Der Park an der Apah

  • Charlie und Ivy kommen vom Spielplatz an~


    Glücklicherweise mussten die zwei Mädchen lediglich dem Fluss in Richtung Süden folgen und keine fünf Minuten laufen um im Park anzukommen. Charlie war unglaublich gerne hier, vorallem um die vielen Tiere und Insekten zu beobachten. Am liebsten nahm sie ihre Lernbücher über die Natur mit, da konnte sie gleich die abgebildeten Bäume in echt sehen! Aber heute waren die Enten an der Reihe. Im Sommer leuchtete das Grün der Blätter förmlich und der Park war gefüllt mit Besuchern, obwohl man meinen konnte, dass es schon fast zu heiß wäre. Charlene und Iveine näherten sich also dem Wasser, wo der Lockenkopf ihrer Freundin schließlich eine Brotscheibe in die Hand drückte. "Du musst einfach ein paar Krümel in ihre Nähe werfen, dann werden sie schon zu uns kommen!" Sie selbst brach ein kleines Stück ihres Brotes ab und warf es den Enten zu um es der Blonden zu demonstrieren.

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    Mit einem etwas langsameren Tempo folgte die Blonde ihrer neuen Bekanntschaft bis hin zum Park. Es war kein langer Fußmarsch, ansonsten hätte Amys Tochter einfach auf halbem Wege kehrt gemacht, wenn ihr der Weg zu langweilig geworden wäre. Der Park war wirklich hübsch! Kein Vergleich zum Garten hinter ihrem Haus. Hier gab es viel mehr bunte Blumen und eine ganze Menge unterschiedlicher Statuen! Neugierig wanderte Iveines Blick umher, während sie Charlie in die Nähe des Wassers folgte, wo sie dann von ihr eine Scheibe Brot in die Hand gedrückt bekam. Interessiert lauschte sie der Erklärung des Lockenkopfes und Biss währenddessen in Gedanken selbst ein Stück vom Brot ab. Mit der Pizza von vorhin konnte es natürlich nicht mithalten, aber es schmeckte zumindest insoweit, als dass es auch von den Enten gemocht werden sollte. Nachdem Dannys Tochter ihr gezeigt hatte, wie man die kleinen Tiere fütterte, brach auch Ivy ein paar Stücke von ihrer Brotscheibe ab, näherte sich den Tieren und auch dem Wasser somit etwas, und ging in die Hocke, damit sie auf die Enten kleiner und weniger bedrohlich wirkte. Vorsichtig warf sie die Krümel zu ihnen hinüber und wartete ab, während sich die Vögel ihnen in Massen näherten. „Ist das so okay?“, hakte sie nach und wandte ihren Kopf nach hinten zu Charlene um.

  • "Ja, genau!" Charlie war gerade wirklich stolz auf sich selber dafür, dass sie ihrer Freundin beibringen konnte, wie man so etwas richtig machte! Und Stolz auf Ivy, dass sie es gleich beim ersten Versuch schaffte und die Vögel sich ihr sofort näherten. Lächlend warfen die beiden Mädchen also Krümel für Krümel, was nicht immer nur mehr Enten anlockte, sondern auch ihre größeren Artgenossen. Von ihrer linken Seite aus vernahm die Braunhaarige ein viel tieferes Quaken und als sie ihren Kopf in die Richtung drehte, entdeckte sie drei riesige Schwäne, welche mit ihren langen Hälsern größer als sie selbst waren, und sie steuerten direkt auf Iveine zu. "Ivy, pass auf!! Leider hatte sie in ihren jüngeren Jahren schon die Erfahrung machen müssen, dass diese Tiere ziemlich arg zubeißen konnten und sie wollte nicht, dass ihrer Freundin das selbe passierte.

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    Das blonde Mädchen strahlte, als sich immer mehr und mehr Tiere um sie versammelten. Aber… ganz so nah mussten sie ihr wirklich nicht auf die Pelle rücken. Durch das ganze Geschnattere um sie herum bemerkte Ivy auch nicht, wie sich ihr ein paar Schwäne näherten. Erst, als Charlie rief, sie solle aufpassen, wandte sie ihren Blick nach hinten. Allerdings war es ein klein wenig zu spät, um jetzt noch groß auf Abstand gehen zu können, dazu kam auch noch, dass sie in der Hocke saß und dadurch nochmal ein Stück kleiner als die Schwäne war, welche begannen mit den Flügeln zu schlagen – vermutlich um die Enten zu verscheuchen und das ganze Brot selbst zu bekommen! Das Flattern brachte aber nicht nur diese aus der Konzentration, sondern auch Iveine, welche in ihrer jetzigen Position versuchte, ein paar Schritte rückwärts zu gehen. Nicht darauf bedacht, dass sie sich bereits so nah am Wasser befand. Der Schwung der Flügel ließ sie rücklings in den Fluss fallen. Das Problem dabei: Sie konnte noch garnicht schwimmen! Auch wenn sie ein großer Fan vom Wasser war, das hatte sie noch nicht gelernt. Unkoordiniert schlug sie mit den Armen um sich und versuchte, sich an der Oberfläche zu halten. „Charlie! Hilf mir!“, japste sie, während sie bei dem Versuch nach Luft zu ringen immer wieder etwas Wasser schluckte.

