Die Terrano-Wüste [Monsterareal]

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    Seine Antwort überraschte Elena tatsächlich. Natürlich sollte man nicht gleich nach dem ersten Eindruck und dem (guten) Aussehen von anderen urteilen, doch bis jetzt hatte sie sich immer einfach unbewusst ein Bild von ihm als Frauenheld gemacht. Nicht unbedingt im negativen Sinne, doch wenn man fast jede bekommen konnte, würde man dann nicht auch nehmen was man kriegen konnte? "Hm. Was ist, wenn du früher vielleicht sogar verheiratet warst?!" Sie hatte keine Ahnung woher dieser Gedanke kam, aber die Möglichkeit war da. Es war bestimmt auch keine gute Idee über solche Dinge zu spekulieren, da er ihr heute erst erklärt hatte, dass er lieber nach vorne blickte anstatt Zeit in der Vergangenheit zu bringen. "Aber dann hättest du bestimmt einen Ring gehabt. Und selbst wenn, jetzt hast du ja mich." Sie lächelte Leon kurz an und deckte sich dabei zu. Es wäre nämlich ziemlich blöd, wenn er doch tatsächlich irgendwo auf der Welt eine Frau hatte, denn wenn Elena schon einen Freund hatte, würde sie ihn sicher nicht teilen wollen.

  • [IMG:http://orig12.deviantart.net/cd26/f/2017/034/f/7/leon_by_nijurah-daxrxec.png][Leon] & Elena in seiner Hütte


    „Vielleicht habe ich ja sogar ein Kind!“, fügte er den wilden Spekulationen seiner Freundin hinzu und redete dabei überdramatisch. Dann schmunzelte er, wobei Elena ja eigentlich Recht haben könnte. Aber er trug kein Zeichen und würde man als liebende Ehefrau nicht irgendwie versuchen seinen liebsten Ehemann wieder zu finden? Sich einfach so den nächsten Typen suchen war ja dann nicht ein Beweis von großer Liebe aber warum machte er sich überhaupt Gedanken dazu. Wie die Blonde sagte, trug er keinen Ring und sein Herz gehörte jetzt ihr. „Oooh, das hast du jetzt aber schön gesagt!“ Grinsend schlüpfte auch er unter seine Decke, legte sich hin und streckte seinen Arm aus, sodass Elena sich als kleiner Löffel zu ihm legen könnte.. wenn sie wollte. Oder war ihr das dann doch zu viel? Eine ganze Nacht lang richtig kuscheln? Wobei sie ihren ersten Kuss ja schon hinter sich hatten aber.. vielleicht dachte sie ja gleich, dass er mehr wollte, auch wenn er das gar nicht wollte, aber Männern sagte man das ja schnell mal nach.

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    Ein langes Gähnen entkam Elena als sie auf sein Grinsen hin ebenfalls die Mundwinkel nach oben zog und sich ausgiebig dabei streckte. Dass sie das T-Shirt dabei etwas hochzog und Leon so ungewollt einen kurzen Blick auf ihre Unterwäsche gewährte, bemerkte sie nicht einmal. Denn mittlerweile lag dieser schon mit dem Kopf auf dem Kissen und sah sie irgendwie einladend an. Unsicher ließ sie sich ebenfalls neben ihm nieder, jedoch so dass beide in die selbe Richtung guckten und sie somit nicht merkwürdig in seine Augen sehen müsste. Von Kuscheln verstand die Blonde sowieso nicht viel, aber das war im Moment ziemlich egal, da sie schon wenige Sekunden nach einem 'Gute Nacht' einschlief.

