• [Vishnal] bei Chlorica am Eingangsbereich des Ballsaals


    21ag47c.pngUnd dabei hatte der Abend doch so friedlich angefangen... Kurz nachdem er sich von der Tür entfernt hatte, tauchte auch schon seine... geschätzte Kollegin Chlorica auf, und sprach ihn mit dem altbekannten Kosenamen an, den er wohl sein Leben lang nicht mehr los werden würde. Zumindest nicht so lange, bis sein Gegenüber sich spontan dazu entschied, dass er nicht mehr demütigend genug sein würde, um ihn zu benutzen. Von daher... Ja, er würde ihn wohl sein Leben lang nicht mehr los werden. "Guten Abend, Chlorica", antwortete er höflich und beobachtete mit einer leicht hochgezogenen Augenbraue, wie sie ihm ein Glas vom Tablett nahm. Interessant. Wie es den Anschein hat, ist es seit neuestem die Norm, dass sich die Bediensteten mit den Getränken ihrer Gäste selbst bewirten. Aber gut, die Rosahaarige war ja schon immer ein sehr selbstbestimmter Mensch gewesen, und bei einem so wichtigen Event konnte er es sich nicht leisten, eine Diskussion mit ihr anzufangen, die er vermutlich sowieso wieder verlieren würde. Besser war es, er würde gleich über zum unvermeidlichen Small Talk gehen, um die unangenehme Stille der beiden zu füllen. "Da ich am heutigen Abend noch nicht das Vergnügen deines Erscheinens genießen durfte, nehme ich an, du wurdest in der Küche stationiert? Sicher hattest du keinerlei Schwierigkeiten damit", nahm er an. Anders konnte er sich ihre Abwesenheit nicht erklären. Er hatte zwar auch schon einige Male die Küche heute Abend betreten, um Sektgläser auszutauschen, aber bei dem ganzen Tumult und der Menge an Gästen, die es zu bedienen galt, hatte er sich in dem doch recht großen Raum nicht gerade ausgiebig nach ihr umgesehen. Zugegebenermaßen, der Blauhaarige war immer ein wenig nervös, wenn er mit seiner Kollegin sprach. Ein Gespräch zwischen den beiden hatte oft die Eigenschaften eines Mienenfeldes - mit einer lächerlich hochen Anzahl an Mienen, und nicht mehr viel weicher Erde, die übrig geblieben war. "Oh" Sein Kopf drehte sich etwas zur Seite, um die wirre Haarsträhne der Rosahaarigen, die hinter ihrem Ohr hervorlugte, näher zu betrachten, und senkte aus Respekt lieber seine Stimme. "Ich würde dir raten, dein Äußeres in einem Spiegel zu richten. Dir scheint da etwas... die Kontrolle über deine Haarpracht verloren gegangen zu sein" Natürlich galt seine Bemerkung nur als gut gemeinter Rat unter Butlern. Immerhin hatte man auf jeden Aspekt seiner Aufmachung sorgfältig zu achten, um sich nicht in der Gesellschaft höher gestellter lächerlich zu machen. Und auch vor der breiten Masse wollte er einen ordentlichen Anschein wahren. Chlorica war bei dieser Mission genauso wichtig, wie jeder Angestellte, der den Ballsaal betrat.

  • [Rosalind] ~ mit Eunice, Leon & Elena in einem Krankenzimmer


    rosalind2hp3bad4f5c.png

    Rosalind war heilfroh, Eunice bei sich zu haben, welche ihr half. Endlich auf einem Stuhl niedergelassen und nicht mehr auf den wackeligen Beinen stehend, konnte die Adelige einige Gesprächsfetzen aufschnappen und verarbeiten. Die Worte des jungen Mannes, welcher mehr nach Halbwesen aussah, konnte sie mit ihrer Kopfverletzung nicht ganz zuordnen, seine Frage, wenn gleich sie mehr an Eunice gestellt war, jedoch schon. Rosalind stöhnte leise,schmerzhaft auf, ehe sie es schaffte, Worte zu formen. "Diebin....Sie... hat mich....gestoßen..... Die..Kommode..... Mein... Ring..." Jedoch kamen keine anständigen Sätze aus dem Munde der Blauhaarigen. Die Blutung an ihrem Hinterkopf musste gestoppt und versorgt werden, damit sie wieder zu Sinnen kommen konnte.


