waren wie zwei Magnete, zogen sich an und stießen sich ab, je nachdem, wie sie gerade gepolt waren. Unberechenbar. Ihre Nähe - ihre ganze Präsenz - schmerzte und er wusste nicht, wie viel davon er noch ertragen konnte. Und schließlich gab sie ihm die Frage, die er sich nicht nur jetzt, sondern jahrelang gestellt hatte. Wollte sie weg von ihm? Nein. Nein, das war es nicht gewesen. Das nicht. Ein Teil von ihm atmete erleichtert auf, bedeutete es doch, das ihn keine Schuld traf. Nicht gänzlich. Gleichzeitig war es wie ein weiterer Schlag in sein Gesicht. Er war es nicht, die sie zur Flucht bewogen hatte - und doch war sie gegangen ohne mit ihm zu reden. Warum? Er hatte sie gefragt und keine ihrer Antworten war in Bezug auf das zufriedenstellend gewesen. Könnte er sie je verstehen? Cedric richtete den Blick gen Himmel, hoch zu den Wolken, die die einstmals Liebenden beweinten. Der Regen war in der Zwischenzeit stärker gewonnen, doch das kümmerte ihn nicht. Er blinzelte nur, als sich weitere Himmelstränen von oben herab in sein ohnehin schon nasses Gesicht gesellten. Wie seltsam, dass trotz dieser Situation keine einzige Träne von ihm selbst kam. "Bereust du es jetzt?", fragte er, ehe er seinen Kopf wieder in eine normale Position brachte. Er fragte sich, wie die Antwort aussehen würde, ein Versuch vielleicht, sie ein wenig besser zu verstehen. Doch es war zweifelhaft, ob sie dazu überhaupt etwas sagen würde. Man hatte mit Worten um sich geworfen und gleichzeitig versucht, das eigene Herz dabei zu schützen. Ein wahres Schlachtfeld an Emotionen, welches sich zu Zeuge des Meeres hier abspielte. Zwischen ihnen war keine Frage zu direkt, hatten sie doch genug zusammen und getrennt voneinander durchgemacht. Aber genau diese Trennung war es, die ihn fragen ließ, ober diese Frau vor sich überhaupt noch kannte.