  • [IMG:http://orig12.deviantart.net/cd26/f/2017/034/f/7/leon_by_nijurah-daxrxec.png][Leon] ist nicht daheim


    Elena kam seiner Einladung also nach und kuschelte sich kurz darauf an ihn, zumindest so ein bisschen und Leon konnte sich dabei nicht zurück halten und legte seinen anderen Arm um sein Mädchen. Damit rückte er auch noch ein Stückchen näher an sie und hörte dabei auch, wie ihr Atem immer leiser und regelmäßiger wurde. Sie war eingeschlafen und Leon fragte sich, ob ihr Herz vielleicht sogar etwas schneller geschlagen hatte, jetzt wo sie sich wieder so nah waren. Der junge Kerl beobachtete noch eine Weile die vielen Sterne am Himmel, die er durch das halb offene Fenster sehen konnte und schlief dann ebenfalls ein.

    Einige ruhige Stunden später, seit langem hatte das Halbwesen nicht mehr so gut geschlafen, öffnete er langsam seine müden Augen und gähnte leise. Das frisch verliebte Pärchen kuschelte tatsächlich noch fast genau so, wie sie eingeschlafen waren, und Leon bemerkte, wie sein Arm eingeschlafen war.. wie sollte er den unter Elenas Kopf hervor bekommen ohne das diese aufwachte? Denn so wie es schien war sie noch im Land der Träume. Jedoch schaffte er es ohne seine Liebste zu wecken und beschloss dann kurzerhand seine Hütte zu verlassen, um auf dem Marktplatz fix ein paar frische Zutaten zu holen damit er seinem hübschen Gast ein leckeres Frühstück zubereiten konnte.

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    Elena war eine Langschläferin. Normalerweise arbeitete sie oft bis spät in die Nacht rein und die Abendstunden waren auch ihre lieblings Arbeitszeiten, da um diese Zeit auch keine Kunden mehr an den Verkaufstresen kamen und sie einfach ihre Ruhe hatte. Doch obwohl das frische Paar gestern relativ früh zu Bett gegangen war, wachte sie durch die warmen Sonnenstrahlen auf ihrem Gesicht auf, die sie sofort blendeten und dazu brachten, sich grummelnd auf die andere Seite zu drehen. Erst schien alles wie immer zu sein, doch im nächsten Augenblick realisierte sie, dass sie gar nicht alleine geschlafen hatte. Schlagartig riss sie ihre hellen Augen auf, doch wieder einmal ließ sich Leon nicht vorfinden. "Leon...?" Auch nach wenigen Sekunden kam keine Antwort. Verwirrt tapste sie durch sein Haus, ohne nur eine Spur von ihm zu finden und beschloss dies auszunutzen um seine Küche zu plündern. Summend durchwühlte sie einige Regale, bis sie einen Haufen von Trockenfleisch fand und sich damit wieder auf das Bett plumpsen ließ und genüßlich daran rumknabberte.

  • [IMG:http://orig12.deviantart.net/cd26/f/2017/034/f/7/leon_by_nijurah-daxrxec.png][Leon] & Elena in seiner Hütte


    Es dauerte auch nicht lange bis das Halbwesen wieder in seinen eigenen vier Wänden war. Schließlich war der Weg als Tier immer kürzer weil er so einfach schneller war und das war doch schon sehr von Vorteil. Eigentlich hatte Leon ja erwartet, dass seine Liebste noch tief und fest schlief, aber sie saß bereits putzmunter im Bett, zumindest war sie wach, und hatte anscheinend seinen Vorrat an Trockenfleisch gefunden. „Guten Morgen.“, begrüßte er die Blonde mit einem Grinsen auf den Lippen, näherte sich ihr und küsste sanft ihre Stirn. „Weil ich schon vermutet habe, dass du Hunger haben wirst wenn du aufwachst, war ich eben auf dem Marktplatz und hab ein paar Besorgungen gemacht.“, erzählte der Jäger knapp und hob den Beutel in seiner Hand ein Stückchen in die Höhe. Darin waren frisches Obst, Milch, einige Eier und natürlich Speck. Weil das gehörte doch zu einem guten Frühstück und Leon wusste ja, wie gerne die Dame hier Fleisch aß. Sah man ja.. „Und ich habe zugleich spannende Neuigkeiten mitbekommen! Schließlich entgeht mir nichts.“ Seine flauschigen Ohren wackelten einige Male, dann legte er seinen.... Einkauf auf der kleinen Küchenzeile ab und heizte den Ofen an damit er seiner Freundin Eier mit Speck zubereiten konnte. Oder war sie gar schon satt von dem bisschen Fleisch? Während das Feuer langsam größer und wärmer wurde, schnitt er das Obst in mundgerechte Stücke und sammelte es in einer kleinen Schüssel. „Diese reichen Schnösel aus Trampoli veranstalten einen Maskenball und jeder ist eingeladen! Ja sogar wir einfachen Menschen! Dass wir das mal erleben dürfen.“ Leon schmunzelte, knackte die Eier auf und gab sie in die heiße Pfanne. „Möchtest du noch Speck?“, fragte er zwischendurch, vielleicht hatte sie ja gar keine Lust mehr darauf, und entsorgte derweil die Eierschalen. „Auf jeden Fall.. sofern man sich dem Anlass passend kleidet ist jeder herzlich willkommen, hieß es. Wollen wir zusammen hingehen? Ich würde dich gerne einmal tanzen sehen!“ Leon grinste erneut, natürlich, denn diese Vorstellung.. war irgendwie zu lustig.

