Das Restaurant "Denk-Mahl"

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    Als sie das Restaurant betrat hätte Ann schwören können, dass sie schon Jahre nicht mehr hier war so unwirklich erschien ihr ihr Arbeitsplatz nach allem, was in letzter Zeit vorgefallen war. Aber das war natürlich Blödsinn, denn dann wäre sie schon vor Ewigkeiten entlassen worden. Als sie den Weg in die Küche beschritt fiel ihr sofort auf, dass heute nicht unbedingt viel los war und definitv nur ein kleiner Teil der Kellner hier war. Nun, der Tag war ja noch jung und vielleicht würde sich das Restaurant später noch etwas füllen. Was ihr jedoch vor allem ins Auge stach, war ein kleines Mädchen, welches völlig alleine an einem Tisch saß. Das war nun nicht unbedingt ungewöhnlich, es waren immerhin des Öfteren Kinder alleine hier untwegs (lol) aber die Orangehaarige konnte den kleinen Funken Sorge dennoch nicht unterdrücken. Aber das war nicht der Hauptgrund, warum ihr die Blondine auffiel. Nein, die Kleine schien offenbar sehr erfolglos zu versuchen, die Aufmerksamkeit von jemanden, vermutlich einem der gelangweilt wirkenden Kellner, zu erwecken. Ann konnte über die Unprofessionalität nur ihre Augen rollen.Vielleicht würde sie später ein Wort mit ihnen wechseln, aber zuerst hatte sie einen Gast, um den sie sich kümmern musste. Der unzufriedene Blick des Mädchens war sehr eindeutig, was Ann dazu verleitete ihr ein aufmunterndes Lächeln zu schnenken, sobald sie an ihrem Tisch angelangt war. „Guten Tag, junge Dame!“, begrüßte die Köchin ihren kleinen Gast, innerlich zusammenzuckend, da sie sich viel zu sehr nach ihrer Großmutter anhörte. „Bist du hier, um etwas zu bestellen?“ Nachfragen konnte ja nicht schaden. Wer weiß, vielleicht suchte sie ja auch Unterschlupf. In dieser Stadt schien das nicht allzu unwarscheinlich.

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    Chocola fühlte sich ignoriert und plusterte ihre Bäckchen auf, um die Luft frustriert in einem tiefen Seufzer wieder auszustoßen. Gerade wollte sie einfach einen der gemeinen Kellner am Ärmel ziehen und eventuell ein Unglück mit dem Geschirr heraufbeschwören - natürlich vollkommen unabsichtlich! - als sie endlich wahrgenommen und sogar angesprochen wurde. Vor ihr stand eine nett aussehende, lächelnde Frau und Choco stellte sich vor, dass sie sicher eine gute... Tante wäre. Oder eine Oma, aber Omas waren sicher so um die tausend Jahre alt und die Fremde schien zumindest noch keine Falten zu haben, so we Omas sie nun einmal hatten. »Hallo!«, gab das Mädchen enthusiastisch zurück, die schlechte Laune schien wie weggeblasen. Wie es schien, war Chocola kein besonders nachtragendes Kind zu sein, dem Himmel sei Dank. »Ja, ich habe sogar ganz viel Geld dabei!« Sie nickte und holte ein kleines Portemonnaie aus ihrer Kleidtasche, in der sich ein paar kleine Scheinchen und Münzen tummelten, nicht allzu viel, aber wohl ausreichend, um hier zumindest eine Kleinigkeit essen zu können.

    Ihr Magen begann zu knurren und Choco blickte verdutzt auf ihren Bauch. »Und ich verhungere...« Sie zog eine Schnute, packte das Geld weg und begann über ihr Kleidchen zu rubbeln, um ihren Hunger zu verdeutlichen. Hoffentlich konnte die Frau ihr helfen!

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    Amüsiert betrachtete Ann das kleine Mädchen, welches gerade dabei war ein paar zerknitterte Scheine aus ihren Taschen zu ziehen um ihr zu zeigen, dass sie auch wirklich ein zahlender Kunde war. Die Orangehaarige musste sich ein Kichern verkneifen, als die süße Blondine dann auch noch so deutlich wie möglich klar zu machen, dass sie wirklich dringend etwas zu Essen brauchte. Als ob Ann jemals irgendwem, besonders einem Kind, Essen verweigern würde. Es schlich sich auch etwas Sorge in die Frau. Wer würde ein kleines Kind hungrig und alleine durch die Stadt ziehen lassen? Aber dazu würde sie später kommen, jetzt hatte sie einen Kunden zu bedienen. „Oh na da wird sich doch was machen lassen.!“, verkündete sie mit einem breiten Grinsen. „Du bist hier an der Richtigen Stelle gelandet! Nicht nur ist das hier das beste Restaurant von Riverport, oh nein! Sie, junges Fräulein, haben auch noch das Glück an die Köchin selbst zu geraten!“ Um dem Drama, das Ann hier gerade zur hoffentlich Freude ihres jungen Gastes kreierte noch etwas beizusteuern, fügte sie auch noch eine kleine Verbeugung hinzu. „Nun, ich bin Ann und es freut mich sehr dich heute bedienen zu dürfen. Wie ist dein Name? Und natürlich das Allerwichtigste, was möchtest du denn gerne zum Essen haben?“

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    Chocos Gesicht erhellte sich und sie ließ ein freudiges Lachen ertönen. Ihre Beinchen wackelten einen Augenblick lang hin und her auf dem Stuhl, voller Vorfreude auf ihr baldiges Essen. »Ich bin Chocola!«, rief sie aus und klatschte freudig in die Hände. Sie hatte die allerbeste Köchin auf der Welt gefunden! Zumindest hatte sie das doch gesagt, oder? Oder? War auch egal! In Gedanken begann sie bereits einen kleinen Singsang von Essen, das sie gerne hätte, ging ihre Möglichkeiten durch.

