Die Taverne

  • Gaius doing normal people things


    Nope. Keinen Schimmer was hier abging. Wenn es irgendwie physikalisch möglich gewesen wäre, dann wären dem Einäugigen jetzt wahrscheinlich mehrere Fragezeichen über dem Kopf getanzt. Nachdem er die Blonde erblickt hatte, da war der Schmied fast wie automatisch näher zum Tresen geschritten, hatte dann mitbekommen, was der Fremde da von sich gegeben hatte - konnte sich daraus aber keinen richtigen Reim machen. Er bat Tori eine Verkostung frei Haus an? Zwar ging es hier scheinbar nur um Alkohol und den hatte er persönlich nicht mal ansatzweise so lieb wie Essen, aber.. Woah! Das konnte die Alchemistin mit Sicherheit nicht einfach so ausschlagen, nicht?! Er hätte fast für sie mit einem enthusiastischen ja geantwortet - immerhin war er sowohl Vielfraß als auch ein bisschen Dieb - besann sich dann jedoch, als er realisierte, dass das dann wohl doch etwas zu sehr aus dem Nichts kam. Wobei.. sie waren doch jetzt zusammen. Teilte man sich als Paar nicht Dinge? Wenn ihr jemand anbot, ihr etwas zu spendieren - galt das Angebot dann nicht automatisch für ihn auch? Und umgekehrt? Gaius war noch ganz in der komplexen Thematik vertieft, als er wohl nah genug gekommen war, dass seine Freundin ihn ebenfalls bemerkte. Dem Grauhaarigen stieg automatisch ein kleines Grinsen auf die Lippen, als die ihren seinen Namen aussprachen, auch wenn seine Augenbrauen sich daraufhin in Konfusität senkten, als sie mehrfach zwischen ihm und den Rothaarigen blickte. Was hatte es damit jetzt auf sich? Oh! War das ein Signal? Hatte er mit seinem Gedankengang doch Recht gehabt und sie wollte damit andeuten, ohne unhöflich zu sein, dass sie das Angebot annehmen sollten? Aber wieso tat sie es dann nicht einfach? Wollte sie eine Zweitmeinung haben? Ah, das war unpraktisch - er brauchte ein paar Worte, um zu verstehen, was sie von ihm wollte. Und.. hm? Den Kopf des Zwergs neigte sich minimal zur Seite, als dann tatsächlich auch welche kamen. Tori wandte sich abrupt von ihm ab. Sie.. musste arbeiten? Als es dann bei ihm Klick machte, da weitete sich sein Auge kurzzeitig. Sie musste arbeiten! Das machte Sinn. Er störte sie gerade bei der Arbeit - deshalb schenkte sie ihm keine weitere Beachtung. Galten auf der Arbeit andere Regeln als sonst? Wieder etwas, was er nicht wusste - immerhin.. in der Schmiede.. nun. Regeln waren so ein Konzept welches die Mitarbeiter nicht mal buchstabieren konnten. (Er bis vor kurzem erst Recht nicht.) Solange am Ende des Tages was Gescheites bei raus kam konnten alle machen was sie wollten - nur das Geschrei Leos variierte den Umständen entsprechend. Er warf einen Blick auf den Fremden, besser gesagt Kunden, welcher.. scheinbar noch nicht bezahlt hatte? War er also doch pleite? Aber hatte er nicht eben noch etwas ausgeben wollen? Das machte keinen Sinn. Vielleicht war der Rothaarige auch einfach nur ein Idiot? Oder fühlte sich besonders wohl in der Rolle des Clowns? Keine Ahnung. tat auch nichts zur Sache. Der Zwerg, welcher trotz jener Bezeichnung nicht gerade klein war, nahm den Wink Toris an und entfernte sich ein Stück von dem Duo. Die Bebrillte musste arbeiten - und er war offensichtlich im Weg. Vielleicht würde sie sogar ein wenig böse mit ihm sein, sollte er sie noch länger blockieren. Andererseits.. war er gerade erst aufgewacht und wusste auch nicht Recht was er jetzt sonst machen sollte. Einfach.. nach Hause gehen? Später vorbeikommen? Oder..

