Der Strand

  • Leann | Kommt an, sitzt im Sand.


    1250-leann-pngKaum hatte Leann den Strand erreicht, setzte sie sich etwas Abseits in den weichen Sand. Sie wusste das es am Strand gefährlich sein konnte, also hielt sie lieber etwas Abstand zur Küste. Dennoch sah sie es nicht ein den Strand komplett zu meiden, sie mochte die Aussicht auf das Meer, das Rauschen der Wellen und den weichen, warmen Sand, wenn sie ihn durch ihre Finger rieseln ließ.

    Jetzt starrte sie also Ausdruckslos aufs Wasser, während sie mit ihrem Zeigefinger im Sand herum malte, was genau sie jetzt eigentlich wollte wusste das Mädchen auch nicht, aber zumindest war es hier ruhig und vorallem..Waren keine anderen Kinder zusehen, denn Gleichaltrige waren für Leann noch viel..Rätselhafter als Erwachsene, am liebsten hielt sie sich fern von ihnen, was sich in einem Waisenhaus natürlich nicht gerade als einfach erwies..Aber Leann wusste, das es nichts brachte sich darüber zu ärgern, schließlich konnte sie es sowieso nicht ändern, sie flüchtete sich einfach weiterhin in ihre Tagträume, denn dort konnte ihr Niemand etwas. Doch auch hier hielt es das Mädchen nicht lange und schon bald schlurfte sie wieder davon.


    -> geht zur Sternenwarte

  • 1885-persia-pngPersia | verlässt den Strand


    Die Meerjungfrau kicherte als das schwarzhaarige Mädchen sich vorstellte und beinahe Teile des halb zerkauten Crossaints aus ihrem Mund flogen. Manche mochten das vielleicht unhöflich und gar unerzogen nennen aber Persia machte das nicht, solange keine halbverdauten Essensreste in ihrem Gesicht landeten. Aber.. Yuä? Yui? Was? Das rosahaarige Fräulein nickte einfach lächelnd und wand verwundert ihren Blick auf die Silberhaarige, die kaum ohne ein Wort zu sagen schnell das Weite suchte. Gerade wollte sie eigentlich auf die Aussage über die guten und schlechten Dinge des Meeres eingehen als die beinahe Fremde Yue und sie alleine ließ. Ganz verstehen konnte sie den Abflug der hübschen Weißhaarigen nicht aber als ihre hellen Augen erst der Frau nachsahen und anschließend am Meer hängen blieben, überkam sie ein seltsames Gefühl. Die Meerjungfrau legte ihre blasse Hand an ihre Brust, dann drehte sie ihren Kopf zur Seite. Die stille Träne der hübschen Dunkelhaarigen blieb nicht unbekannt. „Es wird alles gut, nicht weinen.“, sagte die Mitarbeiterin des Badehauses mit einem Lächeln und hoffnungsvoller Stimme. Auch wenn sie nicht wusste warum genau das Mädchen weinte. „Trotzdem.. sollten wir gehen. Das Meer, es gefällt mir nicht.“ Mit diesen Worten erhob sich die Dame vom Strand, klopfte den Sand von ihren Kleidern und verließ nach einem letzten Blick auf Yue diesen Ort.

  • [Aria] ~ kommt mit Leonel an


    1249-aria-pngDie Mehlschlacht hatte so einen Spaß gemacht. Nur leider musste genau dann ein Erwachsener kommen und das Spiel unterbrechen. Bevor sie jedoch Ärger bekommen sollte, flog die Rothaarige zusammen mit Leonel aus dem Waisenhaus. Aria hatte das Gefühl, den Boden unter den Füßen zu verlieren, so schnell wie sie lief. Beide Kinder hatten nicht wirklich eine Ahnung, wo sie hinwollten. Sie stoppten erst, als sich die Beschaffenheit des Bodens änderte. Erschöpft ließ sich der Rotschopf, welcher immer noch voller Mehl war, in den Sand fallen. Deutlich hörbar atmete sie ein und aus, um ihren Herzschlag zu beruhigen. Schließlich begann sie dann aber zu lachen. "Das war wirklich knapp." Mit ihren haselnussbraunen Augen sah sie zu Leonel und lächelte schief. Es war irgendwie befreiend. Dabei hatte Aria gar nicht damit gerechnet, sich so schnell für den Blonden zu erwärmen. Er und auch Kelsey waren auf jeden Fall sehr nette Menschen. Vielleicht sogar Freunde?

  • [Leonel] bei Aria am Strand


    Puh, das war knapp gewesen! Oder nicht? Immerhin waren sie so schnell gerannt, dass Leonel die wütenden Rufe der Aufpasserin nur noch von der Ferne gehört hatte. Und auch diese waren schnell verklungen. Mit einem Siegesgrinser schaute der Kleine zu Aria und zu - Moment mal, wo war denn Kelsey? "Oh nein!", bemerkte er. "Wir haben Kelsey verloren!" Mit einem besorgten Gesicht schaute er in die Richtung, aus der sie gekommen waren. Vielleicht war er ja nur etwas langsamer, als die Zwei, und würde bald nachkommen? Doch er schien nicht aufzutauchen. "Oh je, da müssen wir uns wohl bei ihm später entschuldigen..." Hoffentlich hatte der junge Bursche nicht zu viel Ärger abbekommen. Immerhin schien seine Tränendrüse einen ziemlich lockeren Hahn zum Aufdrehen zu haben. "Am besten warten wir, bis es Nacht wird, dann können wir ja eine Rettungsaktion starten!", kam ihm dann in den Sinn. Einen Kameraden zurücklassen ging schließlich nicht, sowas machten die Helden in seinen Geschichten ja auch nicht! Aber bis dahin würde ihnen schon irgendwas einfallen, damit sie sich die Zeit vertreiben konnten.