    »Smiley-Kroketten!«, sagte sie dann enthusiastisch und starrte Ann hoffnungsvoll an. Wenn sie die beste Köchin der gaaaaanzen Welt war, konnte sie doch sicher auch Smiley-Kroketten machen, oder? Denn das war ein richtig leckeres Essen! »Und Dino-Nuggets! Aber aus Hühnchen, nicht aus echten Dinos, weißt du?«, forderte sie. »Echte Dinos gibt es nämlich nicht mehr, da müsstest du ganz lange nach den Zutaten suchen und ich habe viel zu sehr Hunger dafür«, erklärte Choco ihrer Meisterköchin mit einem Schulterzucken. »Und kann ich danach noch Erdbeereis mit Smarties haben?« Dies war eine Frage, da sie dafür sicherlich nicht genug Geld hatte und ihren Willen irgendwie bekommen musste, ohne zahlen zu müssen. Sie blickte mit großen, grünen Augen zu Ann auf.

  • [Ann] & Chocola


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    Ann schien dem kleinen Mädchen, welches sich als Chocola vorstellte, definitiv eine Freude gemacht zu haben, als die Blondine ihre Aufregung kund machte. Die Kleine war ja zuckersüß! Passend zu ihrem Namen, definitv. Auch die Orangehaarige lachte, als sie sich die Essenwünsche ihres kleinen Gastes anhörte. „Ja, ich weiß was du meinst. Echte Dinozutaten zu finden würde sicher viel zu lange dauern! Aber ich glaube, bei den Hühnchendinos sieht es schon besser aus.“ Danke Tiefkühlabteilung. „Und was sagst du da? Smiley-Kroketten? Na die schaff ich doch sicher!“ Ann nickte selbstsicher um das Mädchen auch von ihren Fähigkeiten zu überzeugen. Diese blickte gerade mit b ettelnden Kinderaugen zu ihr auf. Sie fürchtete wohl, dass ein Eis nicht mehr in ihrem Budget war. Nun, mit diesen großen Augen hatte sie definitiv eine Schwachstelle bei Ann gefunden, auch wenn es gar nicht nötig war. Sie beugte sich etwas zu dem wandelnden Zuckerstück hinunter. „Bei dem Eis werden wir sicher was machen können.“, flüsterte sie ihr zu, als ob es ein großes Geheimniss wäre, das keiner erfahren durfte. Dann richtete sich die Orangehaarige wieder auf. Sie würde in die Küche gehen müssen, aber Chocola alleine lassen wollte sie auch nicht. Und nach einem der Kellner rufen war auch keine Lösung, so wie sie das Mädchen vorhin ignoriert hatten. Also streckte der Kleinen eine Hand entgegen. „Möchtest du mit mir in die Küche kommen und zuschauen?“

  • [Chocola & Ann]

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    Oh, wie toll! Ann schien wirklich Ahnung vom Kochen zu haben, sie wusste sogar, dass Hühnchen-Dino-Nuggets viel besser waren als echte Dino-Nuggets! Die Köchin konnte also kochen und würde Chocola ein richtig leckeres Essen machen!

    Erneut grummelte ihr Magen und sie quietschte vergnügt auf, als Ann ihr zuflüsterte, dass sie auch noch ein Eis bekommen würde. Dann aber schlug sie sich die Hände vor den Mund, weil dies ein Geheimnis zu sein schien, das sie gut hüten musste. Also nickte sie nur und hatte anschließend nur noch den Zeigefinger vor dem Mund, um stumm mit ihren Lippen ein shhh zu formen.

    Als Choco dann angeboten wurde, sogar noch mit in die Küche zu kommen, sprang sie sofort von ihrem Stuhl auf und griff noch in ihrer Bewegung nach Anns Hand. Sie grinste freudig zu ihrer neuen Freundin hinauf und zog sie dann in die Richtung, in der sie die Küche vermutete. »Bringst du mir auch bei, zu kochen?«, fragte sie aufgeregt.

  • [Ann] und Chocola - "Profiköche Pt. I"


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    Sollte die Art, in der die niedliche Kleine Ann in Richtung Küche zog, irgendein Zeichen sein, dann war Chocola ganz eindeutig begeistert von der Idee. Ann schmunzelte. Das Mädchen hatte ganz schön Kraft! „Ja, ich glaube ich kann dir das Eine oder Andere zeigen.“, kicherte die Orangehaarige, während Chocola auf die…Toillette zusteuerte? Ann schüttelte den Kopf. „Flasche Tür, wir müssen da lang.“, meinte sie zu ihrer „Reiseführerin“ lachend. Wenig später waren sie tatsächlich am richtigen Ort gelandet. Die Küche selbst war fast leer, abgesehen von ihrem überarbeiteten Kollegen, den sie lieber ignorierte. Er wirkte heute nicht sehr gut aufgelegt. Die Köchin blickte zu dem Mädchen, das an ihrer Hand hing. „Also, zuerst musst du dir die Hände waschen, das ist ganz wichtig!“, meinte sie zu der Blondine. Zu dem Zwecke suchte sie Chocola extra eine kleine Kiste, auf die sie sich draufstellen konnte um auch schön zum Wasserhahn und zur Arbeitsfläche reichen konnte. Das Waschen war schnell erledigt, jetzt ging es ans Kochen. „Also wir brauchen für die Smiley-Kroketten verschiedene Zuateten. Die stehen alle schon dort drüben. Aber wir brauchen auch noch bestimmte Mengen, sonst wird das nichts. Glaubst du, du kannst mir dabei helfen?“ Ein enthusiastisches Nicken später standen die Beiden auch schon vor einer Arbeitsfläche, die nötigen Zutaten vor ihnen ausgebreitet. „Also du kannst diese Sachen hier.“, Ann deutete auf Stärke, Mehl und Semmelbrösel, „Mit dem Löffel in diese Schüssel hier auf der Waage geben und ich sag dir dann, wann du aufhörst, ok?“ Kurz überlegte Ann, ob es wirklich eine gute Idee war ein kleines Mädchen herumhantieren zu lassen, aber winkte den Gesanken ab. Es ging hier eh nur um ein paar harmlose pulverartige Zutaten, da konnte kaum etwas passieren.