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    "Mowrgn", nuschelte sie mit vollem Mund zurück und auch wenn sie seine Zuneigung immer noch nicht ganz gewohnt war, richtete sich ihre ganze Aufmerksamkeit eher auf den Beutel, den er in die Höhe hielt, anstatt auch nur irgendwie auf den Kuss zu reagieren. Als er seine Einkäufe auf der Arbeitsfläche ausbreitete und ihre Augen das ganze Essen erblickten, machte ihr Herz tausend Sprünge. Was für ein perfektes Timing! Denn zufällig hatte sie genau in diesem Moment das letzte Stück des Fleisches verschlungen und damit war ihr morgendlicher Hunger eben noch lange nicht gestillt gewesen und so wanderte sie unauffällig in Richtung Küche um Leon ein wenig beim Kochen zuzuschauen. Noch nie hatte sie ihr eigenes Essen zubereitet, da James sich bis jetzt stets darum gekümmert hatte und sie so keinen Grund gehabt hatte es zu lernen. Ob das Frühstück ihres Freundes ihr aber genau so gut schmecken würde? "Mhm", teilte sie ihm nickend auf seine Frage hin mit und klaute sich ein Stück rohen Speck, als 'Vorspeise' zum bald folgenden Frühstück. Sein Gerede über den Maskenball kam bei ihr nur halb an, da sie nie Interesse an solche Dinge hatte, bis er sie schließlich direkt fragte, ob sie nicht seine Begleitung sein wolle. Fast verschluckte sich die junge Frau und richtete ihren verdutzten Blick von ihm weg. "Ääähhh... Nicht, dass ich nicht mit dir hingehen will... Aber, also... Ich tanze nicht und ich habe auch kein einziges Kleid..." Wer hätte schon erwartet, dass es in ihrem Leben je einen Anlass für ein Kleid geben würde? Hoffentlich war Leon jetzt nicht gekränkt, doch ein Maskenball? Nein, danke.

  • [IMG:http://orig12.deviantart.net/cd26/f/2017/034/f/7/leon_by_nijurah-daxrxec.png][Leon] & Elena in seiner Hütte