  • Oh nein. Das schlimmste Ereignis überhaupt war eingetroffen! Die riesigen Schwäne hatten tatsächlich einen Mordversuch an Ivy ausgeübt und nun drohte das Mädchen zu ertrinken. "Ahhh... Was sollte sie jetzt tun und was war das richtige? Ihre Eltern hatten ihr beide schon öfters Schwimmunterricht angeboten, doch wenn Charlie eines hasste, dann war es Wasser. Wie sollte denn jetzt ein schwimmunfähiges Kind ein anderes retten?! Durch die ganze Hektik haben sich die Enten aus Schreck zum Glück wieder verzogen, genau so wie die Schwäne, also lief sie schnell zum Ufer und streckte der Blonden ihre kleine Hand hin. "Komm, ich zieh' dich hoch!! Sie bekam gerade unglaubliche Panik, allein schon der Gedanke ins Wasser zu fallen ließ sie sich kotzübel fühlen, doch sie wollte Iveine ja auch auf keinen Fall ertrinken lassen. Doch falls sie jetzt beide in den Fluss stürzen sollten, dann wäre es wohl das Ende ihrer kurzen Lebensspannen...

  • Vollkommen panisch strampelte das Mädchen im Wasser, riss wieder und wieder die Arme hoch und versuchte alles, um nicht unterzugehen. Dazu kam auch noch, dass es sich nicht einfach nur um einen Teich handelte, sondern um einen Fluss, der eine, wenn auch nicht sonderlich starke, Strömung hatte. „Charlie!“, japste das Blondchen, ehe es einmal zu weit eintauchte und einen kräftigen Schluck Wasser zu sich nahm. Nicht gut. Ivy begann zu husten und versuchte irgendwie nach der Hand ihrer hoffentlich zukünftigen Lebensretterin zu greifen, was schwerer war als es aussah, wenn man bedachte, wieviel Adrenalin der Körper von Amys Tochter gerade ausschüttete. Und der Hustkrampf erleichterte die Sache nun wirklich nicht. Endlich! Gerade so hatte sie die Hand der Brünetten zu fassen bekommen, das wilde Gezappel ihrerseits führte jedoch dazu, dass Charlie schon wenige Sekunden später ebenfalls im Wasser landete. Iveine schloss ihre Augen. Na toll, jetzt hatte ihr Leben nicht nur ein Ende, nein, sie musste direkt noch jemanden sprichwörtlich mit in den Tod ziehen. Das war es wohl. Zeit Lebewohl zu sagen. Wie gerne hätte sie sich zumindest noch von Panda und ihrer Mom verabschiedet, aber nicht einmal das war ihr vergönnt. Wieso dauerte es eigentlich so lange, bis sie ertrank? Sie hatte aufgehört zu strampeln, ihr Schicksal beinahe akzeptiert, aber irgendetwas passte hier gerade ganz und garnicht. „...Charlie...? ...Leben wir?”‚ fragte sie vorsichtig nach und öffnete ganz langsam ihre lilanen Augen.

  • Vorsichtig beugte sich das junge Mädchen Zentimeter für Zentimeter nach vorne, damit ihre Hand die von Iveine umschließen konnte, doch diese hatte ihre eigene Stärke wohl etwas falsch kalkuliert. So passierte es, dass die zwei Kinder nun zusammen im Fluss landeten und keine von ihnen konnte schwimmen! Charlie ließ einige Panikschreie aus ihrer Kehle entfliehen und die Tatsache, dass sie doch ziemlich Angst vor Wasser im Allgemein hatte, half in dieser Situation nicht wirklich. Am liebsten hätte sie jetzt losgeheult, doch ihr Körper fixierte sich gerade auf andere Funktionen und versperrte den Gang zur Tränendrüse. Ängstlich kniff sie ihre Kulleraugen zusammen und wartete einfach, dass es vorbei sein würde, bis sie schließlich Ivys ruhige Stimme in ihren Ohren spürte. "Huh...?" Als auch sie ihre Äuglein wieder öffnete realisierte sie, dass sich die Mädchen ja in totaler Sicherheit befanden und auch komplett unversehrt waren. "W-was?" Charlene war sichtlich verwirrt und auch wenn dieses Erlebnis im Nachhinein eine lustige Erfahrung war, so war sie im Moment noch viel zu gelähmt von ihrer Angst und musste den Schock überwinden, weshalb sie ihren Gegenüber wortlos anstarrte.