  • 1907-leon-pngLeon, Seriza & Cinnamon | am Strand


    Die arme Kleine. Das Mädchen klang so traurig, Leon hätte sie am liebsten in den Arm genommen und fest an sich gedrückt. Oder sie auf seine breiten Schultern gesetzt! Dann könnte sie mehr von der großen weiten Welt. Oder halt Trampoli. Aber das käme sicher sehr komisch. Oder? Als hätte das Halbwesen auch nur eine Sekunde daran gedacht, also wirklich, er war ja nicht ihr Vater oder sowas. Gemeinsam mit den jungen Damen spazierten sie durch ihren Heimatort und Leon versuchte so viel wie möglich von diesem Platz zu erzählen. „Ich lebe zwar auch nicht mein ganzes Leben hier aber doch schon einige Jahre, es ist wirklich schön. Und vorallem die Menschen sind toll.“, plauderte der Jäger und deutete zwischendrin auf verschiedene Häuser und erklärte was man darin finden konnte. „Da wohnt übrigens meine Freundin!“ Das Trio blieb kurz vor der Schmiede stehen, Leon grinste breit und sie setzten ihren Weg fort. Auf der anderen Seite der Stadt angekommen verlangsamten sich seine Schritte. Sie waren am Strand angekommen, seine Beine taten ihm ein bisschen weh und er stemmte seine Hände in die Hüfte. „Puh, also mehr können wir dir jetzt auch nicht zeigen.“ Seine flauschigen Ohren legten sich etwas an seinen Kopf, den er dann schräg legte und seinen Finger an sein Kinn legte. „Hm. Es gäbe natürlich noch die gefährlichen Gebiete. In denen Monster leben und sich selten Personen hintrauen. Außer unsere Lehrer wollen uns mal wieder quälen.“ Leon hob kurz seine Schultern, dann grinste er und guckte das andere Halbwesen neugierig an. „Kannst du dich verteidigen? Dann können wir der Insel dort drüben gerne einen Besuch abstatten?“, fragte er. Klar, Seriza war ein Kind aber das hieß doch noch lange nichts. „Oh warte, ich bin Leon. Hab ich das schon gesagt? Ich weiß nicht, hab gefühlt so viel getratscht in den letzten Minuten.“

    (sry Luna dass du jetzt hier mit zwei Chars bist aber ich fand den Strand so passend)

  • [Aria] ~ mit Leonel am Strand

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    Der Rotschopf versuchte noch immer seine Atmung zu beruhigen, als sie durch Leonels Aufschrei hochschreckte. Er hatte Recht, sie hatten Kelsey verloren! "Oh nein. Hoffentlich ist ihm nichts passiert." Auch Aria suchte die Richtung aus der sie gekommen waren mit den Augen ab, in der Hoffnung eine Spur des schüchternen Blonden zu finden. Aber vergebens, Kelsey tauchte nicht auf. So nickte die Rothaarige Leonel zu. "Das sind wir ihm schuldig. Hätten wir nur besser aufgepasst." Hoffentlich war Kelsey nicht böse auf die beiden. Schon jetzt plagte Aria das schlechte Gewissen. Doch die Idee ihres übrig gebliebenen Freundes machte das schon wieder wett. "Das machen wir!" Nur sollten sie sich bis es Nacht wurde einen Plan überlegen. Aria schnappte sich einen Stock, welcher in der Nähe lag und begann etwas in den Sand zu kritzeln. "Also, wie gehen wir vor? Wir müssen das gut planen, damit auch nichts schief geht." Mit ihren haselnussbraunen Augen sah die Rothaarige zu Leonel auf, in der Erwartung eine Antwort zu bekommen.


    [Seriza] ~ mit Leon & Cinnamon am Strand

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    Seriza nickte der Rothaarigen zu. "Ja, ich wohne in der Sternwarte." Erzählte sie. Der Name der Frau war jedoch schon außergewöhnlich. Zimt? Jedoch hatte die Silberhaarige keine Zeit mehr, um darüber nachzudenken, da die Gruppe sich bereits auf den Weg machte.

    Aufmerksam hörte die Drachendame in Menschenform dem Halbwesen zu, wie er von Trampoli erzählte. Er schien sehr viel für diesen Ort zu empfinden. Es war schön, wenn jemand eine so starke Bindung an sein Zuhause hatte. Nur würde ihm das sicher zum Verhängnis werden, wenn der das Dorf irgendwann einmal verlassen müsste. Am Ende der Führung, lächelte die Silberhaarige dankbar. Sie hatte heute definitiv mehr erfahren als bei ihrem Rundflug. "Vielen Dank. Jetzt kenne ich mich schon besser aus." Über Leons Kommentar zu den gefährlichen Gebieten und den Lehrern, musste Seriza lachen. "Typisch Lehrer." In Selphia gab es da auch den ein oder anderen Quälgeist. Auf Leons Frage antwortete die Silberhaarige schneller, als sie denken konnte. "Aber natürlich kann ich mich verteidigen." Als Drache ja, aber als Mensch? Sie hatte ja nicht mal genügend Energie für einen Erwachsenenkörper. Aber jetzt gab es kein Zurück mehr. "Dann lasst uns da hin gehen." Fügte sie also an. Die Vorstellung des Halbwesens brachte Seriza zum Lächeln. Er hatte wirklich viel geredet.

