• [Jake] bei Cecilia im Zimmer


    inew3v9t.png


    War beschlagnahmen nicht auch nur ein einfaches, anderes Wort für besitzen, ausbeuten und somit erniedrigen? Jake war durchaus bereit, sich weiter auf die Diskussion einzulassen, jedoch kam er nicht umhin, es einfach sein zu lassen. Er wollte Cecilia nicht beleidigen und augenscheinlich scheint sie es ja wirklich gut getroffen zu haben. Nichts an ihren Worten und Taten schien unerhlich zu sein und so belässt Jake es bei einem leisen Seufzen. Als Cecilia plötzlich ihren Blick abwendet, fragt Jake sich was er angestellt hat. Frauen sind doch irgendwie eigen und es dauert auch einen Moment, bis er ihren Blck wieder einfangen kann. "Ich mag auch Gemüse, am Liebsten schön kross vom Feuer. Gibt keine perfektere Beilage für ein schönes Stück saftiges Fleisch!" antwortet er stolz. "So ein Hasenbraten wär doch toll gewesen" fügt er hinzu und zwinkert kess, aber manchmal hat es halt nicht sein sollen. Cecilias Hand auf seiner zu spüren, treibt ihm die Röte ins Gesicht. Wie schon vorhin ist sie wieder so warm und angenehm, bekommt Jake eine Gänsehaut auf dem ganzen Rücken. Ihre Worte hört er gar nicht, er starrt einfach nur auf die Hände und versucht tapfer, nicht einfach weg zu rennen. Hatte er sich doch so sehr vorgenommen, sich eben genau so wohl nie wieder zu fühlen und alles in ihm schreit danach, zu rennen. Abrupt löst er seine Hand aus ihrer und starrt Cecilia an. "Was machst du nur mit mir?" haucht er ihr leise entgegen.

  • [Cecilia] mit Jake in ihrem Zimmer


    1648-pasted-from-clipboard-png


    Trotz der Tatsache, dass Jake durchaus ein harter Kerl war - verständlich bei all dem, was er wohl mitgemacht haben musste -, schien sein Herz bei dem Thema Essen aufzuwärmen. Auch wenn es für einige unbedeutend zu sein schien, dass sich jemand über solche Kleinigkeiten freute, wie die Zubereitung bestimmter Nahrungsmitteln, war es für Cecilia eine große Freude, den Elfen dabei beobachten zu können, so glücklich zu sein, wie er in dem Moment war. Der Gedanke kreuzte sie in der kurzen Zeit in der sie zusammen waren schon oft, dennoch war er ehrlich um kam vom Herzen. Ein Lächeln steht seinem Gesicht wirklich sehr gut. Sobald sich die Mundwinkel ihres Gegenübers hoben, wirkte er fast wie eine andere Person. Die Unschuld in ihm schien fast schon zu leuchten und irgendwie überkam die Elfe ein ganz wohles Gefühl, den jungen Erwachsenen zu einer solchen Reaktion bringen zu können. Gerade so in dem Moment gefangen bemerkte sie gar nicht, wie unwohl sich Jake bei der Berührung fühlen musste und ehe sie wieder aus ihren Gedanken in der Realität ankommen konnte, löste sich ihre Hand von seiner durch eine schnelle, abrupte Bewegung. Erst jetzt blickte die Elfe in das Gesicht ihres Gastes und bemerkte, wie rot er um die Nase wurde und was sie dort gerade eigentlich getan hatte. Schnell liefen auch ihre Wangen extrem rot an. Sie versuchte sich zu rechtfertigen in dem sie den Mund öffnete, doch irgendwie wollte aus ihrem Hals kein einziger Ton erscheinen. Ihre Hände legte sie vor ihrem Körper zusammen und drückte sie nervös aneinander. "Ich-", der Rotschopf kam gar nicht erst dazu, ihren Satz zu beenden. "Es tut mir so leid..." Ihr Griff um die Hände wurde etwas stärker. "Ich hätte dir nicht so nahe kommen sollen, vor Allem nicht ohne deine Erlaubnis. Ich habe mir wirklich nichts böses dabei gedacht, es war einfach-" Cecilia unterbrach sich selber mitten in ihrem Satz. Es machte doch gar keinen Sinn überhaupt zu versuchen, sich zu rechtfertigen. Ihr Verhalten war unangebracht und das war alles. "Tut mir leid Jake, das war mein Fehler." Beschämt und unsicher senkte sie ihr Blick von seinen Augen auf den Boden und sie hoffte einfach, dass er sie nun nicht hassen würde.

  • [Jake] bei Cecilia im Zimmer


    inew3v9t.png


    Es fühte sich einfach so falsch an und auch so richtig. Jake wusste schon gar nicht mehr wirklich, was er eigentlich wollte. Dieser rasante Herzschlag, der erhöhte Puls und diese Scheiß Wut auf sich selbst. Wie konnte er nur zulassen, dass eine so liebe und nette junge Frau ihm so nah kam, ihn so berührte und einfach nach so kurzer Zeit so intensiv war? Es war nicht schlimm, es war fatal, aber... so gut. Alles in ihm sehnte sich danach, sie einfach wieder zu berühren, egal ob lang oder kurz. Andererseits aber wusste er einfach nicht, wohin das führen würde, ob er das wollte, oder ob es besser wäre einfach alles abzubrechen. Wenn er jetzt gehen würde, könnte es ihm doch keiner verübeln, oder etwa doch? Schließlich war sie doch die Schuldige - sie hatte den Hasen verjagt und ihn auf so unfassbar süße Art und Weise zum Kochen überredet. Er aber war ja auch derjenige, der mitgegangen war, hätte er das sein lassen sollen? Sein Kopf begann zu hämmern und sein Herzschlag beruhigte sich einfach nicht. Wenn sie das auslösen kann, was kann sie dann noch? Will ich das heraus finden? "Nein, bitte, du kannst doch nichts dafür-" Ich bin der Idiot, der wiedermal alles verkackt hat, schreit Jake ihr innerlich zu, traut sich aber nicht, die Worte tatsächlich auszusprechen. Alles in ihm schreit danach Cecilia in den Arm zu nehmen, ihr Nähe und Wärme zu schenken, wie sie sie ihm schon die ganze Zeit über so liebevoll gibt. Kurz bevor er seine Hände hebt um sie einfach in die Arme zu schließen, besinnt er sich eines Besseren. Sie würde es ja eh nicht gut finden, redet er sich gekonnt ein und widmet sich wieder der Süßkartoffel. "I-ich g-glaub, i-i-ich krieg d-das h-hin." versucht er sein Herzrasen zu vermindern und vom Thema abzulenken.