    Wie es seine Freundin wünschte legte er auch noch einige Speckscheiben in die Pfanne und drehte diese immer wieder um damit sie auch schön kross wurden. In der Zwischenzeit nahm er die Spiegeleier heraus und legte sie auf einen Teller. Elena wollte sich also drücken.. irgendwo hatte Leon sich das ja schon gedacht. Das war bestimmt nicht ihre Welt und dennoch hatte das Halbwesen so Lust darauf! „Dann kaufen wir dir eins, das sollte wirklich kein Problem sein.“, erwiderte er daher und ließ ihr Kleiderproblem gar nicht als Ausrede zählen. „Und wenn ich dich ganz höflich und charmant zum Tanzen auffordere.. da wirst du doch wohl nicht nein sagen?“ Leon guckte kurz mit einem Schmollmund über seine Schultern ehe er sich weiter um dem Speck kümmerte. Er befürchtete dass sie selbst dann nicht das Tanzbein schwingen würde.. Als er das krosse Fleisch schließlich auf Elenas Teller legte, das Obst weiter in kleine Stückchen schnitt damit sie als gesunde Beilage noch einen kleinen Obstsalat hatten, kam ihm die Idee, wie er Elena überreden konnte. Da würde sie nicht nein sagen. „Aber.. Elena, kannst du dir überhaupt vorstellen was es da alles zu essen geben wird? Die werden doch bestimmt die besten Köche des Landes haben und das Buffet wird.. es wird einfach gigantisch sein!“ Zwar hatte Leon keine Ahnung ob es wirklich so war aber.. irgendwas musste er ja sagen. Er stellte das vorbereitete Frühstück auf den Tisch in der Mitte des Hauses und schob seiner Freundin den Teller mit dem Speck hin. Dann setzte er sich auf das Kissen am Boden und schob sich ein Stück Apfel in den Mund. „Und du darfst so viel essen wie du möchtest.“ Damit hatte er das Blondchen bestimmt überredet und sobald sie fertig waren, würden sie sich aufmachen und ein Kleid für die hübsche Dame bei ihm suchen.

  • [Ondorus] ~ Zwischenstopp


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    Das Gespräch am großen Baum hatte den jungen Univir nachdenklich gestimmt. Ein Fest der Reichen? Er war kein großer Freund von vielen Leuten auf einem Haufen, jedoch besaßen so reiche Schnösel doch immer eine riesige Bibliothek. Er könnte die Gelegenheit nutzen und sich dort heimlich umsehen, wenn schon einfache Bürger geladen waren. Ondorus sollte es zumindest versuchen. Als er zurück in die Siedlung kam, war alles still. Nun, schlecht war die Ruhe nicht. So könnte er noch ein wenig Areiten und sich dann etwas umhören.

    Einige Tage vergingen, in denen der junge Mann sich ein passendes Gewand für den Maskenball zulegen konnte. Nun war der Tag gekommen. Er sollte sich beeilen, um so viel Zeit wie möglich zu haben.


    Wüste >> Villa

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    "Nein, aber..." Aber sie würde sich einfach nur unwohl fühlen, selbst in der Anwesenheit ihres Freundes. Aber das konnte er schließlich nicht wissen, wenn sie es ihm nicht direkt so sagen würde. Und allein die Tatsache, dass er ihr ein Kleid, extra nur für diesen Ball, kaufen wollte bewies schon wie sehr er mit ihr dorthin wollte. Uff, war das hart! Mit James musste sie solche Probleme nie durchmachen, da er sie kannte und sie meistens nicht einmal aus ihrer Komfortzone rausschubste. Nervennahrung war jetzt wirklich erforderlich und passend zum Timing servierte der junge Mann ihr auch schon den Frühstücksteller. Während sich Leon wieder auf den Boden setzte, blieb sie bei der Küchenzeile stehen und schnappte sich schnell ein Stück Speck und fing an darauf herumzuknabbern. Schneller als gedacht, hatte sie so gut wie alles von ihrem Teller verputzt, bis auf das Obst natürlich. Und wo sie gerade beim Essen waren, versuchte er sie nun auch mit einem riesigen Buffet auf dem Maskenball zu locken, was ihr zwar definitiv zusagte, doch war es ihr das überhaupt wert? Schließlich konnte sie gutes Essen auch so bekommen, ohne dass sie mit hunderten von anderen Leuten in einem Raum stand, eingequetscht in einem puffigen Kleid, über das sie den kompletten Abend nur stolpern würde. Elena spielte mit dem Gedanken trotzdem abzulehnen, da sie wirklich nicht hingehen wollte, doch ihren Freund zu enttäuschen und ihn diese seltene Gelegenheit verpassen lassen? Wahrscheinlich würde sie sich dafür die ganze Zeit über nur schuldig fühlen, weshalb sie schließlich... mehr oder weniger einwilligte. "Okay... Wir können ja erstmal gucken, ob es überhaupt gute Kleider gibt. Und... wo überhaupt?" Wenn sie für sich mal neue Klamotten bekam, dann kümmerte sich ihr Bruder oft darum und brachte ihr einfach ab und zu was von seinen Reisen mit.