    [Violet] ~ bei Vishnal & Chlorica


    21n49jm.png

    Das Buffet war wirklich köstlich, jedoch wollte Violet sich nicht den ganzen Abend dort aufhalten. Nach einigen Köstlichkeiten verabschiedete sie sich also von Eliza und sah sich weiter im Ballsaal um. Am Eingang entdeckte die Brünette dann zwei Angestellte, welche sich zu unterhalten schienen. Die junge Frau mit etwas wildem Haar hatte ein Glas in der Hand, welches scheinbar von dem Tablett des jungen Mannes stammte. Mit einem Lächeln auf den rosigen Lippen trat Violet auf die beiden zu. "Einen wunderschönen Abend." Begrüßte sie die beiden Angestellten und hoffte, dass sie das Gespräch nicht unterbrochen hatte. "Was für ein wunderbarer Ball. Es muss sicher sehr viel Arbeit gewesen sein und immer noch sein." Violet hatte großen Respekt vor dem Personal der Reichen. Sie mussten sicher unheimlich viel arbeiten und alles tun, um die Adeligen zufriedenzustellen. Ganz sicher kein Job für die junge Drachenpriesterin.


    [Ondorus]~ bei Maerwen & Iris Noire


    ondorus_normal.png

    Ondorus war noch immer genervt, jedoch erlangte er so langsam seine Ruhe wieder. Wie konnte er sich einen solchen Ausraster nur erlauben? Zumal das Mädchen vor ihm der frechen Blonden zwar zum Verwechseln ähnlich sah, ihr Charakter jedoch wie ausgewechselt war. Sollte jemand tatsächlich in der Lage sein, so gut zu schauspielern? Irgendetwas sagte dem Univr, dass da etwas nicht stimmte. Dies wurde durch die Entschuldigung des Mädchens nur noch mehr bestätigt. Sie wusste, was er war. Erschreckend. Die meisten Wesen hatten keine Ahnung, was das einst ehrenvolle Volk der Univir überhaupt war. Während der Langhaarige die Silberhaarige weiterhin musterte, machte sie die Angestellte auf die Suche nach einem Tuch, welches ihm nur wenige Minuten später präsentiert wurde mit der Frage, ob sie ihn trocknen sollte. "Vielen Dank. Aber nein, das kann ich schon selbst." Ein leichtes Schmunzeln auf den Lippen nach er das Tuch und begann sein nasses Haupt zu trocknen. Für ihren kleinen Fauxpas wäre die Kleine ihm sicher etwas schuldig. Auch, wenn er noch nicht genau wusste, ob das Mädchen die Frau von vorhin war oder aber eine Fremde, so entschied er sich fürs Erste, seine innere Ruhe wieder aufzubauen und sie etwas auszufragen. Was für ein Phänomen vermochte es denn zu sein, wenn es sich tatsächlich um zwei verschiedene Personen handelte, welche sich vielleicht nicht einmal kannten? "Sag, du hast nicht zufällig bereits jemanden hier gesehen, der dir zum Verwechseln ähnlich sieht?" Vielleicht nicht die tiefgründigste Frage, jedoch musste er klein anfangen.

  • 88lp76gy.pngBei Julia

    Kiels Outfit 



    Julia schien genauso nervös zu sein. Wenn nicht sogar noch viel nervöser. Aber wer konnte es ihr verdenken? Schließlich wurde man nicht alle Tage von so vielen Augenpaaren gemustert. Schon gar nicht von adligen, die vermutlich aus ihrem Auftreten sowie Aussehen ihre Charakterzüge und Lebensgeschichte zu ermitteln versuchten, um sich später lang und breit darüber auszutauschen. Schließlich hatte man ja mit so viel Vermögen den lieben langen Tag nichts zu tun.