  • [Cinnamon] mit Leon & Seriza


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    Wow, Leon... war eine echte Labertasche. Klar, eigentlich wusste sie das schon von ihrem tierischen Freund, aber er legte bei der Neuen echt noch einmal eine Schippe drauf. Das war ihr recht, denn zugegeben, fand sie es ganz angenehm ihm zuzuhören - obwohl sie sich ja in Trampoli selbst auskannte. Woran das lag, wusste Cinnamon auch nicht so genau. Sie stellte dabei nur fest, dass sie wirklich wenig über Leon wusste - und das, obwohl sie ihn doch zu ihren Freunden zählte. Woher er kam zum Beispiel oder das er und Elena mittlerweile zusammen waren! Gut, letzteres waren vielleicht wirklich noch Neuigkeiten und die erreichten sie üblicherweise eher spät, da sie sich für Klatsch nicht interessierte. Aber anderseits war ihr nichtmal so genau bewusst gewesen, wie weit es mi der tierischen Seite von Leon ging. Vielleicht sollte sie sich vornehmen... etwas aufmerksamer durchs Leben zu gehen. Sich nicht zu sehr in Gedanken und Tagträumen zu verlieren. Ja... vielleicht. "Die Sternenwarte? Dann komme ich dich einmal besuchen.", beschloss Cinnamon kurzerhand, ohne um Erlaubnis zu beten, denn wenn es etwas gab - außer dem Angeln - was sie liebte, war es der nächtliche Sternenhimmel. Während sie, ganz unbemerkt, diesem Gedanken nachging, denn immerhin war es schon Abend und somit der Nachthimmel nicht mehr allzufern, bemerkte sie gerade noch rechtzeitig, dass die beiden Halbwesen gerade beschlossen ins Monsterareal überzusiedeln. "Moment... was?", hakte sie ein, um nachzuforschen, ob sie richtig verstanden hatte. "Ihr wollt zur Pluvia-Insel? Einfach so?", fragte sie verwirrt nach, "Was wollt ihr denn da? Ich meine... es ist ja nicht ganz ungefährlich dort. Und ganz ohne Vorbereitung?", stammelte sie und sah abwechselnd von Leon zu Seriza. Sie war sich nicht sicher ob sie den Mut dafür aufbrachte! War sie... überhaupt schon einmal dort gewesen? "Und warte... wie, du kannst dich verteidigen? Wie denn?" Die Skepsis stand dem Rotschopf ins Gesicht geschrieben. Cinnamon wusste nicht ob sie das Engelchen damit beleidigte, allerdings war ihre Frage ja wohl gerechtfertigt. Dieses süße Kind sah nicht gerade nach einer großartigen Kriegerin aus. Klar, der Anblick konnte täuschen, aber doch würde es Cinnamon interessieren ob die Kleine wusste wovon sie redete, bevor sie hier auf ein lebensgefährliches Manöver zusteuerten.

  • [Leonel] mit Aria am Strand


    Erfreut stellte der Blondschopf fest, dass Aria seine Idee anscheinend genau so gut gefiel, wie ihm. Was ein Glück! Die Zwei kannten sich zwar nur genau seit heute, aber er hatte so das Gefühl, dass diese Bekanntschaft doch etwas länger bestehen bleiben würde, als seine bisherigen. Immerhin war sie super toll im Rollenspielen und stellte sich auch in der Mehlschlacht nicht allzu schlecht an. Und jetzt war sie auch noch Feuer und Flamme für eine geplante Rettungsaktion! Bestimmt würden sie noch viel Spaß miteinander haben! Aber jetzt erst mal galt es, sich der momentanen Lage zu widmen. Nickend antwortete er der Rothaarigen. "Da hast du Recht, wir sollten sehr vorsichtig sein" Leonel nahm sich ebenfalls einen Stock, damit er auch gut mitzeichnen konnte. Schließlich war er derjenige, der das Waisenhaus in - und auswendig kannte. Selbstbewusst malte er den Lageplan des Waisenhauses auf, wobei er logischerweise manche Flächen etwas größer malte, als sie es in Relation zum Rest wahrscheinlich waren, aber das bemerkte der Junge nicht. Für ihn sah es so richtig aus. "Also, das hier ist der Eingang, und gleich rechts daneben geht es zur Gemeinschaftsküche, da wo wir vorhin drin waren. Bis dahin kennst du den Weg. Jetzt kommt allerdings der schwierige Part. Wenn sie Kesley erwischt haben, wurde er vermutlich entweder in die stille Ecke, oder auf sein Zimmer geschickt. Die gute Nachricht ist, bis heute Abend sollte er sowieso wieder auf seinem Zimmer zum Schlafen sein, aber wenn wir am Nachmittag was Böses machen, kriegen wir auch manchmal das Abendessen gestrichen und müssen in der Ecke bleiben..." Er selbst musste zwar noch nie lange in der Ecke stehen, aber er hatte Mitleid mit den Kindern, die er bis spät Abends in der Ecke stehen gesehen hatte. Manche Erzieherinnen waren wirklich grausam! "Die Schlafzimmer der Aufseher sind hier, die Kinderzimmer sind oben, wo Kelsey's Zimmer ist, weiß ich allerdings nicht" Nachdem er bemerkte, dass er jetzt schon eine lange Zeit allein geredet hatte, fand er es unhöflich, wenn er seine neu gewonnene Freundin nicht auch zu Wort kommen lassen würde. "Hast du alles verstanden?"

  • [Aria] ~ mit Leonel am Strand

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    Der Rotschopf sah sich die Sandzeichnungen des Waisenhauses genau an. Leonel kannte das Gebäude offenbar sehr gut. Aber Aria wusste ja auch nicht, wie lange er dort schon lebte. Aria folgte den Erläuterungen des Blonden und versuchte sich alles so gut wie möglich einzuprägen. Die Kinderzimmer waren also oben, aber sie wussten nicht, welches davon Kelsey gehörte. "Ja, verstanden." Antwortete die Rothaarige und sah den kleinen Plan angestrengt an. Wie fanden sie heraus, welches Zimmer das richtige war? Sollten sie einfach anklopfen und hoffen? Aber was wenn sie in ein Zimmer kamen, dessen Einwohner sie verpetzte? Dann würde Leonel extreme Probleme bekommen und man würde die Bewohner der Farm benachrichtigen und Aria bekäme sicher große Schwierigkeiten. Aber sie mussten das Risiko eingehen, schließlich hatte Kelsey nun die Konsequenzen der Mehlschlacht alleine zu tragen. "Wir müssen auf alle Fälle leise nach oben kommen. Danach werden wir überall anklopfen müssen, bis wir ihn finden." Doch was dann. "Aber was machen wir, wenn die Erzieher uns erwischen? Gibt es oben einen Raum aus dem wir aus dem Fenster auf einen Baum oder Busch klettern könnten?" Schließlich würde die Tür nicht mehr erreichbar sein, wenn die Erzieher das obere Stockwerk erreicht hatten.