  • "Profiköche Pt. 1" - [Chocola & Ann]

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    Nachdem Chocola Ann getestet hatte, indem sie vollkommen absichtlich auf die Toilettentür zugesteuert war – sie musste schließlich erst einmal herausfinden, ob Ann tatsächlich eine richtige Köchin war…oder so! –, waren sie nun endlich in der Küche angelangt. Brav wusch sie sich ihre Händchen und geriet in Versuchung, Ann einige Tröpfchen entgegen zu schleudern, ließ es nach einigem Hin und Her mit ihrem Gewissen jedoch bleiben. Wie gerne sie das gemacht hätte… Doch Choco war ein großes Mädchen – und außerdem hatte sie wirklich Hunger. Doch der wichtigste Grund von allen: Ann brauchte ihre Hilfe! Ohne sie würde sie das ganz gewiss nicht schaffen.

    Eifrig hörte das kleine Blondchen ihrer Mentorin zu und griff sich die erste Zutat. Ohne groß zu überlegen fing sie an eines der Pulver großzügig zu Löffeln. Ann würde sie sicher schnell genug stoppen können, also machte sie einfach weiter und weiter. Erneut knurrte ihr Magen und sie grinste fröhlich vor sich hin, währenddessen begann sie die Melodie von Vaianas How far I’ll go zu summen, momentan ihr absolutes Lieblingslied selbstverständlich! »Wie lange brauchen die Smileys denn?« , fragte Choco neugierig nach, sobald sie ihr Lied mit einem dramatischen Blick in die Ferne beendet und dabei fast von ihrem kleinen Hocker gefallen wäre. Aber auch nur fast!

  • [Ann] und Chocola - "Profiköche Pt. II"


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    Eifrig war das kleine Mädchen auf jeden Fall. Vielleicht etwas zu übereifrig, denn so schnell konnte Ann gar nicht schauen, hatte Chocola schon mehr Mehl auf die Waage gehäuft, als Ann geplant hatte. „Okay, das ist genug!“, sagte die Orangehaarige hastig, den Löffel der auf dem besten Weg war noch eine Ladung abzuwerfen schnell ergreifend. Rückblickend war das vielleicht keine so gute Idee, den natürlich verteilte sie somit das gesamte Pulver auf Chocola…und sich selbst. „Whoops…“, kicherte Ann mit etwas verlegenen Blick. „Ich glaube, nachher müssen wir uns Beide nochmal waschen.“, lachte die Köchin. Währenddessen hatte Chocola begonnen, ein Lied zu summen, das verdächtig nach etwas von einem Disney-Film klang den sie kürzlich geschaut hatte nachdem sie die DVD im Wohnzimmer entdeckt hatte (ohne Zweifel von Iveine zurückgelassen). Offenbar machte die Kleine eine Show daraus und Ann musste sich das Lachen verkneifen, als Chocola fast von ihrem Hocker fiel. „Also ich würde so auf 20 Minuten schätzen…also wenn der große Zeiger da auf der 2 steht“, antwortete Ann auf die Frage ihres Gastes und deutete auf die Uhr die an der Wand hing und momentan 10:50 anzeigte (Uhrzeiten im RS oh Gott xD). „Also du kannst jetzt die anderen Sachen hinzugeben, ok? Und dann kannst du sie alle verrühren.“ Die restlichen Zutaten wurden zum Glück ohne weitere Zwischenfälle hinzugefügt und während das kleine Mädchen mit Rühren beschäftigt war, machte sich Ann daran sich ein paar gekochte Kartoffeln zu schnappen (Waren die für etwas anderes gedacht gewesen? Naja, würde schon nicht so tragisch sein), und zu würfeln und zerstampfen. Auch die wurden zum Pulver hinzugefügt -etwas davon schien erneut auf Chocola gelandet zu sein stellte Ann amüsiert fest- und vermischt. Etwas Salz und Pfeffer und der Teig war fertig. „So, das sieht doch gut aus. Jetzt müssen wir nur noch die Smilies daraus machen! Hast du schonmal Kekse gebacken? Da machen wir jetzt etwas Ähnliches!“, erklärte sie ihrer eifrigen Helferin. Sie rollte den Teig auf der Arbeitsfläche aus und kramte ein paar runde Keksausstecher aus einer Schublade hervor. „Damit müssen wir jetzt die Smilies ausstechen.“, meinte Ann und reichte der Blondine einen runden Keksausstecher. Sie machte es einmal vor, damit die Kleine auch wirklich wusste was zu tun ist. „Und danach können wir die Gesichter machen!“, meinte die Köchin enthusiastisch.