    "Ich würde gerne auch etwas bestellen.~", hörte man ihn schließlich nicht weit entfernt, nun ebenfalls am Tresen sitzend, mit leichter Belustigung in der Stimme in Richtung des Duos rufen, während er zur Signalisierung die Hand hob - immerhin musste man die Rolle des Kunden ja perfekt spielen. Hey, er hatte Hunger und Durst. Und.. so konnte er doch etwas Zeit mit der Blonden verbringen, nicht? Vielleicht würde der Fremde sich ja auch jetzt mit dem Bezahlen beeilen.

    I'm going back to the start
    Through the darkness of my body parts
    Oh Lord, there is horror in my bones
    ~

  • Joe 2 + Tori 2 + Gaius 2


    Joe legte den Kopf schief. Sein Lächeln erstarb nicht, auch nicht, als sie sein Angebot ablehnte. Die Kleine war echt eine harte Nuss. Auch wenn man das ihren Äußerem nach nicht vermuten würde. Sie war also 'bloß' eine Aushilfe. "Ach so", sagte der Hüne und lehnte sich dabei selbstgefällig ein Stück zurück. "Ich wollte schon an mir zweifeln, eine Schönheit wie dich hätte ich sicherlich nicht vergessen." Und noch bevor sie etwas darauf erwidern konnte - naja, zu den schlagfertigsten schien die Kleine eh nicht zu zählen, weshalb er sich eigentlich gar nicht beeilen musste -, quatschte er sie schnell zu. "Deswegen habe ich dich hier noch nie gesehen. Kommst du jetzt öfter? Würde mich freuen. Wie heißt du eigentlich? Ich bin Joe." Jetzt lehnte er wieder halb über dem Tresen um der blonden Maus seine Hand zu reichen. Auch wenn er nicht damit rechnete, dass sie diese ergreifen würde.

    Der Zwerg, der vorhin noch hinter dem Tresen gestanden hatte, hatte er schon fast vergessen. In der Zwischenzeit hatte er sich nur wenige Stühle weiter ebenfalls an den Tresen gesetzt. Hmpf. Als dieser etwas sagte und somit die Aufmerksamkeit der kleinen Maid erregte, drehte Joe genervt den Kopf in seine Richtung ohne ihn direkt anzusehen. Seine Augen verengten sich leicht. Dann drehte er den Kopf wieder unbeeindruckt zu der kleinen Maus herum und sagte: "Ich würde auch gern noch etwas zu essen bestellen. Was kannst du mir empfehlen? Was ist denn heute das Tagesgericht?" Auf ihre Aufforderung hin, dass er noch bezahlen sollte, ging er vorerst nicht ein. Er würde noch bezahlen - keine Frage. Also er würde nach dem Essen bezahlen. Also ... nach dem Dessert.

  • Tori 2 + Joe 2 + Gaius 2



    Tori war heillos überfordert.

    Sie war ganz zufrieden damit, in der Taverne aufzuräumen, zu putzen und Besorgungen für die hiesige Küche zu übernehmen. Aber der Kundenkontakt stellte sich als weitaus schlimmer heraus, wie sie befürchtet hatte. Und sie hatte Schlimmes befürchtet. Wie schafften ihre Kolleg:innen und Rita das nur so locker? Oohh, hoffentlich war Gaius ihr nicht böse, weil sie ihn nicht ordentlich begrüßt hatte. Wie... auch immer das aussehen mochte, so als... Paar. Begrüßten sich Paare nicht üblicherweise mit einem... K-K-Kuss?! Tori lief bei dem Gedanken knallrot an - erneut. Sie hatte eine bildliche Illustration eines Liebesromanes vor Augen, in dem genau solch eine intime Handlung dargestellt wurde. (Ja, Tori las nicht nur Fachlektüre). Noch bevor sie sich weiter in die Sache hineinsteigern konnte, ergriff ihr Kunde wieder das Wort - mit einem Kompliment.