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    harvest_moon_girl___leila___outfit__4_by_princesslettuce-daag8il.pngZuhause hatte Leila ihre Tasche gewechselt und sich auch noch schnell etwas frisch gemacht, ehe der Weg sie direkt zum Park weiterführte. Sie konnte es kaum erwarten sich in die Arme ihres Freundes zu werfen und endlich mit ihm über all das reden zu können, was in den letzten Tagen passiert war. Auf die von ihm versprochene Überraschung freute sie sich natürlich auch, aber wichtiger war es ihr zu wissen, wie es ihm ging und was tatsächlich geschehen war. Mit einer Mischung aus Freude und einem leichten flauen Gefühl im Magen überquerte sie die die Straße, als die Ampel endlich grün zeigte. Von Nick war noch nichts zu sehen, aber sie war auch viel zu früh dran. Ihr Handy zeigte gerade einmal kurz nach halb 7, als sie auf der Bank am Rande des Parks Platz nahm, welche damals Zeuge ihres ersten gemeinsamen Kusses geworden war. Sie zog den Träger ihrer Tasche über ihren Kopf und legte diese so neben sich, dass keiner der vorbeikommenden Fußgänger auf die Idee kam, sich zu ihr zu setzen. Ihre Finger glitten schnell über den Bildschirm ihres Mobiltelefons, bevor sie die Nachricht absendete und es in ihre Tasche gleiten ließ. Im Anschluss wanderte ihr Blick in regelmäßigen Abständen von links nach rechts und wieder zurück mit dem Wunsch, Nick endlich irgendwo entdecken zu können.


    Auch Charlie war vollkommen panisch gewesen, kaum, dass sie ins Wasser gefallen war. Beide dachten wohl, ihr letztes Stündlein hätte geschlagen, jedoch war lveine die erste, die bemerkte, dass etwas nicht stimmte. Und kaum hatte sie ihre Verwunderung laut kundgetan, beruhigte sich auch die Brünette von einer Sekunde auf die andere. Wortlos starrten sich die beiden Kinder an und keines von ihnen brachte ein richtiges Wort hervor. Waren sie schon gestorben oder war tatsächlich nichts geschehen? Ungläubig sah die Blonde an ihrer neu gewonnenen Freundin hinab und stellte verdutzt fest, dass sie auf dem Grund des Flusses saß, welcher nicht einmal ansatzweise so tief war, wie er den Eindruck machte. Ein weiterer Blick glitt an Ivy selbst hinab, um sich zu vergewissern, dass ihr Kopf ihr keinen Streich spielte. Ja wirklich, sie saß auf dem Flussbodenl Kein Wunder, dass es hier keine Gefahrenschilder gab. Auch, wenn das Blondchen noch nicht lesen konnte, solche Schilder kannte sie zu genüge, schließlich ließen sie sich fast überall finden, aber anstatt zu schützen raubten sie einem nur den Spaß. lveines Augen suchten wieder die von Charlene und ganz allmählich breitete sich ein Grinsen auf ihrem Gesicht aus, gefolgt von einem lauten Lachen. Oh man! Und sie hatten echt gedacht, es wäre vorbei! Amys Tochter zog sich wieder hinauf auf die Beine, sodass ihr das Wasser bis knapp unter den Bauchnabel reichte und warf sich auf das Mädchen, welches sich nun zu Ivys Freunden zählen durfte. „Du wolltest mich retten! Das war voll cool von dir!”‚ bedankte sie sich ohne dabei ahnen zu können, dass der Lockenkopf dem Wasser trotz des glimpflich ausgegangenen Unfalls nicht unbedingt positiv gegenüber eingestellt war.