  • [Cecilia] mit Jake in ihrem Zimmer


    1648-pasted-from-clipboard-png


    Auch wenn sich Jake im nächsten Zuge direkt seinerseits entschuldige wusste Cecilia, dass der Fehler bei ihr lag. Es war durchaus zuvorkommend von ihrem Gast die Schuld auf sich zu schieben, dennoch war die Einsicht für den Rotschopf klar. Wie dumm ich nur war, jetzt wird dieser schöne Tag gleich wieder zu einer unangenehmen Begegnung aufgrund meines Fehlers... Cecilia wollte gar nicht erst daran denken, dass ihre schöne Zeit jetzt schon dem Vorbeigehen drohte. Dennoch wagte die Elfe es nicht, ihren Blick zu heben und sich wieder dem Jäger zu widmen. In ihr kam ein solch großes Schamgefühl auf, dass sie wohl in ihrem ganzen Leben noch nicht gespürt hatte. Was ist bloß los mit mir? Noch einmal versuchte die Hausmagd all ihren Mut zu packen und richtete ihren Blick langsam wieder nach oben. Zu ihrer Überraschung traf sie genau in dem Augenblick den nervösen Jake an, der bereits seine Arme ausstreckte, sich dennoch nicht dazu entschied seine Handlungen zu beenden und sich wieder dem Essen zuwendete. Für einige Sekunden verblieb sie in ihrer Position und dachte über das nach, was sie gerade eben gesehen hatte. Cecilia wusste nicht ganz, ob sie seine Bewegungen richtig deutete und ob er zu einer Umarmung ansetzte. Fühlte er sich etwa schuldig? Im folgenden konnte die Elfe erkennen, dass ihr Besuch durchaus nervös und unsicher zu sein schien. Der Anblick bereitete der Magd sofort ein schlechtes Gewissen, wie konnte sie es nur soweit kommen lassen? Irgendwie musste sie das wieder gut machen. Einmal noch atmete sie tief ein und versuchte so, ihre eigene Schuld und Nervosität in den Hintergrund zu rücken. "Jake, ich-" Der erste Ansatz scheiterte, da es sich anfühlte, als würde ihr jemand die Kehle zuschnüren. "Ich hätte dich nicht anfassen dürfen, dass ist Fakt und es tut mir leid, dass ich dich in eine unangenehme Situation gebracht habe." Eine kurze Pause half der Elfe dabei, ruhig zu bleiben. "Ich habe mir wirklich nichts dabei gedacht u-und ... na ja ... i-irgendwie fühlte ich mich einfach w-wohl in deiner Gegenwart und da kam das ganz natürlich." Fast stotterfrei konnte sie den Satz über ihre Lippen bringen. Der Rotschopf war stolz auf sich solch einen Mut aufbringen zu können, was für ihre Persönlichkeit mit Sicherheit nicht selbstverständlich war! "Ich bin mir sicher, dass du das alles auch ohne meine Hilfe sehr gut schaffen kannst." Ein letztes Mal noch versuchte sie ihn zu motivieren, während sie ihm anbot, das Thema zu wechseln, falls er sich zu unwohl fühlte, auf ihres einzugehen.

  • [Jake] bei Cecilia im Zimmer


    inew3v9t.png


    Wie eine Salzsäule steht er da und hofft, dass sich die Situation einfach auflösen würde. Es war ihm so unangenehm und dennoch war er verwirrt, ob er das wirklich wollte. Viel lieber wäre es ihm schon, sie ganz nah bei sich zu haben. Wenn es nun einfach vorbei wäre, wenn sie alles einfach übersehen und sich ebenso der Kartoffel widmen würde, wäre es so einfach... aber das wollte Jake doch nicht. Wer weiß, ob es jemals wieder zu so einem Moment kommen kann, wenn er diesen nun verstreichen lässt. Es ist einfach so sinnlos, egal was er tut. Ob er sie nun an sich heran lässt oder nicht, wird er nicht eh wieder enttäuscht und verletzt sein? War es doch bislang immer so gewesen, dass er am Ende allein zurück geblieben war und vor den Scherben seiner Versuche stand. Seine trockene Kehle verlangt nach einem Schnaps, wie gern würde er sich dem nun hingeben und einfach weg saufen, was ihn so sehr beschäftigt. Es wäre nur ein kleiner Aufschub, es wäre nur eine Verlängerung seiner Qual, aber sie wäre so lieblich herb und voller Geschmack. Gerade fühlt er sich einfach so matt und fad, so kalt und... allein. Kurz kann er sie wieder riechen, sieht ihre rosa Haare im Wind und spürt ihre Hand in der seinen. Es war eine Verbundenheit, die ihresgleichen sucht, oder etwa nicht? Cecilia war so anders als sie, so viel kleiner, einfach so klein. Ihre Wärme war so völlig anders und es war einfach so intensiv. Wenn er das nun vergehen ließ, würde er das nicht sogar noch mehr bereuen, als ein Scheitern, wenn er es versuchte? Starr blickt er auf seine Hände, die so viel Leid erfahren haben. Waren sie vorhin nicht einfach nur wohlig warm, als sie ihre halten durften? Ein warmer Schauer durchflutet ihn, als er daran denkt und plötzlich werden seine Gedanken durchbrochen. Hatte sie sich gerade etwa, hatte sie sich wirklich entschuldigt? Nein, nein das durfte nicht sein! Sie hatte doch nichts falsches getan, er wollte ihr diese Bürde nicht auferlegen. Die Wände ihres Zimmers kommen auf ihn zu, er fühlt sich so eingeengt und wie der größte Idiot aller Zeiten. Das letzte was er wollte, war sie zu verletzten, war ihr solche Gefühle zu vermitteln. Ohne zu denken durchbricht Jake seine Starre und stürmt einfach auf sie zu, schließt sie fest in seine Arme und hält sie fest. "Nein, bitte, du hast keine Schuld." haucht er ihr ins Ohr, während er seinen Griff nicht mehr lockern kann. Zu groß ist die Angst, dass der Moment endet. Sie ist so warm und so klein, so ganz anders als sie es war.