    Allerdings hatte er auch überhaupt keine Ahnung was man nun von ihnen erwartete. Was Kiel betraf war er nie zuvor zu so einem pompösen Ball gegangen. Wenn er überhaupt schonmal auf einem Ball war. Und schon gar nicht war er mal zu einem Ballkönig gewählt worden. Irgendwie ehrte ihn diese Auszeichnung schon und erfüllte ihn mit stolz; wie alles was irgendwie einen Titel oder dergleichen hatte. Vermutlich war dies auch der Grund, warum er nur halb so nervös wie Julia war. Doch insgeheim verfluchte er die Leute, die es für eine gute Idee befunden hatten seinen verdammten Namen auf den Stimmzettel zu kritzeln. Denn im Grunde genommen machte er sich am Ende doch nur zum Affen, da er nun so unbeholfen und ahnungslos, was nun zu tun war, hier rum stand. Offenbar erwartete man etwas von ihnen. Aber was? Hielt man bei sowas eine Rede? Nur nett Lächeln und rum stehen, bis der Herr des Hauses sie wieder entließ? Er hatte keine Kenntnis über den Ablauf bei solchen Dingen.

    Doch glücklicherweise half dem Ballkönigspaar eine Bedienstete auf die Sprünge. Oh, gut! Sie sollten tanzen. Na das hatten sie ja zum Glück schon geübt.

    Kiel lächelte Julia etwas aufmunternd an, griff vorsichtig nach ihrer Hand und drückte diese kurz, bevor er ihr den Arm anbot und sie ein Stück zurück auf die Tanzfläche führte. Er konzentrierte sich darauf alles andere auszublenden und nur Julia anzusehen. Nur er und Julia. Und dann ließ sich diese ganze Zurschaustellung schon deutlich mehr ertragen. Julia schien immer noch sehr nervös zu sein, weshalb er ihr ein leises “Nur du und ich” zuflüsterte, in der Hoffnung sie würde verstehen, was er damit meinte. Und dann setzte die Musik ein und sie tanzten den Tanz des Ballkönigspaars.


    __________________________________________


    Bei Max am Buffet

    Sophias Outfit 



    Die Beschreibung der Szene, die Max kürzlich erlebte und offenbar durchaus nicht gefallen hatte, brachte Sophia fast dazu zu kichern, doch sie konnte sich dieses gerade noch verkneifen. Nicht nur das, was man selbst auf dem Teller hatte zu essen, sondern vom Nachbar zu stibitzen, klang ziemlich lustig! Doch sie wollte ihren Cousin nicht noch mehr kränken. Sie selbst hätte vermutlich zumindest gefragt, ob sie etwas von ihrem Sitznachbarn probieren durfte. Alles andere hätte ihr wohl die Höflichkeit sowie der antrainierte Anstand verboten.

    Sophia biss von dem Muffin ab, den sie zuvor die ganze Zeit in der Hand gehalten und begutachtet hatte, und genoss die Süße auf ihrer Zunge. Schweigend standen sie eine Weile nebeneinander in der die Adelstochter das süße Gebäck vollständig aufaß. Diesmal mit kleinen Bissen - so wie es sich gehörte. Derweilen musterte sie das tanzende Ballkönigspaar und ließ ihren Blick dann wieder durch die Menge an Besuchern schweifen. Ihr war der kurze Ausdruck des Unmutes in Max’ Gesichtszügen bei der Verkündung des Ballkönigs nicht entgangen. Ein normaler Bürger hätte es wohl nicht bemerkt, doch ihre Augen waren geschult genug, um solche Feinheiten zu bemerken, auch wenn sie nur einen Wimpernschlag sichtbar waren.

    “Sag Max, wen hättest du als Paar des Abends gewählt?” Sie machte eine kurze Pause, in der sie bemerkte, dass Max’ Antwort mit einer fehlenden Bedingung zu langweilig werden würde und fügte anschließend noch schnell hinzu: “Blaues Blut ausgenommen.” Sophia lächelte etwas schelmisch und war extrem neugierig, ob ihr Cousin sich auf ihr kleines Spielchen einließ. Sie hoffte es!