  • 1907-leon-pngLeon, Seriza & Cinnamon | am Strand


    „Gerne doch, du musst dich als Neuankömmling immerhin wohl fühlen und ich denke mal das geht besser wenn man sich in seiner neuen Heimat etwas auskennt und nicht ganz wie ein verlorenes Huhn durch die Gegend rennt.“, erwiderte das Halbwesen auf ihre Dankbarkeit lächelnd. Cinnamon schien wie eh und je nicht sonderlich aufmerksam, ob sie seinen Erzählungen überhaupt zugehört hatte? Es würde ihn ja nicht wundern wenn sie gerade daran dachte wie sie mit einer Angel am Fluss saß und das den lieben langen Tag. Er schmunzelte dabei aber diese Eigenschaft, dieses verträumte Wesen war ja etwas, was Cinna ausmachte und so wand er sich nach ihrem Einwurf wieder an Seriza, die auf seine Frage hin sofort zustimmte. Ein kleines bisschen überrascht hob er seine Augenbrauen. „Na siehst du, ich wusste es. Ein Kind hin und her aber als Halbwesen hat man immer eine Möglichkeit einem Kampf entgegen zu wirken. Oder davon zu laufen, ganz schnell, je nachdem.“ Leon lachte, verschränkte die Arme und sah kurz hinüber zu seiner rothaarigen Freundin. „Blöd für dich wenn wir weg sind und der Ork alleine dich will. Aber vielleicht werdet ihr ja Freunde!“, plauderte das Halbwesen und stellte sich jetzt oben genannte Szene plus einem großen hässlichen Monster vor. Cinnamons Einwände waren dennoch berechtigt und eigentlich waren seine Worte bezüglich der Insel auch nicht so hundertpro ernst gemeint aber der Eifer der kleinen Taube spornte ihn jetzt doch irgendwie an und die Luft auf ein neues Abenteuer stieg. „Brauchen wir denn für alles einen Grund?“, fragte er in die Richtung von Kannos Enkelin, sah aber mehr an ihr vorbei und suchte ein Boot für die Überfahrt. „Neugierde, Sehnsucht nach einem Abenteuer, ein Strauß hübscher Blumen von der Insel. Ist das nicht genug um einen Abstecher dort rüber zu begründen? Außerdem kannst du uns doch sicher am besten verteidigen oder?“ Leon ging neben Seriza in die Hocke, lehnte sich etwas zu ihr und deutete mit dem Zeigefinger und großen Augen auf Cinnamon. Seine Stimme war ein leises Flüstern aber laut genug dass der Rotschopf das mitbekommen konnte. „Weißt du, sie ist nämlich die Enkelin von Kanno. Der große Magier, von dem ich vorher am Runenarchiv gesprochen hatte. Vielleicht haben wir Glück und ein bisschen was von seiner Kraft steckt auch in ihr. Andernfalls, flüchten wir beide einfach ganz schnell, wenns gefährlich wird.“ Leon lachte.

  • [Leonel] bei Aria am Strand


    Dass sie wohl an jedem Zimmer klopfen müssen würden, daran würden sie nicht vorbeikommen. Oder etwa doch? Angestrengt überlegte der Blondschopf, wie man wohl am schnellsten zu Kelsey's Zimmer käme, eine perfekte Lösung fiel ihm allerdings nicht ein. "Hm... Naja, zumindest an den Zimmertüren von Sera und Serena müssen wir nicht anklopfen. Da weiß ich, welche Tür das ist" Ein kleiner Trost für das große Vorhaben der beiden. Was man mit den Erzieherinnen machen würde, wusste er jedoch nicht. Bis dato hatte er noch nichts angestellt, welches ihn dazu zwingen würde, aus einem Fenster zu klettern. Ein braver Junge, sozusagen. Diesen Titel abzulegen, damit hatte er allerdings kein Problem. Schließlich hatte er keine Angst vor diesen doofen Erwachsenen, die einem immer den Spaß verdurben! "Also mir wäre bis jetzt noch kein Baum aufgefallen... Vielleicht rennen wir dann einfach wieder? Immerhin hat es schon einmal geklappt, dann klappt es dieses Mal bestimmt auch!"

  • [Aria] ~ bei Leonel

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    Der Rotschopf nickte, als Leonel ihr erzählte, dass sie zumindest zwei Zimmer ausschließen konnten, da er wusste, wer dahinter sein Reich hatte. Jedoch half ihnen dies nur mäßig weiter. Wie sie dann flüchten sollten, sollten die Erzieherinnen ihnen auf die Schliche kommen. "Rennen könnte funktionieren, aber darauf dürfen wir uns nicht verlassen. Wir brauchen einen Plan B." Erwiderte Aria nachdenklich. Sie könnten vielleicht.... "Ich hab's. Wir machen Sandbomben. Wenn sie uns erwischen, können wir ihnen damit die Sicht nehmen und entkommen." Sand war zwar nicht dasselbe wie Rauch, aber er würde schon seinen Zweck erfüllen. "Wir müssen etwas finden, womit wir die Bomben bauen können.." Überlegte sie laut. Sicher hatte Leonel eine Idee dafür. Zusammen würden sie das schon schaffen.



    [Seriza] ~ bei Cinnamon & Leon


    2031-b815ec0496dac0f2b08a8b81ff482143-pngAls die Rothaarige verkündete, sie würde Seriza mal bei der Sternwarte besuchen kommen, nickte diese lächelnd. Besuch war doch immer schön und das Gebiet war groß genug, um sich unbemerkt zu transformieren. Cinnamons Entrüstung zu Leons Vorschlag belustigte die junge Drachendame sehr. Seriza musste bei Leons Worten laut auflachen, ehe sie sich mittels ihrer Flügel in die Luft erhob. Auch wenn der Flügel, mit dem sich im Wald hängen geblieben war, noch etwas weh tat, so erhob sich die Silberhaarige mit Leichtigkeit über die Köpfe der beiden Erwachsenen. Mit einem kräftigen Flügelschlag wehte sie den beiden das Haar aus dem Gesicht, ehe sie wieder leichtfüßig vor ihnen auf dem Boden landete. "Siehst du?" Sie zwinkerte Cinnamon zu, ehe das Halbwesen sich wieder Leon zuwandte. Die Information, welche dieser ihr zuflüsterte, war äußerst interessant. Die Enkelin des Magiers Kanno, hm? Dann musste sie ja wirklich erfahren sein, oder? Doch natürlich wäre Leon nicht Leon, wenn er noch einen scherzhaften Zusatz parat hätte. Wieder musste die Silberhaarige lachen. Also man konnte ja sagen, was man wollte, aber Humor hatte der Schakal. Und das gefiel Seriza. "Gehen wir dann?" Fragte sie dann. Sie war gespannt, diese Pluvia-Insel zu sehen und hoffte insgeheim, dass Cinnamon ihnen etwas Magie demonstrieren würde.