  • "Profiköche Pt. 2" [Chocola & Ann]

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    Das restliche Vorbereiten des Teiges verlief mehr oder weniger reibungslos, obwohl Choco sich manchmal etwas ungeschickt anstellte – was sie natürlich niemals zugeben würde. »Weißt du«, begann sie, »vielleicht werde ich auch mal Köchin. Ich glaube, ich wäre fabelhaft!« Und somit war ein neuer Kindheitstraum hinzugekommen, der in wenigen Wochen wohl wieder durch einen neuen ersetzt werden würde. Chocola änderte ihre Meinung gerne und sehr oft, besonders was die zukünftige Berufswahl anging. »Natürlich nur, wenn ich keine Prinzessin werden kann. Oder König. Das wäre so super!« Sie lachte vergnügt auf und nahm die Ausstechformen entgegen, die Ann ihr reichte. Ja, König zu sein wäre toll. Oder Prinz. Prinzen hatten Schwerter! Ob sie wohl eine Prinzessin und ein König zur gleichen Zeit mit sogar zwei Schwertern sein konnte? Hmm…

    Was Ann ihr erklärte, verstand Choco schnell, immerhin liebte sie es, Kekse zu backen! Das war also ganz einfach. Nachdem das geschafft war, starrte das kleine Mädchen allerdings ratlos auf die Smileys, die noch keine Smileys waren, sondern einfach nur Kreise. Wie würden sie denn überhaupt das Gesicht machen? Es rausschneiden? Fragend blickte sie zu Ann, der Profiköchin, auf und zuckte die Schultern. »Und jetzt?« Sie wusste einfach nicht weiter, warum war Kochen auch so..so…so schwierig?


    Letztlich schaffte Chocola es, etwas zu essen zu bekommen und bedankte sich glücklich bei ihrer ganz eigenen Meisterköchin. Mit vollem Bauch und gut gestärkt entschied sie sich, zurück ins Waisenhaus zu gehen.~


  • Ann hatte noch nie die Gelegenheit mit Kindern zu kochen, aber mit Chocola machte es richtig Spaß und während sie der Blondine Schritt für Schritt zeigte, was zu tun ist, dachte sie darüber nach, wie es wohl wäre das hier mit ihrem eigenen Kindern zu machen. Aber den Gedanken verbannte die Orangehaarige ganz schnell wieder aus ihrem Kopf, inzwischen war das doch eher ein hoffnungsloser Fall geworden. So konzentrierte sie sich lieber darauf, etwas Nahrung in das bezaubernde Mädchen zu bekommen. Das geschah dann trotz des langsamen Prozesses durch Chocola doch schneller als gedacht. Ein kleines Dessert war natürlich auch noch drin und ehe sie sich versah, verabscheidete sie sich schon von dem Mädchen, das glücklich wirkend das Restaurant verließ.

    Gut gelaunt für den Rest ihres Arbeitstages machte sich Ann zurück in die Küche um aufzuräumen und dann ihrer eigentlichen Tätigkeit nachzugehen. Die verging dann auch wie im Flug und schon war es Zeit, das Restaurant wieder zu verlassen~

  • 1495-alice-pngAlice & Cedric | an einem Tisch


    Alice drückte die Tür zum Restaurant auf und schob den anderen beinahe schon ins Gebäude, da es draußen wirklich verdammt kalt war. Diese Kälte krabbelte unter die Haut und hinterließ ein verdammt unangenehmes Gefühl. Das junge Mädchen liebte den Winter aber wo war der Schnee, der diese Kälte irgendwie einfach erträglicher machte? Weil der Anblick alles soviel besser machte. Wenn die fluffigen Flocken so unberührt auf der Landschaft lagen, dort ruhten und funkelten? Ein leises Seufzen verließ ihre Lippen, dieses Jahr hatten sie wirklich kein Glück gehabt was das anging. Das bisschen Schnee war sofort wieder geschmolzen oder vielleicht hatte sie den richtigen Schneefall auch verpasst, weil sie sich deprimiert von allem in ihr Zimmer eingeschlossen und Netflix, Schokolade und Chips alles regeln hatte lassen? Eine nette Kellnerin begrüßte die beiden, führte sie sogleich an einen frischen Tisch und keine Sekunde später, nachdem sie sich auf den gepolsterten Stuhl hatte fallen lassen, las sie schon in der großen Menükarte. „Auf alles..“, antwortete das Mädchen, viel zu spät auf die vorher gestellte Frage von Cedric. Als hinge ihr Leben davon ab studierte die Schwangere die breit gefächerte Auswahl und war beinahe etwas überfordert. „Momentan könnte ich einfach alles essen. Dachte ja immer dass das einfach nur Gerüchte sind, dass man in der Schwangerschaft die merkwürdigsten Sachen isst aaaber es stimmt.“ Sie guckte über den Rand der Karte und grinste den blonden Zwilling an, der egal was er machte oder auch nicht machte, einfach immer traurig aussah. Das war ja fast schon ansteckend. Alice ließ das Schriftstück etwas sinken und legte es aufgeschlagen vor sich auf den Tisch, stützte sich auf ihre Ellbogen und bettete ihren Kopf in ihre Hände während ihre roten Augen den Jungen fixierten. „Ist irgendwas passiert..?“, fragte sie vorsichtig und wand ihren Blick auch wieder von ihm ab um sich mehr oder weniger auf die Karte und ihre Essensauswahl zu konzentrieren. „Also außer dass wir eine verkorkste Kindheit hatten und unsere Eltern nun wirklich keine Vorbilder sind..“ Alice sagte das so nebenbei während sie sich für eine Vorspeise entschied und weiter blätterte.