  • [IMG:http://orig12.deviantart.net/cd26/f/2017/034/f/7/leon_by_nijurah-daxrxec.png]Leon & Elena | in seiner Hütte


    Anscheinend hatte seine Taktik, Elena mit dem vielen guten Essen, das es auf dem Maskenball höchst wahrscheinlich geben wird, zu überzeugen und an zu locken, funktioniert. Denn sie lenkte ein, wenn auch nur zögernd und irgendwie konnte Leon ihr auch sehen, dass ihr das Ganze eigentlich gar nicht so Recht war. Also tat sie es wirklich nur ihm zu Liebe? "Aah.. ich denke mal auf dem Markt.. oder? Also am Platz des Volkes.." So genau hatte er sich da gar keine Gedanken dazu gemacht. Er selbst besaß einen passenden Anzug, brauchte vielleicht noch eine Maske, die die Händler jetzt bestimmt verkauften. Wenn diese reiche Familie, deren Namen niemand aussprechen konnte, schon mal eine Party schmiss! "Lass uns einfach dort anfangen. Und sollten die wirklich nichts haben.. musst du halt so gehen." Sein Shirt, das sie trug, war ja eh schon so lang an ihr.. Leon grinste, machte sich dann langsam über sein Frühstück her. "Oder du ziehst dann einfach einen Anzug von mir an. Es hatte ja niemand etwas davon gesagt, dass die Damen immer riesige bauschige Kleider tragen müssen oder? Es war nur die Rede von einer Maske.. das war das, was ich mitbekommen habe." Ein passender Anzug konnte an einer Frau auch sehr gut aussehen.. und eine gewisse Wirkung erzielen. Leon hielt kurz inne, dann guckte er etwas besorgt zu seiner Freundin. "Ich.. möchte dich aber nicht zwingen. Wenn du wirklich keine Lust hast, musst du nicht. Wir können auch etwas anderes machen. Oder ich gehe alleine."

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    "Ein Amfug?" Mit zusammengezogenen Augenbrauen - und vollem Mund - blickte sie Leon entgegen und schüttelte nur den Kopf. Nachdem sie ihr letztes Stück Speck heruntergeschluckt hatte, stellte sie ihren Teller zur Seite und rülpste einmal kurz und leise. "Wenn ich schon auf einen Ball gehen muss, dann will ich nicht die einzige Frau sein, die Männerklamotten trägt. Das wäre doch komisch..." Wahrscheinlich würde ihr ein Anzug sogar stehen, doch ihr fehlte dafür einfach der Mut um so herauszustechen und von der Gesellschaft als noch ziemlich ungewöhnlich angesehen. Da würde sie sich lieber in einem Kleid zufrieden geben. Als er jedoch die Maske erwähnte, verbesserte sich ihre Einstellung zu dem ganzen Ball um ein kleines Stück. Alles war einfacher und angenehmer, wenn man sein Gesicht nicht zeigen musste und sich hinter etwas verstecken konnte. "Nein, ist schon in Ordnung. Elena fing an, ihre Klamotten von gestern aufzusammeln und sich zügig im Bad umzuziehen. "Außerdem würde ich dich doch nicht alleine gehen lassen." Als sie wieder aus dem Badezimmer trat, wuschelte sie sich gerade durch die kurzen Haare, um sie etwas ordentlicher aussehen zu lassen, auch wenn das wahrscheinlich nicht wirklich half. Eine Dusche stand somit auch noch auf ihrer heutigen To-Do-Liste. "Komm, wir gehen."