  • [Ran] bei Cedric


    Ihre langen Haare klebten an ihren Schultern, ihrem Rücken. Mittlerweile war der Nieselregen stärker geworden, und die warme Flüssigkeit tropfte an ihrem Körper herab. Wirklich spüren tat sie dieses Gefühl jedoch nicht. Es hatte nicht die selbe Wichtigkeit, nicht die selbe Schwere, wie das Gespräch, das sie gerade führte. Wie die Gedanken, die ihr währenddessen durch den Kopf strömten, als Cedric sprach. Ja, damals war er definitiv kein guter Lügner gewesen. Sie hatte ihn eigentlich immer für einen recht simplen Jungen gehalten, der offen mit seinen Gefühlen umging, seinen Gefühlen ihr gegenüber mit eingeschlossen. Doch wie sie schon in der Bar mit Simon erfahren durfte - vier Jahre konnten anscheinend eine Menge ändern. Immer mehr wurde in ihr das zynische Gefühl breit, dass die Bündnisse ihrer Vergangenheit nichts mehr bedeuteten. Zumindest nicht so viel, wie sie dachte. Und - was hatte sie sich überhaupt gedacht? Hatte sie wirklich geglaubt, dass auch nur eine winzige Möglichkeit bestand, dass sie doch noch zueinander finden würden? Wie unglaublich lächerlich kam ihr dieser Gedanke jetzt vor. "In vier Jahren verändert sich vieles", zischte sie mit einer versteinerten Miene, mehr zu sich, als zu Cedric, wandte ihre Augen, während sie diesen Satz sagte, ab. Eine seltsame Empfindung machte sich in ihr breit. Irgendwie wollte sie das Gespräch noch weiter führen, noch weiter mit ihm reden, aber irgendwie wollte sie auch einfach nur weg von ihm, sich nicht mehr erklären müssen für ihre Taten. Und irgendwie hatte sie von sich aus auch gar nichts mehr, was sie ansprechen wollte. War es das, was dieses Gefühl in ihr auslöste? Fühlte sie sich dadurch, dass sie nur noch Rede und Antwort zu stehen als verbliebene Option dieser Konversation hatte, in die Enge gedrängt? Passend, als sie für einen flüchtigen Augenblick dabei war, diesen Gedankengang zu vertiefen, stellte er genau eine dieser unangenehmen Fragen, für die sie eben keine Antwort geben wollte. Natürlich hatte er allen Grund, es wissen zu wollen, wer hätte sich diese Frage nicht gestellt? Vielleicht war es sogar gut, dass er diese Frage stellte, selbst für sie. Vielleicht gab ihr das die Chance, ihre Gefühle verständlicher an diese einst doch so wichtige Person zu leiten, aber sie war nicht bereit, diese auch zu ergreifen. "Warum willst du das wissen? Damit du noch mehr Grund hast, mir ein schlechtes Gewissen zu machen? Ich weiß, dass ich Scheiße gebaut hab" Aufbrausend, aber mit Sicherheit ruhiger, als sie es noch vor ein paar Minuten war, sprach sie diesen Satz, blickte ihm wieder in die Augen. Warum war sie so sauer auf diese vollkommen berechtigte Frage? Sie verstand es selbst nicht. Alles, woran sie denken konnte war, dass sie gerade die Kontrolle über die Situation zu verlieren schien und das passte ihr nicht. Und doch waren ihr am Ende ein paar Worte herausgerutscht, die sie am liebsten nicht gesagt hätte. So gab sie ihm eine Möglichkeit, ihr das Geschehene noch weiter reinzudrücken, die Schuld noch mehr auf ihr abzuladen. Und auch, wenn sie sich selbst im Klaren darüber war, dass in dieser Situation sie die Schuld hatte, und sie auch schon mehrfach erwähnt hatte, dass ihr Gegenüber keine Schuld traf, so war es doch etwas anderes, wenn sie etwas von einer anderen Person vorgeworfen bekam. Wenn sie selbst etwas zugab, dann hatte sie vollkommen die Kontrolle darüber, was sie sagte, wie sie es sagte, und konnte sich schon irgendwie denken, wie sie sich dabei fühlen würde. Ein anderer Mensch, vor allem ein Mensch, der ihr mal die Welt bedeutet hatte, wie in dieser Situation, konnte so viel mehr Schaden anrichten. Schaden, den sie weder zulassen konnte, noch wollte. Und obwohl sie nie im Leben damit gerechnet hätte, dass sie mal vor dem Mann ihrer damaligen Träume eine Schutzmauer errichten und sich auf alles gefasst machen musste, was er noch zu sagen hatte, so fühlte sie sich verlassen von anderen Optionen. Einfach weggehen war keine Option, und ehrlich zu sein - schwach zu sein - war ebenfalls keine Option mehr. So verschränkte die Studentin also die Arme und wartete auf eine Antwort, sich auf das Schlimmste gefasst machend.