  • [Cedric] & Alice


    Die Wärme des Restaurants war wie eine Wand für jene beiden, die von außen eintraten. Die Kälte war da, nur der Schnee fehlte - ein Segen für ihn, erinnerte ihn die Stille des Schnees doch vermehrt an die schönen Situationen, die er mit Noita geteilt hatte. Wobei auch das nur ein Trugschluss war, verging doch kein Tag, an dem sich ihre Person nicht in seine Gedanken schlich. Doch immer, immer, war es ihr tränenüberlaufenes Gesicht, was sich am Ende festbrannte. Das war nur fair. Ein persönliches Fegefeuer, welches er sich selbst geschaffen hatte.

    Cedric folgte Alice an einen Tisch, konnte sich jedoch nicht regelrecht auf die Menükarte konzentrieren. Im Gegensatz zu ihr, die Lust auf alles hatte, verspürte er Lust auf nichts. Alas, das war jedoch keine Überraschung. Bevor er auch nur den Versuch starten konnte, sich etwas zu überlegen, fragte ihn das schwangere Mädchen was los sei - direkt und schonungslos. "Wieso? Sehe ich etwa noch trauriger aus als sonst?" Er wusste ungefähr was für ein Bild er abgab, wusste, wie er auf seine Mitmenschen wirken musste, wenngleich er versuchte zu verbergen. Etwas für sich zu behalten, sich nicht ansehen zu lassen, gelang ihm doch sonst so gut? Da war es kein Wunder, dass er es dennoch schaffte, sämtliche Leute in seiner Umgebung zu vergraulen, war er doch noch schweigsamer als sonst. Doch Alice kannte ihn, vielleicht sogar besser, als er glaubte. Trotzdem versuchte er erstmal mit der Gegenfrage abzulenken, war sich nicht sicher, ob er sich ihr anvertrauen konnte, weder ihr, noch irgendwem sonst. Wusste ja gar nicht, wo er anfangen sollte und wollte sie ebenso wenig mit seinem Mist belasten - sie trug sicher schon genug davon selbst mit sich herum. "Das ist ja nun nichts Neues. Und Kinder sind wir auch nicht mehr.", bemerkte er möglichst leichthin auf ihre Aussage. Ein wenig geriet seine Stimme jedoch ins Schwanken - Alice war kein Kind mehr, aber erwachsen war sie auch noch nicht. Dennoch wurde sie Mutter. Jünger, als es ihre Eltern gewesen waren und diese hatten es trotzdem in den Sand gesetzt, alle miteinander. Würde sie nun einfach dort wieder ansetzen, wo die vorherige Generation aufgehört hatte? Der Gedanke war absurd und trug dennoch eine schmerzhafte Wahrheit in sich. "Viel wichtiger ist doch: Wie geht es dir.... euch?" Er korrigierte sich ein wenig zu spät, denn noch immer konnte er kaum glauben, dass da wirklich ein kleiner Mensch in ihr heranwuchs. Die Unsicherheit war ihm wohl anzusehen und er wollte daher noch etwas fragen, irgendetwas in Bezug auf die Schwangerschaft und die Situation, aber alles was ihm in den Sinn kam, klang in seinen Ohren gleichermaßen absurd wie unmöglich. Wie sollte das nur weitergehen?

  • 1495-alice-pngAlice & Cedric | an einem Tisch


    Mittlerweile hatte sich das junge Mädchen zumindest schon einmal für eine Vorspeise entschieden. War zwar nicht so ganz einfach gewesen und in ihrem Kopf hatte sie sich zehnmal um entschieden weil natürlich alles super lecker klang und eigentlich hätte sie auch am liebsten alles auf einmal gehabt aber sicher würde sie dafür nur seltsame Blicke ernten und am Ende war ihr nur schlecht. Auf den Tisch, Boden oder gar auf Cedric selbst zu kotzen war jetzt auch keine sehr gute Option daher blieb es doch erstmal die Kartoffelsuppe und als der blonde Zwilling antwortete, guckte sie nur nochmal über den Rand der Speisekarte und hob ihre Augenbrauen. „Ich kenne diesen Gesichtsausdruck einfach..“, beantwortete sie ein bisschen desinteressiert seine Frage und hob zudem noch ihre schmalen Schultern. Ihre roten Augen flogen hingegen interessiert über die vielen Buchstaben und Wörter, es sammelte sich schon fast Wasser in ihrem Mund als sie die Speisen in ihrem Kopf vorlas und meine Güte, wie sollte sie sich entscheiden?! Der vielleicht etwas irritierte Blick des anderen bemerkte Alice dann nach einem kurzen Moment und senkte die Karte, neigte ihren Kopf zur Seite und lächelte. „Simon guckt mich auch immer so an, wenn er mir was vormachen will. Wenn er was verheimlicht, also mal wieder fremdgegangen ist oder sowas.“, erklärte sich die Jugendliche und schmunzelte damit der Student nicht dachte, dass sie den letzten Teil ihrer Antwort ernst meinte. Soviel musste er über seinen Bruder jetzt nicht wissen aber sie glaubte auch irgendwo, dass sie vielleicht manchmal mehr voneinander wussten als sie selbst. Jeder hatte ja Geheimnisse, die man nicht mit jedem teilte. „Und ihr seid Zwillinge, irgendwo ähnelt ihr euch halt.“ Alice hob nochmal ihre Schultern und grinste Cedric an ehe sie sich wieder um ihre so wichtige Hauptspeise kümmerte und das ganze dann doch recht schnell entschied. „Gut!“, antwortete das junge Fräulein und unbewusst wanderte eine ihrer Hände an ihren kleinen Babybauch, der sich in den letzten Wochen langsam entwickelt hatte. „Es ist alles in Ordnung.. mir geht es gut und dem Baby auch, also es entwickelt sich so wie es soll, meinte der Arzt..“ Der traurige Unterton in ihrer Stimme war wohl kaum zu überhören und Alice gab sich auch nicht die Mühe ihn zu verstecken. Natürlich war es nicht leicht für sie, dass sie alle Arzttermine bisher ohne Simon hinter sich gebracht hatte. Der Papa gehörte doch dazu und die vorwurfsvollen Blicke und das laute Getuschelt der älteren Damen waren oftmals ganz schön anstrengend. Ein typischer Spruch ihres Freundes hätte ihr diese Zeit wahrscheinlich schon einige Male versucht und bei dem Gedanken daran, grinste sie auch etwas. „Aber dein Bruder hält es anscheinend nicht für nötig sich daran zu beteiligen..“