  • [IMG:http://orig12.deviantart.net/cd26/f/2017/034/f/7/leon_by_nijurah-daxrxec.png]Leon & Elena | verlassen seine Hütte und die Terrano-Wüste


    „Wir finden schon etwas für dich.“ So wie seine Freundin erhob auch Leon sich wieder, stellte ihre beiden leeren Teller auf seine Küchentheke und guckte Elena dann nach als diese mit seinem Schlafshirt und strubbeligen Haaren und verdammt niedlich an ihm vorbei ins Badezimmer schlenderte. Auch das Halbwesen zog sich frische Kleider über und wäre die Blonde ein paar Sekunden schneller gewesen, hätte sie vielleicht sogar seinen nackten Popo (oder mehr) sehen können. Schließlich hatte er ja auch seine Unterwäsche gewechselt und das.. mal eben so im Zimmer.. aber wieso sollte er sich auch irgendwo verstecken? Elena war ja jetzt seine Freundin und da war das eben normal, dass man sich voreinander um zog. Also.. für ihn zumindest. Das junge Paar war also im Großen und Ganzen wieder bereit die Außenwelt zu betreten und bevor sie die gemütliche Hütte des Mannes verließen, suchte dieser in einer Schublade nach etwas Geld. Das neue Kleid für Elena musste ja auch bezahlt werden und wenn er das Mädchen fast schon drängte, ihn auf den Ball zu begleiten, wollte er auch etwas dazu beisteuern. „Okay, wir können los.“, sagte Leon dann und gemeinsam verließen sie die Wüste.

  • In der Wüste war es ruhig geworden, als hätte sich seit Monaten kein fremdes Lebewesen mehr hierher verirrt. Selbst die Monster lebten (mehr oder weniger) friedlich nebeneinander her. Alles ging, ohne dass man sich drum' kümmern musste, seinen Lauf.
    Es war also ein guter Zeitpunkt, sich abzukapseln und sich über die momentane Lage der Univir das Hirn zu zermartern. Es stand nicht gut um ihre Rasse, das war kein Geheimnis, aber leider hatte sie, als Führungsposition, das zu verantworten. Und obwohl sie Tag und Nacht grübelte, konnte sie den Fehler, der aber geschehen sein muss, nicht finden. Und nachdem jeder Tag wie der andere wurde, verlor Kuruna allmählich das Gefühl für die Zeit. Wie lange hatte sie sich nicht mehr in der Siedlung blicken lassen? Ob Ondorus noch lebte? Lange hatte sie ihren alten Freund und Berater nicht mehr zu Gesicht bekommen, was eindeutig nicht sein Verschulden war. Schließlich war Kuruna diejenige, die sich über Wochen und Monate hinweg isoliert hatte.
    Aber jede depressive Phase fand einmal ein Ende, beziehungsweise machte Will, ein kleiner Feuergeist, welcher sie schon begleitete seit sie denken konnte, dem ein Ende. Er redete so lange auf Kuruna ein, bis auch sie einsah, dass die immer selben Mauern sie nicht auf neue Ideen bringen würden. Sie brauchte Inspiration von Außerhalb. Und obwohl sie nichts von der Menschenwelt hielt, waren diese einer der Spezies, die es schaffte ohne besondere Fähigkeiten zu überleben.
    >>verlässt die Wüste

  • [Ondorus] ~ Zwischenstopp


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    Es fühlte sich wie eine Ewigkeit an, seit der Univir das letzte mal die schwülen Gründe der Terrano-Wüste betreten hatte. Dabei war er gerade mal ein paar Stunden fort gewesen. Der Mond hing hell am Himmel und die Hitze war etwas abgeklungen, ein wahres Glück für den Gehörnten. Er schob seine Brille ein wenig nach oben und strich sich eine der langen, weiß-lilanen Strähnen hinter das spitze Ohr. Der dunkle Anzug war ihm immer unbequemer. Die Maske hatte er schon lange abgenommen. Der Bebrillte war froh, endlich wieder zuhause zu sein, als er den ersten Fuß in die Univir-Siedlung setzte. Ohne groß darüber nachzudenken, machte Ondorus sich auf den Weg in sein Zelt, entkleidete sich und legte sich schlafen.