  • [Cedric] & Ran


    In vier Jahren verändert sich vieles. Natürlich, wie könnte es auch anders sein? Und doch, gleichzeitg fühlten sich die vier Jahre wie nichts an - eine Ewigkeit, ja, eine zähe Masse der Zeit, die sich nur langsam vorwärts bewegt hatte. Aber jetzt, in diesem Moment, in dem so vieles wieder hochkam, stellte sich tatsächlich die Frage: was genau, war in diesen vier Jahren passiert? War er noch dieselbe Person wie damals, war er jemand anderes geworden? Besser - schlechter? Nüchtern betrachtet konnte man die einzelnen Begebenheiten einfach abzählen: Er war umgezogen, hatte angefangen zu studieren. Hatte einen Flugzeugabsturz und eine Schusswunde überlebt. Aber darum ging es nicht. Es ging hier nicht um nackte Tatsachen, nicht um trockene Fakten, die man erzählen und leicht aufholen konnte. Hier ging es um Persönlichkeiten. Um ihn. Um sie. Um das was aus ihnen geworden - und zu wem sie geworden waren. Das ließ sich nicht so einfach festhalten, nicht so leicht beschreiben. Wer kannte sich selbst schon wirklich? Und wann wurden die Masken, die man zur Schau stellte zu einer Lüge, die auch einen selbst betrog? Um diese Veränderungen festzustellen, die in den vier Jahren mit ihnen geschehen waren, müssten sie sich aufeinander einlassen. Cedric wusste weder ob er das wollte - noch ob er konnte. Wieso ausgerechnet jetzt? Nachdem er so lange daran gearbeitet hatte loszulassen - es war als lachte ihm das Schicksal schadenfroh ins Gesicht. Auf seine Frage hin reagierte sie aufbrausend und am liebsten wäre er ihr über den Mund gefahren. Er tat es nicht. Es war nicht seine Art, direkt etwas zurückzufeuern. Stattdessen schwieg er. Als bräuchte ich noch irgendwelche weiteren Gründe, dachte er verbissen. Scheiße gebaut? Das war ein so einfacher Ausdruck für das was geschehen war. Natürlich hatte sie scheiße gebaut - aber Scheiße bauen, das tat jeder einmal. Es so zu formulieren ließ die Ereignisse so viel milder erscheinen, so viel weniger schlimm. Dinge passieren, das Leben geht weiter. Zugegeben: Sein Herz zu nehmen und zu zerquetschen, seine Seele in Stücken zurücklassen und ihm ein Messer in die Brust zurammen, kaum das er sich erholt hatte, war eine äußerst dramatische Darstellung - wenn auch treffend - die dennoch auch in seinen Ohren lächerlich klang. Er wusste nicht, was er auf ihre Worte hin antworten sollte. Eine ihrer Fragen war durchaus berechtigt: Warum wollte er das wissen? Er zögerte sich mit dieser Frage zu beschäftigen, kam aber dennoch nicht drum herum. Warum wollte er das wissen? Damit er sich besser fühlte, wenn es so wäre? War er tatsächlich zu einem derart niederträchtigen Menschen herangewachsen, dass er es auf Schadenfreude abgesehen hatte? Als wäre es ein kleines Stück Heimzahlung, eine Genugtuung, wenn sie sich die Schmach eingestand, ihre Handlung tatsächlich zu bereuen? Oder war es, wie sie sagte, nur damit er einen weiteren Grund in der Hand hatte, um es ihr reinzudrücken, um sich dadurch selbst besser darzustelen? Beides klang so furchtbar ekelerregend, dass ihn der Gedanke, dass tatsächlich etwas davon stimmen könnte - wie klein es auch ein mochte - ankotzte. Also: Warum hatte er gefragt? Etwa tatsächlich aus ehrlichem Interesse, ein Versuch der Einfühlsamkeit? Das wäre nur naiv. Er wusste es nicht. Alles davon konnte stimmen, wäre nachvollziehbar, oder auch nichts davon. Manchmal gingen die Dinge auch nicht tiefer, als die Oberflächlichkeit in der sie gesprochen wurden. Eine Aussage. Eine passende Frage dazu. Eine neue Antwort. Ein Wechselspiel der Kommunikation. Belanglos. War es wirkich nicht mehr als das? Nein. Nein, zumindest die letzte Theorie konnte Cedric als hinfällig einstufen. Dafür waren zu viele Gefühle im Spiel. Er seufzte. Es hatte keinen Sinn darauf zu antworten, denn egal was er sagte, Ran würde nicht zufrieden sein. "Glaub doch was du willst.", meinte er daher, schroffer als es seine Natur war und es würde wohl kaum hilfreich dabei sein, dass sie sich weiter öffnete. Im Gegenteil. Aber Himmelherrgottnochmal, erwartete man von ihm in dieser tatsächlich besonnen und klug zu agieren? Er war stets ernst, stets so vernünftig - einen scheiß war er, denn war auch das nicht mehr als nur eine Fassade? Er wusste nicht was er machen sollte. Er wusste nicht was er denken sollte. Gefühle und Gedanken waren in einem derartigen Karrussel in ihm durchgefahren, dass er nun einfach ausgebrannt war. Nichts ergab mehr einen Sinn. "Und jetzt?", gab er trocken hinzu, die Hände in den Hosentaschen vergraben, damit sie seine Anspannung nicht verrieten. Er gab damit die Kontrolle der Konversation zurück an sie - das wollte sie sowieso und es war ihm Recht. Er wusste nicht was sie noch wollte, noch wusste er, was er noch wollte. Das Rauschen des Meeres drang zurück an seine Ohren. Ja, das war vielleicht keine schlechte Idee. Nach allem was passiert war, klang es doch lukrativ, sich danach erstmal im Ozean zu ertränken. Ganz getreu dem Motto: Nach mir die Sinnflut.