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    Nachdem der Schock langsam überwunden war und Charlene zurück in die Realität kehrte, tropften auch schließlich die Tränen aus ihren Kulleraugen. Obwohl ihr ganzes Gesicht schon längst nass von dem Wasser war, konnte man gut genug erkennen, dass sie gerade weinte und versuchte es auch nicht unbedingt zu verstecken. Das war eine wirklich verdammt gruselige Erfahrung gewesen und jetzt war sie sich sicher, dass sie nichts in ihrem Leben mehr hasste als Wasser! Vielleicht würde man ja in ein paar Jährchen darüber lachen können, doch Iveine fand das ganze schon jetzt so amüsant, dass sie in lautes Gelächter ausbrach. Erst hatte der Lockenkopf Angst, dass sie gerade ausgelacht wurde, da dies oft genug im Kindergarten vorgekommen war, doch Ivys nächste Worte brachten ein plötzliches Ende ihrer Tränen. Überrascht wischte sie sich die Nässe unter ihren Augen weg und strich ein paar Strähnen nach hinten. Es war tatsächlich das erste Mal, dass sie jemand cool genannt hatte! Naja, jemand außerhalb der Familie zumindestens, aber die zählte ja nicht wirklich, da die Eltern und Geschwister ja immer alles toll fanden, was man eben so machte. Auch wenn sie am liebsten nie in den Fluss gefallen wäre, munterten Ivys Worte sie wirklich auf und machten sie sogar ein wenig stolz auf sich selbst. "Sowas machen Freunde doch, oder...?", fragte sie zögerlich und lächelte zaghaft. Vielleicht hatten die Erwachsenen ja recht? Vielleicht musste man manchmal hinfallen (wortwörtlich) um schließlich mit neuen Erfahrungen und Freunden aufzustehen. Oder irgendwie sowas. Erwachsene hatten einfach viel zu komische Sprichwörter, die sich ein Kind in dem Alter noch unmöglich merken konnte.

  • „Hey, was soll das!“ Mit einem fleckigem Pappbecher gefüllt mit einigen Münzen rannte ein älterer Herr den Kieselweg im Park entlang. Schon von Weitem war ihm etwas ins Auge gestochen, was ihm so ganz und gar nicht gefiel! Ein junges Mädchen mit komischen Haaren hatte sich auf seine Bank gehockt. Auf SEINE Bank! Ja richtig, schon seit Tagen, nein sogar Wochen hauste der Mann auf diesem Möbelstück. Weil er sonst keines hatte. „Das ist meine Bank, Mädchen.“, schimpfte der Mann in zerfetzten Klamotten und eigenartigem Geruch und blieb vor ihr mit verschränkten Armen stehen. Doch je länger er die Fremde anstarrte, desto weicher wurden seine bösen Gesichtszüge und ein Grinsen bildete sich in seinem schmutzigen Gesicht. „Wartest du auf jemanden? So ein hübsches Ding wie du ist doch bestimmt sehr begehrt oder nicht?“ Da es ja seine Bank war, setzte sich der Obdachlose ohne zu fragen neben Leila und lehnte sich entspannt zurück. „Weißt du, das ist eigentlich meine Bank hier. Jeder im Park weiß das, nicht jeder hat das Glück ein Dach über dem Kopf zu haben und da lebe ich halt hier im Park mit anderen Leuten, denen es so geht wie mir. Da hat jeder so sein Fleckchen und dieses hier gehört mir.“, erzählte der Mann während er sich die junge Dame genau anschaute. „Und ich bekomme gerne Besuch, vorallem von so wunderschönen Häschen. Sind die gefärbt oder hast du von Natur aus so besonderes Haar?“ Der grinsende Obdachlose streckte seine Hand nach ihrem Haarschopf und berührte eine ihrer langen Strähnen wobei er mit seinem Körper noch näher an Leila heran rutschte. „Hmmh, du duftest wirklich sehr gut.“

  • Milchstraße (Jungs WG)~> Nick kommt an // Leila, der Penner & Nick


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    Völlig außer Atem und mit einem Rucksack auf dem Rücken kam der Schwarzhaarige schließlich an besagter Bushaltestelle an. Zu spät, aber vielleicht verspätete sich seine Herzdame ja ebenfalls! Hoffnungsvoll blickte er auf sein Smartphone, auf dessen Display bereits eine Nachricht seiner Liebsten aufblinkte. Sie war schon da! Da hatte er also keine Zeit mehr die Kerzen aufzustellen. Von sich selbst enttäuscht seufzte der Student einmal schwer, ehe er sich schnellen Schrittes auf den Weg zu Leila machte. Auch ohne ihre Nachricht hätte er gewusst wo sie steckt. Schließlich hatte er geplant sie heute dahin zu entführen. Als der Kapuzenträger allerdings der Bank näher kam, auf der sich die beiden das erste mal geküsst hatten, war er ein wenig verwundert. War sie in Begleitung? Erst beim näher kommen konnte er erkennen, dass es sich bei dem Fremden um einen Obdachlosen handeln musste. Sein Geruch sprach zudem für sich. Kannte Leila ihn? Oder wollte sie nur nett sein? Der Schwarzhaarige räusperte sich laut und sah den Typen schräg an. Hatte er wirklich gerade eine der Zuckerwattesträhnen seiner Liebsten in seinen dreckigen Fingern? "Entschuldigen Sie mal, aber das ist meine Freundin.", stellte Nick klar und trat näher an die beiden auf der Bank, wobei er sich vorsichtig zwischen den Obdachlosen und Leila drängte, um ihr etwas Abstand von dem Kerl zu schaffen. "Aber ich bin mir sicher, dass das nur ein blödes Missverständnis ist und wir das in Ruhe klären können, oder?" Vielleicht konnte er dem Obdachlosen ja ein paar der belegten Brote schenken, die er noch vom Picknick in seinem Rucksack hatte. Oder er nahm Leila einfach mit. Aber dann bestand immer noch die Gefahr dass der Typ ihnen folgte.