  • [Cedric] & Alice


    Als die Bedienung kam, hatte Cedric sich die Karte noch nicht einmal genauer angesehen und während Alice bestellte, begnügte er sich erst einmal mit einem Kaffee. Hunger hatte er, wie gesagt, sowieso nicht gehabt. Den hatte er nie. Es war seltsam für ihn hier zu sitzen, befremdlich gar, während Alice so locker leicht erzählte. Ein heller Tonfall über Themen, hinter denen man Dunkelheit vermuten konnte. Cedric wollte nicht darüber nachdenken. "Das wir uns ähnlich sind, höre ich selten."  Kümmer dich um deinen eigenen Scheiß. Die Worte seines Bruders hallten in ihm wider - seit dieser Auseinandersetzung hatten sich die Zwillinge nicht mehr gesehen. Simon hatte ihn ausgeschlossen - vielleicht zurecht - aber er war nicht besser gewesen. Tat er nicht gerade jetzt genau dasselbe? Ob Alice' Feststellung nun als Kompliment oder Beleidigung zu werten waren, schien an Bedeutung zu verlieren. Ihre ganze Familie war ein hoffnungsloser Fall. Fremdgegangen? Welch treffendes Stichwort. Vielleicht waren sie sich doch ähnlicher als alle je geglaubt hatten. "Vielleicht hast du Recht.", gestand er ihr daher zu, auch wenn er keine Ahnung hatte, wie viel Wahrheit in ihrer Aussage steckte. Welche Leichen mochten in diesen Kellern liegen? Simon. Alice wirkte seltsam traurig und glücklich zugleich, als sie von ihrem Baby sprach. Dennoch wusste Cedric nicht, wie er mit den Informationen, die sie ihm präsentierte, umgehen sollte. Er verfluchte seinen Bruder für seine Art und Weise mit der Situation umzugehen, konnte sich gleichzeitig nicht zur vollständigen Anteilnahme aufraffen, noch hatte er die Kraft ihr in irgendeinerweise Trost zu spenden oder ihr zu sagen, es wird schon alles gut oder zu versprechen, er würde sich seinen Bruder einmal vorknöpfen. Welches Recht hätte er dazu? "Alice, ich--", begann er, ohne zu wissen, was er sagen wollte. Er meinte sein Handy vibrieren zu hören, ignorierte es aber. Wer würde ihm schon schreiben, gerade jetzt? "Tut mir leid.", endete er etwas lahm, da ihm nichts einfiel, was er sonst hätte sagen können. Doch wofür er sich entschuldigte, wusste er selbst nicht genau.

  • 1495-alice-pngAlice & Cedric | an einem Tisch


    Voller Vorfreude, denn mal ehrlich, was gab es besseres als gutes Essen, bestellte das junge Mädchen Vorspeise, Hauptspeise und natürlich ein Dessert und schüttelte anschließend nur den Kopf als Cedric sich ganz außergewöhnlich für eine Tasse Kaffee entschied. Gut, nicht jeder hatte vielleicht Lust sich mit Essen vollzustopfen so wie das Blondchen aber sie hatte auch eine gute Ausrede. Auch wenn ihr Arzt immer wieder sagte, dass man nicht ungewöhnlich mehr essen musste als sonst. Es tat ihrer Seele gut und das war es doch, was zählte! Alice hob ihre Schultern als der Zwilling die Ähnlichkeit zwischen Simon und ihm nicht erkennen wollte. „Vielleicht siehst du Simon auch zu selten..“, erwiderte das Blondchen daraufhin und lehnte sich nach vorne, bettete ihren Kopf auf ihre Hände und neigte ihn etwas zur Seite als Cedric Sekunden darauf doch einlenkte. Fragend sah sie in die blauen Augen ihres Gegenübers. „Und was genau hat deine Meinung jetzt geändert? Sag mir nicht du bist auch ein Fremdgänger..“ Alice hob ihre Augenbrauen. Das konnte sie sich nicht vorstellen. Er hatte doch Noita, waren sie nicht glücklich? Alleine der Gedanke daran machte sie wütend. Hatte er etwas getan was sie verletzt hatte? Aber die Schwangere blieb weiter still, wartete auf eine Antwort und unterdrückte diesen Drang jede Menge fragen zu stellen und vielleicht auch sich ganz schnell bei Noita zu melden. Das Vibrieren ihres Handys riss sie ein bisschen aus ihren Gedanken und auch die dahin gesagte Entschuldigung des jungen Mannes ließ sie wieder aufhorchen. Alice winkte ab und lächelte. „Es gibt nichts wofür du dich entschuldigen müsstest. Simon wird schon zur Vernunft kommen.. das tut er immer, irgendwann.“, erzählte der schwangere Teenager. Von welcher Art Vernunft Alice sprach, wusste sie selbst nicht so genau. Die Bedienung des Hauses servierte den beiden im nächsten Augenblick schon die Vorspeisen. Oder eigentlich nur ihr, da alles was Cedric wollte ja eine Tasse schwarzer Plörre war. Etwas was sie persönlich ja gar nicht mochte. Derweil hatte das Mädchen einen Blick auf ihr Handy geworfen und sich beinahe verschluckt, obwohl sie noch nicht einmal einen Löffel ihrer Suppe probiert hatte. „Äh.. Nick ist im Krankenhaus? Weißt du was davon?“, fragte sie, hob kurz ihren Blick in seine Richtung und schüttelte den Kopf. Etwas Sorge war in ihrem Blick zu erkennen. Wie lange hatte sie Nick nicht mehr gesehen.. wusste er es überhaupt schon..? Schnell tippte die Jugendliche eine Antwort, ließ ihr Handy dann auch am Tisch liegen. War ja eine Notsituation. „Oh man, da lässt man ihn einmal alleine..“