  • [Ran] bei Cedric


    Eigenartig. Jetzt hatte sie sich schon auf alles gefasst gemacht und war bereit dafür, alle möglichen Vorwürfe in ihr Gesicht gepfeffert zu bekommen, und dann kam die Reaktion von Cedric doch anders, als erwartet. Der Satz, den er ihr vor die Füße spuckte, war geradezu antiklimaktisch im Gegensatz zu dem, worauf sie sich vorbereitet hatte. Nicht, dass es ihr nicht gelegen kam, ganz und gar nicht. Um ehrlich zu sein war es ihr lieber so. Sie hatte seine Meinung gehört, ihre Erklärung dazu abgegeben, der Höhepunkt ihrer Auseinandersetzung war schon vorbei, und auch, wenn sie auf ganzer Linie versagt hatten, ihre Gefühle einander näher zu bringen, brauchte es kein Sozialwissenschaftler, um zu erkennen, dass eine weitere Diskussion auch nichts mehr bringen würde. Jetzt, wo sie so darüber nachdachte, hatte sie dafür, dass es sich nur um ein einziges Gespräch handelte, auch genug Emotionen durchlebt. Hoffnung, Trauer, Wut, Schuld, alles in verschiedenen Intensitäten und Zeitspannen, und auch, wenn das Gefühl, die Konversation noch weiterführen zu wollen, bestand, konnte sie diese Emotionen einfach nicht ewig aufrecht erhalten. Zumindest nicht jetzt, in diesem Moment. Und gerade, als Ran versuchte, sein Gesicht zu studieren und herausfinden wollte, was er jetzt tun würde, stellte er eine Frage, die so unüblich direkt und rüde im Vergleich zu seinem normalen - jedenfalls das, was damals für ihn normal war - Verhalten war, dass ihr instinktiv ein Schnauben entwich. 'Was jetzt?' Ja, gute Frage. Wenn sie das nur wüsste. Im Prinzip war sie alles losgeworden, was sie ihm sagen wollte. Und auch, wenn die Atmosphäre gerade alles andere, als freundlich war... Irgendwie war sie zufrieden. Zugegebenermaßen, es überraschte sie, dass sich zwischen der Wut tatsächlich noch ein Funken Zufriedenheit in ihren Gemütszustand eingeschlichen hatte, aber er war da. Aber warum? Was ließ sie gerade jetzt, nach einem Gespräch, das keinerlei nennenswerte Früchte getragen hatte, so fühlen? War es die Tatsache, dass Cedric in ihren Augen die Offensive verlassen hatte? Dass er sich passiv verhielt und ihr die Entscheidung überließ, was jetzt getan werden sollte? Vermutlich. Ihr war bewusst, dass sie gerne das Sagen hatte und wenn ihr jemand das Wort gab, beziehungsweise sein eigenes Wort zurückhielt, fühlte sie sich gut. Auch, wenn sie zuerst nicht wusste, was sie mit dieser unerwarteten Verantwortung überhaupt anfangen sollte. "Jetzt...", überlegte sie tonlos, ohne sich überlegt zu haben, wie sie diesen Satz fortführen sollte. Was sollte sie denn machen? Brainstorming? "hat es glaube ich keinen Sinn mehr, wenn wir weiter darüber reden", gab sie ehrlich zu. Zu so viel Ehrlichkeit war sie gerade noch bereit, aber der Gedanke, dass sie sich noch einmal öffnete, ihm ihre wahren, verletzten, verzweifelten Gefühle darlegte, provozierte immer noch ihren Würgereflex. Diese Option war stand also immer noch außer Frage. "Keine Ahnung, was wir sonst noch machen sollen" Keine wirklich produktive Alternative, und vermutlich auch keine hilfreiche Antwort für den Blonden, der seinem Aussehen nach anscheinend keine Lust mehr hatte, dieses Gespräch weiterzuführen. "Wenn du gehen willst, geh" Fuck. Warum musste sie jetzt noch unbedingt diesen Nachsatz hinzufügen? Hätten die ersten zwei Sätze nicht gereicht? Doch sie war zu stur, um zuzugeben, dass sie ihn noch nicht gehen lassen wollte. Wann würden sie sich denn wieder sehen? Einfach die Nummern austauschen und sich irgendwann mal auf einen Kaffee zu treffen stand wohl außer Frage. Aber war es nicht eigentlich ein Wunder, dass sie ihn überhaupt hier angetroffen hatte? Wie hoch war die Wahrscheinlichkeit, dass dies nochmal passierte? Dass sie sich vielleicht noch einmal irgendwann trafen, wenn sie idealerweise weniger wütend aufeinander waren. Und hierbei war sie sich noch nicht einmal sicher, ob die niedrige Wahrscheinlichkeit eines nochmaligen Treffens das eigentliche Problem war. Während sie so darüber nachdachte, biss sie sich kurz, von außen kaum merklich, auf die innere Seite ihrer Unterlippe, und wartete auf eine Reaktion.