  • Nanu? Was war denn mit Charlie los? Sie hatte sie doch gerade zu ihrem Helden ernannt! Warum wirkte sie so geschockt? Hatte Iveine etwas Falsches gesagt? Oder war sie einfach von der Tatsache, dass sie noch lebten, so geschockt? „..klar!”, antwortete Amys Tochter zufrieden, als die Brünette doch endlich ihre Worte wieder gefunden hatte. Da hatte sich das nasse Vergnügen doch gelohnt! Wenn es so einfach war, neue Freunde zu finden, dann würde sie später ganz viele haben! Die Blonde griff nach der Hand des anderen Mädchens und zog sie hinter sich her aus dem Wasser, bevor die beiden noch „Hatschi!" krank werden würden... Es war zwar noch nicht kalt, aber besonders warm war es inzwischen auch nicht mehr. Und ihre Mama würde mit ihr schimpfen, wenn sie krank werden würde, weil sie im Wasser gespielt hatte nie im Leben würde sie zugeben, dass ein doofer Schwan sie ins Wasser geschubst hatte! „Hatschi!“ Okay, ein Niesen konnte man noch auf den Zufall schieben, ein zweites war dann aber ein eher weniger gutes Zeichen. Eventuell sollten sie schnell nach Hause und sich umziehen, bevor es Ärger gab. Wobei ihr dieser eigentlich relativ egal war, ihre Mama nahm das mit dem sauer sein sowieso nicht so genau. Den Engelsblick hatte Ivy schon relativ früh draufgehabt, er gehörte schließlich zum Überleben dazu. Aber krank werden, darauf hatte sie selbst dann auch keine Lust. „Wir sollten uns umziehen, ich will nicht krank werden! Willst du mit zu mir kommen?” Wo die beiden jetzt schon offiziell Freunde waren, da gab das Blondchen ihr gerne auch ein paar ihrer Kleider ab. Charlie, als ihre Heldin, sollte ja genau so wenig krank werden!


    Kaum, dass die Rosahaarige wieder nach ihrem Handy gegriffen hatte, um nachzusehen ob Nick ihr noch einmal geantwortet hatte, wurde sie auch schon von jemand anderem entdeckt, der eindeutig nicht Nick war. Schon bevor er seinen Mund geöffnet hatte, um Leila anzupöbein, war ihr ein seltsam unangenehmer Geruch in die Nase gestiegen, welcher sie dazu brachte kurz aufzublicken um zu sehen, wo hier gerade ein Tier am verwesen war. Nunja, die Ähnlichkeit war nicht zu bestreiten, dennoch war zu erkennen, dass es sich um einen Obdachlosen und nicht um ein armes Tier handelte. Schnell glitt ihr Blick wieder hinab auf ihr Smartphone. Normalerweise war ihr in solchen Situationen immer am besten damit geholfen, wenn sie so tat als würde sie ihn nicht hören und sich auf etwas Anderes konzentrieren, dieser Herr jedoch schien aufgewühlter zu sein, als die meisten Obdachlosen, die wieder abzogen, wenn sie nicht beachtet wurden. „Steht hier irgendwo ihr Name? ich glaube nämlich, dass das hier eine öffentliche Parkbank ist!” Etwas unheimlich war ihr der Fremde allemal, aber wenn sie sich dies anmerken ließ, würde es die Situation nur noch unangenehmer machen. Leila war nicht besonders gut darin Konter zu geben, aber lange konnte es nicht dauern bis Nick hier auftauchen würde und bis dahin würde sie schon aushalten. Am besten sie tat einfach so, als würde sie mit jemandem telefonieren, ja! Oder sie rief gleich Nick an! Doch noch bevor sie dazu kam ertönte erneut die rauchige, nuschelnde Stimme des Mannes. „Ganz richtig, mein Freund istjede Sekunde da!”, zischte sie, stutze allerdings und schluckte, als er sich ganz dreist neben sie setzte und ihre Tasche dabei beiseiteschob. Sicherheitshalber zog die Rosahaarige diese auf ihren Schoß, nicht, dass er plötzlich danach griff und sich mit allem, was sie dabei hatte, aus dem Staub machte. Oh, dieser Gestank war so widerlich! Der Kerl roch nach einer Mischung aus Zigaretten, Alkohol, Schweiß und Urin. Am liebsten hätte sie sich übergeben. Direkt auf ihn. Warum mussten solche Menschen auch immer so aufdringlich sein! Regungslos starrte sie weiter auf ihren Handybildschirm, während sie sich jedoch genau darauf konzentrierte, was er vor sich hin brabbelte. Wenn Nick nicht gleich kam würde sie Reißaus nehmen. Ihre Bank hin oder her. Als er sie dann urplötzlich als wunderschönes Häschen bezeichnete, lief ihr ein kalter Schauer den Rücken herunter. Jetzt fehlte es nur noch, dass er nach ihrem Arm oder so griff und sie von hier wegzerren wollte. Ganz automatisch rutschte die junge Frau ein Stück weiter ans Ende der Bank, leider ohne Erfolg. Und Oh mein Gott! Hatte dieser Widerling gerade nach ihren Haaren gegriffen? Ein dicker Kloß bildete sich in ihrem Hals. Am liebsten hätte sie seine Hand weggeschlagen, aber was würde er dann tun? Auch wenn er bestimmt nicht der stärkste war, er war ein Mann und bestimmt viel stärker als sie selbst, eine Chance hätte sie also nicht. Doch noch bevor sie selbst ihre Stimme erheben und sich irgendwie versuchen konnte, zur Wehr zu setzen, ertönte eine andere, vertraute Stimme und ein riesiger Stein fiel ihr vom Herzen. Wenn sie gläubig wäre, hätte sie jetzt vermutlich 10 Dankesgebete an Gott gesandt, so allerdings sprang sie einfach nur auf und griff nach dem Arm ihres Freundes, während sie hinter ihm etwas Schutz suchte. „Lass uns einfach gehen...”, flüsterte sie leise und festigte ihren Griff. Wer wusste schon, was dieser Typ sonst anstellen würde. Solche Menschen hatten schließlich nichts mehr zu verlieren.