  • [Leonel] bei Aria am Strand


    1256-leonel-jpgAls die Rothaarige die Herstellung von Sandbomben erwähnte, verwandelte sich die grübelnde Miene Leonel's in einen aufhellenden Sonnenschein. Sein eigenes Waisenhaus zu infiltrieren war ja schon aufregend genug, aber auch noch mit Bomben bewaffnet auf einen Gegenangriff vorbereitet zu sein? Das war ja noch viel besser! Daran, dass Sand in den Augen der Erzieherinnen vielleicht etwas unangenehm sein könnte, dachte der doch sonst so empathische Blondschopf gerade nicht. Immerhin waren es ja sie gewesen, weswegen sie überhaupt diese Nachtaktion starten mussten. Das hatten sie sich selbst eingebrockt! "Oh mein Gott, Aria!", quietschte der Junge fröhlich und umarmte sein Gegenüber herzlich. "Das ist eine super Idee!" Doch dann erinnerte sich der Kleine an die Situation vorhin in der Küche, als sie so traurig ausgeschaut hatte, nachdem er ihr den Kopf getätschelt hatte, und entfernte sich schnell wieder. "Oh, ähm, entschuldige..." Irgendwie hatte er Angst, dass er seine neue Freundin wieder traurig machen würde, weswegen er sich dazu entschloss, sie wohl erst mal besser nicht so unerwartet zu berühren. Als sie ihre Überlegung laut kundtat, dachte auch der Junge angestrengt nach. Hmm... Worin konnte man Sand einhüllen? Blätter? "Ah!", rief er, so hatte er doch eine Möglichkeit gefunden, wie die beiden den Sand vielleicht einhüllen konnten. "Weißt du noch vorhin, als wir beim großen Baum gespielt haben? Da habe ich einen Baum mit riiiesigen Blättern gesehen! Wollen wir da mal nachschauen?"

  • [Cinnamon] mit Leon & Seriza - Richtung Pluvia-Insel


    Der Rotschopf zog eine Schnute, als Leon den Kommentar über eine mögliche Ork-Freundschaft abgab. Nein danke, diesen Monstern wollte sie lieber nicht alleine begegnen. Über seine poetischen Gründe musste sie glatt die Augen verdrehen. "Du hast Todeswunsch auf der Liste vergessen." War diesen beiden das Risiko tatsächlich wert? Waren Halbwesen wirklich so anders, oder lag es schlichtweg an ihrem Charakter? Cinnamon zögerte. Sie hatte die Monsterareale seit ihrer Kindheit gemieden, soweit es ging. War sie dadurch so sehr zu einem Angsthasen mutiert? Ansonsten zögerte sie doch auch nicht, handelte stattdessen immer frei Schnauze. Leichtfertig. Exzentrisch. Irgendwie fühlte Cinnamon sich in ihrem Stolz verletzt, da die zwei - und Seriza von all denjenigen noch ein Kind! - sich keinerlei Sorgen zu machen schienen. Machte sie doch sonst auch nicht. War sie so überrumpelt gewesen, dass sie sich auch deswegen zum Teil in eine andere Richtung bewegt hatte? Der Rotschopf hielt die Arme vor der Brust verschränkt, seltsam angestachelt von dem Ganzen. "Na gut, ich komme mit. Aber ich hole noch meine Tasche!", beharrte sie, "Leon erzählt Unsinn. Ich kann nicht zaubern - wie du sehr wohl weißt.", Bei den letzten Worten wandte sie sich direkt an ihren tierischen Freund. Wie kam er dazu, so etwas zu behaupten? Gut, der alte Mann hatte ihr schlussendlich tatsächlich schon einen Zauber beigebracht, aber sie war bisher nicht adzu in der Lage gewesen, das Ganze auch in der Praxis umzusetzen. Und woher sollte Leon davon wissen? Im Wald hatte sie darüber ja kein Wort verloren. Na, vermutlich zog er sie nur wieder auf. Cinnamon stapfte Richtung Runenarchiv und rief einmal kurz zurück "Wehe ihr seit weg, bevor ich wieder da bin!" Und rannte schließlich los. In ihrer Tasche befand sich primär ihre Anglerausrüstung, die sie zu großen Teilen auf dem Zimmer ließ und stattdessen praktischere Dinge wie ein Seil und ein Messer reinstopfte. Aber wurde es nicht langsam dunkel? Cinnamon achtete nicht weiter darauf, immerhin wollte sie nicht kneifen, schnappte sich noch ihren Speer (mit dem sie nicht ganz so viel geübt hatte, wie von Forte aufgetragen), ehe sie zurück zum Strand ging. "Also, worauf warten wir?", meinte sie, wobei sie aufgeweckter klang, als ihr zu Mute war und schmiss ihre Tasche und den Speer in eines der Boote, während sie auf die anderen zwei wartete.


    -- setzen zur Pluvia-Insel über

  • [Aria] ~ bei Leonel

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    Als die Rothaarige sah, wie sich Leonels Miene aufgrund ihres Vorschlags in ein Lächeln verwandelte, so konnte sie nicht anders, als dieses zu erwidern. Irgendwie war heute ja schon ein wirklich schöner Tag, auch wenn er seine Höhen und Tiefen hatte. Von seiner plötzlichen Umarmung überrumpelt, schreckte Aria ein wenig zurück, nicht in der Lage zu reagieren. Schnell entfernte sich der Blonde dann auch wieder und stammelte eine Entschuldigung. "Ist schon okay.." Antwortete sie etwas unsicher. Sie war diese Überschwänglichkeit einfach nicht gewohnt und es verunsicherte sie ein wenig. Jedoch schienen Leonel Intentionen weit davon entfernt zu sein, ihr weh zu tun, weswegen sich Aria doch vorstellen konnte, sich mit der Zeit daran zu gewöhnen und die Unsicherheit abzulegen. Doch als Leonel mit der Idee begann, Blätter von einem der Bäume beim großen Baum zu verwenden, waren all diese Gedanken in den Hintergrund gerückt. "Das ist eine tolle Idee. Lass uns sofort nachsehen." Der Rotschopf erhob sich auf beide Beine und klopfte sich vorsichtig den Sand von den Beinen. Dann sah sie den Blonden nochmal kurz an, lächelte für den Bruchteil einer Sekunde und begann dann in Richtung des großen Baumes loszugehen.