  • [Cecilia] mit Jake in ihrem Zimmer


    1648-pasted-from-clipboard-png


    Während die Elfe innerlich hoffte, dass ihr Verhalten keinen Keil zwischen die Beiden trieb, bemerkte sie gar nicht, dass auch ihr Gegenüber mit den Gelegenheiten ähnlich zu kämpfen hatte, wie sie selber auch. Schon bald erfüllte der Geruch von gekochtem Gemüse den Raum, ebenso wie auch das kochende Wasser die Umgebung mit Wärme erfüllte. Für einen kleinen Moment, wenn es auch nur ein Bruchteil einer Sekunde war, blickte Cecilia wieder auf den Boden und ehe sie ihrem Blick wieder erheben konnte, um sich ihrem Gast zuzuwenden, spürte sie bereits zwei muskulöse, aber sehr warme Arme um ihren Rücken und eine warme Brust die mittlerweile auf Augenhöhe lag. Es brauchte Cecilia ein wenig die Informationen zu verarbeiten und die Berührung wirklich zu verstehen. Plötzlich schien der Raum so still, das kochende Wasser schien erkühlt, der Duft des Gemüses wurde ersetzt durch den Geruch von Jake, welcher ihr nun direkt in der Nase lag. Auch die Angestellten, dessen Fußschritte man hin und wieder im Gang ertönen hörte, waren verschwunden. Es schien, als gäbe es niemanden mehr in diesem Haus, bis auf Jake und sie selber. Nachdem die Magd einige Sekunden damit verbracht hatte wie versteinert dazustehen, merkte sie nun, wie sie eine wahnsinnige Hitze überkam und wie ihr das ganze Blut in den Kopf schoss. Ihr Herz begann so laut zu pochen, dass sie fast schon Angst hatte, dass es aus ihrer Brust springen könnte. Schnell verfärbte sich ihre natürlich rosanen Wangen in einen Feuerroten Ton. Er war ihr so nah, diese rauen Hände, die sonst Kaninchen töteten, schienen nun so sanft und vorsichtig. Fast schon, als würde er eine zerbrechliche Puppe in den Armen halten. Die Elfe wusste gar nicht, wie sie reagieren sollte. Ihre Kehle schien zugeschnürt und ein merkwürdiges Kribbeln ran durch ihren Körper, bis hin zu den Fingerspitzen. Der Rotschopf fühlte sich, als wäre sie nicht mehr Herrin über ihren eigenen Körper und vollkommen paralysiert. Wann war das letzte Mal, dass sie jemand so in den Armen hielt? Cecilia hatte fast schon vergessen, wie schön sich eine Umarmung anfühlen konnte. Ganz ohne, dass sie wirklich darüber nachdenken konnte, schmiegte sich ihre Wange an die Brust ihres Gegenübers und ihre Arme hoben sich und umschlossen den Rücken des Elfen. Mit ihren zierlichen Händen drückte sie ihn etwas an sich, beinahe schon, als würde sie ihn gar nicht mehr los lassen wollen. Cecilia konnte sich nicht erklären, wieso sich ihr Körper scheinbar von alleine bewegte und besonders nicht, warum sie sich in der Umarmung mit jemandem so wohl fühlen konnte, den sie eigentlich kaum kannte. Gerade in den Armen von Jake, schien sie irgendwie angekommen zu sein. Kurz schluckte sie einmal und setzte nochmal neu an zu sprechen. "G-genau so wenig, wie du auch.", flüsterte sie ebenso leise. Die Magd wusste gar nicht so recht, was sie sonst sagen könnte. Ob sie ihm danken sollte, ihr nicht böse zu sein oder ob sie ihn einfach bitten sollte noch ein wenig länger in der Umarmung zu verbleiben?

  • [Jake] bei Cecilia im Zimmer


    inew3v9t.png


    So warm und so weich, denkt Jake immer wieder, während er Cecilia krampfhaft umarmt. Ihre Ohrenspitze kitzelt ihn sanft, als sie sich der Geräusche wegen bewegt und auch da bemerkt Jake, wie alles andere abstumpft und unwichtig wird. Als wären die beiden genau jetzt der Inbegriff des Universums, als wäre nichts anderes noch von Bedeutung. Niemals hätte er sich zu träumen gewagt, so etwas zu erleben. verdreckt und stinkend nach Alkohol hatte er mmit Magenknurren den Tag begonnen und auch wenn er immer noch hungrig war, so war es wohl noch nie so scheißegal wie jetzt. Angst, dass Cecilia sind winden würde, ihn weg stoßen würde begleitet ihn in den ersten Sekunden und so entspannt Jake sich erst wirklich, als er merkt, wie Cecilia ihm nochmal näher rückt. Die Last fällt ab und er atmet endlich aus, um sofort wieder tief einzuatmen. Der Duft vom Gemüse vermischt sich mit dem von Cecilia und als Jake gerade in neue Gefilde abdriften will, fällt ihm auf - das Gemüse. Langsam öffnet er die Augen und versucht heimlich um ihren Kopf herum zur Feuerstelle zu schauen, jedoch bleibt es bei dem Versuch. Ihre roten Haare lenken ihn ab, er verliert sich in ihrer Farbe und dem Farbenspiel, dass die Sonne darauf hinterlässt. Ihre Hände auf seinem Rücken drücken ihn sanft nochmal näher und da nun passiert es, dass Jake die Beherrschung komplett verliert. In der Hoffnung, dass sie es nicht bemerkt, bewegt er zart seine Hüfte etwas zurück. Wäre es ihm sehr peinlich, wenn sie bemerkt, wie sehr er gerade den Moment genossen hat. Wie gern wär er ene Frau, die das viel besser verbergen kann. Sanft hebt er seine Arme und legt sie auf ihre Schultern. "Ich glaub, das Gemüse ist fast fertig." sagt er leise, um wenigstens eine relativ gute Ausrede zu finden. Aber eigentlich war ihm das Gemüse scheißegal.