    Am nächsten Morgen warf er sein altbekanntes Gewand über, aß einen Happen und verließ die viel zu heiße Wüste mit einem Buch, einer Rolle Pergament und einer Schreibfeder. Hier konnte man schließlich nicht arbeiten, ohne zu verdampfen.


    Terrano-Wüste >> Platz des Volkes

  • 1171-elena-pngElena und Leon in seiner Hütte


    Völlig geschafft vom kompletten Tagesablauf, welcher mit der 'Diskussion' über den Ball und ein passendes Kleid für diesen angefangen hatte und mit einem blutigen Mädchen in der Klinik endete, schaffte es das junge Paar endlich nach Hause. Naja, zu Leon eben. Es war zwar nicht ihr Eigenheim, doch als Introvert brauchte sie nach einem langen Tag, voller sozialer Interaktionen, einen Ort zum zurückziehen und genau dieser bot sich ihr hier. Seufzend befreite sie sich von ihren nervigen Schuhen und ließ sie am Eingang stehen und merkte dabei, wie kalt der Boden nachts doch sein konnte. Aber gleich würden sie sicher ins Bett gehen, oder? "Bist du schon müde? Oder hast du vielleicht noch Hunger, oder so?" Vielleicht war ihrem Freund ja auch noch gar nicht nach Schlafen zumute und wollte noch reden oder seinen Magen etwas mehr füllen. Ohne ihn wollte sie sowieso nicht ins Bett gehen, irgendwo brachte seine körperliche Wärme schon seine Vorteile mit sich und wenn sie ehrlich mit ihr war, dann... hätte sie auch nichts gegen ein paar Kuscheleinheiten. Die Schmiedin lehnte sich an eine Wand, während sie auf eine Antwort von Leon wartete.

  • Leon.pngLeon & Elena | in seiner Hütte


    „Endlich!“, brüllte das Halbwesen laut in seine eigenen vier Wände nachdem er die Haustür mit seinem Schlüssel aufgeschlossen und ein paar Schritte hinein gegangen war. Endlich wieder daheim, endlich wieder vertraute Umgebung. Ohne hochnäsige Personen und Prunk und Glitzer. Alles war wieder normal und.. perfekt. Erst recht als er sich zur Seite wandte und seine Freundin erblickte. Leon lächelte breit als er die müde Frau anguckte, man merkte ihr deutlich an dass dieser Tag wirklich anstrengend gewesen war. „Es hat mich so gefreut dass du mit mir auf den Ball gegangen bist.“ Seine rauen Hände umfassten das schmale Gesicht der Schmiedin und sanft drückte er ihr einen Kuss auf die Stirn. „Etwas ja.. die kleine Rettungsaktion war schon nicht einfach.“ Leon streckte seine Arme in die Luft und legte nach und nach seine feinen Klamotten ab. Und doch landeten sie achtlos auf dem Boden bis er schließlich nur noch in Unterwäsche da stand. „Wenn du noch etwas essen möchtest, bedien dich ruhig. Irgendwas wird die Küche schon hergeben.“ Der angehende Jäger kümmerte sich derweil um ein kleines Feuer, da es doch schon recht kühl hier war. Als die kleinen Flammen loderten, setzte er sich geschafft auf die Matratze und ließ sich nach hinten in sein Kissenmeer fallen.