  • [Cedric] & Alice


    Ein schiefes Lächeln umzuckte seine Mundwinkel für einen Moment, ehe der typisch stoische Ausdruck in sein Gesicht zurückkehrte. Ob er Simon zu selten sah? Das stand außer Frage, hatten sie sich doch gegenseitig aus ihren Leben ausgeschlossen. Was wohl an Dummheit kaum zu übertreffen war. Wenn man sich nicht man mehr an die Person wenden konnte, mit der man den Mutterleib geteilt hatte, was für eine Familie war das dann noch? Eine kaputte... nichts Neues. Ob es da noch eine Chance auf Heilung gab? Lächerlich - für ihn sowieso nicht mehr. Wozu sich also noch die Mühe machen? Cedric sog scharf die Luft ein bei ihrer Aussage. Egal welche sie machte - sie machte ihn fertig. Natürlich, Alice war Teil seiner Familie (oder was das noch war) und er liebte sie auf eine platonische Art und Weise (sofern er so etwas wie 'Liebe' überhaupt noch empfinden konnte), trotzdem: Ihre nebenbei erwähnten, dennoch unfassbar direkten Kommentare, trafen zumeist direkt ins Schwarze und er hatte keine Ahnung, wie er damit umgehen sollte. Ihr erzählen was er dachte, sagen, was bei ihm so passiert war? Sie würde ihn lynchen. Ein Wunder das sie es nicht schon längst getan hatte, bei der miesen Gesellschaft, die er abgab. "Und wenn ich es wäre?" Was würdest du tun? Es gelang ihm nicht, einen leicht ironischen Unterton hineinzubringen. Trotzdem hatte er das Gefühl sich Alice nicht anvertrauen zu können - aber gab es da überhaupt wen? Er musste das mit sich selbst ausmachen. Das sie hoffte - oder glaubte - Simon käme zur Vernunft (was auch immer das nun wieder genau bedeuten mochte), hörte er nur am Rande. Am liebsten würde er gerade einfach nur verschwinden, aber er konnte sie nicht einfach sitzen lassen Wie scheiße wäre das? Anderseits - warum verfolgte er überhaupt noch irgendwelche stupiden gesellschaftlichen Normen, für was denn? Doch bevor er sich zu einer Entscheidung entschließen konnte, machte Alice ihn auf etwas ganz anderes aufmerksam. Nick... im Krankenhaus? Nun checkte er sein Handy doch und sah die eingegangene Nachricht seines besten Freundes. "Er hat mir auch gerade geschrieben.", entgegnete er Alice um ihr so zu verdeutlichen, dass er mehr auch nichts wusste. Währenddessen schrieb er seinem Freund eine Antwort. Darüber hinaus kam noch eine weitere Nachricht rein, eine, mit der er nicht mehr gerechnet hatte. Auch diesem Geist antwortete er, ehe er sich wieder an Alice wandte. "Er braucht ein paar Sachen. Ich würde das einsammeln und wir treffen uns dann dort, wenn das für dich in Ordnung ist?" Wow, das war wohl so ziemlich der längste Satz am Stück, den er in den letzten Wochen getätigt hatte. Einen Applaus bitte. Es war wohl deutlich, dass er sich gerade nicht Wohl in der Situation fühlte. Vielleicht fürchtete er auch weitere Fragen seitens von Alice, die er nicht beantworten konnte - oder wollte. Fair war das alles nicht, aber was war das schon? Immerhin saß er noch hier und fragte, anstatt einfach abzuhauen. Das musste doch zumindest etwas zählen?