  • [Cecilia] mit Jake in ihrem Zimmer


    1648-pasted-from-clipboard-png


    Der Moment, indem sich beide fest umschlossen hatten, schien eine Ewigkeit anzudauern. Cecilia verfiel vollständig in eine andere Welt. In dieser Welt, schien es außer ihm und ihr nichts zu geben. Erst jetzt bemerkte die Elfe, wie sehr sie sich nach einer Berührung dieser Art sehnte. Ihre Beine wirkten wie Butter und drohten bald schon unter ihr nachzugeben. Dennoch konnte sie es nicht verstehen, wie sich ein solches Gefühl von Wohlbefinden in ihr breit machte. Sie kannte Jake im Grunde doch gar nicht, wusste wenig von ihm und ihre Persönlichkeiten waren von Grund auf verschieden. Trotzdem fühlte sie sich geborgen und beschützt in diesen Arme und wie gerne sie sich jene Arme bei gewünscht hätte, als alles dem Einstürzen drohte und als sie ihren Vater verlor und selber ihre Existenz auf dieser Welt bezweifelte. Im Zuge ihrer Nachdenklichkeit bemerkte sie gar nicht, wie sich die Hüfte ihres Besuches von ihr entfernte, selbst wenn, hätte sie es wahrscheinlich nicht deuten können. Schon bald auch löste sich die Umarmung und diese warmen Hände, welche sie bis eben noch so beschützend umschlossen, lagen nun auf ihren Schultern. Mit weiterhin bestehender Röte blicke sie auf und somit direkt in die Augen des Elfen. Bis zum jetzigen Zeitpunkt, war es ihr nie aufgefallen, wie klar Jakes Augen waren. In seinem ganzen Gesicht mit Schrammen und ein wenig Dreck, der sich unterhalb seines Kinns, bewahrten seine Augen eine Art Unschuld, die ihr bisher verborgen blieb. Unfähig in dem Moment einen Ton von sich zu geben, nickte sie ihm einfach zustimmend zu, ohne dabei ihr immer noch überraschtes Gesicht zu verziehen. Fast wieder unfreiwillig legte sie ihre Hände kurz auf die Seite, ehe sie ihre Berührungen komplett lösten. Gemeinsam mit ihrer tüchtigen Hilfe in der Küche, konnten sie gemeinsam das Essen fertigstellen. Nachdem sich die hitzige Stimmung gelegt hatte, traute sich der Rotschopf nun auch wieder zu sprechen. "Lass mich deinen Teller fertig machen und ihn dekorieren. Das Auge isst mit, ich habe das eine Idee im Kopf" Ohne auch auf die Antwort von Jake zu warten schnappte sie sich schon einen Teller und dekorierte ihn liebevoll mit Gemüse, dem nebenbei zubereitetem Fleisch und verschiedenen Soßen zur Auswahl. "So, fertig!" Stolz und voller Freude lächelte sie breit und hielt Jake seinen zum Essen fertigen Teller entgegen, selbstverständlich in der Hoffnung, dass er ihn annehmen würde.

  • [Rosalind] ~ mit Sophia & Maerwen bei den Umkleiden der Mägde

    1197-rosalind-png

    Die Adelstochter war froh, dass die Zofe ihrer Cousine ihnen zu glauben schien. Doch Maerwen wäre ja nicht sie, wenn sie nicht weitere Fragen stellen würde. Glücklicherweise konnte Sophia eine relativ plausible Erklärung liefern. "Richtig. Wir wollten erstmal diesen Verdacht aus der Welt schaffen." Fügte die Blauhaarige an. "Vielen Dank für deine Zeit, Maerwen. Auf Wiedersehen." Verabschiedet auch Rosalind sich, ehe sie den Griff Sophias an ihrer Hand spürte und von ihr mitgezogen wurde. Die Blauhaarige konnte es kaum erwarten, den Gang zu verlassen, damit Maerwen ihnen nicht doch noch auf die Schliche kam. Doch als die Adelstochter den Blick senkte, konnte sie für einen kurzen Moment sehen, was mit den versteckten Kleidern geschehen war. Sie waren verrutscht und man konnte sie ein Stück weit sehen. "Sophia, man sieht den Stoff unter deinem Kleid." Flüsterte sie ihrer Cousine zu. Hoffentlich hatte Maerwen das nicht gesehen.

  • [Max] & Bianca | kommen an | gehen getrennte Wege | neuer Tag, neues Glück


    2329-pasted-from-clipboard-png


    Tatsächlich war die Nacht bereits herein gebrochen, als die beiden Sprösslinge des Adels in die Villa zurück kehrten. Ein goldener Käfig. Den Sonnenuntergang am Strand mit seiner Cousine zu betrachten, hatte etwas... einvernehmliches gehabt. Etwas Lebendiges. Wie kurios. Ehe sie in der Eingangshalle getrennte Wege zu ihren Räumlichkeiten gehen würden, blieb Max noch einmal stehen und suchte den Blick von Bianca. "Ich werde den Tag heute als sehr positiv in Erinnerung behalten, werte Cousine.", teilte er mit und es klang eine merkwürdige Ernsthaftigkeit in seiner Stimme mit. Gleichzeitig klang es aufgesetzt, wie man es von ihnen gewohnt war, was nachdem, was er und die Blauhaarige sich heute an den Kopf geworfen und von sich gegeben hatten, fast schon komisch wirkte. "Ich würde mich freuen, wenn wir dies an anderer Stelle einmal wiederholen könnten.", fügte er hinzu und ging einen Schritt auf das Mädchen zu, sodass nun kaum noch ein Abstand zwischen ihnen war. "Eine gute Nacht.", wünschte er und küsste ihre Stirn zum Abschied, ehe er wieder einen Schritt zurückging. Sanft und mit einem ebenso unmerklichen Lächeln auf den Lippen, neigte er den Kopf, ehe er sich von der hübschen Frau zurückzog und sein Zimmer aufsuchte.


    »What am I? A living being - or just a machine?«

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Seaice () aus folgendem Grund: lasse ihn doch nicht abhauen

  • [Kommt an und verlässt am nächsten Tag die Villa wieder] Max & Bianca



    Er wandte sich erneut an Bianca als sie in der Eingangshalle angekommen waren. Ihre blauen Augen ruhten auf seinem ebenen Gesicht. Still hörte sie sich seine Worte an, die zugleich ehrlich aber auch aufgesetzt klangen. Hier in ihrem goldenen Käfig war alles wieder wie zuvor, als hätte es ihre Gespräche nie gegeben. Hier musste die Maske mehr denn je getragen werden und das obwohl es eigentlich ihr Zuhause war. Ein Seufzen verließ die Lippen der Adelstochter, als Max die letzten Zentimeter überwand und sie auf die Stirn küsste. Ein warmes Gefühl blieb an jener Stelle zurück und als er sich wieder entfernte sah sie wortlos in seine grünen Augen. Bianca nickte lediglich kurz ehe sie sich in ihre Gemächer zurückzog. Der Tag hatte irgendwie doch ein gutes Ende genommen. Im Grunde hatte es nichts gebracht sich auszutauschen aber es hatte dennoch gut getan und mit diesen Gedanken begab sich das Mädchen mit den Korkenzieherlocken zu Bett. Ein Lächeln zierte nach langer Zeit wieder einmal ihre Lippen bevor sie im land der Träume abtauchte.