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    Huch?! Es ging gerade alles ziemlich schnell, aber Ivy zog sie an der Hand und holte sie somit ebenfalls aus dem Wasser, nieste einige Male und ging mit ihr weiter in Richtung... ja, wohin überhaupt? Die Kinder hinterließen eine lange Tropfspur auf dem Gehweg hinter sich, weswegen ein paar der älteren Parkbesucher nur wortlos ihre Köpfe schüttelten, aber was sollten sie sonst machen! "Oh, zu dir?" Die Braunhaarige war wirklich überrascht, dass Iveine sie so schnell zu sich nach Hause einlud, doch gerade diese Tatsache zauberte ihr ein rieeesiges Lächeln auf's Gesicht. "Ja!! Gerne!" Irgendwie war es doch der beste Tag überhaupt! Zuhause würde sie ihn sofort in ihrem Tagebuch festhalten...


    > gehen zu Ivy

  • Dass das junge Fräulein nicht auf seine Worte oder Taten einging sondern alles einfach über sich ergehen ließ, machte den Obdachlosen ja schon etwas an. Denn nichts war schlimmer als eingebildete Zicken, die sich gegen alles wehren und widersprechen mussten. Seiner Meinung nach zumindest aber die interessierte ja eh niemanden. Seine klebrigen Finger waren drauf und dran sich an ihren Hals heran zu tasten, sie hatte ja so eine schöne helle Haut, als ein eigenartiger Kerl daher gelaufen kam und sich einfach so zwischen ihn und sein Häschen setzte. „Na hör mal kleiner Bub, was erlaubst du dir?“, raunte der Mann und aus seinem Mund kam der Gestank von Alkohol und Zigaretten. Dass dieser schwarzhaarige Jüngling der Freund seiner Angebeteten sein sollte, war ihm herzlichst egal und als dieser nach einer ruhigen und gewaltfreien Lösung fragte, hob der Obdachlose nur eben die Schultern. „Ich will doch nur etwas Spaß und wenn da so ein einsames hübsches Ding sitzt, das so aussieht als würde sie dringend einen Mann gebrauchen, dann sag ich doch nicht nein.“ Der Penner lachte laut los und grinste die rosahaarige Frau dann dreckig an. Seine Augen wanderten noch einmal von oben nach unten, von unten nach oben und dann setzte er sich kurzerhand wieder auf seine Parkbank. „Du weißt ja wo du mich findest, Schätzchen.“, sagte er dem angewiderten Mädchen und warf ihr einen Luftkuss zu. Natürlich durfte das Augenzwinkern nicht fehlen.