  • Elena und Leon in seiner Hütte

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    Leons Worte und besonders sein Kuss zauberten ihr ein riesiges Lächeln ins Gesicht. Ihr Herz machte einen kleinen Freudensprung, aber nicht nur, weil er sich so über ihre Anwesenheit gefreut hatte, sondern auch, weil sie irgendwie stolz auf sich war. Der Abend war an sich doch relativ gut verlaufen, oder nicht? Klar, diese spontane Rettungsaktion war stressig, doch dem Mädchen ging es gut und sie hatte neue, flüchtige Bekanntschaften gemacht. "Danke, dass du mich mitgenommen hast", antwortete sie ihm und bewegte sich schließlich in Richtung Küche, wo sie sich noch eine einfache Brotscheibe schnappte und als Mitternachtssnack verputzte, während ihr halbnackter sich um die Heizung kümmerte. Ah, stimmt, da war ja noch was. Dieses lange Kleid bekam sie unmöglich alleine ausgezogen, er hatte ihr ja schon beim Anziehen assistieren müssen. "Ah, kannst du mir mit dem Kleid helfen?" Den Reißverschluss zu öffnen würde ja auch reichen. Die Blonde konnte es kaum erwarten, sich endlich von dem ganzen Fimmel befreien zu können!

  • 1907-leon-pngLeon & Elena | in seiner Hütte


    Mittlerweile hatte das Halbwesen seine hellen Augen geschlossen, er war in der Tat sehr müde. Meistens fiel einem das eh erst auf wenn man dann zuhause war, Ruhe einkehrte und der Trubel vorbei war. Zwar war nichts am heutigen Abend wirklich anstrengend gewesen aber trotzdem bemerkte er seine müden Knochen und als Elena ihre Stimme erneut hören ließ, schreckte Leon hoch und rieb sich die Augen. „Klar.“ Der langhaarige Kerl erhob sich von seinem Bett und schritt auf seine Freundin zu, dabei versuchte er sich diesen wunderschönen Anblick noch einmal einzuprägen. Dieses hübsche Kleid stand Elena ausgezeichnet, auch wenn es vielleicht nicht ganz ihr Geschmack war und es vorerst das letzte Mal gewesen war, dass sie so etwas getragen hatte. Schade eigentlich. Leon stand also hinter dem blonden Mädchen und öffnete langsam den Reißverschluss des Kleides. Auch wenn die Schmiedin es auch alleine geschafft hätte, wanderten seine Hände wieder hinauf zu ihren Schultern und streiften den edlen Stoff von ihrer Haut. „Ich hoffe ja, dass du an unserer Hochzeit auch so ein hübsches Kleid tragen wirst.“, sagte er breit grinsend, auch wenn Elena dies nicht sehen konnte, da er ja immer noch hinter ihr stand. Sein Blick glitt über ihren zierlichen Rücken, seine Hand strich ihre kurzen blonden Strähnen etwas beiseite und seine Lippen berührten die zarte Haut ihres Halses.

  • 1171-elena-pngElena und Leon in seiner Hütte


    Für einen Moment fühlte sie sich fast schon ein wenig schlecht, dass er nur ihretwegen wieder aufstehen musste, dabei hatte er so gemütlich in dem ganzen Kissenhaufen ausgesehen. Aber sonst hätte sie sich im schlimmsten Fall ja noch das Kleid zerreißen müssen und das hätte er ja bestimmt auch nicht toll gefunden. Geduldig wartete sie, während er ihr den Reißverschluss endlich öffnete und ihr sogar die Schulterstücke schon nach unten zog. Sein Kommentar, der die Schmiedin früher noch zum Stutzen gebracht hätte, lockte ein leises Kichern aus ihr hervor. Mittlerweile wusste sie, dass er oft eher scherzte und man die meisten seiner Sätze nicht wortwörtlich nehmen durfte. "Du kannst nicht ständig von unserer Hochzeit reden, ohne mir einen Antrag gemacht zu haben." Natürlich meinte Elena das hier auch nicht ernst, aber wo sie Recht hatte... Was für sie aber unerwartet kam, waren seine warmen Lippen auf ihrer nackten Haut, dessen Berührung sofort Gänsehaut bei ihr auslöste und sie irgendwie an die Geschehnisse im Krankenzimmer erinnerte. "Ah, vielleicht sollten wir aber auch endlich schlafen gehen, meinst du nicht?" Was, wenn Leon wieder auf mehr hinaus wollte und sie einfach nocht bereit dafür war? Unsicher, ob sie jetzt nicht falsche Signale senden würde, wenn sie das Kleid auszog, wartete sie auf seine Reaktion.