    Am nächsten Tag erwachte Bianca schon sehr früh und so beschloss die Adelstochter es heute ruhig anzugehen, nicht das sie sonst sonderlich viele Termine hatte aber vielleicht war es einfach an der Zeit wieder mehr auf sich zu schauen und nicht ständig Trübsal zu blasen. Natürlich war es schwer die Gedanken abzuschalten. Tabatha, Max und natürlich auch ein gewisser Bauernjunge waren stehts präsent. Es fühlte sich teilweise so an als würde sie das Leid dieser Menschen mit sich tragen, als würde es ebenfalls auf ihren Schultern lasten. Sie seufzte, ehe sie sich in das Bad begab und sich schon gleich in das von einer Dienerin vorbereitete Rosenblütenbad sinken lies. Die Zeit verging wie im Nu und tatsächlich schaffte Bianca es sich so wenigstens wenige Minuten abzulenken, ehe sie ihren zierlichen Körper schließlich aus dem Badewasser hievte und sich in ein Handtuch hüllte. Ihre Haut fühlte sich wunderbar geschmeidig an und sie duftete herrlich. Einen Moment schloss Bianca die Augen, ehe sie sich wieder in ihr Zimmer begab um sich von einer Dienerin beim Ankleiden, Schminken und Frisieren unterstützen zu lassen. Sie sprach kaum ein Wort mit dem neuen Mädchen, wusste erst recht nicht ihren Namen aber es würde sowieso niemand der Beziehung zu Tabatha das Wasser reichen können. Mit einer einfachen Handbewegung schickte Bianca das Mädchen wieder weg und erhob sich nach einem Moment der Stille von ihrem Schemel und verließ ihr Zimmer und schließlich auch die Villa ohne jemanden darüber in Kenntnis zu setzen wohin es sie verschlagen würde.

  • Maerwen, Rosalind und Sophia // Maerwen geht ?


    jkkaqp.png

    Maerwen war ziemlich gespannt auf die Antwort ihrer Frage, wofür sich die zwei blauhaarigen Damen ziemlich lange Zeit ließen. In der Zwischenzeit hatte sie sich selber schon ein paar plausible Erklärungen zurecht gelegt, doch wartete sie immer noch gespannt auf die wirkliche Motivation. Abgesehen von ihrer liebsten Freundin war die Dunkelelfe es nämlich überhaupt nicht gewohnt, dass Adelige Aufgaben gerne selber erledigten. (Weswegen sie eigentlich nur übergewichtige, faule Adelige kannte) Die feinen Herrschaften schienen es immer zu genießen das Dienstpersonal zu haben, um sich lästiger Aufgaben zu entledigen. Und nach einem Ring zu suchen klang ja jetzt nicht wirklich nach einer Tätigkeit, die unglaublich viel Spaß machte. Als man ihr ein Kompliment für ihre Frage machte, wurde Maerwen sofort wieder misstrauisch. Was war das denn für eine seltsame Aussage? Vor allem, wie sollte sie jetzt darauf reagieren? Sich einfach bedanken. Sie verschränkte ihre Arme fester und starrte die beiden Damen vor ihr erwartungsvoll an. Der Grund, der ihr dann geliefert wurde, klang in ihren spitzen Ohren absolut hanebüchern und sie musste sich zusammenreißen nicht weiter nachzubohren. Stattdessen quetschte sie ein leises "Ich verstehe..." hervor, wobei ihre Augen deutlich zeigten, dass sie gerade alles hatte, nur kein Verständnis. Als gute Dienstmagd wusste sie aber auch, dass man bei seine Herrschaften nicht immer nachbohrte, schon gar nicht, wenn es sich nicht um ihre Lady Electra handelte. Sie nickte also nur, als ihr verkündet wurde, dass man sich wieder auf den Weg in Rosalinds Zimmer machen würde. Sie wollte die beiden Frauen schon ziehen lassen, als ihr Blick auf etwas fiel, dass sie innerlich die Augen verdrehen ließ. "Einen Augenblick, meine Damen.", befahl sie ihnen und ging schnurstracks auf Sophia zu. Sie sah der Blauhaarigen kurz in die Augen, bevor sie sich niederkniete und an ihrem Saum zu schaffen machte. Wenn sie schon etwas herausschmuggeln wollten, dann sollten sie es richtig machen. "Ihr habt mit Lady Electra mehr gemein als es zunächst den Anschein macht.", murmelte sie düster vor sich her als sie sich an deren eigenen Ausflug erinnerte. Als sie sich wieder aufrichtete, glaubte man für einen kurzen Moment zu erkennen, dass ihre Mundwinkel nach oben gingen. "Ich wünsche euch noch einen schönen Tag.", verabschiedete sie sich und ging dann an ihnen vorbei.

  • Sophia bei Rosalind | geht1931-sophia-png


    Als sie bemerkte, dass Maerwens Blick auf den Saum ihres Kleides fiel, oder dem, was dort offenbar herauslugte, wurde der Adelstochter abwechselnd heiß und kalt. Doch zu ihrer Überraschung versteckte sie das verräterische Stück Stoff nur wieder dort, wo es ursprünglich mal von Sophia platziert worden war. Völlig überrascht über diese Tatsache, starrte sie Maerwen nur sprachlos hinterher, als diese die beiden adligen Damen nach einer knappen Verabschiedung an Ort und Stelle stehen ließ. Verwundert sah sie zu Rosalind. Hatte sie sich das gerade nur eingebildet? Konnte sie mal jemand zwicken? Sophia kniff für einen Augenblick die Augen fest zusammen und starrte anschließend auf den Boden. Diese Reaktion hatte sie mehr als nur verwirrt. Wollte Maerwen sich einfach raushalten? Fand sie einfach nur, dass es sie nichts anging? Bestimmt hatte sie mit dem Stückchen Stoff längst durchschaut was sie und Rosalind in den Umkleiden getrieben hatten. Irgendwie kam ihr die ganze Aktion plötzlich so überaus gemein vor, dass das schlechte Gewissen schmerzvoll nach ihrem Herzen griff.

    Sophia schüttelte seicht den Kopf. "Rosalind, ich denke wir sollten die Kleidung wieder zurücklegen", kommentierte sie schließlich ihre Gedankengänge mit leiser Stimme und seufzte anschließend. "Es ... es war eine törichte Idee von mir. Verzeih." Die junge Dame blickte ihrer Cousine entschuldigend in die hübschen grünen Augen, bevor sie sich wieder in die Umkleiden der Mägde begab und die Kleidung, die sich unter ihrem Rock befand, wieder dort platzierte, wo sie annahm es hergenommen zu haben. Je länge Sophia darüber nachdachte, desto dümmer schien ihr ihr eigener Plan gewesen zu sein. Zwar, wollte sie immer noch eine Möglichkeit finden, um Bianca das Leid zu nehmen, welches ihre Cousine offenbar plagte, doch es würde sicher auch einen anderen Weg geben. Im Moment musste das wohl noch warten.