  • 1495-alice-pngAlice | verlässt das Restaurant


    „Naja.. sagen wir mal so..“, begann das junge Mädchen, rührte langsam in der lecker duftenden Kartoffelsuppe, die vor ihr abgestellt wurde. Der Dampf stieg in die Höhe und ihr lief nur noch mehr das Wasser im Mund zusammen aber trotzdem stellte sie diese schmackhafte Speise hinten. Legte den Löffel zurück neben den vollen Teller und faltete die Hände dahinter. „..du kannst froh sein dass ich gerade schwanger bin und mich nicht prügeln sollte.“ Ein nettes Lächeln umspielte ihre Lippen und auch ihre roten Augen strahlten vor Freundlichkeit, wobei sie im Inneren fast explodierte. Alice hielt diese Körperhaltung noch für ein paar Sekunden, versuchte in dieser Zeit anhand seines Blickes, seiner Art mit diesem Thema umzugehen heraus zu finden, ob er wirklich etwas in diese Richtung angestellt hatte. Waren Simon und er sich wirklich so ähnlich? Das war etwas, was das Blondchen nicht gedacht hätte und doch wusste sie, dass sie Cedric eigentlich gar nicht so genau kannte. Er schien nur immer der vernünftigere Zwilling, der weniger impulsive, der.. Klügere. Nicht dass sie Simon für doof hielt, in dieser Beziehung war schließlich sie das dumme Blondchen aber jeder wusste schon, was sie damit meinte. Ihre Lippen öffneten sich einen Spalt, sie griff nach dem sauberen Löffel und wand den Blick von ihm ab, schmunzelte. „Spaß..“ Sicher würde sie deshalb nicht handgreiflich werden. Würde sie das überhaupt? Yumi gegenüber wahrscheinlich schon, weil es dieses Miststück nicht anders verdiente aber Cedric war einfach die Unschuld in Person, zumindest sah er so aus aber auch darin hatte sie sich wohl geirrt. Vielleicht wirkte er aber auch nur so weil er einfach wie ein Häufchen Elend aussah.. und das irgendwie immer, wenn sie sich über den Weg liefen. Was war nur los mit diesem Mann? Alice machte sich Sorgen, keine Frage. Immerhin gehörte er doch auch auf eine gewisse Art zu ihrer Familie. Er war der Onkel ihres Kindes und sie wollte einfach, dass es ihrer Familie gut ging. Jedem davon. Aber jetzt musste sie erstmal bei Nick anfangen, der warum auch immer im Krankenhaus gelandet war. Alice hatte während ihrer kleinen Gedankenreise die Suppe schon leer gelöffelt. „Was macht der Junge nur..“, seufzte das Mädchen und nickte, als Cedric vorschlug dass sie sich kurz aufteilten. Sie musste jetzt nicht unbedingt in seiner Unterwäsche herum wühlen, das konnte dann doch der männliche Freund hier machen. „Aber komm auch und vergrab dich daheim nicht in seinem Bett!“ Alice hob ihren Zeigefinger als wollte sie ein kleines Kind schimpfen und lachte anschließend, holte die Bedienung heran und ließ sich das bestellte Essen zum Mitnehmen einpacken. Nick konnte sicher was gebrauchen, das besser war als dieser Fraß, den man im Krankenhaus vorgesetzt bekam. „Bis gleich, Cedric.“ Das Mädchen erhob sich, blieb bei besagtem Mann kurz stehen und legte ihre blasse Hand auf seine Schulter. Sie lächelte ihn aufmunternd an, auch wenn er sie gar nicht wirklich ansah. Dann verließ sie das Restaurant mit dem eingepackten Essen in der Hand in Richtung Krankenhaus.

  • [Cedric] verlässt das Restaurant


    Cedric spürte, dass es in Alice brodelte. Gleichzeitig war er sich darüber nicht sicher, denn alles was ihm entgegenkam war ein Hauch Ironie gepaart mit Freundlichkeit? Er wusste es nicht. Alice konnte er nicht deuten und er wünschte er könnte es einfach lassen, sich damit zu befassen. Doch gerade gelang es ihm nicht, schätzte er ihre Meinung, das Bild welches sie über ihn hatte, doch zu sehr? War es ihm tatsächlich so wichtig? Das war absurd. Und doch war es das nicht. Gleichzeitig überkam ihm das Bedürfnis sich dringend mit Simon zu treffen, wenngleich er im selben Moment das Gefühl hatte, ihm nichts mehr zu sagen zu haben. Niemanden mehr. Seine Gedanken drehten sich, wie sie es so oft taten und kamen doch zu keinem Punkt. 'Spaß'. Sicher. Die Lüge enttarnte sogar er. Obwohl er hatte die Flucht ergreifen wollen, war sie es nun, die aufstand. Er sah zu ihr hoch, vernahm ihre Worte, sagte jedoch nichts weiter. Ließ sie lediglich gehen und sah dem blonden, schwangeren Mädchen hinterher, welches wohl mehr als genug Bürden selbst tragen musste. Er war wirklich ein Nichtsnutz. Trübsalblasend - wie immer halt - richtete Cedric den Blick auf seinen Kaffee, der längst kalt geworden war. Ein hässlich verzerrtes Spiegelbild seiner Selbst blickte ihm aus der Tasse entgegen - ein Bild, welches der Wahrheit kaum näher hätte kommen können. Warum war das Getränk überhaupt schon kalt? Hatte die Kellnerin es nicht gerade erst gebracht? Nur am Rande bekam Cedric mit, wie sich das Restaurant langsam leerte. Nicht schon wieder... Die Zeit verfloss, wie sie es immer tat, wenn er mal einen Augenblick nicht aufpasste. Warum zum Teufel...? Abrupt stand Cedric auf, beinahe wäre die Tasse dabei umgeflogen. Er ließ sie stehen, mit dem halbleeren Inhalt und bezahlte, wenngleich der Blick der Kellnerin ihm nicht entging. Zumindest soweit war es noch nicht gekommen. Schnellen Schrittes verließ der junge Mann das Restaurant, noch immer ohne ein Gefühl von Hunger.


    --> geht zu den Wohnheimen.