    Strand >> Großer Baum


    (Lässt du sie ankommen?)

  • <~ Kommen vom Platz des Volkes


    [Max] & Bianca


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    Max hatte Bianca seinen Arm angeboten und so spazierten sie gemeinsamen Schrittes durch das Dorf. Dabei waren sie in einem gemütlichen Tempo unterwegs, denn anders als die meisten Dorfbewohner konnten sie sich die Zeit ganz einfach nehmen und mussten nicht abgehetzt von A nach B rennen. Bianca hatte dem Narzissten dabei einen Denkanstoß gegeben, auf die er eingehen wollte. "Wie ich zu mir selbst stehe? Oder wie andere mich sehen? Nur um die Ausgangslage klarzustellen.", hakte er mit einem Stirnrunzeln nach. Meinte sie das wirklich so, wie sie gesagt hatte? Der Gedanke verwunderte ihn - immerhin sollten die Leute doch gar nicht erst sehen, wie er zu sich selbst stand. Niemand. Selbst seine Familie nicht. War es nicht das, was sie von Kleinauf gelernt hatten zu verbergen - ihren wahren Kern? Vielleicht verstand er daher nicht Recht mit der Frage, so wie sie Bianca nun formuliert hatte, umzugehen. Aber - nur rein hypothetisch gedacht - wie... stand er zu sich selbst? Er war so lange vor all den Wahrheiten davon gelaufen, das er womöglich sogar vergessen hatte, zu sich selbst ehrlich zu sein. Die ganze Lügerei, die ihm zudem leicht von den Lippen ging, halfen da nicht. Er war mit sich Selbst nicht im Reinen - zumindest das konnte er seit seiner Wiederkehr zugeben. Doch was genau ihm fehlte oder wie er es lösen konnte, das wusste er nicht. Aber konnte Bianca ihm da helfen? Wenn er raten müsste - und meistens riet er richtig - gab es wohl selbst Punkte an ihr, die sie leugnete oder mit denen sie sich nicht auseinandersetzen wollte. Ihre weitere Frage, war da leichter zu beantworten, wenngleich Max sich viel Zeit ließ um die Worte schließlich auszusprechen. "Nein.", sagte er mit fester Stimme, "Das, was geschehen ist, kann ich nicht akzeptieren. Und ich weiß nicht, ob ich es jemals kann." In dieser Aussage war er sich sicher. Alles was passiert war, hätte so nicht passieren dürfen. In erster Linie hätte er nicht sterben dürfen. Aber das würde wohl jeder von sich behaupten. Und eine Rückkehr aus dem Totenreich, nun, das ist moralisch schon auch etwas zweifelhaft. All das war inakzeptabel, ließ sich aber nicht ändern. (Gut, er könnte sich wieder umbringen gehen, aber die Ambitionen dazu waren per se nicht existent. Siehe Punkt eins der Dinge, die sowieso gar nicht erst passiert hätten sollen.). Ihre dritte Frage überging er, denn der Frage, ob er sich selbst akzeptierte, der wollte er sich gerade im Moment nun nicht wirklich stellen. Konnte er sich noch akzeptieren, wenn er die Geschehnisse nicht akzeptieren konnte? War das dann überhaupt möglich? Und hatte Bianca womöglich Recht mit dem, was sie als Idee hineinzuckerte - das dies der Grund war, weil er sich dem auch nicht stellen konnte, das er sich unbemerkt anders verhielt, verhärteter, zurückhaltender, vorsichtiger - und die Leute ihn daher anders behandelten, weil er sich tatsächlich anders verhielt? Aber... "Hat diese Gemeinschaft überhaupt schon einen der Wiedergekehrten so wieder aufgenommen?", fragte er stattdessen. Vielleicht wäre es sinnvoll gewesen, sich mit den anderen Leuten, die sein Problem des zweiten Lebens teilten, auseinanderzusetzen und mit ihnen zu sprechen. Erfahrungen auszutauschen. Aber dann hätte er sich auf deren Niveau herunter lassen müssen und da war ihm sein Stolz - der gute, alte Stolz, denn der hatte sich nicht geändert - im Weg gewesen. Hatte er diese Chance also verpasst? "Ist es genehm, wenn ich diese letzte Frage von dir auch an dich zurückgebe?", fragte er sie höflich, doch die Ansicht von Bianca über sich selbst, die würde ihn tatsächlich doch sehr interessieren.