    Die junge Dame trat wieder zu Rosalind, nahm deren zarten Hände in ihre und drückte diese leicht. "Sei mir bitte nicht böse, aber ich fürchte ich benötige gerade ein bisschen frische Luft." Ein ehrliches Lächeln, ein kurzes Winken und ihre eigenen eiligen Schritte, die im fast menschenleeren Gang widerhallten. Dann war die Adelstochter auch schon verschwunden und verließ das imposante Gebäude.


    >> Sophia verlässt die Villa

  • [Rosalind] ~ im Speisesaal

    2875-rosalind-png

    Es fühlte sich an, als würde der Adelstochter beinahe das Herz stehen bleiben, als Maerwen ihnen näher kam und sich nach unten bückte. Jedoch versteckte sie die Kleider unter Sophias Gewand nur wieder und verabschiedete sich dann, ohne das Vorhaben der beiden Damen zu hinterfragen. Rosalind war verblüfft, hatte sie Maerwen doch eher als eine sehr rechtsbewusste, vorschriftstreue und strenge Persönlichkeit kennengelernt. Auch Sophia schien verwirrt von dem Verhalten der Zofe, jedoch schien dieses auch Zweifel in ihr auszulösen. Damit hatte die Blauhaarige nun noch weniger gerechnet. Nicht, weil ein schlechtes Gewissen Sophias eine Absurdität wäre, nein, sondern weil sie zuvor so enthusiastisch gewesen war und sie es doch für einen guten Zweck getan hatten. "Du musst dich doch nicht entschuldigen." Versuchte sie, ihre Cousine etwas zu beruhigen. Rosalind half der Lilahaarigen, die Kleider wieder zurück in die Umkleide zu bringen und wieder so zu verstauen, wie sie zuvor gewesen waren. "Nicht doch. Geh' nur." Wieso sollte sie Sophia denn böse sein? Rosalind wusste nicht, was gerade in ihrer Cousine vorging, aber sie wusste, dass die Lilahaarige einen guten Grund für ihr Verhalten haben musste. Ihre smaragdgrünen Augen blickten der Adeligen nach und bald schon war Sophia aus Rosalinds Sichtfeld verschwunden. Wie gerufen, begann auf einmal ihr Magen zu grummeln. War es denn schon so spät? Die Blauhaarige entschied sich dazu, erstmal den Gang zu verlassen und begab sich zurück in den Teil der Villa, in welchem sie sich gewöhnlich aufhielt. Wieder knurrte ihr Magen und Rose war froh, dass niemand bei ihr war, um diese Geräusche zu hören. Glücklicherweise lief gerade eine der Küchenmägde an ihr vorbei, welche aus dem Speisesaal kam. "Könntest du mir einen Gefallen tun und mir etwas zu Essen bringen. Es muss muss nichts besonderes sein. Vielen Dank." Die Adelstochter lächelte dankbar und begab sich dann in den Speisesaal. Dort setzte sie sich an ihren Stammplatz und musste auch gar nicht so lang warten, bis die Magd mit einem Tablett wiederkam. "Dankeschön." Nachdem die Magd den Saal wieder verlassen hatte, beäugte Rosalind ihr Essen. Es sah köstlich aus und sofort begann die Blauhaarige, es sich einzuverleiben.

  • [Jake] bei Cecilia im Zimmer


    inew3v9t.png


    Die Wärme, die Nähe, ihr Geruch, einfach alles wirkt auf Jake ein. Noch ewig hätte er so stehen bleiben können, weiter genießen können, was sie ihm unglaubliches gab. Jedoch muss nunmal alles auch irgendwie ein Ende haben. Still hatte er doch gehofft, dass die Umarmung sich nicht lösen würde und als Cecilia ihm tief in die Augen schaut, fühlt Jake sich nackt. So ein intensiver Blick, als würde sie direkt in seine Seele schauen und scheinbar etwas Gutes darin finden, scheucht Cecilia ihn nicht davon. Alles in ihm sehnt sich danach, sie einfach wieder an sich zu ziehen, sie zu packen und zu halten, als würde es keinen Morgen mehr geben. Langsam fängt er sich aber wieder, bevor er kopflos handeln kann. Der Duft des Essens übernimmt wieder die Oberhand und so stimmt Jake ihr stumm zu und macht sich daran, die letzten Vorkehrungen fürs Essen zu übernehmen. Vorsichtiger schnippelt er die letzten Reste in schmale Streifen und legt sie als Garnitur mit auf den Teller. "Das sieht wirklich sehr köstlich aus, da ist es nur noch halb so schlimm, dass der Hase entkommen ist." sagt er zu Cecilia, als er ihr den Teller frohlockt abnimmt und beide dann zu ihrem kleinen Tisch laufen. "Vielen Dank, du hast wirklich super gekocht" sagt Jake mit einem hochroten Kopf, als er Cecilia beim Hinsetzen den Stuhl an den Po schiebt. "Das ist das mindeste, was ich für dich tun kann." flüstert er halb, bevor er sich ohne sie anzublicken auf seinen Stuhl fallen lässt. Ohne nochmal aufzublicken piekst er das erste Stück Gemüse auf und beißt herzhaft hinein. Es war fabelhaft!

  • [Max] bei Rosalind im Speisesaal



    Noch bevor Max an jenem Abend, an dem er mit Bianca vom Strand zurückgekehrt war, in sein Zimmer gelangte, entschloss er sich anders. Er wollte sich nun nicht in seinen vier Wänden verschließen, wenn diese vier Wände auch sehr luxuriös waren. Doch wohin sollte er sonst? Die Villa war derartig groß angelegt, das sich einem zahlreiche Möglichkeiten boten. Unentschlossenheit passte eigentlich nicht zu dem hübschen Erben, doch gerade wusste er wirklich nicht wohin mit sich und seinen Gedanken, die seit seiner Wiederkehr so viel düsterer waren, als noch zu seinen ersten Lebzeiten. Was passierte da nur mit ihm? Vielleicht hatte jener Magier ihn auch gar nicht komplett zurückgeholt, ja, vielleicht war ein Teil von ihm noch immer in diesem ewigen Nichts gefangen und das erklärte die Leere, die er seither verspürte. Max schüttelte den Kopf. Daran mochte er gar nicht denken - und sich erst Recht nicht eingestehen, wie sehr ihn dieser Gedanke ängstigte. Der Schönling spazierte so, relativ schnellen statt wie gewohnt gemächlichen Schrittes, durch das Anwesen. In der Nähe des Speisesaales vernahm er dann schließlich das Klimpern von Geschirr, was ihn aufhorchen ließ. Wer mochte etwas speisen zu solch später Stunde? Als Max den Speisesaal betrat und dorthin alleine am Tisch sitzend seine Schwester saß, klärte sich sein Blick sofort in eine sanfte Miene. Mehr brauchte es für den jungen Mann nicht um ihn ein wenig milder zu stimmen - seine Schwester war immerhin sein ein und alles! Naja, zusammen mit ein paar anderen Dingen, sein Ansehen und der Reichtum zum Beispiel, doch nichtsdestotrotz war Rosalind einer der wichtigsten Dinge in seinem Leben. Schon immer gewesen und das hatte sich auch nicht geändert. "Du isst, als hätte es seit Tagen nichts zu Essen gegeben, liebes Schwesterherz.", bemerkte Max, während er näher trat. Sie mochte ihn gar nicht bemerkt haben, ehe er seine Stimme erhoben hatte. Wie einen Geist. Er wischte die Stimme beiseite. "Dabei habe ich dich doch heute Morgen erst reichlich frühstücken sehen.", vollendete er seinen Satz und stand nun ihr gegenüber am Tisch. "Hast du etwas dagegen, wenn ich dir Gesellschaft leiste?" Diese Frage hatte er einige Stunden zuvor erst Bianca gestellt, welche zwar zugestimmt hatte, doch hatte er ein leichtes Zögern dennoch vernommen. Diese Sorge hatte er bei Rosalind, als wohl einzigen Menschen, nicht. Oder?