    Nur... dass es sich nicht wie ein Kompliment anfühlte. Sie wusste nicht wieso, immerhin waren seine Worte sehr nett, aber sie fühlten sich nicht so an. Eine Schönheit... wie sie? Aber sie... war doch gar nicht schön? Und irgendwie, erschienen ihr die Worte nicht ehrlich...? Aber wer war sie schon, um sich darüber ein Urteil zu erlauben. Es war nicht gerade höflich, dem Gegenüber nicht zu glauben, ohne einen spezifischen Grund. Das Resultat blieb jedoch dasselbe: Sie fühlte sich trotz seiner Worte nicht geschmeichelt, sondern... unwohl.

    "N-Nein, also... ich- äh-", stammelte sie, weil sie nicht ganz wusste, wie sie darauf reagieren sollte. Sie hoffte inständig nicht öfter eingesetzt zu werden. Die erste Arbeitsstunde war noch nicht mal um, doch eines stand fest: Nächstes Mal würde sie Rita klipp und klar absagen! Ganz bestimmt! Am liebsten würde sich Tori sowieso den lieben langen Tag mit Büchern und Alchemie beschäftigen.

    Als sich der Kunde mit seinem Namen vorstellte, kam sie nicht umhin, sich wohl auch vorzustellen. Das war... schon okay, oder? "T-Tori.", erwiderte sie nervös - und dann hörte sie Gaius' Stimme.

    Ich würde gerne auch etwas bestellen. Innerlich seufzte sie - aber es war ein erleichtertes Aufseufzen. Wenn sie Gaius' Stimme hörte, wurde ihre Welt einfach ein Stück gerade gerückt. Er erdete sie - und dafür reichte seine bloße Anwesenheit aus. (Naja entweder erden oder nervös machen, depends on the situation).

    Sie wollte schon zu ihm eilen, als ihr erster Kunde - Joe - erneut das Wort ergriff und sie so aufhielt. Anstatt zu bezahlen, bestellte er nochmal. Sie schätze, das war in Ordnung. In der Regel bezahlte man nachdem alles getrunken und gegessen war, oder nicht? Warum nur verunsicherte er sie dann so? Und WARUM WOLLTE ER IMMER EMPFEHLUNGEN VON IHR WISSEN?! Das machte sie regelrecht wahnsinnig. Woher sollte sie denn wissen, was ihm mundete? Das war doch bescheuert?!

    Nichts davon verließ ihre Lippen. Stattdessen erinnerte sie sich an den Geruch, der aus der Küche gekommen war.

    "L-Linseneintopf.", sagte sie schlicht. Dann deutete sie zaghaft über sich. Dort waren auf einer Kreidetafel einige Gerichte beschrieben, teils mit.. schwer erkennbaren Kreidezeichnungen. Die Taverne appellierte an die Kreativität ihrer Besuchenden. Natürlich war es üblich, den Kunden auch einfach die Karte vorzutragen - die Auswahl war ja überschaubar und viele konnten auch nicht lesen - aber Tori wollte ja auch ihren anderen Kunden nicht warten lassen. "S-Sagt be-bescheid, wenn I-Ihr euch e-entschieden habt.", nuschelte sie und flüchtete dann zu Gaius.

    Tori ergriff seine Hände, die auf dem Tresen lagen, und drückte sie einmal fest. Rette mich, dachte sie insgeheim, sagte jedoch mit leiser Stimme: "I-Ich bin f-froh dich zu sehen." Dann ließ sie seine Hände wieder los und versteckte die ihren in ihrer Schürze. Das war sicher ziemlich ungebührlich. Ihre Gefühle hatten sie einfach übermannt. "R-Rita hat m-mich zum aushelfen v-verdonnert.", erklärte sie hastig die Situation, obwohl der Zwerg sie vermutlich längst durchschaut hatte. "M-Möchtest du etwas?"

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