  • Leila, der Penner & Nick


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    Der Geruch von Alkohol und Zigaretten in Kombination mit selten geputzten Zähnen wehte dem Studenten entgegen, als der Penner das Wort erneut erhob und ihn fragte, was er sich eigentlich erlaubte. Vermutlich hätte Nick keinen weiteren Gedanken daran verschwendet, aber als der Obdachlose doch tatsächlich anfing davon zu sprechen, dass er nur seinen Spaß mit Leila haben wollte, wurde er sauer. Die Rosahaarige war zwischenzeitlich aufgesprungen und klammerte sich an den Arm des Schwarzhaarigen. Was gut war, denn sonst wäre ihm bei dem unhöflichen Verhalten seines Gegenübers wahrscheinlich doch noch die Hand ausgerutscht. Wütend sah Nick den stinkenden Kerl an und er musste ruhig atmen und sich auf seine Angebetete konzentrieren, um nicht einfach zuzuschlagen. Leila bat ihn einfach zu gehen und es kostete ihn viel Mühe, aber er schaffte es dem Fremden den Rücken zu kehren und schob seine Freundin und sich weit weg von diesem Mistkerl. "Ich weiß es ist lächerlich wenn ich das sage, aber ich bin verdammt sauer, dass dieser widerliche Penner sich an dich ranmacht. Was fällt ihm eigentlich ein?", beklagte sich der Kapuzenträger beleidigt bei seiner Liebsten als sie endlich weit genug von diesem Typen weg waren. Nachdem er einmal geseufzt und sie erneut angesehen hatte, fiel ihm auf wie unmöglich er sich verhielt. "Entschuldige. Ich will uns den Abend nicht versauen.", gestand er und seufzte noch einmal, ehe sich ein sanftes Lächeln auf seine Lippen zauberte. In Leilas Nähe und bei ihrem Anblick konnte er nicht lange griesgrämig sein. "Versuchen wirs nochmal von vorne?" Er räusperte sich, wobei er kurz die Augen schloss. Als er sie wieder öffnete tat er bei Leilas Anblick ganz überrascht. "Oh! Leila! Du bist ja schon hier. Entschuldige bitte meine Verspätung, aber ich hatte Probleme mit dem Bus. Kannst du mir verzeihen?" Mit einem Hundeblick, die Hände bittend aufeinandergelegt und einem Schmollmund sah er seine Liebste an, die ihm hoffentlich vergab. Er selbst überlegte so lange schon mal wie er jetzt am besten improvisieren konnte.

  • Der Luftkuss des schmierigen Typen sorgte für Gänsehaut bei der jungen Frau. Wie konnte ein Mensch bloß so enden? Zu ihrer Erleichterung schien Nick auf ihre Worte zu hören, auch wenn ihr nicht unbemerkt blieb, dass er sich dafür etwas zusammenreißen musste. Sie zweifelte nicht daran, dass ihr Freund stärker war als ein Obdachloser, aber das war es einfach nicht wert. Abgesehen davon, dass Leila es generell nicht gerne sah, wenn der Schwarzhaarige jemandem gegenüber handgreiflich wurde. Bisher war dies (zumindest nach ihrem Wissensstand) nur einmal bei Simon der Fall gewesen und es war echt unheimlich gewesen. Darauf konnte sie gut und gerne verzichten. Wortlos ließ das junge Paar den Widerling hinter sich und Leila konnte erleichtert aufatmen. „Das ist nicht lächerlich. Aber glaub mir, ich würde dich so jemandem jederzeit vorziehen!” Ein Schmunzeln bildete sich auf ihren Lippen, es war deutlich zu spüren wie das unangenehme Gefühl immer mehr von ihr wich, je weiter sie sich von der Bank und ihrem Bewohner entfernten. „Red doch keinen Unsinn, du versaust doch gar nichts, im Gegenteil. Ich bin froh, dass du da gewesen bist. Wenn ich daran denke, dass er mir, wenn ich einfach gegangen wäre, eventuell gefolgt wäre...” Bei dem Gedanken daran zog sich erneut alles in ihr zusammen. „Und glaub mir, ich hätte ihm auch gerne eine geklatscht. Aber eventuell wäre das eher für mich nachteilig gewesen..." Der Rosahaarigen gefiel die Entscheidung ihres Freundes, den Vorfall einfach in den Hintergrund zu stellen. Die Zeit um sich über derartiges zu beklagen war einfach zu schade, viel besser konnten sie diese doch auf positive Weise nutzen, so wie es auch gedacht war. Als Nick seine Schauspielerische Leistung zum Besten gab kam Popuris Tochter nicht umher leise zu lachen. „Du bist ein Spinner!“ Langsam und ohne den Blick von ihrem Freund zu wenden griff sie nach seinen Händen, löste sie von einander und platzierte diese auf ihrer Hüfte. Anschließend bettete sie ihre Hände in seinen Nacken und näherte sich mit ihrem Gesicht seinem, bis sie nur noch wenige Zentimeter voneinander trennten. „Nur unter einer Bedingung!”‚ stellte sie klar und versuchte ihre Freude über seine Anwesenheit mit einer ernsten Miene zu überdecken. „Du verrätst mir, was es mit dieser ominösen Überraschung auf sich hat!"