  • Max & Bianca



    Sie hatte sich wie selbstverständlich bei ihm eingeharkt als wäre nie etwas gewesen, als stünde nichts zwischen ihnen, als hätte sie sich nicht vor wenigen Stunden noch davor gescheut mit ihm ein Wort zu wechseln. Nicht etwa weil sie ihn verabscheute, es ihr zuwider war mit ihm zu sprechen sondern weil es Bianca schlichtweg überfordert hatte ihren Vetter nun wieder gegenüber zu stehen obwohl sie ihm vor nicht allzu langer Zeit beerdigt hatten. Es war ein befremdliches Gefühl seine Nähe zu spüren. Eine Nähe, die sie eigentlich selbst vor dem Vorfall nicht geteilt hatten aber vielleicht war es nur Show. Eine Show für das gemeine Volk um zu zeigen, dass sie sich über die Rückkehr ihrer Verwandschaft freuten. Eine Show um die Normalität zu wahren und doch fühlte es sich echter an als andere Begegnungen mit ihrer Familie. Ihr Schritt war gemächlich als hätten sie den ganzen Tag Zeit und dem war irgendwo auch so. Keine lästigen Verpflichtungen. Es fühlte sich ein bisschen so an als hätten sie alle Zeit der Welt. Der Blick der Adelstochter wanderte über die vom Frühling bemalte Natur, die zahlreichen Blumen, welche den Weg säumten. Wenn man Trampoli so betrachtete konnte man sich gar nicht vorstellen, dass außerhalb der Stadtmauern und vielleicht auch innerhalb die Gefahr an jeder Ecke lauerte. Das Zwitschern der Vögel untermalte, das doch recht bedrückende Gespräch der Beiden, was dem Ganzen ein schier hohes Maß an Absurdität verlieh. Max hinterfragte ihre Frage. Ein leichtes Lächeln zierte die Lippen Biancas. Er hatte sehr wohl verstanden nur hatte sie Worte ausgesprochen, die in dieser Familie in gewissem Maße regelrecht verpönt waren. Vielleicht war seine Frage aber vielmehr Antwort genug und so nickte Bianca nur wissend, während sie in die Ferne blickte, in der man schon das weite Meer entdecken konnte. Es gab keinen Unterschied in der Adelsfamilie. Es hatte keinen zu geben. Man war die Maske geworden, die man schon seit Kindheitstagen trug, nicht wahr? Es hatte sie auch lange Zeit nicht gestört das verwöhnte Mädchen zu sein. Wann hatte es angefangen sie zu stören. Ein flüchtiger Gedanke an Kyle schlich sich in das Köpfchen der Blaublütigen. Gut möglich das er der Auslöser war, vielleicht aber auch Astor, der Tod ihrer Verwandschaft, der Tod ihrer Zofe und besten Freundin. All diese Geschehnisse hatten sie verändert. Die feste Stimme des Blonden hatte die Gedanken Biancas im Keim erstickt und so wandte sie ihren Blick auf Max. Er war überzeugt von dem Gesagtem und das seichte Lächeln auf den Lippen der Adelstochter erstarb mit dem Gesagten. "Wenn du es nicht akzeptieren kannst wird es dich stehts hinunterziehen. All das ist ein Teil von dir und wenn du das akzeptieren kannst wird sich alles nicht mehr so schwer anfühlen..." es klang beinahe so als würde sie aus eigener Erfahrung berichten dabei war dem keinesfalls so. Sie wusste nicht wie es sich anfühlte, nicht im Entferntesten aber dennoch war sie der Meinung, dass man akzeptieren musste wer man war. Auch sie. Sie musste akzeptieren, dass sie eine Adelstochter war, das sie gewisse Ansprüche erfüllen musste und das sie nicht immer die Wahl hatte. Dinge die leichter zu akzeptieren waren als die Dinge mit denen Max fertig werden musste. Unbewusst hatte sie sich ein wenig fester an seinen Arm geklammert als notwendig. Um ihm den nötigen Halt zu geben oder sich selbst? Fraglich. Bianca zuckte mit den Schultern als Max sich bezüglich der Anderen erkundigte, die mit ihm zurückgekehrt waren. Ein Schauer jagte über den Rücken Biancas. Bisher war sie Niemanden begegnet, der in seiner Lage war. Niemanden außer Tabatha. Diese Begegnung hatte ihr Alles abverlangt, sie in ein tiefes Loch fallen lassen aus dem sie noch nicht völlig wieder hervor gekrochen war. Diese Begegnung hatte zu einer weiteren geführt, die sie nun alles in Frage stellen ließ. Ihr Herzschlag beschleunigte sich. Sie Maske drohte zu bröckeln aber die Adelstochter fing sich wieder. "Außer dir habe ich bisher nur Tabatha getroffen..." Jeder wusste um die Beziehung zwischen Bianca und ihrer Zofe. Dieses innige Verhältnis. Ungerührt lies Bianca ihren Blick über den Strand wandern. Ob eine zweite Begegnung mit ihr ebenfalls so sein würde. Ob es nur der Schock war? Sie fürchtete eine weitere Begegnung. Das war die Wahrheit, die sie bisher nie ausgesprochen hatte. Verblüfft sah Bianca in die Richtung ihres Vetters, der ihre eigene Frage an sie zurückgab. Sie hätte damit rechnen können. Sie war nicht mehr das Mädchen, dass er kannte, nicht wahr? "Es ist nur eine Maske aber ich habe akzeptiert, dass es nötig ist sie zu tragen..." Die Adelstochter senkte den Blick.

  • [Max] & Bianca



    Max legte den Kopf leicht schräg, als Bianca ihm riet, sich in Akzeptanz zu üben. "Den eigenen Tod akzeptieren? Wirklich Bianca?" Er überlegte kurz, ehe er fortfuhr. Es war ein heikles Thema, dem man tatsächlich mit Ehrlichkeit begegnen musste, um voranzukommen. "Es fällt mir so schwer, weil es so unbegreiflich ist.", meinte er langsam. Über die Tatsachen zu sprechen, war eine Sache. Aber dieses Gefühl in Worte zu packen ein Ding der Unmöglichkeit. Dafür ein Bewusstsein zu schaffen - wie? Jedes Mal wenn er es versuchte, entglitt es ihm ein Stück mehr. Und um auf Bianca's vorherige Worte zurückzukehren: Wie sollte er so auch herausfinden, wie er zu sich selbst stand? Es war ein Stück Geschichte, das über das eigene Begreifen herausging - und das er dann wohl nie würde erreichen können. Würde ihm also immer ein Stück seiner Selbst dadurch fehlen? Ein fehlendes Stück, das dadurch Unsicherheit schuf. Ein Gefühl das er zwar überspielen, aber nicht leugnen konnte. Das hätte dann im Endeffekt tatsächlich eine Auswirkung darauf, wie Andere ihn sahen. Im Grunde war es also ein ewiger Kreis, aus dem es keinen Ausweg gab. Welch deprimierende Vorstellung. Bianca hatte in der Hinsicht recht: Es würde ihn stets hinunterziehen. Wie erheiternd. Er brauchte eine andere Lösung. Eine Ablenkung vielleicht? Sollte er an anderer Stelle anknüpfen, als da wo es unfreiwillig geendet hatte? Aber wie? Und wo? "Werte Cousine, wie gehst du mit dem Gefühl der Leere um?" Max fragte sie um Rat, wenngleich diese Frage durchaus sehr direkt war. In den Adelskreisen üblicherweise zu direkt, sodass es nicht den Gepflogenheiten entsprach. Man redete üblicherweise drumherum und nicht in die Mitte hinein. Er und Bianca hatten aber an diesen Nachmittag bereits so viele gesellschaftliche Kriterien über Board geworfen, das es nun - in seinen Augen - auf eine mehr auch nicht mehr ankam. Er würde schon sehen, wie Bianca darauf reagieren würde. Über Tabatha gab er keinen Kommentar ab, da er nicht wusste, wie genau es um die Beziehung zwischen der Magd und seiner Cousine derzeit stand. Er hatte die Elfe jedenfalls schon eine ganze Weile nicht mehr gesehen. Wie sie wohl damit umgegangen war? Das Bianca viel von ihr hielt, bedeutete immerhin etwas. Aber solange sie untertauchte, konnte er sie bedauerlicherweise nicht näher befragen. "Ah, so pflichtbewusst. Ganz im Sinne der Familie.", bemerkte er auf ihres letzten Kommentares hin. Sie hatte ja so recht - Max tat gut daran, sich daran zu erinnern.