  • [Cedric] & Ran | Cedric geht~


    Cedric war geschlagen. Er war Schachmatt gesetzt und zu keinem Zug mehr fähig. Er könnte ein neues Spiel starten, eine neue Runde, aber zu welchem Zweck? In dieser Partie gab es keine Sieger, lediglich Verlierer. Für ihn war es eine zerschmetternde Niederlage gewesen, so hatte er gar nicht mehr die Kraft ihr erneut etwas entgegenzusetzen. Er konnte es nicht. Und man möchte zumindest meinen ihr ginge es genauso, doch seltsamerweise hatte er nicht das Gefühl das dem so war. War es für Ran tatsächlich nur ein Spiel, ein Test in dem sie ihre Grenzen wie die seinen ausreizte? Nein. Nein, dafür waren zu viele Emotionen beigemischt gewesen. Jetzt jedoch spürte er davon nichts mehr - keine Wut und keine Schuld. Oder war nur er selbst so leer von allem, dass er stumpf gegenüber den Gefühlen anderer geworden war? Er könnte es ihr nicht verzeihen, wenn sie tatsächlich zufrieden mit sich selbst und dieser Situation war. Diese Gelegenheit, die ihn zu Fehlern verleitet und vieles auf den Kopf gestellt hatte. In einem musste er ihr jedoch Recht geben: es hatte keinen Sinn mehr. Womöglich hatte es nie Sinn ergeben. Cedric fühlte sich zwiegespalten. Zum einen wollte er einfach nur weg hier, weg von ihr, weg von diesem verfluchten Strand, weg von der Stadt in der er sich doch nicht sicher verstecken hatte können. Raus. Alles vergessen. Und damit auch den Schmerz begraben. Zum anderen hatte er jedoch auch panische Angst. Die Angst davor, dass sich die angehaltene Zeit weiterdrehte und sich in ein Rad wandelte, dass Runde um Runde um Runde schlimmer wurde. Der Drang sich an etwas zu klammern, einfach nur weil es da war, bekannt und vertraut. Die Sorge davor, dass sich all ihre Worte danach in Rauch auflösten, ihre Bedeutung verloren und vergessen wurden - das auch sie erneut verschwand, ihn noch einmal zurückließ, dann mit einem Gefühl von Verrat. Und es war surreal das er so dachte, ganz und gar unlogisch, doch die Stille flüsterte ihm genau dies ein. Er wollte weg - und konnte doch nicht gehen. Bis sie es von ihm verlangte. Nein nicht ganz. Aber was war es dann - ein Angebot? Cedric richtete den Blick auf sie, musterte ihr Gesicht erneut, verwirrt, fassungslos, bestürzt. Ihre blauen Augen, die ihm jahrelang verborgen gewesen waren und ihm niemals, nie, so kalt begegnet waren. Sie hatte sich in jenem Moment vor ihm verschlossen, in dem er begriffen hatte, was vor sich ging. Ob sie es noch einmal so weit schaffen konnten? Der närrische Teil in ihm wünschte sich die Ran zurück, die er einst geliebt hatte, auch wenn das völlig unmöglich war. Der Pragmatismus wollte sie