  • Leila & Nick


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    Am liebsten hätte der Schwarzhaarige Leila sofort geküsst und in den Arm genommen, als sie ihm versicherte, dass sie ihn nicht für den wohnungslosen Typen verlassen würde und wie dankbar sie ihm war, dass er gekommen war, um ihr mit dem Kerl zu helfen. Doch zuerst war eine Entschuldigung fällig und diese brachte seine Herzdame glücklicherweise schnell wieder zum Lachen. Erleichtert lächelte Nick seine Freundin an, die ihn liebevoll als Spinner bezeichnete. Etwas überrascht war er trotzdem, als die Rosahaarige seine Hände nahm und sie an ihre Hüften legte, während sie ihre Bedingung äußerte. "Hmmmm.... ich weiß ja nicht." Der Schwarzhaarige machte ein nachdenkliches Gesicht, ehe er breit grinste und seine Freundin näher an sich zog, um sie zu küssen. "Ich bin froh, dass es dir gut geht.", murmelte er, als sich ihre Lippen wieder lösten. Er dachte kurz daran was Leila für Ärger mit dem Obdachlosen hätte haben können, wenn er nicht dazwischen gegangen wäre, dann vertrieb er den Gedanken schnell wieder aus seinem Kopf und strich dem Mädchen vor sich eine verlorene rosa Strähne aus dem Gesicht, bevor er sie noch einmal küsste. Mit ihr war alles so leicht und er wünschte sich im Moment nichts mehr, als sie glücklich zu sehen. Als auch dieser Kuss zu Ende ging grinste der Student breit. "Also gut, ich verrate dir was das Geheimnis ist, aber du muss kurz hier warten und darfst nicht spicken! Ich muss noch was vorbereiten.", erklärte er und sah Leila tief in die Augen.

  • Für einen ganz kurzen Augenblick hatte Leila mit dem Gedanken gespielt Nick den Kuss zu verwehren‚ eher er sie nicht von der Warterei bezüglich der Überraschung erlöst hatte, sein Charme und sein Duft jedoch ließen es nicht zu, dass sie sich ihm entziehen konnte. Viel zu schnell löste der Schwarzhaarige seine Lippen wieder von ihren, nur um die wertvolle Zeit, die sie mit küssen verbringen konnten, zu nutzen um eine nicht einmal störende Strähne aus ihrem Gesicht zu verbannen. Immerhin setzte er den Kuss direkt im Anschluss wieder fort, was Leila daran hinderte sich auf ihren Freund zu stürzen, nur um seine Lippen wieder auf ihren spüren zu können. In letzter Zeit war irgendwie einfach so vieles schiefgelaufen. Erst hatten sie beide kaum Zeit für einander, dann kam das Theater wegen Cedric, was der Beziehung allerdings etwas frischen Wind verlieh indem beide ihre Ängste aussprachen, und kaum, dass alles besser wurde, kam dann diese seltsame Erscheinung, über die sie sowieso noch sprechen mussten. Konnten sie denn nicht einfach nur einmal einen schönen Tag zu zweit erleben? Leila wünschte sich für heute nichts mehr als das, am liebsten würde sie sich einfach nur an ihn schmiegen und ihn in einem unendlichen Fluss aus Worten immer wieder beteuern, wie sehr sie ihn liebte. Seit ihrem klärenden Gespräch in der Berghütte, in dem sie beide ihren Gefühlen einfach freien Lauf gelassen hatten, verzehrte sie sich noch viel mehr nach seiner Nähe und wenn sie nicht damals schon auf das kommende vorbereitet gewesen wäre, dann war sie es spätestens jetzt. Die Rosahaarige würde Nick alles geben, was er von ihr verlangte, einfach nur damit er bei ihr war. Auch dieser Kuss fand fiel zu früh ein jähes Ende, zumindest aber gab sich ihr Freund geschlagen und bereitete sich darauf vor, ihr die Überraschung preis zu geben. „In Ordnung, aber lass mich nicht zu lange warten!”, forderte sie ihn auf, presste ihre Lippen noch ein weiteres Mal auf seine und nachdem sie sich wie in Zeitlupe wieder von ihm löste, legte sie sich demonstrativ die Hände auf die Augen. „Ich bin bereit!” Die Rosahaarige hatte nicht den leisesten Schimmer, um was es sich bei seiner Überraschung handeln könnte, ihr Herz schlug deshalb umso schneller.