  • Max & Bianca



    Er hatte die Stimme erhoben. Seine Worte klangen hart. Sie schreckte sogar einen Moment auf, da sie es nicht gewohnt war, dass in diesem Tonfall mit ihr gesprochen wurde. Bianca sah ihren Vetter von der Seite an, musterte sein Profil. Seine Gesichtszüge wirkten hart und angespannt. Es war leichter gesagt als getan das war wahr und sie konnte sich nicht einmal annähernd ausmalen wie es sich anfühlte in seiner Lage zu sein. Die Adelstochter senkte einen Moment den Kopf. Eine regelrecht zahme Reaktion für die sonst so ungestüme Bianca. Ihre Lippen blieben verschlossen, überlegend und zugleich abwartend. Als Max erneut das Wort ergriff hob Bianca ihren Kopf wieder an und blickte in die Richtung des Blonden. Ihr Blick war forschend als könnte sie damit hinter die noch vor kurzem erwähnte Maske blicken. Sie nickte kurz als Zeichen des Verständnis aber im Grunde war es ihr unmöglich seine Lage zu verstehen, zumal es sie nicht direkt betraf. Nur ein Gleichgesinnter konnte auch nur annähernd die Gefühle ihres Cousins nachempfinden. Vielleicht sollte er mit Tabatha reden? Einen kurzen Moment huschte dieser Gedanke durch ihr Köpfchen aber bereits im nächsten Moment war die Idee wieder verworfen worden. Das hätte vielleicht ihr in dieser Situation geholfen aber nicht Max, oder? "Eigentlich sollte uns in dieser Welt nichts mehr unmöglich oder unbegreiflich erscheinen... spätestens jetzt." Sie lebten in dieser Welt Hand in Hand mit Magie, die das Unvorstellbare möglich machte also warum waren sie so verwundert? Vielleicht weil man es ihnen eingeredet hatte, dass diese Art der Magie verboten war? Weil es gewisser Maßen ein Eingriff in die Natur war, der so nicht gedacht war? So viel Leid konnte ihnen erspart bleiben, wenn die Menschen, die sie für immer verlassen hatten vielleicht doch nicht für immer weg waren. Unweigerlich dachte Bianca dabei an ihre eigene Mutter. Sie verstand die Verlockung diese Art der Magie einzusetzen aber wenn sie Max so ansah, wusste sie nicht ob es für eben jene die Gestorben waren, richtig war wieder unter ihnen zu leben. Der Blonde schien zu leiden und das obwohl er eine sehr starke Persönlichkeit war. Wie viele würden daran zerbrechen? Die blauen Augen Biancas musterten ihn als er ihr eine Frage stellte. Ungewohnt direkt, wo ihnen doch bereits in den Kinderschuhen eingebläut wurde, dass sie sich zu benehmen und ein gewisses Bild nach außen zu präsentieren hatten. Genau genommen sprach man in gehobenen Kreisen nicht über die Dinge, die sie heute schon angesprochen hatten. Man kehrte sie unter dem Teppich und tat so als wäre alles wunderbar und man selbst der glücklichste Mensch auf Erden. Ein kurzes Lächeln huschte über die Lippen der Blaublütigen. " Ich kaufe mir hübsche Dinge, die mich für einen Moment lang glücklich machen und wenn die Leere wieder kommt kaufe ich mir wieder etwas was mich glücklich macht..." Bianca schloss einen Augenblick die Augen aber setzte ihren Schritt weiter fort. es gab bisher nur etwas, dass sie auf längere zeit glücklich gemacht hatte und das war eine Person. Eine Person, die sie gleichermaßen zur Weißglut treiben konnte. Eine Person, die sie so wütend machen konnte wie sonst niemand. Eine Person, die so dermaßen begriffsstutzig war, dass sie eine Ohrfeige nach der nächsten von ihr kassierte. er war die einzige Person, die diese Leere füllte zugleich aber auch auslöste. "Was meinst du warum mein Kleiderschrank so voll ist...?" Tatsächlich entfuhr der Schönheit ein Lachen. Ein bittersüßes Lachen.

  • [Max] & Bianca



    Max musste unwillkürlich auflachen, es war ein warmer, freundlicher Klang, der die triste Stimmung, in der sie beide geraten waren, für den Moment vertrieb. Bianca kam ihm mit einer derart einfachen Antwort, die so gar nicht zu den kontroversen Fragen passen wollte, denen sie sich gerade gestellt hatten. Gleichzeitig steckte so viel Wahrheit in diesen Worten, dass ein kleiner Stich dennoch spürbar war - doch er ließ sich verdrängen. Der junge Erbe war seiner Cousine dankbar für die Auflockerung. Sie hatten sich lange genug mit tristen Gedanken beschäftigt, dabei war der Tag so schön - auch wenn er sich nun langsam dem Ende zuneigte. "Eine gute Idee. Ich sollte mir auch wieder etwas schneidern lassen.", befand er auf ihre Aussage hin. Eine Weile gingen sie schweigend am Strand entlang. Die untergehende Sonne spiegelte sich auf dem Meer und die Umgebung wurde in ein sanftes Orange gehüllt. "Wir sollten uns wohl bald auf den Weg nach Hause machen.", meinte Max schließlich in die Stille hinein. "Ich danke dir sehr für den heutigen Tag, werte Cousine. Ich habe ihn sehr genossen. Vielleicht sollten wir so etwas bei Zeiten wiederholen.", fügte er hinzu, der Blick auf dem Weg vor ihm gerichtet.