  • [Cecilia] mit Jake in ihrem Zimmer


    1648-pasted-from-clipboard-png


    Nach ihrer Umarmung und dem mehr oder weniger unbeholfenem Verhalten beider Seiten, hatten sie sich wieder dem Kochen zugewendet. Cecilia schielte hin und wieder zu ihrem Gast hinüber, nicht, um ihn zu kontrollieren, sondern viel eher um sicherzugehen, dass er sich nicht wehtut. Ganz unterbewusst rückte sie ein Stückchen näher. Die eigentlich recht scheue Elfe schien dennoch in ihrer Komfortzone zu sein, auch wenn sie bereits die Wärme die Jake ausstrahlte an ihren eigenen Schultern kitzeln spüren konnte. Er machte sich wirklich gut und es freute Cecilia seine Fortschritte beobachten zu können. Ganz unweigerlich breitete sich auf ihren Lippen ein lächeln aus, während sie Jake so beobachtete. Die Person, welche sie noch vor kurzer Zeit wegen einer verschwundenen Beute angemault hatte, war eine ganz andere, als der Mann, der gerade neben ihr stand. So launisch er auch am Anfang sein mochte, war er doch in Wirklichkeit voller Fürsorge und Sympathie - zumindest für Cecilia. Als sie dann bemerkte, dass sie wahrscheinlich zu lange gestarrt hatte, wendete sich ihr Blick wieder von ihm ab und zum Essen. Nicht, dass er sie noch für komisch halten würde. Mit guter Teamarbeit wurden die Zwei auch im Handumdrehen fertig und konnte ihre fertige Arbeit endlich kosten. "Es freut mich, dass es dir gefällt. Immerhin sollte es ja auch eine Wiedergutmachung für den ganzen Ärger sein, den ich dir eingebracht habe.", gab die Elfe ehrlich zu. Zum einen war dort der Hase, ihr dusseliges Verhalten im Boot und ihre Überfürsorglichkeit ihrem Besuch gegenüber. Als ihr Gast also zugab, dass das Essen zumindest im optischen Bereich gut aussah, bereitete der Magd eine große Freude. Als der Elf ihr dann noch den Stuhl zurecht gab, war Cecilia ganz hin und weg. Es war nur eine kleine Geste, aber sie konnte sich nicht daran erinnern, dass es jemals irgendwer für sie getan hätte. Normalerweise gehörte dieses zu ihren Aufgaben als Magd, die Frauen und Herren der Villa zu verwöhnen und ihnen so wenig Arbeit wie möglich machen zu müssen. "Danke dir.", gab sie ganz verlegen zurück und blickte mit ihren pfirsichroten Wangen zu ihm hoch. "Dabei hast du mir doch gar nicht zu danken! Du warst mir so eine große Hilfe, ohne dich wäre das alles sicherlich nicht so gut geworden!" Behutsam legte sie ihre Hand auf den Unterarm ihres Gegenübers und drückte ihn einmal sanft, um ihm zu versichern, dass bei ihr keine falsche Scheu nötig war. Als er sich setzte nahm auch der Rotschopf ihre Hand zurück und nahm den ersten Bissen. Gespannt blickte sie dabei jedoch ihren Gegenüber an. "Und, schmeckt es auch gut?", die Neugierde war so groß, dass sie nicht mal abwarten konnte, bis Jake mehr als nur seinen ersten Bissen probiert hatte.

  • [Rosalind] ~ mit Max im Speisesaal

    2875-rosalind-png

    Der Duft des Essens breitete sich im Speisesaal aus, während das einzige Geräusch von der jungen Adelstochter kam. Sie war alleine, in Ruhe und Frieden und konnte ungestört ihr Mahl zu sich nehmen. Warum nur war sie auf einmal so hungrig, obwohl doch erst vor kurzen mit ihren Cousinen gespeist hatte? Die Blauhaarige konnte es sich nicht erklären, jedoch war das auch nicht wichtig. Alles, was gerade von Bedeutung war, war der Teller direkt vor ihr. Während sich der Magen der Adelstochter mit jedem Bissen weiter füllte, bemerkte sie gar nicht, dass sich die prunkvolle Tür des Speisesaals geöffnet und hinter der eingetretenen Person wieder geschlossen hatte. Erst, als Rosalind die angenehme Stimme ihres Bruders vernahm, blickte sie also auf. Sein Worte zauberten ihr ein peinlich berührtes Lächeln, sowie einen sachten Rosaschimmer ins Gesicht. Glücklicherweise ging Max nicht näher auf das von ihm gesagte ein und fragte stattdessen, ob sie seine Gesellschaft stören würde. "Niemals, Bruderherz. Ich freue mich immer, dich bei mir zu haben." Ein ehrliches Lächeln zierte die Lippen der Adeligen, als sie ihrem Brunder aufforderte, sich zu ihr zu setzen. Rose nahm wieder einen Bissen ihres Abendbrotes, ehe sie Max wieder in die Augen sah. "Wie geht es dir? Wie hast du den heutigen Tag verbracht?" Fragte sie sofort aus ehrlichem Interesse. Es war noch immer etwas merkwürdig, ihren Bruder wieder unter den Lebenden zu wissen, jedoch war Rosalind sehr froh, dass dem so war. Sie erinnerte sich noch an den Schmerz und die Trauer, welche sie verspürt hatte, als sie an seinem Grabe gestanden war. Und nun war er hier, in Fleisch und Blut. Für nichts auf der Welt würde sie ihn missen müssen. Doch war das alles für Max sicher nicht einfach. Deswegen wollte sie ihn so gut unterstützen, wie nur irgendwie möglich. Irgendwie war ihre Familie schon außergewöhnlich. So viele von ihnen hatten Probleme und doch zeigten sie diese nur so selten. Bianca, Max, von den beiden wusste sie. Sophia, Eliza, Electra, die drei hatten noch nichts dergleichen offenbart. Sophia schien immer so sorglos, bis auf ihr plötzliches Verschwinden eben, Eliza war ebenfalls von den Toten zurückgekehrt und war seitdem sehr in sich gekehrt und mit Electra hatte Rosalind seit ihrer Ankunft in der Villa auch nicht viel gesprochen. Jedoch war sich die Adelstochter sicher, dass jedes Mitglied ihrer Familie sein Päckchen zu tragen hatte. Wie diese jedoch aussahen, dass wagte die Blauhaarige nicht zu erahnen. Und vielleicht war es auch besser, sich davon nicht aus der Fassung bringen zu lassen, es nicht zu sehr an sich heran zu lassen. Ihr Bruder war Rosalinds höchste Priorität und nun, da er hier war, direkt vor ihr, sollte sie sich voll und ganz auf ihn konzentrieren. "Möchtest du auch etwas essen?" Es wäre doch unerhört, wenn sie hier saß und dieses leckere Essen in sich hinein schlang und ihr Bruder würde nur zusehen müssen.