sie nie wieder sehen und einfach nur aus seinem Gedächtnis ausradieren. Doch da waren noch so viele weitere - diverse Nuancen, die alle etwas anderes verlangten. Also, was wollte er? Es schien als bekäme er tatsächlich die Zeit darüber nachzudenken. "Du schickst mich fort?", meinte er leise, lediglich ein Flüstern im Angesichts des Regens. Er konnte es nicht glauben - wollte es nicht. Er war wütend, weil sie nicht zuhörte und gleichzeitig vollkommenes Verständnis von ihm verlangte. Er war irritiert davon sie plötzlich wie aus dem Nichts wieder getroffen zu haben, enttäuscht von ihren fadenscheinigen Rechtfertigungen. Fühlte sich schuldig, weil sie sich vor ihm verschloss und traurig, weil alles so viel hätte anders laufen können - oder war das nur blanke Illusion? Es war genug. Mehr als genug für einen Abend und doch schnürte es ihm die Kehle zu bei dem Gedanken, jetzt zu gehen und ihr den Rücken zuzuwenden - vielleicht für immer? Wollte er sie nach alledem wieder sehen, würden sie sich selbst wenn überhaupt finden? Und nach wie vor, gut verdeckt, hing der Hauch von Zufriedenheit der von ihr Ausging in der Luft. Unmöglich. Irrationalerweise war er enttäuscht und verletzt von ihren letzten Worten. Er war ihr lange genug loyal geblieben und sie hatte bereits nach einem Abend genug von ihm. Es war idiotisch so zu denken und doch war es lachhaft so erneut getrennte Wege zu gehen. Eine einzige Scharade. "Du musst mich wirklich hassen.", sagte er ebenso leise wie zuvor, den Blick war leicht zu Boden geneigt. Sein Gesicht war ausdruckslos, so als könnte es sich nicht mehr entscheiden, welche Mimik angemessen wäre angesichts dem Sturm an Gefühlen der ihn an diesem Tag heimgesucht hatte. Cedric setzte sich in Bewegung, dachte gar nicht mehr länger darüber nach. Er wollte sie nicht mehr sehen. So ging er an ihr vorbei, stumm, ohne sie anzusehen. Ein paar Schritte weiter blieb er doch noch einmal stehen und drehte sich ein letztes Mal zu ihr um. In seinen Augen lag reine Traurigkeit. "Ich habe dich geliebt.", sagte er und sein Herz krampfte sich bei diesen Worten schmerzlich zusammen, als wolle es sich der Wahrheit nicht bewusst werden. Einst, ja. Und jetzt? Was war nur aus ihnen geworden? Er wusste es nicht. Diese Feststellung jedoch schien ihm ein passender Schlussstrich zu sein. Vielleicht könnten sie nun beide endlich vorangehen. Eine innere Stimme lachte ihn aus für diesen Gedanken - als ob er das wirklich glauben sollte? Es war spät. Er prägte sich das Bild der Frau vor ihm ein, diese kleine Unmöglichkeit vor ihm, ehe er sich wegdrehte und die Bucht verließ, ohne noch einmal zurückzublicken.