  • Collette, "Arthur/Merlin" und Odette in der Küche


    Zwar war die Köchin noch etwas skeptisch was Merlin betraf und auch ihre Freundin schien diese Meinung zu teilen, aber solange Arthurs Zwillingsbruder die beiden nicht von den Herren des Hauses hinauswerfen ließ, war es doch halb so wild, dass er helfen wollte. Etwas Hilfe konnten sie wahrscheinlich sogar gebrauchen, denn die Küche schien in der Tat unterbesetzt. Womöglich hatte die reiche Familie nicht mit einem derartigen Ansturm gerechnet? Als Coco anmerkte, dass die Konditoren der Adelsfamilie wohl besser ein anderes Rezept verwendet hätten, musste Odette kurz kichern. Solche Aussagen waren ihr durchaus sympatisch. Die Törtchen die sie in der kurzen Zeit verziert hatte, sahen umwerfend aus! Coco war in der Tat begabt. Merlin hatte sich währenddessen dafür entschieden beim Kochen zu helfen, für das er seiner Aussage nach auch eingeteilt war. Die Lilahaarige ließ sich dadurch allerdings nicht aufhalten und übernahm sofort die Aufgabe das Fleisch zu braten und die Soßen zu kochen. Das Gemüse schob sie in Merlins Richtung. "Danke für das Lob, aber ehe du urteilst, solltest du probieren.", merkte sie an. "Und ja, ich glaube ich bin immer so zielstrebig, aber das ist eigentlich schwer zu sagen." Zeit zum Grübeln blieb der Köchin nicht, denn sie musste auch noch kleine Spieße machen. Kaum hatte sie einen Teil fertig, stand schon das nächste an. "Wieso sollten wir den Ball denn nicht genießen? Ich bin mir sicher, dass Collette mir zustimmt: Kochen beziehungsweise Backen ist das, was uns am Besten gefällt. Und man bekommt sehr selten die Gelegenheit mit solch selten Zutaten zu kochen, also muss man sie nutze!" Für sie gab es kaum etwas wichtigeres als das!


    Kiel & Julia auf der Tanzfläche


    Zwar war Julia noch immer nervös, aber als Kiel ihre Hand nahm, fühlte sie sich immerhin ein wenig beruhigt. Vielleicht färbte ja etwas von seiner Selbstsicherheit auf sie ab. Sie war solche Situationen einfach nicht gewohnt und konnte ohnehin nicht so gut mit Komplimenten umgehen. Daher überforderte sie eine solche Ehre wahrscheinlich ein wenig. Gefolgt von den neugierigen Augenpaaren der Ballgäste glitten die beiden wieder zurück auf die Tanzfläche. Julia hoffte inständig, dass ihr Magen, der sich gerade vor Aufregung mehrfach überschlug, jetzt nicht auch noch anfangen würde zu knurren. Schließlich hatte sie bisher noch nichts gegessen. Aber fürs erste schien die Nervosität ihn genug zu beschäftigen. Kaum waren die beiden zurück auf der Tanzfläche, setzten die Musiker auch schon wieder zu einem Lied an und schon kurze Zeit später schwebte Julia wieder in Kiels Armen über den Boden. Sie versuchte sich so gut es ging auf ihren Tanzpartner zu konzentrieren und die vielen Menschen, die sie gerade beobachteten zu ignorieren. Ein wenig kam es ihr so vor, als würde nur jemand darauf warten, dass ihr ein Fehler unterlief. Kiel, der das ganze ziemlich locker nahm, flüsterte ihr etwas zu, das sie aber für einen kurzen Moment verunsicherte. Was meinte er damit? Glücklicherweise waren sie mittlerweile auf der Tanzfläche schon etwas eingespielt, weshalb Julia ihrem charmanten Helden nicht auch noch auf die Füße trat. Als sie seine Worte dann endlich verstanden und hoffentlich richtig interpretiert hatte, zauberte sich ein leichtes Lächeln auf ihre Lippen und sie befolgte seinen Rat. Das hier war ihr Tanz. Hier gab es nur sie zwei. Und während sie über den Boden schwebten vergaß die Dame mit den graugrünen Locken so die Zeit, dass sie fast überrascht war, als das Lied schon wieder zu Ende ging.