  • [Max] & Rosalind | Speisesaal



    Wie zu erwarten, lud Rosalind ihn dazu ein, sich mit an den langen Tisch zu setzen. Wann hatten sie als Familie - also, als ganze Familie - eigentlich zuletzt zusammen gespeist? Für eine Familie, die so viel Wert darauf gab, wie sie gemeinsam nach außen wirkten, war es erstaunlich, wie wenig Zeit sie in Wahrheit miteinander verbrachten. Aber so war es schon immer gewesen. "Ein guter Vorschlag,", entgegnete er seiner Schwester, als sie ihm auch fragte, ob er etwas Essen wolle. Tatsächlich hatte er seit dem Frühstück nichts mehr gegessen und der Abend war bereits vorangeschritten. Seltsam, das er dennoch so überhaupt keinen Hunger verspürte. Max ließ sich also ebenfalls etwas von der Dienerschaft bringen, die selbst um diese Uhrzeit noch im Dienst waren. Für sie gab es keine Pause, wenn die Hausherren etwas wollten - zumindest dieses Verhältnis hatte sich seit seiner Wiederkehr nicht verändert. Auch, wenn er nur bestellte, um Rosalind nicht alleine Essen zu lassen und weil es wohl wirklich sinnvoll war, etwas zu sich zunehmen. "Ich habe den Tag mit Bianca verbracht.", erzählte er ihr schließlich, nachdem das Gericht serviert wurde, "Wir haben einen ausgiebigen Spaziergang vom Platz des Dorfes zum Strand vollbracht. Es war sehr angenehm." Er wusste zwar, dass Rosalind und Bianca unterschiedlicher nicht sein könnten, doch wusste er auch, das sie wusste, dass Bianca und er selbst dafür umso ähnlicher waren. Zumindest... in manchen Dingen. "Wie ist dein Tag verlaufen, meine Liebe? Bianca erwähnte, du und unsere werte Cousine Sophia hättet... eine interessante Idee für den Tag gehabt." Bianca hatte ihm erzählt, das sie förmlich vor Sophia und Rosalind geflohen sei, weil sie - was war es noch gleich gewesen? Sich in Bauernkleidern verkleidet unter das Volk mischen wollten? Ah, vielleicht hatte er oder auch Bianca etwas missverstanden. Er wusste zwar um die Neigungen seiner Schwester zum bürgerlichen Volk, aber auf einer derart abstruse Idee würde selbst Rosalind nicht kommen, oder? Zumal doch zumindest Sophia ein wenig mehr Verantwortungsbewusstsein dem Adelsgeschlecht gegenüber zeigte?

  • [Rosalind] ~ mit Max im Speisesaal

    2875-rosalind-png

    Die Blauhaarige lauschte den Worten ihres Bruders überrascht. Nach dem Gespräch mit ihren Cousinen hatte Bianca also Max getroffen und den Tag mit ihm verbracht? Nun, allzu ungewöhnlich war es nicht, schließlich waren die beiden sich in einigen Punkten sehr ähnlich, dennoch überraschte es Rosalind, dass Bianca in ihrer schlechten Stimmung überhaupt mit jemandem gesprochen hatte. Aber sie konnte ja auch nicht in den Kopf ihrer Cousine hinein sehen und erfahren, was genau in ihr vorgegangen war. Rose hoffte nur, dass sich Bianca inzwischen besser fühlte. "Verstehe. Das klingt doch schön." Antwortete sie ihrem Bruder und lächelte ihn an. Seine Frage bestätigte dann auch, dass Bianca ihm von der Idee ihrer Cousinen erzählt hatte. Die Adelstochter wusste, dass Max alles nur kein Freund von dem Plan der beiden Frauen sein würde und so überlegte sie, wie sie es am besten umschreiben sollte. "Das stimmt wohl. Bianca .... Sie fühlte sich nicht gut und wir wollten sie ein wenig von ihren Problemen ablenken." Erklärte sie also nur die halbe Wahrheit. Rosalind war sich nicht ganz sicher, ob Bianca wollte, dass noch jemand erfuhr, dass sie sich mit ihrem Adelstitel teilweise sehr unwohl fühlte. Wenn diese Botschaft bei ihrem Vater oder Onkel landen würde, hätte Bianca sicher einiges zu erklären und Rose wollte sie nicht in eine solche Situation bringen. "Bianca war allerdings nicht so begeistert davon, also haben wir sie in Ruhe gelassen. Ich und Sophia verbrachten noch etwas Zeit damit, zu überlegen, was wir für sie tun könnten, ehe Sophia auch ihrer eigenen Wege ging. Und dann meldete sich mein Magen." Führte Rosalind ihre Erzählungen fort. Beim letzten Satz strich sich die Blauhaarige peinlich berührt eine Strähne hinters Ohr. Inzwischen hatte Rose ihr Mahl beendet und legte das feine Silberbesteck auf den Teller. Dann sah sie wieder zu ihrem Bruder und blickte ihm in die blauen Augen, ein Lächeln auf den Lippen. "Sag, Bruderherz. Hast du heute Abend noch etwas vor?" Nun, da ihr Hunger gesättigt war, hatte die Blauhaarige unglaubliche Lust, die Villa zu verlassen und die kühle Abendluft zu genießen.