  • Joe kommt nach kurzen Zwischenstopp von sein Heim hier an

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    Unterwegs zu sein Zuhause hatte Joe entschieden zu der Korallenbucht zu gehen und doch sein Glück mit das angeln versuchen und sich wie immer nicht entmutigen lassen beim nicht so klappen. So läuft er dann den Strand entlang und lässt sich von den wohl kleinen Regenschauer nicht stören, da die Sonne weiter hinten noch zu sehen ist und er dabei grinst. Das Wetter scheint heute so Wechselhaft teils zu sein wie der Junge selber, da er im Grunde von Anfang an hätte die Angel mitnehmen können statt wie er es getan hatte. Doch dafür ist es eh zu spät und er weiter den Strand lang laufen tut auf der Suche nach einer guten Stelle zum angeln ohne andere zu stören noch zu Nahe an der Strandbar herum zu hängen, die schon leckere Getränke anbieten und doch möchte er jetzt angeln. Er fand dann eine schöne Stelle, die teils unberührt wirkte und fängt dann an seine Angel aus zu packen und zusammen zu setzen und dann später an den Angelhaken einen hoffe noch lebendigen Köder anbringen. Joe hatte in das Glas nicht mehr geschaut gehabt, als er beim Camp die Insekten gesammelt hatte und war nur froh das gut genug verschlossen gehabt zu haben. Stress mit seinen Mitbewohner möchte Joe nämlich nicht haben auch wenn er Dan ewig nicht zu Gesicht bekommen hat.

    "Warum verlangen die Menschen nur immer nach Kräften, die das Ende der Welt bedeuten könnten?"
    Ist aus Tales of Xillia.

  • [Sharq] kommt an, gesellt sich zu Joe


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    Flinken Schrittes taucht Sharq am Horizont auf, mit einem Lächeln im Gesicht nähert er sich der Bar und freut sich sehr, als er seine Oma Tototala erblickt. So setzt er sich kurz zu ihr und erzählt ihr ganz aufgeregt, was er im Camp gebastelt hat und wie immer ist seine Oma total stolz auf ihn. Mit geschwollener Brust nimmt Sharq ihr dickes Lob entgegen und erklärt dann, dass er natürlich gekommen ist um zu angeln. So verschwindet er kurz hinter die Theke der Bar, wo in dem einen Schrank sein Eimer steht, den er braucht. Immer tut er seinen Fang dort hinein und gibt ihn dann an der Bar ab, wo seine Oma und manchmal auch seine Mama sich gern um den Fang kümmern. Viele der Gäste durften dann schon kosten, was er prächtiges an Land gezogen hat und so war Sharq auch heute fest davon überzeugt, dass er etwas fangen wird. Als er sieht, dass seine Oma ihm sogar schon eine kleine Schale Würmer in den Eimer getan hat, freut er sich ausgiebig. Als ob sie gewusst hat, dass er genau heute hier auftauchen wird! Schnell flitzt er in ihre Arme und sie wuschelt ihm liebevoll durch das Haar, bevor er sich wieder von ihr lösen kann. Eine Flasche Sprite findet noch den Weg in seinen Eimer und so macht sich Sharq auf den Weg, an seinen liebsten Angelplatz. Dieser lag etwas entfernt von der Bar, damit die Gäste nicht zu laut sind und die FIsche verscheuchen können und als er den Platz erreicht sieht er erstaunt, dass da schon jemand platz genommen hat! Das Gesicht kommt ihm gleich bekannt vor und so lässt Sharq seine Ausrüstung neben den jungen Mann fallen und schaut sich um, ob er schon was gefangen hat. "Hallo, ich kenne dich doch aus dem Camp! Ich bin es, Sharq!" deutet er auf sich selbst und lässt sich begeistert auf seinen Hintern plumpsen. "Hat schon was angebissen, auf welchen Fisch hoffst du denn?"